Beiträge von Sissymaus

    Hallo! Ich habe die Diskussion mit Interesse verfolgt. Auch ich möchte gerne als Seiteneinsteiger (Fächer Chemie und Physik) in den Lehrerberuf einsteigen. Momentan habe ich in der Wirtschaft eine Festanstellung, die ich ungerne für eine kurze Vertretungsstelle aufgeben möchte. Hat jemand von Euch Erfahrungen mit dem OBAS-Einstieg ohne vorherige Vertretungstätigkeit? Oder habt Ihr vor der OBAS Vertretungsunterricht gegeben? Vielen Dank für die Antworten!!

    Ich bin auch ohne Vertretungsstelle direkt isn kalte Wasser gesprungen.

    lehrkraft A: Aber gerne doch ;) Ich denke, das reicht doch als Erklärung, oder?

    @silicium:
    Nunja, wir werden gerade per Schulentwicklungsplan mit einer Schule zusammengelegt. Dabei wird es so sein, dass der eine Standort (wir) den Bereich "Technik" erhält und der andere den Bereich kaufmännisch übernimmt. Ausschlaggebend waren die Schülerzahlen. Es ist also daher unerlässlich, dass Arbeit in Außendarstellung gesteckt wird, denn auch an den Berufskollegs gibts freie Wahl: Die Betriebe können ihre Azubis auch an andere BKs schicken: Und sie machen es auch, wenn sie merken, dass an der Schule einiges falsch läuft.

    Für uns im Bereich "Technik" war also unsere gute zusätzliche Arbeit außerhalb des Unterrichts und der gute Unterricht ausschlaggebend, dass wir an unserem Standort verbleiben dürfen. Die anderen hatten leider nicht so viel Glück. Es ist daher doch eine Art "Konkurrenz" vorhanden, insbesondere vor dem Hintergrund der sinkenden Schülerzahlen.

    wasn: Ich wuppe auch grad 2 Kids, Seiteneinstieg, Studium. Als ich anfing, war der Kleine knapp über ein Jahr und musste dann in die Tagesstätte. Es klappt soweit gut, aber ich bin da auch vom mann relativ alleine gelassen, da auch er zum Teil wochenlang im Ausland ist. Ich möchte Dir daher raten, die eine alternativbetreuung zum KiGa/Tagesmutter zu suchen. Denn wenn die Kids krank sind oder wenn man mal nachmittags/abends Veranstaltungen/Konferenzen etc hat (was nicht selten vorkommt!), braucht man zuverlässige Helfer. Und man gibt ja sein Kind nicht einfach bei irgendwem ab.

    Ich möchte Dir Mut machen: Es ist zu schaffen, aber das Familienleben leidet doch arg!

    Erst Studium, danach Seminar. Da sind die sehr genau, ist ja klar. Das wäre sonst unfair, allen anderen Quereinsteigern gegenüber. Und es besteht ja auch die Möglichkeit, dass man das Studium nicht schafft, denn es gehört schon etwas Selbstdisziplin dazu, sich in meinem Alter mit 2 Kids nochmal an die Uni zu begeben und Prüfungen zu machen. Ich lerne grad für die letzten Prüfungen und es fällt mir ziemlich schwer. Der Unterricht muss ja auch "nebenher" laufen.

    2 Jahre Berufserfahrung: Zählen nach FH-Abschluss. Bei mir wurde alles gezählt (auch wichtig für die Einstufung!), auch die Zeit, die nicht unbedingt als einschlägige Tätigkeit gelten würde. Ich finde, mit meinen 13 Stunden (halbe Stelle) und die andere Hälfte der Stelle Zeit fürs Studium, bin ich gut bezahlt! Es gibt E11 (Einstufung hängt von der Berufserfahrung ab) und sofort nach Abschluss des Studiums E13. Das ist mehr, als ich vorher an einer Hochschule als wiss. Mitarbeiterin bekommen habe.

    Für mich war es die ideale Chance! Ich hätte den Seiteneinstieg nur an meiner Wunschschule gemacht (Ortsnähe, ich war selbst da Berufsschülerin vor meinem Studium) und es hat sofort geklappt. Es ist stressig, aber ich arbeite so gerne in diesem Beruf, der so abwechslungsreich ist. Das ich die Gelegenheit bekomme, bezahlt meinen Studienabschluss zu machen, ist eigentlich ein Traum! Im Moment kann man sich als Techniklehrer die Stellen aussuchen. Insbesondere die ländlichen Gegenden sind da immer dankbar für Bewerbungen!

    Viel Erfolg.

    Normalerweise "muss" eine Uni Leistungen von anderen Universitäten anerkennen, wenn sie ählich sind. Ob sie es tun, ist eine andere Geschichte! Daher gibt es nun das Credit-Points-System, an dem sofort Umfang und Schwieigkeitsgrad einer Veranstaltung abgelesen werden kann. Es ist also Sache der Uni, ob und wieviel jemand nachstudieren muss. Und die sind frei (Hochschulfreiheitsgesetzt). Da hilft nur bitte-bitte-machen bei den Professoren. Und es hilft nichts (wie im geschlossenen Thread), über das System zu wettern. Es läuft vieles falsch an den Unis, nicht nur am Lehramt, aber ganz im Ernst? Das sind Einzelschicksale! Es gibt auch bei DSDS immer wieder Kandidaten, deren "Talent" einfach nicht erkannt wird. Will sagen: Nicht jeder Klempner kann Arzt werden, nur weil er sich dazu berufen fühlt. Hier gibt es glücklicherweise immernoch eine Ausbildung, die jeder durchlaufen muss. Und wenn er die nicht hat, kann er eben diesen Beruf nicht ausüben, egal wie "geeignet" er ist und wie sehr er bereit ist, in Brennpunkten zu arbeiten.

    Ich habe auch ein Spießrutenlaufen an der Uni hinter mir. Glücklicherweise waren mir die meisten Profs wohlgesonnen, so dass ich hoffentlich nach nun 3 Semestern fertig bin. Mir fehlten übrigens auch 58SWS, soweit ich mich erinnere!

    Zertifikatskurse sind meines Wissens Kurse, die bereits "fertige" Lehrer besuchen, um die Faculta in einem dritten Fach zu erlangen. An unserer Schule besuchen viele gerade den Zertifikatskurs "Mathematik". Man kann diese Kurse nicht im Vorfeld besuchen, soweit ich weiß.

    Ok ok, hatte mich schwammig ausgedrückt, aber hier gehts doch um den TE. Und der hat keinen Uni-Abschluss, also kommt für ihn kein OBAS in de rSEK I in Frage. So meinte ich das ;)

    Das heißt: 13 Std unterrichten und zeitgleich studieren. Wenn möglich noch im Staatsexamen (geht schneller, hängt von der Uni ab, Unis fragen!!)!

    Nach Abschluß des Studiums: OBAS

    Allerdings brauchst Du erst eine Stelle und einen Schimmer, welches Fach Du nachstudieren möchtest.

    Meinst du das man die PEF machen könnte und dann in die OBAS einsteigen? Wie lange müsste man die PEF dann machen? Wie gestaltet sich die PEF?

    Ohne Uni-Abschluss keine OBAS.
    Also maximal Sondermaßnahme FH/Bsc
    siehe hier klick

    Mit der PE bleibt man gehaltsmässig auf der Stufe stehen. Höherbesoldete Stellen kommen nur für Studienräte in Frage. Man muss für sich entscheiden, ob das so ok ist oder nicht.


    PE = Seminarbesuch 1 Jahr mit Lehrproben ohne Bewertung
    OBAS = berufsbegleitendes Ref --> Abschluss 2. Staatsexamen, Dauer 2 Jahre Seminar

    Ich bin im Jahr 2010 zu ähnlichen Konditionen eingestellt worden. Da war es noch das Nachstudium im Staatsex. Ich habe auch ein FH-Diplom und studiere gerade mein 2. Fach nach (Fertigungstechnik). Durch die sehr fachnahen Fächer Maschinentechnik / Fertigungstechnik muss ich nur ganz wenig nachstudieren. Wenn alles so weiterläuft, bin ich im April fertig. Das waren dann 3 Semester. Und wäre ich nicht letzten Sommer umgezogen, hätte ich es jetzt schon hinter mir.
    Es hängt wirklich stark von der Uni / den Profs ab, wieviel man nachstudieren muss. Mit der Fächerkombi MT/FT waren wir an der Uni locker 20 Leute, die nachstudiert haben. 5 sind bereits fertig und im Seminar. Es geht also ;)

    Zitat

    Darüberhinaus spiele ich ja mit dem Gedanken in den Master
    of Education einzusteigen. Hat jemand so etwas schon mal gemacht mit einem
    Bachelor FH? Wie sind eure Erfahrungen im Bezug auf Fächeranerkennen lassen?
    Einstieg in den Master, gab es Probleme oder musste man sogar in ein niedrigeres
    Semester einsteigen? Ich will nächste Woche zu den Fakultäten mir meine Fächer
    anerkennen lassen. Hat möglicherweise jemand einen guten Rat?

    Das hängt stark von der Uni ab, an der Du den M.ed. machen möchtest. Da in den meisten Fällen bereits im Bachelor ed. Pädagogik, Didaktik, EW gemacht wird, musst Du in den Bachelor einsteigen. Ein Einstieg direkt in den M.ed. mit einem B.sc. wird meistens nicht möglich sein. Klare Auskunft: Hochschule fragen!! Bei einem B.sc. von einer FH sind manche Unis sowieso komisch!


    PE/PEF = Pädagogische Einführung

    Kind vor dem Studium? Womit soll das was zu tun haben? Verbeamtung?

    "Nachstudium" ist übrigens ein dehnbarer Begriff. Man sucht sich am besten eine Uni, bei dem man am wenigsten nachstudieren muss. Meist muss man bei den Profs vorsprechen und bitte-bitte machen, dass einem die Fächer, die man bereits gemacht hat, anerkannt werden. Das ist von Prof zu Prof unterschiedlich.

    An der Uni Do habe ich da unterschiedliche Erfahrungen gemacht. An der Uni Dui/Essen soll es sehr streng gehandhabt werden, da wird kaum etwas anerkannt.

    Meine Erfahrungen gelten da jedoch für die Fächer MT/FT. Das ist nicht auf Mathe/Info zu übertragen.

    Deshalb: Unis abklappern, nachfragen, was man anerkannt bekommen muss. Und: Stelle suchen und bewerben. Oder willst Du auf eigene Faust nachstudieren? Dann würde ich eher direkt ins Lehramt einsteigen. Die Schülerzahlen gehen runter. Derzeit haben viele Berufskollegs Überhang und damit Einstellungsstop. Ob also der Quereinstieg in 3 Jahren noch so möglich ist wie heute, ist nicht garantiert.

    Ich würde mir mal diese Lektüre vornehmen:
    http://www.schulministerium.nrw.de/BP/LEOTexte/Erlasse/FH_BK.pdf

    Da steht eigentlich alles drin und das ist wörtlich zu nehmen. Denn das Problem wird sein, dass Dein Fach kein Mangelfach ist (siehe Punkt 1.1)

    Zitat

    Dies gilt für Fachhochschulabschlüsse aus den Bereichen Elektrotechnik,
    Energietechnik, Nachrichtentechnik, Maschinenbautechnik,
    Fertigungstechnik, Versorgungstechnik, Fahrzeugtechnik,
    Konstruktionstechnik, Verfahrenstechnik.

    Damit wird es schwierig werden, eine Stelle als FH-Absolvent für Deine Fächer zu bekommen. Aber: Versuch macht kluch, also einfach bewerben ;)

Werbung