Beiträge von Sissymaus

    Wenn Du aber so rational Deine Entscheidung für Kinder triffst, muss ich Dich aber noch was fragen: Du hast aber keine Kosten/Nutzen-Realtion aufgestellt, oder? Wir zahlen derzeit ca. 1000€ an Unterhaltskosten für Sohn in Betreuung und Tochter im Studium. Und Sohnemann hat zwischendurch uns mal 600€ Kindergartengebühren gekostet. Was nützen mir da die 70% Beihilfe und der Kinderzuschlag? Ist unterm Strich ein Minusgeschäft.

    Ich bin‘s nochmal: Ich stehe vor meinem Regal, habe schon ordentlich was herausgeholt, aber es steht da immer noch zu viel. Ich habe neben dem Lehrwerk, das wir im Unterricht benutzen, noch für jeden Jahrgang ca. 4 andere Bücher von anderen Verlagen stehen, mit dem Gedanken „Da sind ja auch gute Reihen oder Texte drin, brauchste vielleicht mal“. Wie geht oh damit um - geht ihr die Bücher durch, scannt die potenziell brauchbaren Reihen und dann weg damit? Auch aus den vergangenen Jahren mit den Pflichtlektüren habe ich massenhaft Material hier stehen, pro Leküre oder Thema bestimmt ein Stehsammler voll. Ich weiß nicht, ob ich das je mal wieder brauche. Höchstens vielleicht mal im Vergleich mit anderen Lektüren. Mich macht diese Wand wahnsinnig. Ich habe die ganzen Arbeitshefte oder dünneren Sachen schon in Stehsammler gepackt. Aber wie der Flut Herr werden?

    Buchrücken abschneiden und ab durch den Scanner jagen. Dann auf dem PC eine sinnvolle Ordnung überlegen und das Regal ist leer.

    Mache ich doch gar nicht! Ich vergleiche meine damals 9-jährige und meinen heute 9-jährigen. Und daraus interpoliere ich sein Verhalten, wenn er älter ist. Er wird niemals so viel machen wird wie sie es ohne Ansage gemacht hat! Also muss ich früh damit anfangen, ihn dazu zu erziehen oder glaubst Du, er wird fröhlich seinen eigenen Kram erledigen, wenn ich ihm mit 15 sage: Übrigens, das ist die Waschmaschine und die funktioniert so und so.

    Bin selbst keine grundständige Lehrerin, sondern Ingenieurin. Mann ist es auch. Habe eine große Tochter aus einer Beziehung in Studienzeiten. Und ein gemeinsames Kind mit meinem Mann, der sehr viel arbeitet. Die Ferien verbringe ich mit dem Kleinen und unternehme/reise mit ihm. Wie das wird, wenn er das nicht mehr will, weiß ich auch nicht. Davor graut es mir ein bißchen.

    Ich habe (für mich) auffällig viele Kolleginnen ohne Kinder. Die Kolleginnen mit denen ich mich treffe (derzeit ist ein Grüppchen von 4) haben alle keine Kinder. Das finde ich schon viel, dafür, dass wir mehr nicht sind in unserer Abteilung. Bei den Männern weiß ich es gar nicht so genau. Aber viele haben zuhause eine Vollzeit-Hausfrau, die ihnen alle Steinchen aus dem Weg räumt.

    Ich habe den ersten Auszug gerade hinter mir. bzw. es ist schon 2 Jahre her, dass meine Große für ein Jahr nach Australien ging. Ich weiß nicht, was ich ihr Spezielles beibringen hätte "beibringen" sollen. Ich sehe es eher so: Im Moment fragt sie mich, wenn Bestimmtes auftritt. Mini-Job-Verträge, Steuern einreichen etc. Hätte ich ihr das vorher erzählt, wäre das doch in ein Ohr rein und anschließend wieder raus gegangen. Sowas ist doch erst wichtig, wenn man es konkret benötigt.

    Putzen etc: Da sehe ich einen generellen Unterschied zwischen meinen beiden Kindern. Es kann daran liegen, dass es sich um Junge und Mädchen handelt, aber das kann man natürlich nicht verallgemeinern. Nur soviel: Die Große war und ist sehr selbstständig und macht vieles, was der Kleine nur unter mehrfacher Androhung erheblicher Konsequenzen macht. Das nervt mich sehr, denn ich arbeite viel, der Mann noch mehr und der 9-jähroge trägt seinen Teil überhaupt nicht dazu. Eher im Gegenteil: Wegen ihm hab ich die meiste Arbeit.

    Aber wie ich ihm das mal mit auf den Weg geben soll, weiß ich auch nicht. Im Moment bin ich einfach nur froh, dass er irgendwann mal sein Geschirr in die Spülmaschine räumt und nach dem Sport duscht. Auch wenn ich bis dahin schon reden musste, bis mir der Mund fusselig wird.

    Was es aber gar nicht gibt: Dass ich später noch die Wäsche wasche und ihm seinen Laden putze, wenn er ausgezogen ist und auch schon vorher nicht! Meine Große hat seit sie 13/14 ist ihre Klamotten selbst gewaschen und bügeln und zusammenlegen ist eine Gemeinschaftsarbeit am Sonntag Abend. Da macht auch der Kleine mit, auch wenn er versucht, sich absichtlich doof zu stellen. Ich habe nicht vor, den Kram für ihn zu machen, bis er auszieht.

    Eine weise Userin hier, die ich sehr schätze, schrieb vor Jahren einmal, dass sich Intelligenz eben auch bei der Berufswahl zeige.
    Somit sind wir doch ganz gut dabei, oder?

    nachdem ich mich in den ersten Jahren über blöde Kommentare geärgert habe, ist das jetzt auch immer meine Antwort. Ich freue mich dann über die Gesichter :) ich rechtfertige mich schon lange nicht mehr.

    Und bald ist auch wieder der Tag der richtigen Berufswahl. In NRW in genau einer Woche.

    Wir haben auch den teureren Handwerker genommen, der eine Strasse weiter sein Geschäft hat. Hat mir leider außer Ärger und kaputten Fenstern auch nichts gebracht.
    Leider hatte ich mich dahingehend auch noch meinem Mann gegenüber durchgesetzt (komm, wir nehmen den. Dann wissen wir wenigstens, dass es gut gemacht wird,. Der ist hier nebenan. usw usw.).

    ... ich sonntags zur Schule fahre, weil ich denke, daß Montag ist.

    • Hafenkonzert im Radio an einem Montag? Was soll der Quatsch?
    • Alle Straßen so leer? Egal!
    • Lehrerparkplatz? Bin eh immer sehr früh. Da ist der immer leer.
    • Schulhaus abgeschlossen? Mist, wo bleibt denn der Hausmeister? Geh mal zurück ins Auto, setz dich hin und behalte von dort aus die Szenerie im Auge. Der Hausmeister muß gleich kommen.
    • Im auto sitzend quer zum Büdchen auf der anderen Straßenseite rübergeguckt. Was macht da die Bild am Sonntag in der Auslage?

    Ist heute etwa doch Sonntag? :staun:

    Dein Ernst? Das ist ja übel, bei Deiner Entfernung zur Schule.

    Ich merke, dass ich ferienreif bin, wenn...
    ...ich das Lehrerzimmer aufschließe. Von innen!

    Das ist ja eine unglaubliche Story!! Kann nur wiederholen, was schon gesagt wurde: exportiere den Chatverlauf schnell. Dann hast Du ihn sicher. Screenshots von chats sind nicht aussagekräftig, da man einen solchen Chatverlauf leicht fälschen kann.
    Außerdem finde ich, dass die Polizei es sich etwas leicht macht: Die Daten hätten nicht in den Besitz der Eltern kommen dürfen, dementsprechend ist die Benutzung der Daten unrechtmäßig. Und da "kann man nichts machen"? Kein Wunder, dass zB belästigte Frauen ungern zur Polizei gehen.

    Du hast bisher alles genau richtig gemacht. Lass Dich bloß nicht unterkriegen! Ich finde es so dermaßen bescheuert, wenn mir Schüler oder Eltern sagen: "Wegen IHNEN bekomme ich den Abschluss/die Ausbildung/den Studienplatz nicht." Wie kann man die eigene Verantwortung nur so auf den Lehrer abwälzen? Da fehlen mir echt die Worte.

    Mag sein. Wobei diese Absagen alle vor diesem Ereignis kamen. Wir sind seit ein paar Jahren fertig mit unserem Umbau. Alles was jetzt noch kommt, machen wir selbst.
    Und: Ich sehe wirklich nicht ein, 50% mehr zu bezahlen, damit er seine doppelte Arbeit bezahlt bekommt, die er selbst verschuldet hat. Wenn die Handwerker mich deswegen meiden, weil ich mich dagegen wehre: Dann hab ich Pech gehabt. Ich kanns mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, das einfach so zu bezahlen. Im übrigen sind in den 3 Jahren weitere Mängel seiner Arbeit aufgetreten.

    Ich welchen Betrieben? Oder meinst Du bei den potentiellen Kunden? Anscheinend nicht, denn:

    Unser Rechtsanwalt hat von dutzenden Fällen dieser Art und dieses Handwerkers berichtet. Trotzdem bekommt er anscheinend noch genug Aufträge. Wahrscheinlich gibt es nur wenige andere seiner Größe (er hat einige Mitarbeiter, ist also keine 1-Mann-Bude).

    Ich bin froh, wenn der Handwerker ÜBERHAUPT kommt. Ich weiß nicht, wie oft ich angefragt habe und sie sind einfach nicht gekommen. Was soll ich dann machen, wenn keiner der ortsansässigen Elektriker bei mir 3 Strippen verlegen will. Das lohnt sich für den nämlich gar nicht, der nimmt nur größere Aufträge an und nicht die Verkabelung eines einzigen Raumes.

    Und leider musste ich auch schon erleben, dass der Handwerker Mist gebaut hat, wir uns beschwert haben, er wiederkam und das behoben hat und anschließend die Rechnung statt 2000€ nun 3000€ betrug. Der Gerichtsstreit dauert nun schon 3 Jahre.

    Nun ja, wobei es hier ja nur um 40 statt 45 Minuten ging infolge des verspäteten Beginns der Unterrichtsstunde, wenn man erst beim Klingeln losgeht, statt dass man beim Klingeln anfängt.

    Weiterhin abzuziehen sind dann alle möglichen anderen "Ausfallzeiten". Wenn z.B. pi mal Daumen in jeder Stunde 5 Minuten wegen Unterrichtsstörungen (und ihrer Beseitigung) verlorengehen, dann sind wir schon bei 35 statt 45 Minuten. Und wer kennt nicht die Zeit, in der man auch mal einfach nur miteinander plaudert und der Lehrer aus seinem Leben erzählt; vielleicht auch früher Schluss macht usw.-usf.

    5 Minuten wegen Unterrichtsstörungen machen übrigens gut 1 Monat Unterrichtsausfall aus - aufs Schuljahr gerechnet. 5 Minuten verspäteter Beginn dann also einen weiteren Monat weniger Unterricht. Ob das dann alles zusammengenommen wirklich noch so ein "fantastisch guter Wert" ist, @Mikael? Na jedenfalls offensichtlich aber im Rahmen des Üblichen (siehe Ihr Zitat).

    Glaubst Du wirklich, dass die echte Lernzeit (also wo das Gehirn der Schüler etwas neues aufnimmt und verarbeitet) länger wäre, wenn die Unterrichtszeiten "besser" genutzt würden? Das würde bedeuten: volle Konzentration 45 Minuten lang in einer Klasse mit 25-35 Schülern und eventuell Stoff, der einen nicht interessiert. Unmöglich!

    Und Michael hat Recht: Was in Büros so an Zeit verplempert wird, da können sich die Schulen mit ihrem getakteten Unterricht wirklich zeigen.

    @Sissymaus: APO-BK (Bestimmungen für die Bildungsgänge des Beruflichen Gymnasiums) §8 Absatz 3

    In der gymnasialen Oberstufe müssen ebenfalls zur Mitte des Halbjahrs die Quartalsnoten (und in der Q2.2 die Endnote) bekanntgegeben werden (APO-GOSt §13 Abs. 3), in der SI werden die Zeugniskonferenzen durch Konferenzbeschluss festgelegt, da dürfen die Zeugnisnoten gar nicht genannt werden (weil die einzelne Lehrkraft sie nicht beschließt und nach dem Beschluss die Verschwiegenheitspflicht greift). Man kann dem Schüler aber natürlich sagen wie er zur Zeit schriftlich und mündlich steht und wenn er nicht völlig hirntot ist, kommt er schon zu einer groben Abschätzung, ob die Eltern zuvor zu besänftigen sind oder nicht...

    Ok, das gilt für die gymnasiale Oberstufe im beruflichen Gymnasium. ich hab mich nun für die Berufsschule Anlage A (Fachklassen duales System) durchgewühlt. Da steht davon nichts drin, also scheint es da nicht so zu sein.

    ich gebe meine Noten auch in diesen Klassen vorher bekannt, weil ich die Zeugnisausgabe auch grundsätzlich als Jahresabschluss sehe, bei dem weder Groll noch Schock auftreten soll. Ich gehe gern mit meinen Klassen auseinander in dem Wissen, dass nun alles geklärt ist, wenn sie mich dann 7-8 Wochen nicht sehen. Also finde ich schon, dass ich die Noten vorher bekanntgeben muss, denn wenn sich jemand ungerecht bewertet sieht, möchte ich ihm darlegen, warum ich so benotet habe. Deswegen möchte ich das vorher "erledigt" haben. Ist aber auch eher meine persönliche Ansicht der Dinge und für mein Gefühl wichtig.

    Ach ja: Danke, @Valerianus

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