Welche Methoden sind wirklich brauchbar/ nützlich?

  • Hallo ihr alle,
    habe mich eben freiwillig über ein Buch über Methodenlernen gesetzt und mir schon über die Hälfte davon durchgelesen (am Anfang des REFS ist man noch voll dabei ;) ). Nun ist mir bei der Fülle von Methoden die Frage gekommen, welche Methoden wirklich brauchbar sind.
    Von daher wollte ich euch mal fragen, welche Methoden ihr besonders toll findet/häufig nutzt, bzw. mir (als Anfängerin) empfehlen könntet. Wir hatten im Seminar neulich mal die Platzdeckchen Methode (Table set Methode). Die finde ich zum Beispiel richtig gut. Nur selbst gemacht während der eigenen Schulzeit und während der Studienzeit habe ich so etwas nie....


    von daher, lasst mich teilhaben an eurer Weisheit ....
    sonst versinke ich noch in der Methodenflut und finde doch keine wirklich guten.


    LG und
    Cori

  • Hallo,


    ich finde man kann kaum verallgemeinernd sagen, welche Methoden nun richtig gut sind und welche eben nicht.
    Es ist doch von ganz vielen Faktoren abhängig, wann ich welche Methode gezielt einsetze und nutze.
    Die meisten Methoden haben ihre Vor- und natürlich auch ihre Nachteile.


    Zudem hängt es von der Klasse, den Inhalten, den Rahmenbedingungen, den Zielen und der Lehrerpersönlichkeit ab, ob eine Methode nun wirksam eingesetzt werden kann und wird oder eher nicht.


    Liebe Grüße
    strubbelsuse

  • Hm...


    nach meiner bisherigen Erfahrung ist es sinnvoll, sich im Ref mit so vielen Methoden wie möglich vollzusaugen, auszuprobieren, gucken, was geht. Dann kommt die erste feste Stelle und du säufst erst mal ab, im Vordergrund steht das "Was muss ich vermitteln" lauf Lehrplan und schulinternem Plan und überhaupt, für das "Wie" ist die Zeit plötzlich verdammt knapp. Und dann fängst du wieder an, auszuprobieren - sehr viel bescheidener und ruhiger, Methoden, die zu viel "Zirkus" erfordern, fallen wg Zeitknappheit von selbst aus, andere disqualifizieren sich, weil sie (besonders bei "überreferendarisierten" Schülern) nur noch Stöhnen hervorrufen, wieder andere kommen dir spontan in die Finger und erweisen sich als sehr brauchbar, und so nach und nach entwickelst du dein eigenes Methodenrepertoire. Zu sagen, welche Methoden "per se" toll sind, geht nicht - kommt auf Lernziel, Klasse, Fach, Lehrer, Schule usw. an. Generelle Richtüberlegnungen sind für mich inzwischen:


    - je vorbereitungs- und materialärmer, desto besser (ich kann nicht für 150 Schüler Karteikärtchen basteln, mein Rollkoffer ist eh schon kaum noch zu heben)
    - klarer, relativ selbsterklärender Ablauf (wenn ich eine Viertelstunde brauche, um eine Methode zu erklären, muss die schon verdammt gut sein, denn dann hab ich nur noch 30 Minuten, um sie auszuprobieren)
    - deutliches Zeit-Nutzen-Verhältnis (Bei dem neuen Zentralabitur ist es nicht drin, 45 Minuten in eine Schneeball-Diskussion zu stecken, wenn sie keine klaren Ergebnisse bringt)
    - einfache und übersichtliche Ergebniskontrolle (wenn 7 Gruppen vorstellen, ist das meist nicht zeiteffektiv, aber ein Ergänzen des gemeinsamen Ergebnisses ist oft noch nötig)
    - der Effekt der Methode muss auch für die Schüler deutlich erkennbar sein (sonst reagieren die nämlich allergisch oder die "alles ist besser als Unterricht" Haltung stellt sich ein - hat aber meist eher was damit zu tun, dass man von Anfang an die Lernziele klar macht)
    - ein ausgewogenes Mix aus kreativen/ offenen Herangehensweisen und Methodentraining für die üblichen Klassenarbeitsformen zählt ebenfalls (ist ja schön, wenn sie alle ein prima Standbild bauen können, davon haben sie aber nix, wenn sie nicht wissen, wie sie in der Klausur eine Charakterisierung schreiben sollen)


    Mehr fällt mir grad nicht ein - was meinen die anderen?


    w.

    Frölich zärtlich lieplich und klärlich lustlich stille leysejn senffter süsser keuscher sainer weysewach du minnikliches schönes weib

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