Beiträge von Sissymaus

    Hhhhm, naja, die Miete muss ja auch irgendwie bezahlt werden. Und das größere Auto musste tatsächlich sein, sonst hätte da kein Kinderwagen reingepasst. Umgezogen sind wir aber nicht. Und im ersten Jahr haben wir sicherlich keine 2-3 Urlaube gemacht.

    Ich habe regelmäßig mehrere Hundert Euro bei DM gelassen. Auch Babies sind nicht so ganz billig.

    Du musst mir das nicht erzählen. Ich war Studentin ohne Einkommen. Ich habe das alles irgendwie finanziert. Mein Auto war winzig, ich hab lange gesucht, bis ich einen gebrauchten Kinderwagen gefunden habe, der ins Auto gepasst hat. Wenn das nicht gegangen wäre, wäre nur ein 1:1 Tausch in Frage gekommen, da ich wirklich Null Rücklagen hatte, genauso wie der Vater.

    Auch haben wir zu dritt in einem Zimmer bei meinen Eltern gewohnt. Ich hab sicher keine huntere an Euros bei DM gelassen. Die hatte ich gar nicht. Windeln gabs vom Discounter und gekocht hab ich selbst, keine Gläschen oder so. Klamotten nur geschenkte oder vom Flohmarkt. Man kam schon mit sehr wenig Geld aus.

    Ich werte das aber gar nicht. Das muss jeder selbst entscheiden, aber man kann dann eben nicht erwarten, dass das dann voll vom Staat getragen wird.

    Ich war beim 2. nicht bereit, wieder so einen Eiertanz zu machen und jeden Cent zig mal rumzudrehen, deswegen hätte ich ohne Elterngeld wahrscheinlich kein zweites bekommen.

    Denn seien wir mal ehrlich: Die wenigsten können sich ohne Elterngeld ein Zuhausebleiben leisten.

    Ja, weil man den Lebensstandard halten möchte. Wenn man ehrlich ist, musste man früher auch immer zurückstecken, wenn Kinder kamen. Heute will dann jeder direkt ein größeres Auto und ne größere Wohnung, aber weiterhin 2-3 Mal im Jahr Urlaub machen. Ist eine Sache der Priorität.

    Der Unterschied ist, dass die Schulpflicht "nur" im Rahmen seiner Ausbildung gilt. Wenn ich nach dem Abitur keine Ausbildung starte, habe ich auch keine Schulpflicht. Wenn ich in der Probezeit merke, dass ich keine Lust zur Ausbildung habe, bin ich direkt raus. Wenn ich mit 15 denke, dass ich keine Lust auf Schule habe, habe ich keine Möglichkeiten zu "entkommen".

    Also behandelst Du diese Schüler dann anders? Erkläre mir doch mal, wo der Unterschied ist. ich mache nämlich keinen, vielleicht mache ich was falsch und Du könntest mir da noch was beibringen.

    Dich hat meinen Beitrag verwirrt und ich habe auf das Beispiel mit dem 24jährigen geantwortet. Aber egal. Das es Fälle gibt, wo Leute über 18 sind aber noch schulpflichtig sind, haben wir doch inzwischen geklärt, oder?

    Es bleibt trotzdem dabei, dass die meisten "freiwillig" ihre Ausbildung machen und kündigen könnten ohne eine weitere Schulpflicht zu haben.

    Heißt also: Der Azubi könnte Dir sagen: Schulpflicht? Mir doch egal. Ich könnte ja morgen am Tag kündigen, dann hätte ich keine. Und Du würdest sagen: Ok, dann erfassen wir die Fehlzeiten nicht, bist ja freiwillig hier.

    Oder wie denkst Du Dir das?

    Anna Lisa Es geht eigentlich nicht um die Elternzeit, sondern um den Bezug von Elterngeld! Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass das nicht an gleiche Aufteilung zwischen Vater und Mutter gekoppelt ist.

    Die 3 Jahre können natürlich anders aufgeteilt werden, dann kannst Du als Zwillingsmama auch 3 Jahre zuhause bleiben. Das ist aber nichts, was die Allgemeinheit bezahlen sollte.

    Ich habe mein erstes Kind übrigens bekommen, da gabs überhaupt kein Elterngeld. Es ist schon sehr gut, dass es das gibt, aber die ursprüngliche Intention war meiner Erinnerung nach eine andere: Es sollten die gut ausgebildeten Frauen (studiert oder sonst wie weitergebildet) einen Anreiz bekommen, Kinder zu bekommen. Und ich muss sagen, dass es auch dazu beigetragen hat, dass ich das zweite bekommen habe. Ich war nämlich nicht bereit, mich in eine finanzielle Abhängigkeit zu begeben.

    In meinem direkten Umfeld kenne ich NIEMANDEN, der nicht mindestens einen Tag (die meisten mehrere bis quasi ausschließlich) im Home Office arbeitet. Ich bin da weit und breit der einzige, der täglich auf der Arbeit präsent sein muss, offensichtlich.

    Ich schon. Mann und Tochter. Beide Maschinenbau studiert, arbeiten aber Produktionsnah. Homeoffice nur in Ausnahmefällen möglich, aber beide wollen das auch nicht.
    Ansonsten haben wir auch viele in Familie und Freundeskreis, die in Berufen arbeiten, in denen kaum Home Office möglich ist ( Handwerk, Logistik…)

    Chemietechnik als berufsbildender Leistungskurs geht mit Chemie als weiteren Leistungskurs zusammen, drittes Abiturfach ist dann Deutsch oder Englisch und das vierte dann Gesellschaftslehre, Wirtschaftslehre oder Religionslehre. Da fällt Mathe wohl hinten durch.

    Interessant: Ich dachte bisher immer, dass der 2. LK ein allgemeinbildendes Fach ist, was dazu passt. So wie Bio bei Gesundheit und eben Mathe in den technischen Fächern.

    Haltet Ihr es dann für sinnvoll, für so einen spezialisierten Rahmen die allgemeine Hochschulreife zu vergeben?

    Ich finde es schon etwas absurd, wenn man als sportlich talentierter Mensch den Bildungsgang für Gesundheit und Soziales mit dem Schwerpunkt Sport belegt, um einen guten NC für das Jurastudium zu erreichen.

    Man erwirbt doch die allgemeine Hochschulreife? Die wird doch nicht allein durch die LKs begründet. Es ist doch legitim, um den besten Durchschnitt zu bekommen, Leistungskurse nach Neigung zu wählen und damit das Beste rauszuholen.

    Mit diesem Argument müsste am Gym/Ges auch die Wahl der Leistungskurse vom später gewählten Studium abhängen. Oder anders gesagt: Jemand mit einem LK in Pädagogik und Religion kann dann kein Sport studieren.

    Ich glaube der Vorteil am BK liegt vor allem auch am Klassenverband, eher kleine Klassen/Kurse und gemeinsamer Stundenplan (bis auf wenige Ausnahmen).

    Und an den berufsbezogenen Aufgaben, die oft sehr greifbar sind. Wenn ich ans Maschinenbau-Abitur denke, sind die Aufgaben sehr anwendungsbezogen und nicht so abstrakt.

    Wir müssen auch nicht darum streiten, ob Artikel 7 in NRW einschlägig ist, die Schulpflicht gilt in NRW auch für die meisten erwachsenen Schüler:

    Hab ich jetzt hier auch schon mehrfach drauf hingewiesen, aber anscheinend unterscheiden hier User zwischen der Schulpflicht für einen 13-jährigen und der Schulpflicht für einen 23-jährigen. Ich wüsste zwar nicht, dass es da Unterschiede gibt, bin aber auch kein Jurist.

    Das NRW-Abi wird zumindest an einer Uni in Bayern ohne Anerkennungsverfahren akzeptiert. Anekdotisch: Die Studierenden aus Bayern hatten auch keine gute Meinung vom nrw-Abi, mussten dann aber anerkennen, dass sie damit nicht ganz richtig lagen.

    Du sagst also, dass Schülerinnen und Schüler widerspruchslos alle Entscheidungen der Lehrpersonen hinnehmen sollen? Da bin ich völlig anderer Meinung. Da ich meine Klassen zu mündigen Bürger erziehen möchte, ermutige ich sie, auch meine Arbeit zu hinterfragen und mir entsprechende Hinweise zu geben, wenn ich mich ggf. nicht ganz klar und transparent verhalten habe. Ich nehme diese Hinweise gern, erkläre entweder, warum ich so handle oder gebe ihnen Recht und passe meine zukünftigen Handlungen an.
    Natürlich dürfen da auch Nachfragen zu Nachschreibklausuren kommen.

    Welcher Azubi lässt sich denn wöchentlichen Urlaubstag in der Schule entgehen? Die Leistungen in der Schule habe ja fast gar keine Auswirkung auf die Ausbildung. Länger Schlafen fand ich immer prima.

    Und noch länger schlafen finden auch einige prima. Es gibt sie schon, die schulabsenten. Auch im dualen System. Aber sie sind eher selten. Meist ist das Geschichte, wenn sie das vom Lohn und/oder von den Urlaubstagen abgezogen wird.

    Ja, das weiß ich.

    Ich war mal bei einer Schulung vom VLB (Lehrerverband Berufsschule) und dort wurde die Berechnung genau zum mitrechnen vorgezeichnet. Mir wird fast alles von der gesetzliche Rente abgezogen und wahrscheinlich auch mein Anteil der Zusatzversorgung. Zum aktuellen Stand kann ich ohne Verlust 2-3 Jahre früher in Pension gehen, oder über mehrere Jahre Teilzeit machen.

    Vorerst plane ich erst mal ein Sabbatical ein, nachdem das endlich für meine Schulform wieder erlaubt ist.


    Grundsätzlich finde ich das reichlich ätzend, denn ich habe meinen Anspruch an die gesetzliche Rente ehrlich erarbeitet und die Zusatzversirgung steht mir auch zu, denn das ist quasi ein Gehaltsbestandteil. Und auch die Jahre für die Pension bekomme ich fast voll (vorausgesetzt ich halte durch). Gefühlt wird man bestraft, dafür dass man alles richtig gemacht hat

    Wieso bestraft? Du kannst eher gehen ohne Abzüge! Das ist doch ein Geschenk!

    Ich freue mich jedenfalls darauf, dass ich nicht mehr bis zum Ende muss.

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