An die Erstklasslehrerinnen: Was mit Holzplatte anfangen??

  • Hallo,


    als ich eben meine Kisten mit Schulsachen durchgeschaut habe, habe ich dünne Holzplatten, ca. 8cm * 8cm gefunden. Ich habe keine Ahnung, wofür ich die mal nehmen wollte. Hat jemand eine Idee, welches Material ich damit herstellen könnte?


    Mir sind Fühltafeln mit Filzpunkten und Schleifpapierzahlen -, buchstaben eingefallen, aber ich weiß nicht, ob mir das schöne Holz dafür nicht zu schade ist :)


    Nägel reinschlagen geht nicht, dazu ist es zu dünn.


    Und gleich noch `ne andere Frage:
    Legt ihr von Anfang an schon mehr Material aus, als die Kinder vom Wissenstand brauchen können? Klar, nicht alles, aber für die Guten muss ja auch was da sein. Also, so Fühltafeln, z.B. kann ich doch schon gleich von 1 bis 10 auslegen, auch wenn noch nicht alle Zahlen bekannt sind. Die meisten Kinder kennen sie ja eh.


    LG
    Aina, sehr motiviert und voller Vorfreude nach 7 Jahren endlich wieder Erstklasslehrerin zu sein ;)

  • Mehr Material auslegen als die Kinder "brauchen" können vom Wissenstand ist eigentlich recht sinnvoll. Genial wäre es, viele Materialen (Bücher, Arbeitsblätter, Bastelbögen etc.) auszulegen und dann den Kindern "Freiarbeitszeit" einzuräumen, in der sie sich mit dem Material beschäftigen können, mit dem sie es gerade wollen. Der Lehrer sollte dann als Ansprechpartner bereitstehen, damit die Kinder kommen und sich etwas erklären lassen können. Dies sollte aber nicht erzwungen werden; den Forschungsdrang, den die Kinder in diesem Alter haben, sollte man nicht einengen. Man muss ihn nutzen! Die Kinder werden sich selbst die Materialien raussuchen, die für sie jetzt dran sind. Das Lernen geht dabei sehr spielerisch vonstatten... (Paul kann zum Beispiel schon ein wenig lesen. Er ist noch recht langsam dabei und sieht keinen Sinn darin, irgendwelche komischen Geschichten aus dem Lesebuch zu lesen. Er würde viel lieber etwas anderes machen. In der Bücherecke findet er ein Buch über Dinosauerier. Da er sich sehr für diese interessiert nimmt er sich das Buch und fängt an darin zu blättern und zu lesen, was er dabei ganz nebenbei noch besser lernt.)

    Der Mensch wird frei geboren und dann eingeschult...


    Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - den nennen sie ihren Standpunkt.
    Albert Einstein

  • Hallo WaldiJo,


    vor einiger Zeit haben wir hier die Forenregeln dahingehend geändert, dass nur Lehrer oder Leute, die gerade in einer Lehramtsausbildung stecken (also Referendare/ Lehramtsanwärter oder Lehramtsstudenten) hier schreiben dürfen. Deiner Beschreibung nach bist du das leider nicht. Es gibt aber ein paralleles Forum, das für alle offen ist, du findest es unter www.schulthemen.de . Hier kannst du posten, soviel du willst, und viele von hier lesen und posten auch "drüben".


    Ich freue mich, hoffentlich bald drüben von dir zu lesen,


    liebe Grüße
    Britta

  • Zitat

    Aina schrieb am 02.08.2006 15:35:
    habe ich dünne Holzplatten, ca. 8cm * 8cm gefunden. Ich habe keine Ahnung, wofür ich die mal nehmen wollte. Hat jemand eine Idee, welches Material ich damit herstellen könnte?


    Ich bin bekennend font- und dingbatssüchtig :)
    Und eigentlich auch magnetsüchtig. Ich beppe mein Zeug gerne an die Tafel (so sie denn magnetisch ist ;)
    Mit deinen Holztäfelchen könntest du doch Magnetelemente für die Tafel machen:


    ~ mit Anlautbildern
    ~ mit den einzelnen Fächern des Tages als Überischt für die Kinder
    ~ mit Wörtern, um (Unsinn)sätze an der Tafel zu konstruieren
    ~ mit Hinweisbildchen, was jetzt gleich im Unterricht gebraucht wird (Malkasten, Wachsmaler, Schere.....)


    .
    .
    .
    mir fällt sicher noch mehr ein ;)


    Petra

  • Zitat

    WaldiJo schrieb am 03.08.2006 02:04:
    Mehr Material auslegen als die Kinder "brauchen" können vom Wissenstand ist eigentlich recht sinnvoll. Genial wäre es, viele Materialen (Bücher, Arbeitsblätter, Bastelbögen etc.) auszulegen und dann den Kindern "Freiarbeitszeit" einzuräumen, in der sie sich mit dem Material beschäftigen können, mit dem sie es gerade wollen. Der Lehrer sollte dann als Ansprechpartner bereitstehen, damit die Kinder kommen und sich etwas erklären lassen können. Dies sollte aber nicht erzwungen werden; den Forschungsdrang, den die Kinder in diesem Alter haben, sollte man nicht einengen. Man muss ihn nutzen! Die Kinder werden sich selbst die Materialien raussuchen, die für sie jetzt dran sind. Das Lernen geht dabei sehr spielerisch vonstatten... (Paul kann zum Beispiel schon ein wenig lesen. Er ist noch recht langsam dabei und sieht keinen Sinn darin, irgendwelche komischen Geschichten aus dem Lesebuch zu lesen. Er würde viel lieber etwas anderes machen. In der Bücherecke findet er ein Buch über Dinosauerier. Da er sich sehr für diese interessiert nimmt er sich das Buch und fängt an darin zu blättern und zu lesen, was er dabei ganz nebenbei noch besser lernt.)



    Ist das ein unmarkiertes Zitat aus einem fremden Text? ;)


  • Okay, okay... Find ich schade, aber vielleicht misch ich dann in ein paar Jahren aktiv hier mit! :D


    @ Aktenklammer: Nein, der Text stammt von mir! ;) Ich interessiere mich halt sehr für alternative Unterrichtsgestaltung, Freie Schulen etc.

    Der Mensch wird frei geboren und dann eingeschult...


    Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - den nennen sie ihren Standpunkt.
    Albert Einstein

  • Wenn du erst später beabsichtigst, Lehrer zu werden, würde ich noch nicht beginnen, eine Materialsammlung anzulegen. Die Methoden, Anschauungsobjekte, u.s.w. wechseln zu schnell. Viele Dinge, die ich im Studium /Ref. gebastelt habe für später, konnte ich entsorgen, weil sich z.B. dauernd die Anlautbilder verändern.


    Wenn du Zeit hast, würde ich sie nutzen und in diversen Alternativschulen versuchen zu hospitieren.
    flip

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