Beiträge von Sissymaus

    Nein ich mache den Seiteneinstieg nicht an einer Grundschule. Ich bin aktuell an einer Grundschule als Vertretungslehrer

    Seiteneinstieg an Grundschulen in NRW ist nicht möglich.

    Ach so :) Hatte mich schon gewundert. Das kann ich mir nämlich kaum vorstellen. Der SE ist für Fachlehrer in SekI/II schon der Wahnsinn, aber wenn einem so viel Pädagogik fehlt, wie man in der GS benötigt, kann man kaum erwarten, dass man das mal eben so nebenher lernt.
    Viel Erfolg!

    @TE: Ich blase in das gleiche Horn: Ohne echte Lehrerausbildung als Seiteneinsteiger (zB berufsbegleitendes Referendariat) wirst Du ewig auf dieser Stufe steckenbleiben. Und mal eben eine Grundschulklasse zu übernehmen, halte ich auch für eine zu große Nummer zu Beginn. Also informiere Dich nochmal, wie genau das Verfahren für SEs in Deinem Bundesland aussieht und bewirb Dich auf eine solche Stelle. Oder Du nimmst doch den Weg des regulären Lehramtsstudiums auf Dich. Evtl musst Du gar nicht mehr so viel nachstudieren.

    Lehrer2013: Du macht den SE an einer Grundschule in NRW? Ich wusste gar nicht, dass das möglich ist. Jedenfalls schließe ich das aus dieser Grafik: https://www.schulministerium.nrw.de/BP/LEOTexte/Se…iversitaet.html

    Du machst eine PE und dann OBAS? Oder wie muss ich mir das vorstellen?

    Mh, aber würde ein Umzug in ein anderes Land nicht auch mindestens 2000 Pfund kosten? Und dazu noch die Umstellungen für Deinen Mann und Deine Kinder wegen der Sprache...Geht ihr in die EU, hat sich die Situation im Grunde doch nur umgedreht: Dann muss Dein Mann als Nicht-EU-Bürger die ganzen Hürden nehmen, die Du evtl. bald nehmen musst. So richtig verstehe ich nicht, wo da der Vorteil liegt, wenn ihr das Land in Richtung EU verlasst.

    Sissymaus, nochmal: Was ist mit der inhaltlichen Leistung?

    Warum sollte die mehr wert sein, als die Pädagogische?
    Ich unterrichte Auszubildende, die sich im 6. Semester eines dualen Studiums Maschinenbau befinden. Das bedeutet, dass ich inhaltlich sehr viel mehr mache, als ein Gymnasiallehrer. Beanspruche ich mehr Geld dafür? Nein! Ich freue mich darüber, dass ich in diesen besonderen Klassen unterrichten darf und ziehe nicht noch diejenigen in ihrer Leistung herunter, die mit dieses "Schülermaterial" geliefert haben.

    Ich jedenfalls habe großen Respekt vor der Arbeit aller, die im Primar- und Elementarbereich tätig sind. Insbesondere unter diesen Anforderungen wie sie herrschen (Inklusion, Flüchtlinge, große Klassen...) Ich maße mir nicht an, dass ein 6-Stunden Tag in einer 1. Klasse weniger anstrengend und anspruchsvoller ist als ein 10 Stunden Tag an meinem BK.

    Ich bin sehr gespannt, wie zB Firelilly mal urteilt, wenn ihre Kinder von unterbezahlten, wenig motivierten Kinderpflegern "verwahrt" werden oder wenn sie von einer Krankenpflegehilfe gepflegt wird, die vor lauter Arbeit und Unterbezahlung sich sicher gut um sie kümmern wird.

    So, und nun könnt ihr mich gern zerfleischen. Ich widme mich jetzt meinem Sohn. Unterschiedliche Ansichten werden sowieso selten zusammenkommen ;)

    Wollsocken:
    Deiner Meinung nach ist kein universitäres Studium nötig. Ich frage mich immer, wie jemand das beurteilen kann, der nicht in diesem Beruf mit diesen Anforderungen steckt. Ich möchte nicht mit dieser Arbeit tauschen, wirklich nicht. Und ich maße mir auch nicht an, darüber zu urteilen, ob sie diesen Abschluss dafür benötigen oder nicht. Nur weil es in der Schweiz so läuft, muss es nicht besser sein. Soweit ich mich erinnere, ist es in anderen Ländern (ich meine es wären die skandinavischen Länder) umgekehrt: Je kleiner die Kinder, desto höher das Gehalt, da der pädagogische Anteil und damit die persönliche Belastung zunimmt. DAS wäre für mich logisch!

    Verallgemeinerung: Leider ist Firelilly nur eine von vielen Gymnasiallehrern, die ständig arrogant auf alle anderen Schulformen herumhacken. Das habe ich oft genug erlebt, so dass ich durchaus von "Klischee erfüllt" sprechen kann. Ich habe auch aktuelle Beispiele an meiner Schule, wo sich Gymnasiallehrer am BK "einnisten" (Mangels Stellen am Gymi!) und dann nichts anderes tun als meckern darüber, dass man mit seiner wertvollen Gymnasialausbildung in einer Berufsvorbereitung unterrichten muss. Bäh! Eklig sowas!


    Und: Danke Zweisam, für den Vergleich mit den Förderschulen. Genau hier kann man sehen, dass pädagogische Arbeit gut bezahlt werden muss!

    Die Erziehungsarbeit ist aber nichts, für das man viel Geld bekommt und bekommen sollte.
    .....


    Ich finde auch, dass man durchaus die Gehälter der Lehrer anheben müsste. Speziell für Naturwissenschaften, aber das ist noch einmal ein anderes Thema.

    Wie Du hier diese wichtige Arbeit der Grundschullehrer runtermachst, finde ich einfach traurig!
    Wenn ich Deine Beiträge mal hintereinander lesen, frage ich mich, warum Du Lehrerin geworden bist. Es spricht aus nahezu allen Beiträgen von Dir völlige Unzufriedenheit.

    Und nun hetzt Du auch noch, weil Absolventen (ebenfalls universitärer Studiengänge) anderer Schulformen, aber anderer Schwerpunkte, gleich bezahlt werden wollen. Was ist Dir im Leben bisher widerfahren, dass Du dermaßen rummotzen musst.

    Und: typische Arroganz von Gymnasiallehrern. Klischee voll erfüllt. Ich Oberstufe, Du Grundschule! Ich Boss, Du nix!
    Zeigst Du Dich im Kollegium eigentlich auch so? Sagst Du Deinen Deutsch-Kollegen ernsthaft, dass DU mehr als sie verdienen müsstest, weil Du Chemie unterrichtest? Da kann ich wirklich nur mit dem Kopf schütteln.

    Dann mach doch OBAS im Fach Mathe & der beruflichen Richtung Wirtschaft. Scheint in Deinem Fall auch naheliegend zu sein. Informatik kannst Du dann im Rahmen eines Zertifikatskurses nachholen. Oder Du unterrichtest einfach in dem Fach, wie so viele KollegInnen völlig fachfremd unterrichten. Mit einem Zertifikatskurs Mathe ist (soweit ich weiß) kein LK in der Oberstufe möglich.

    Oder will Deine Schule unbedingt Informatik als Fach haben?

    Hab die Antwort für NRW selbst gefunden:


    Zitat von Tresselt

    Vor der Begründung des Beamtenverhältnisses ist zu prüfen, ob die Bewerberin oder der Bewerber gesundheitlich geeignet ist. Vor der Umwandlung des Beamtenverhältnisses auf Probe in ein solches auf Lebenszeit ist die gesundheitliche Eignung der Beamtin oder des Beamten nur dann erneut zu prüfen, wenn Zweifel über den Gesundheitszustand bestehen.

    Gemäß § 15 Absatz 3 Satz 1 LBG NRW

    Bei uns fangen zu 80% Seiteneinsteiger an (Berufskolleg, technisch). Davon hat vielleicht jeder 5. echte Unterrichtserfahrung. Ich selbst hatte auch nur Lehrerfahrung an der FH und bin direkt ins kalte Wasser gesprungen. Im Nachhinein finde ich das auch haarsträubend, aber wie soll es anders gehen? Ich hatte einen unbefristeten Vertrag im ÖD und hätte doch niemals den Job hingeschmissen für eine Vertretungsstelle.

    Nicht entmutigen lassen. Weitersuchen! Und mal am BK versuchen :)

    Und vielleicht sehe ich das zu blauäugig :)

    Naja, ohne Unterstützung der SL und einiger Kollegen ist die Klamotte für mich sowieso gestorben. Immerhin hatte ich eine schöne Reise dadurch :P

    Mimimaus: Ja, klar KA2. Richtig, sorry, mein Fehler


    25% werden nur bewilligt? Ist das Euer Ernst? Dann muss ich mir auch gründlich überlegen, ob ich da einsteige, denn auf unserer Fortbildung habe ich erleben dürfen, wieviel Arbeit das ist. Allerdings klang es dann so, als wäre man mit einem sorgfältig ausgefüllten Antrag dann auch dabei!
    Woher habt ihr diese Zahlen?
    Ich bin nämlich derzeit alleinkämpfer und es ist an unserer Schule schon mächtig schwer, da jemanden zu finden, der mitmachen will. Sobald alle ansatzweise mitbekommen, dass das Arbeit und Zeit kostet, laufen sie weg! Aber ihre Schüler wegschicken und die Lorbeeren einheimsen wollen dann alle :/

    Projekte: In der dualen Ausbildung gibts doch einiges, was man da machen kann. Im Grunde kann man eine Lernsituation aus dem Berufsfeld nehmen, die Projektcharakter hat und dann eben auf den Schulpartner umschreiben.

    Mit Erasmus+ Habe ich mich schon eingehend auseinandergesetzt. Meiner Meinung nach ist es zu viel Arbeit, die man rein stecken muss und die Chancen auf Förderung sind zu gering. Ich habe schon einen Antrag für die Leitaktion 1 bei Erasmus+ gestellt und schon dieses Procedere fand ich grenzwertig. Leitaktion 2 für Schulpartnerschaften ist ja noch viel aufwendiger. Hast du schon einen Antrag gestellt? Warst du erfolgreich?

    Ich habe gerade eine Fortbildung zum Thema gemacht und eigentlich möchte ich zum kommenden Termin (2/17) einen Antrag stellen. Dazu benötige ich aber erstmal Unterstützung durch meine SL.

    Warum denkst Du, dass die Förderung zu gering ist? Ich habe da andere Zahlen. Bei uns geht es allerdings auch nur um KA2-Anträge im Bereich der dualen Ausbildung. Ich habe vor, Lehrer- und Schülermobilitäten zu beantragen. Eventuell in Zusammenarbeit mit örtlich ansässigen Firmen.

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