Reiseführer - Empfehlungen

    • Offizieller Beitrag

    Zur Vorbereitung auf den wohlverdienten Osterurlaub möchte ich mir einen Reiseführer gönnen. Nun stehe ich generell immer völlig überfordert vor dem Regal der örtlichen Buchhandlung (sehr großes Angebot) und blättere etwas planlos durch die doch sehr unterschiedlichen Bücher. Die meisten Reiseführer habe ich bis jetzt aus dem Michael-Müller-Verlag, von Dumont und dtv Merian.
    Kennt jemand folgende Verlage und kann Erfahrungen zur Brauchbarkeit geben?


    Nelles Guides
    Polyglott Apa Guide
    Reise Know-How
    Landschaftskundlicher-Studien-Reisebuch-Verlag


    LG Talida

  • Ich persönlich finde die Reise KNow HOw Führer sehr gur, die Baedecker sind mir zu überladen mit INfomaterial, aber du findest fast alles darin.


    Lg
    dani

  • Es kommt immer auf die Art der Reise an.


    Wenn du auf eigene Faust unterwegs bist, dann würde ich einen Lonely Planet oder Reise Know how nehmen.


    Als 'Standard-Reiseführer' ist der Dumont-Reise-Taschebuch gut


    Wenn du Strandurlaub machst und nur mal einen Ausflug zwischendurch reicht auch einen der kleinen wie Marco Polo , Polyglott oder Dumont direkt.


    Apa Guide hatte immer noch so'n paar Geschichten über Einheimische, die ganz nett sind.


    Baedeker würde ich nur nehmen, wenn ich länger in einem Land bin oder viel rumfahre, da er alphabetisch sotiert ist
    Ich habe oft einen dickeren für abends und einen kleineren, der dann immer dabei ist.


    Was für einen Urlaub machst du denn?

    Zukunft ist für alle gut. (Harald Schmidt)

    • Offizieller Beitrag

    Eresa
    Wir haben eine Studienreise nach China gebucht und können uns nun aus einer langen Liste Reiseführer zwei bestellen. Wir möchten auch einen dicken und einen dünnen. Ich hab auch schon alle bei amazon nachgeschaut und bin aufgrund der doch vielen negativen Bewertungen etwas verunsichert.


    Den Baedeker mag ich gar nicht mehr. Hatte früher mal ein paar (wohl auch durch meine Eltern beeinflusst) und finde das Nachschlagen auch etwas mühsam.


    Was mich noch irritiert: Polyglott und Apa waren doch mal zwei verschiedene Verlage/Marken, oder? Die Apa-Guides habe ich als sehr groß und unhandlich in Erinnerung, die Polyglott als dünne Büchlein mit wenig Infos.

  • Ich glaube, da würde ich auf Dumont oder Reise Know how zurückgreifen.


    Ansonsten kann ich dir noch "Gebrauchsanweisung für China" empfehlen.
    In dieser Reihe erfährt man immer viel über die Gebräuche des Landes: Es ist aber kein Reiseführer

    Zukunft ist für alle gut. (Harald Schmidt)

  • Wir benutzen die Dumont Kunstführer zur Vorbereitung. Meistens nehmen wir sie auch mit. Wenn man aber wirklich drin lesen will, braucht man eine Reiseform mit viel Muße.


    Michael Müller finde ich gut für die praktischen Infos. Die sind meist aktuell und zutreffend. Bei einer organisierten Reise braucht man den wohl eher nicht.


    Als Kurz-Fassung für Routen-Planung und täglichen Gebrauch haben wir in letzter Zeit mit Spirallo gute Erfahrungen gemacht. Die geben einen knappen Überblick.


    Apa ist mir zu platt.


    Wir sind allerdings sehr kunsthistorisch orientiert und weniger an Shopping- und Restaurant-Tipps interessiert. Kommt halt immer drauf an, was man sucht.


    Grüße Enja

  • Ich persönlich mag von der Art her die Vis à vis-Reiseführer. Allerdings erscheint der Band [Anzeige], der China gewidmet ist, wohl erst im nächsten Monat.

  • Wenn du fit in Englisch bist, kann ich auch die Footprint Reihe sehr empfehlen. Darin findest du viel über Land und Leute, gute Hotel und Restaurant-Tipps und alle wichtigen Sehenswürdigkeiten gut erklärt. Den für China kenne ich allerdings nicht. Die Footprint Bücher fallen aber in die Kategorie groß und Handtaschenuntauglich :)

    • Offizieller Beitrag

    Danke für eure hilfreichen Tipps! Da die Liste der über den Reiseveranstalter bestellbaren Titel leider nicht so umfangreich ist, haben wir uns jetzt für einen Dumont Kunstreiseführer und einen Reise Know-How entschieden. Vielleicht kauf ich noch einen dazu. Bei neun Stunden Flug (und mittelmäßiger Flugangst) muss man sich ja sinnvoll beschäftigen ...


    Talida

  • Also ich muss jetzt mal eine Lanze für die Baedeker Reiseführer brechen. Ich kaufe mir für jede Reise einen, manchmal auch noch einen weiteren - selbst bei Kurztrips. Dazu setze ich mich mal für 'ne halbe Stunde in einen Buchladen meiner Wahl, nehme mir alle Reiseführer zu dem jeweiligen Reiseziel mit auf eine Ruhebank und blättere mal kreuz und quer. Den Baedeker nehme ich sowieso immer, und dann vielleicht noch einen weiteren, kürzeren Reiseführer.
    Am Baedeker mag ich die Aufmachung, die Bilder, die Beschreibungen, die landeskundlichen Kurztipps am Buchende. Außerdem ist immer eine ganz gute Karte dabei (die man durchaus braucht, wenn man mal ein Auto zur Verfügung hat) und Routentipps, die mir immer sehr gut gefallen.
    Also meinereiner ist mit den Baedeker Reiseführern immer gut gefahren! Ich war wirklich immer sehr zufrieden damit.


    Viel Spaß bei deiner Reise, Talida!


    Vivi

    • Offizieller Beitrag

    So, ich bin zurück aus China und es war unglaublich! Bezüglich der Reiseführer sind wir mit dem Kunstreiseführer von Dumont sehr gut zurecht gekommen. Den Reise-Know-How haben wir als wenig informativ empfunden. Der ist wohl wirklich eher etwas für Individualreisen, wenn man Adressen von Hotels und Restaurants benötigt. Auch Anreise und Weiterreise sind ausführlich beschrieben.
    Meine Flugangst hat sich durch die Übung (drei Inlandsflüge) etwas gelegt. Heute haben wir angefangen die ca. 2000 Fotos und Minifilme zu sortieren. Ich musste mir sogar eine zweite Speicherkarte kaufen, da die 2 GB schnell voll waren.


    Als kurzen Reisebericht kann ich nur sagen: Es hat sich (auch als Pauschalreise mit gewissen Einschränkungen) gelohnt und die vielen Eindrücke müssen erst verarbeitet werden. Allein Peking mit der Großen Mauer und dem Kaiserpalast ist schon eine Reise wert. Neben den typischen Touristenattraktionen - Terrakottaarmee, Gärten, Tempelanlagen, Karstberge, Pekingoper, Artistenshow, Flussfahrt - waren wir auch in Shanghai. Die totale Reizüberflutung! Gigantisch, futuristisch, besonders bei Nacht - an Strom für die Beleuchtung wird nicht gespart! Das Wetter war von windig-kalt in Peking bis schwül-warm im Süden richtig gut, das Mittagessen leider 'entschärft', aber am Abend hatten wir fast immer Zeit, den örtlichen Nachtmarkt oder Beefnudeln im Imbiss neben dem Hotel zu testen.


    Nervig: die Zwangsverkaufsveranstaltungen in jeder Stadt (staatl. verordnet für ausländische Gruppen), z.B. Besichtigung einer Manufaktur mit kurzer Erklärung und langem Aufenthalt zum Kaufen (der Reiseführer bekommt Provision und angeblich kein Gehalt ...). Wir beide haben uns beschwert und unsere Mitreisenden gegen uns aufgebracht, weil diese die chinesischen Butterfahrten gut fanden! 8o Unserer Meinung nach wurde dadurch das gebuchte Programm zeitlich gekürzt, zumal diese Veranstaltungen vom Reiserveranstalter nicht angekündigt waren. Ein Gespräch an höherer Stelle brachte dann wenigstens den Erfolg, dass die letzte Veranstaltung ans Ende des Tages gelegt und uns ein Alternativprogramm angeboten wurde.


    Auch nervig: der sogenannte 'Hallo-Hallo-Markt' an allen touristisch interessanten Orten. Die bei uns als zurückhaltend geltenden Chinesen kennen kein Pardon, wenn sie Postkarten und sonstigen Kitschkram an die Langnasen verkaufen wollen. So sind es dann die englischen Bezeichnungen dieser Artikel und die den Preisvorstellungen entsprechenden Zahlen, die diese freundlichen Wesen aus dem fernen Osten erstaunlich laut und deutlich als erste Fremdsprache beherrschen. Auch vor Körperkontakt schrecken sie nicht zurück und beantworten Rückfragen mit der stets lächelnden Wiederholung ihres Schlachtrufs: "Hallo, Hallo! Looky, Looky!" Willkommen in der Marktwirtschaft!
    Ansonsten kommt man mit Englisch nicht weit, selbst in den großen Hotels nicht. Es ist höchstens eine Person pro Schicht anwesend, die notdürftig ein paar Floskeln beherrscht. Ich könnte viele lustige Geschichten erzählen, zu welchen Missverständnissen es kommt, wenn man einen verstopften Abfluss meldet oder im Kaufhaus die Kinderbuchabteilung sucht. Überhaupt stehen in jedem Laden so viele Verkäufer herum, dass man sofort belagert und belabert wird, kaum dass man über die Schwelle getreten ist. Ruhe zum Aussuchen findet man nicht. So bin ich jetzt stolze Besitzerin zahlreicher Essstäbchen mit passenden Porzellanbänkchen. :D


    Eine Begebenheit schildere ich noch, sonst komme ich in eine Endloserzählschleife. Als wir den Weg zu einem bestimmten Kaufhaus suchten, fand sich ein hilfreicher Chinese, der in einem benachbarten Geschäft jemanden kannte, der jemanden kannte, der Englisch verstand. Dieser war im Besitz eines PC's mit Internetanschluss und mein findiger Freund kam auf die Idee, das Wort 'shopping center' in die Google-Übersetzungsfunktion einzugeben. Die chinesische Bezeichnung rief ein großen "Ho, Ho, Ho" hervor und sofort wurde uns der richtige Weg gezeigt. Das Internet verbindet halt!


    Talida

  • Hallo Talida!


    Danke für deinen Reisebericht, den ich unheimlich interessant fand! Ich würd auch gern mal nach China reisen, aber die Finanzen...


    Dass es Zwnagsverkaufsveranstaltungen für Touristen gibt, wusste ich noch gar nicht! Krass!


    Die Reise war bestimmt ein unvergessliches Erlebnis! Du bist zu beneiden! Wenn du Lust hast, kannst du ja vielleicht mal ein paar deiner Lieblingsfotos von der Reise hier einstellen (falls sich überhaupt bei derartig vielen Bildern eine Auswahl treffen lässt !).


    Liebe Grüße,


    Vivi

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