Beiträge von Sissymaus

    Ich hab leider keine Infos oder Lösung, möchte aber trotzdem was sagen:


    Naja, du hast dich auf eine Stelle als Landesbeamtin beworben. Was hast du da erwartet?


    Ich kann's auch nicht verstehen. Warum bewirbt man sich auf eine Stelle in Bayern, wenn man da gar nicht arbeiten will?
    Gruß !

    Nette Kommentare hier, wirklich! Sowas können nur Leute schreiben, die direkt eine Planstelle an ihrer Wunschschule bekommen haben bzw. die diese Not nicht nachvollziehen können:


    Zitat

    Alternative zur Planstelle Arbeitslosigkeit gewesen wäre.

    Also wäre es besser gewesen arbeitslos und abhängig vom Mann mit abgeschlossenem 2. Staatsexamen in Hessen herumzudümpeln? Hier fragt jemand mit einem Problem und erntet pampige Antworten. Verstehe ich wirklich nicht. Auch Lebenssituationen können sich ändern, manchmal innerhalb weniger Tage/Wochen. Kinderwunsch kommt manchmal sehr plötzlich und heftig, wenn man erstmal seine Ausbildung abgeschlossen hat. Das können wir hier doch alles gar nicht nachvollziehen.

    Schade schade...Hier fehlt der Kopfschütteln-Smiley

    Falls es sich bei Dir um NRW handelt: Ich habe einige Kollegen, die direkt nach dem Studium (Bsc. Maschinenbau) den Quereinstieg ins Berufskolleg gemacht haben. Ich selbst habe es nach einem FH-Studium und einigen Jahren Berufstätigkeit gewagt. Es gibt extra ein Programm für diese Zielgruppe, die dann die Fächer Maschinentechnik/Fertigungstechnik oder MT mit Mathe oder so unterrichten. Dann wäre es sinnvoll, das Studium durchzuziehen und anschließend den Quereinstieg zu wagen.

    Schau mal hier: https://www.schulministerium.nrw.de/BP/LEOTexte/Erlasse/FH_BK.pdf

    Zitat

    Kann eigentlich ein gutes Arbeitszeugnis bzw. die Vorerfahrung als Vertretungslehrer bzgl. der Einstellung im Seiteneinstieg behilflich sein oder kommt es da wirklich eher auf die harten Fakten an?

    Das hilft ganz bestimmt! wenn die Schule Dich kennt und Dich haben will, setzt sie meist alle Hebel in Bewegung. Und dann kann sie auch eine störrische Bezirksregierung überzeugen. Ist in jedem Falle besser, als sich jemanden ins Haus zu holen, den man nicht kennt. Bei Seiteneinsteigern kann man nämlich ziemlich auf die Nase fallen (bei Grundständigen wahrscheinlich auch, aber da hat man ja wenigstens die Gutachten).

    Zitat

    Die Einrichtung: na ja. Für eine Küche reicht das natürlich nicht. Aber für Bett, Kleiderschrank, Sofa, Regal vom Poco oder so schon. Oder vielleicht gebraucht. Irgendwo muss man ja anfangen. Am Anfang ist halt alles etwas gestückelt und vielleicht geschenkt, geerbt etc.

    Ja, da hast Du wohl recht.

    Führerschein: Letztes Jahr hat der meiner Tochter 1900€ gekostet. Und sie hat nicht übermäßig viele Fahrstunden gebraucht.

    OT: Führerschein oder erste Einrichtung für 1000€? Das langt aber nicht ;)


    Zitat

    Der Grundstück für späteren Wohlstand meiner Kinder ist eine möglichst gute und umfassende Bildung und die bestmögliche Beratung und Begleitung, die uns möglich ist. Es ist nicht unsere Aufgabe, für den Wohlstand unserer Kinder zu sorgen. Mir reicht es, wenn sie in der Lage sind, einen Beruf zu ergreifen, der ihnen ein einigermaßen auskömmliches Leben finanziert.

    Sehe ich genauso!

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    Nur mit Begründung kann derjenige abgelehnt werden und dir der Zuschlag gegeben werden. Ob das jemand macht, wage ich zu bezweifeln.

    Das macht jemand :) Nämlich meine Schulleiterin ;) Schließlich hat sie ja auch mit mir einen guten Fang gemacht :p

    Die OBAS-BIWi-Prüfung ist wirklich einfach und ein guter Test für das Kolloquium am Ende der OBAS. Ist Kursen an der Uni auf jeden Fall vorzuziehen.
    Übrigens hat unser Seminar nur Kurse aus Lehramts-Studiengängen anerkannt. Wir hatten im BiWi-Kurs eine Sozialpädagogin sitzen.


    Wenn er eine beschissene Prüfung hinlegt, wird der Vater nicht nur verärgert über das "unkollegiale Gutachten" sein, sondern von dir wissen wollen, warum du nicht früher mit Sorgen auf ihn zugekommen bist, er hätte dich ja mehrmals angesprochen. Und ob du vielleicht sogar nicht in der Lage warst, den jungen Mann ordentlich anzuleiten?

    Ich würde einen Teufel tun und meinem Kollegen über die Leistung des Referendars Auskunft geben, erst recht, wenn er der Vater ist. Das ist meiner Meinung nach erst einmal etwas, was den Ref selbst, AKO/ABBA, das Seminar und die SL etwas angeht. Alle anderen haben meiner Meinung nach kein Recht, etwas darüber zu erfahren.

    Trotzdem hast Du natürlich Recht: Schlechte Noten werden auch den betreuenden Personen angelastet. Ich habe auch mal eine Betreuung niedergelegt, als ich gemerkt habe, dass wir völlig verschiedene Meinungen über guten Unterricht hatten. Ich habe manchmal in den Nachbesprechungen da gesessen und mich geschämt, weil der UB und Entwurf grobe Mängel hatte. Ich hatte einiges angemerkt, es wurde aber nicht berücksichtig oder kam erst am Abend des UBs. Auch mein Kollege hat gerade jetzt noch seine Aufgabe hingeschmissen, da der Ref nicht bereit war, ein Fitzelchen Arbeit in seinen Unterricht zu stecken. Da ist es mMn oft besser, es übernimmt jemand anderes die Betreuung.

    Zitat

    Er meinte am Anfang auch in der Hospitationsphase, als ich etwas erklärt habe, nach vorne zu kommen, mich zu unterbrechen und zu sagen "Das stimmt so nicht was der Herr ... gesagt hat. Es ist soundso".

    Ach Du meine Güte! Ohne Worte!

    Nunja, auch wenn der Herr Papa Dein Kollege ist, solltest Du da ehrlich beurteilen. Es hat keiner was davon, wenn der Gute mit einer Note, die nicht seinen Leistungen entspricht, ins Examen geht.

    Piksieben, genau deshalb habe ich das ausgeführt, eben weil darüber noch keine klaren Vorstellungen herrschen. Ich wollte Unsicher nur darstellen, dass der Job den er hat eben nicht unbedingt ausreicht, um ein Leben in Saus und Braus zu führen. Anscheinend denkt er ja, dass er einen schlecht bezahlten Job gegen einen sehr viel besser bezahlten eintauscht. Das muss nicht immer so sein. Außendienst heißt auch oft provisionsabhängig und das ist einkommenstechnisch auch nicht immer gut.

    Ich weiss einfach nie, woher dieser Irrglaube kommt:
    Bachelor in der freien Wirtschaft = super Einkommen mit Firmenwagen etc
    Lehrer = Leben an der Armutsgrenze

    Insgesamt beneide ich die jungen Leute auch nicht. Meine Tochter steht dieses Jahr vor der gleichen Wahl. Ich bin froh, dass ich das hinter mir habe. Zu viele Auswahlmöglichkeiten können auch sehr belastend sein.

    Zitat

    Und rate mal, wo ich arbeite? Wenn ich keinen bekommen würde, dann hätte ich das auch nicht geschrieben.

    Naja, da Du hier in der absoluten Minderheit bist, der bereits bei Ausbildungsbeginn weiß, dass er im Außendienst arbeiten soll, lag die Vermutung nahe, dass das eine Vermutung deinerseits ist. Ich hab hier schon genug gelesen von überzogenen Vorstellungen vom Berufsleben.


    Zitat von Unsicher

    urch Tarifverträge und der vertraglich zugesicherten Übernahme habe ich einen Einblick erhalten, wie es finanziell in etwa nach dem Studium aussieht. Würde ich es nicht wissen, hätte ich es nicht geschrieben.

    Ok, lass es mich anders ausdrücken: Zu wissen, was man später verdienen kann ist nicht gleichbedeutend mit, was man sich davon leisten kann. Darüber hatten wir hier schon diverse Threads, da die Lebensweise und der Wohnort deutlichen Einfluss auf die mögliche "Kaufkraft" des eigenen Gehalts hat.
    Ich will damit sagen: Man hat das Geld nicht automatisch alles zur freien Verfügung. Die Fixkosten können einem schon die Lust am arbeiten vergehen lassen. Und das sind Kosten, mit denen man zu beginn seiner Ausbildung nicht rechnet, was ja auch völlig normal ist. Als Beispiel: Der "Luxus" der Berufstätigkeit hat uns zu Spitzenzeiten 800€ in Summe monatlich an Betreuungskosten für unsere Kinder gekostet. Unsere Hausfinanzierung ist in Zeiten höherer Zinsen abgeschlossen worden. Auf dem Land müssen wir 2 Autos finanzieren usw usf. Da kommt einiges zusammen und da erscheint mir Dein geschildertes Luxusleben auf Basis eines Bachelor-Hauptverdieners als überzogen.

    Aber das ist eigentlich unwichtig. Ein Außendienstjob und Grundschullehrer ist wirklich kaum vergleichbar. Wieso man auf Druck von Eltern diesen völlig entgegengesetzten Weg einschlägt, kann ich nur damit erklären, dass Du einfach noch nicht in der Arbeitswelt angekommen bist. Ich hab mir niemals reinreden lassen und das war auch gut so, denn sowas geht immer nach hinten los. Finde Deinen Weg! Und wenn der Grundschullehramt ist, dann mach es.

    Dabei realistisch diese beiden Jobs zu betrachten kann nicht schaden: Der Job des Bachelor-Absolventen ist kein Garant für einen Mega-Reichtum, der des Grundschullehrers hat außer des Unterrichts massig an Verwaltungsaufgaben und anderes (da haben die Primarstufenlehrer hier mehr Ahnung) und nicht nur leuchtende Kinderaugen, die einem an den Lippen hängen. Im Gegensatz zur Animation kommen die Kinder nämlich nicht zur Schule, weil sie dazu so große Lust haben und bleiben weg, wenn sie keine mehr haben.

    Wir lesen hier oft von rosigen Vorstellungen vom Lehrerjob und da kommt der Praxisschock dann umso heftiger.

    Auch Neles Einwand darf man nicht außer Acht lassen: Das Grundschullehramt wird im Gegensatz zu den anderen eher schlecht bezahlt. Ich sage nicht, dass das richtig ist und dass man davon nicht leben kann, aber bedenken sollte man es schon. Auch, dass dieser Zweig eher überlaufen ist.

    Bin gespannt, wie Du Dich entscheidest. Erzähle es uns mal.

    Zitat

    Als Dualer Student verdiene ich Geld, habe eine Jobgarantie nach dem dreijährigen Bachelor und bekomme Benefits wie Firmenauto, Laptop und Handy.

    Ähm, ne ist klar! Jeder Bachelor-Absolvent bekommt einen Firmenwagen. *hust*
    Ich weiß ja nicht, in welche Branche Du tätig bist, aber aus eigener Erfahrung aus dem (seit Jahren) gut laufenden Maschinenbau weiß ich, dass ein Firmenwagen nur in einigen bestimmten Bereichen und wenn dann erst nach vielen Jahren Berufserfahrung drin ist. Es sei denn Du arbeitest im Außendienst.

    Laptop & Handy von der Firma zu bekommen, ist jawohl kein Grund für eine Berufsentscheidung. Zumal Du immer daran denken musst, dass Du damit auch immer verfügbar bist! Auch an Wochenenden, abends und im Urlaub!
    Ich stelle auch oft fest, dass Auszubildende (und davon sind die dual Studierenden besonders schlimm) überzogene Meinungen haben, was sie sich nachher alles so leisten können.

    Wir können Dir hier keinen Rat geben bzgl Lehramt Grundschule ja/nein. Es ist jedoch ein großer Unterschied, ob man eine Grundschulklasse als Grundschullehrer hat oder ob man Animateur für Kinder in der Türkei mimt. Mir erscheint es eher so, als rückst Du Dein gesamtes Berufsleben in ein äußerst schmeichelhaftes Licht, daher denke ich, es kann Dir nicht schaden, zunächst mal Deine Ausbildung abzuschließen und dann weiterzuüberlegen. Danach ist ja immer noch ein Studium möglich.

    Zitat

    Wenn ich jetzt bspw. mit 5 Jahren und 6 Monaten Berufserfahrung in der Stufe 3 eingeordnet werde, müsste ich dann nicht nach 6 OBAS-Monaten in die Stufe 4 rutschen?

    Nicht zwangsläufig. Restzeiten verfallen normalerweise. Ich habe aber bei einer GEW-Seite mal ein Widerspruchsformular dagegen gesehen. Bei mir waren es nur einige Monate, daher war es mir egal. Ich war ohnehin schon eine Stufe höher eingestuft, als bei meinem vorherigen Arbeitgeber (auch Öff. Dienst), da war ich schon happy :)

    Schau dazu auch mal hier (ich habe aber nicht im Detail gelesen!!) http://www.gew.de/aktuelles/deta…tufenzuordnung/

    Meine BR ist die BR Arnsberg.

    Üblicherweise wird die einschlägige Berufserfahrung für die Bestimmung der Stufe herangezogen. Kindererziehungszeiten nicht. Üblicherweise werden nur Berufsjahre nach dem Studium mitgerechnet. Dabei erfolgt die Anerkennung jedoch in der Regel großzügig, da man die Bewerber ja gerne aus der Industrie locken will.

    Ich hab absolut positive Erfahrungen gemacht, sowohl als Angestellte und auch bei der Verbeamtung mit meinen Sachbearbeitern, die sich wirklich ins Zeug gelegt haben, um das für mich bestmögliche "herauszuholen".

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