Mit Eltern in sozialen Netzwerken "befreundet" sein?

  • Pardon, der Thread hatte sich aus meiner Sicht halt ein wenig entwickelt und da dachte ich es wäre interessant und nicht komplett fehl am Platz, auch andere Aspekte zu betrachten.


    Eltern von Schülern würde ich sogar noch weniger gern adden, als Schüler von mir. Auch an Elternstelle fände ich es irgendwie komisch den Lehrer meiner Kinder im Facebook zu haben.
    Ich würde auch nicht meinen Arzt adden, meinen Metzger oder meinen Friseur, selbst wenn ich mich gut mit denen verstehe. Irgendwie ist bei mir die Trennung zwischen privat und geschäftlich sehr strikt.

  • Ich habe ebenfalls zwei Accounts, einen privaten und einen für Schüler, in erster Linie für die "Alumni"-Zeit, also um hinterher noch Kontakte zu pflegen.


    Dieser Account ist ausdrücklich für Schüler, nicht für Kollegen und Eltern.
    Hat einfach den Grund, dass ich den Schülern verspreche, sämtliche Informationen, die ich über sie lese, für mich zu behalten und nicht weiterzugeben, ob nun direkt oder indirekt (so z.B. wenn Eltern/Kollegen mitlesen könnten).

    • Offizieller Beitrag

    Noch was zum Thema Schüler als FB-Freunde: Wenn ich die nicht hätte, dann würde ich heute gar nicht sehen, dass einer Klasse der letzte Chemie-Versuch so gut gefallen hat, dass die Hälfte grade Bilder vom Ergebnis postet ;)

  • Für mich ist das irgendwie eine Störung meiner Privatsphäre, weiß auch nicht, vielleicht ändert sich das Empfinden noch mit der Zeit.


    Dem kann ich nur zustimmen. Ich finde es schon schlimm genug, wenn manche Eltern meinen, man müsste 25 Stunden am Tag für sie telefonisch und per Mail erreichbar sein. Dann auch noch bei FB usw? <grusel>

  • Dem kann ich nur zustimmen. Ich finde es schon schlimm genug, wenn manche Eltern meinen, man müsste 25 Stunden am Tag für sie telefonisch und per Mail erreichbar sein. Dann auch noch bei FB usw?

    Das ist ja das Schöne an den neuen Kommunikationsformen - per Mail kann man anworten, wann man will, in Ruhe, die Antwort überdenken und abschicken, wann es einem passt. Angerufen zu werden, nervt mich auch. Mails schreibe ich gerne. Und durch die Bekanntgabe der Mailadresse ist die Anrufquote auf null (und zwar wirklich null) gesunken.

  • Das ist ja das Schöne an den neuen Kommunikationsformen - per Mail kann man anworten, wann man will, in Ruhe, die Antwort überdenken und abschicken, wann es einem passt. Angerufen zu werden, nervt mich auch. Mails schreibe ich gerne. Und durch die Bekanntgabe der Mailadresse ist die Anrufquote auf null (und zwar wirklich null) gesunken.

    Privatnummer werde ich nicht rausgeben um eben genau das zu vermeiden.
    Was Du über Mails schreibst empfinde ich auch so, genau wegen der von Dir genannten Vorteile.
    Ich hätte zum Beispiel auch kein Problem damit eine Elternmail mal nach Feierabend zu bearbeiten, eben, weil mir da gerade nach ist oder es gut in den Ablauf passt. Einen Anruf um diese Zeit würde mich total auf die Palme bringen.
    Manche Dinge lassen sich natürlich nur im Gespräch klären, aber dann kann man ja immer noch einen Termin machen. Aber für "Kleinigkeiten" ist E-Mail ganz praktisch.

  • Ich habe mal an einer Schule gearbeitet, da wurde von mir erwartet, dass ich den Eltern meine persönliche Telefonnummer gebe. Weil alle das gemacht haben und man sich mit den Eltern merkwürdig "verbrüdern" wollte. Ich war noch unerfahren und sage heute NIE WIEDER. Es ist unglaublich, was da kommen kann. Wahrscheinlich nach dem Motto, die arbeitet ja schon eh so wenig, die kann ich jederzeit behelligen.
    Ich bin sehr froh, dass die Eltern heute in der Regel über Mail zu erreichen sind.

  • Und durch die Bekanntgabe der Mailadresse ist die Anrufquote auf null (und zwar wirklich null) gesunken.


    Das wäre schön! An unserer Schule haben alle Eltern die "Schul"-Mailadressen der Lehrer, trotzdem gibt es kaum mal eine Mail, stattdessen aber ständig Anrufe.

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