Wozu Gedichte?

  • Irgendwie bewegen wir uns hier immer auf verschiedenen Ebenen: Es geht einmal um die Praxis und einmal um die Theorie. Ihr argumentiert alle eher theoretisch - ich kenne die Theorie auch. Mir müsst ihr das nicht herleiten. Ich verstehe das Prinzip des mehrgliedrigen Schulsystems in Deutschland, sehe die Vor- und Nachteile und den Sinn dahinter. Aber die Praxis sieht nun einmal anders aus. (Und da das einer der Knackpunkte der Diskussion(en) rund ums Schulsystem ist, gehe ich davon aus, dass ihr das auch schon mitbekommen habt ;) )


    Der Ausgangspunkt der Fragestellung war ja eindeutig auf Ebene der Praxis: Wie sage ich es (in der Praxis) meinen SuS?
    Daher argumentiere ich auf dieser Ebene.

  • Nur leicht provokative, durchaus nicht unernst gemeinte Antwort ..


    Das oben war natürlich die "böse", offizielle Wortversion.


    In der Praxis bin ich mir relativ sicher, dass gerade Teenager (die sind nämlich, wenn alles richtig läuft, durchaus idealistischer als Erwachsene..) für das Argument, dass man nicht nur Dinge machen sollte, die (wirtschaftlich..) "nützlich" sind, durchaus zugänglich sind.


    Und DAS war der Kern der Aussage.


    Selbstverständlich ist es nicht einfach, dann den Bogen zu spannen z.B. zum Umgang mit einer Sprache, die heute eventuell unvertraut und fremdartig anmutet - aber den Versuch (auf dieser Schiene) ist es allemal wert..?? :)

  • "Das Gymnasium bereitet auf ein Studium vor, alle anderen, die das nicht wollen sollten sich der Realität stellen und nicht aufs Gymnasium gehen. Alles andere ist m.E. Ressourcenverschwendung." (SteffdA)


    Ganz in diesem Sinne bin ich allerdings dann auch hier anderer Meinung: In "unser aller Sinn" sollte das Gymnasium nicht nur da sein für


    (a) Schüler, die studieren wollen und/oder


    (b) Schüler, die besonders intelligent sind,


    sondern auch für


    (c) Schüler, die abgesehen von a,b ganz allgemein einfach Interesse an geistigen Themen haben und gegebenenfalls bereit sind, den für sie nötigen Mehraufwand zu tragen (und ihn bewältigen). Auch OHNE anschließendes Studium sind solche Leute im Leben mMn "tragende Säulen" für den Umgang mit einer Menge Dinge.


    (SteffdA: Danke für das Beispiel, wie wenig "Idealismus" es doch zuweilen bei Erwachsenen gibt.. ;) )

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