Pechsträhne Altbau...

  • Oh Mann, wir haben vor ca. 5 Jahren einen Altbau von 1960 gekauft und schon einiges renoviert (neue Heitung, neue Heizkörper, neue Fenster, neue Elektrik, Flachdächer von Anbauten/Ausbauten) und nun geht hier irgendwie alles kaputt mit dem wir NICHT gerechnet haben. Uns war durchaus bewußt, dass wir hier ne Menge Geld reinstecken müssen, aber an die ganzen Kleinigkeiten haben wir nicht gedacht. Ich weiß keiner hier kann mir helfen, aber ich muss das mal "irgendwo" loswerden ;) Denn so langsam verliere ich den Mut. Wir haben eine Tochter, ich war ein Jahr ganz zuhause und so langsam habe ich eine Stundezahl errreicht, wo man sich mal wieder auf die Gehaltsabrechnung freut. Man fragt sich nur, wozu? Wir haben im Untergeschoss alte "Jalousetten". Die bzw. deren Motoren gehen jetzt alle so nacheinander im abstand von ca. 2 Monaten kapuut. Einer kostet so um die 500 euro. Man traut sich schon gar nicht mehr irgendeinen Schalter zu drücken. Dann war zwei von 6 gerade wieder repariert, gehen wir am nächsten Tag zur Garage, da ist der Antrieb kaputt. Gestern lief dann das Wasser unten an einem der neu! eingebauten Fenster rein. Mein Mann ruft bei der Firma an, die existiert nicht mehr. Hat letztes Jahr konkurs gemacht (die gab es seit 20 Jahren, da hatten wir extra drauf geachtet). OH MANN, sorry für den Roman, aber das ist doch echt frustrierend. Ach und bevor ich es vergesse, ich liebe dieses Haus trotzdem, ist genau das, was ich immer wollte...

    Das Leben ist kein Ponyhof! Meins schon ;)

  • Hallo Hasi,
    das Problem kenne ich auch, wir hatten uns eine Maisonette Wohnung in einem Altbau (Jugendstil) gekauft und wussten, dass dort einiges zu tun sein würde und auf uns kam letztlich fast der doppelte Kaufpreis zu.
    Trotz Allem, wir lieben diese Wohnung und sind jetzt, wo alles gemacht ist, unglaublich glücklich.
    Im ersten Jahr waren wir kurz davor aufzugeben. Als diverse Rohre verkalkt und die Fenster undicht waren, die Heizungsrohre (vorher nur Ofenheizung) nicht wirklich verlegt werden konnten, usw...
    Der Aufwand lohnte sich. Wir haben jetzt ein wunderschönes Zuhause, wo wir wissen, dass sie genau so ist, wie wir sie wollten.

  • Hallo Hasi,


    ich kann Dich verstehen. Wir sind vor einem knappen Jahr, nach 2 Jahren (edit: waren doch nur 1 1/2, wie ich gerade beim Nachrechnen ferstgestellt habe) Renovierungszeit in ein Haus von 1953 eingezogen.
    Wir haben damals bis zum Rohbau alles herausgerissen, was jemals drin war. Ich staune immer wieder über die Bilder der Container, die wir haben abholen lassen. Dass so viel Holz überhaupt in ein Haus reingeht, ist unglaublich.
    Selbst den Dielenboden im EG und 1. OG haben wir rausgemeißelt, an Silvester 2008 setzten wir den Bohrhammer zum letzten Mal ab.
    Dann ging die ganze Renovierung bzw. der Neuaufbau los.
    Wir haben ein ähnliches Programm wie Ihr hinter uns. Allerdings wirklich alles neu machen lassen und dafür nun eben einen Ar*** voll Schulden. In der Hoffnung, dass wir die nächsten Jahre erst einmal Ruhe haben. (Klopf auf Holz.) Zum Glück müssen wir keine Handwerker mehr sehen. Auch wenn noch ein paar kleine Nacharbeiten gemacht werden müssen.
    Aber auch wir lieben unser Haus und fühlen uns super wohl.
    Die nächsten Wochen wollen wir noch eine Holzterrasse anbringen und dann den Garten hinter dem Haus fertig machen. Es ist einfach toll, alleine in einem Haus zu wohnen.
    Also Kopf hoch, das Haus genießen und die Wirtschaft ankurbeln. :D


    Viele Grüße
    Super-Lion

  • Danke für eure Antworten. Schön, dass ich das mal los werden durfte...
    Und schön zu hören, dass es Leute gibt, die das überlebt haben ;)
    Ich muss dazu sagen, dass wir die Nebenkosten unseres Hauses bzw. die extrem gestiegenen Gaspreise unterschätzt haben. Mein Mann ist Banker und wir haben wirklich gut kalkuliert (auch mit viel Spielraum), aber was wir eben falsch eingeschätzt haben, waren die monatlichen Nebenkosten. So konnten wir die letzten 5 Jahre eben nix zur Seite legen, was wir zum Beispiel für die Dachisolierung geplant hatten etc. etc. Man darf nicht den Mut verlieren, aber manchmal ist das gar nicht so einfach...

    Das Leben ist kein Ponyhof! Meins schon ;)

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