Rücksicht auf Schüler mit Kind

  • Viele alleinerziehende junge Mütter hartzen. Seit 2011 wird das Elterngeld auf Hartz 4 angerechnet. Wenn das keine Benachteiligung ist, weiß ich es auch nicht.

  • Viele alleinerziehende junge Mütter hartzen. Seit 2011 wird das Elterngeld auf Hartz 4 angerechnet. Wenn das keine Benachteiligung ist, weiß ich es auch nicht.


    Nein, das ist keine Benachteiligung, denn es wird nur angerechnet, wenn sie nicht gearbeitet haben vorher. Sie bekommen also nicht noch mehr Geld geschenkt, als eh schon! Haben sie gearbeitet gibt es einen Freibetrag von bis zu 300 Euro, also keinerlei Benachteiligung! Ist genau wie früher beim Erziehungsgeld dann bis 300 Euro anrechnungsfrei!

  • Ist genau wie früher beim Erziehungsgeld dann bis 300 Euro anrechnungsfrei!


    Beim Erziehungsgeld gab es 300 Euro über einen Zeitraum von 24 Monaten für alle. Wahlweise konnte man auch 450€ über einen Zeitraum von 12 Monaten erhalten. Seit der Einführung des Elterngeldes erhalten Schülerinnen und Studentinnen nur noch 300 € über einen Zeitraum von 12 Monaten. D.h. diesen Müttern hat man die Leistung um 50% gekürzt. Dafür bekommen Wohlhabende mit hohem Einkommen durch das Elterngeld viel Vielfaches davon, was sie an Erziehungsgeld erhalten hätten.

  • Beim Erziehungsgeld gab es 300 Euro über einen Zeitraum von 24 Monaten für alle. Wahlweise konnte man auch 450€ über einen Zeitraum von 12 Monaten erhalten. Seit der Einführung des Elterngeldes erhalten Schülerinnen und Studentinnen nur noch 300 € über einen Zeitraum von 12 Monaten. D.h. diesen Müttern hat man die Leistung um 50% gekürzt. Dafür bekommen Wohlhabende mit hohem Einkommen durch das Elterngeld viel Vielfaches davon, was sie an Erziehungsgeld erhalten hätten.


    Falsch, jetzt gibt es dies für fast alle, früher ging das nur bei einem Familieneinkommen, was unter einer Gewissen Grenze lag und nicht wie jetzt bei 500.000 Euro im Jahr, sondern nicht mal ein Zehntel davon, da fielen viel raus. Wie gesagt, wir hätten z.B. nicht einen Cent bekommen!


  • Falsch, jetzt gibt es dies für fast alle, früher ging das nur bei einem Familieneinkommen, was unter einer Gewissen Grenze lag und nicht wie jetzt bei 500.000 Euro im Jahr, sondern nicht mal ein Zehntel davon, da fielen viel raus. Wie gesagt, wir hätten z.B. nicht einen Cent bekommen!


    Als Studentin hättest Du auf jeden Fall Erziehungsgeld erhalten, 300€ für 24 Monate oder wahlweise 450€ für 12 Monate. Heute würdest Du als Studentin ohne Erwerbseinkommen nur noch 300€ für 12 Monate erhalten. Wenn Du während des Studiums schon verheiratet warst und Dein Mann recht gut verdient hat, ihr zusammen als Ehepaar also über ein überdurchschnittlich hohes Einkommen verfügt habt, dann mag der Anspruch auf Erziehungsgeld in diesem Fall nicht bestanden haben. Das Erziehungsgeld war eben gerade als Unterstützungsleistung für solche Eltern gedacht, die nur über geringe oder keine Einkommen verfügen und der Unterstützung auch wirklich bedurften.


    Durch das Elterngeld wurde das genau umgedreht. Den Müttern mit geringem oder gar keinem Einkommen (Schülerinnen, Studentinnen etc.) hat man die Unterstützung um die Hälfte gekürzt. Dafür bekommen nun wohlhabende Eltern, die früher überhaupt kein Erziehungsgeld bekommen hätten, ein ziemlich hohes Elterngeld.

  • das elterngeld ist natürlich dazu da zu lenken wer mehr kinder bekommt.
    daher auch die Anrechnung auf hartz4.. und das hat sich ja auch gelohnt.
    endlich bekommen auch Akademiker wieder mehr kinder.

  • Als Studentin hättest Du auf jeden Fall Erziehungsgeld erhalten, 300€ für 24 Monate oder wahlweise 450€ für 12 Monate. Heute würdest Du als Studentin ohne Erwerbseinkommen nur noch 300€ für 12 Monate erhalten. Wenn Du während des Studiums schon verheiratet warst und Dein Mann recht gut verdient hat, ihr zusammen als Ehepaar also über ein überdurchschnittlich hohes Einkommen verfügt habt, dann mag der Anspruch auf Erziehungsgeld in diesem Fall nicht bestanden haben. Das Erziehungsgeld war eben gerade als Unterstützungsleistung für solche Eltern gedacht, die nur über geringe oder keine Einkommen verfügen und der Unterstützung auch wirklich bedurften.


    Durch das Elterngeld wurde das genau umgedreht. Den Müttern mit geringem oder gar keinem Einkommen (Schülerinnen, Studentinnen etc.) hat man die Unterstützung um die Hälfte gekürzt. Dafür bekommen nun wohlhabende Eltern, die früher überhaupt kein Erziehungsgeld bekommen hätten, ein ziemlich hohes Elterngeld.


    Nein man hätte das eben nicht auf jeden Fall bekommen und nein da war auch nicht mit gut verdienen um kein Erziehungsgeld zu erhalten.


    Heute bekommt es eben jeder mit normalem oder keinem Einkommen, nur wird es eben bei welchen ohne Erwerbstötigkei angerechnet, was ich vollkommen ok finde, Damit gibt es endlich weniger Familien die nur des Geldes wegen Kinder bekommen!

  • Nein man hätte das eben nicht auf jeden Fall bekommen und nein da war auch nicht mit gut verdienen um kein Erziehungsgeld zu erhalten.


    Doch, Mütter ohne Einkommen wie Schülerinnen oder Studentinnen haben früher auf jeden Fall Erziehungsgeld bekommen, 300€ für 24 Monate. Heute bekommen diese Mütter nur noch 300€ für 12 Monate. Das wäre eine Kürzung um 50%.


    Einzige Ausnahme wäre gewesen, wenn eine Schülerin oder Studentin z.B. einen Zahnarzt oder Architekten geheiratet hätte, der über ein überdurchschnittlich hohes Einkommen verfügt. Dann hätte sie kein Erziehungsgeld erhalten, weil das Ehepaar halt finanziell wohlhabend gewesen wäre.

  • Übrigens ist die Frage, wie man Schwangere und junge Mütter in der Schule am besten unterstützen kann, weniger eine Rechtsfrage als eine Frage von Bereitschaft und Flexibilität im Kollegium. Zumindest hier in NRW haben wir so fantastische Ermessensspielräume als Lehrer...


    Nele

  • Gewisse Rechtsansprüche für schwangere Schülerinnen sollten allerdings schon gegeben sein, zum Beispiel verbriefte Mutterschutzfristen und ein Recht auf schulbefreite Erziehungszeiten, die mindestens dem üblichen Standard für schwangere Arbeitnehmerinnen entsprechen. Darüber hinaus ist es natürlich schön, wenn die einzelne Schulen und Lehrer möglichst große Spielräume haben eine schwangere Schülerin nach besten Möglichkeiten zu unterstützen.

  • Doch, Mütter ohne Einkommen wie Schülerinnen oder Studentinnen haben früher auf jeden Fall Erziehungsgeld bekommen, 300€ für 24 Monate. Heute bekommen diese Mütter nur noch 300€ für 12 Monate. Das wäre eine Kürzung um 50%.


    Einzige Ausnahme wäre gewesen, wenn eine Schülerin oder Studentin z.B. einen Zahnarzt oder Architekten geheiratet hätte, der über ein überdurchschnittlich hohes Einkommen verfügt. Dann hätte sie kein Erziehungsgeld erhalten, weil das Ehepaar halt finanziell wohlhabend gewesen wäre.


    Sag mal willst du es nicht begreifen: Es wurde bei einem Familien-Jahreseinkommen von 30.000 Euro Brutto gestrichen. Das sind nur 2500 Euro Brutto im Monat, dafür muss man wohl kein Zahnarzt oder Architekt sein. Das ist nach dem, was ich gefunden habe unter dem Durchschnittsverdienst in 2006 gewesen, ;)
    waren ca. 1700 Euro Netto pro Monat. Für eine Familie also nicht wirklich viel!


    @neleablles: Genau die gibt's in Berlin eben auch für Schulleiter und Lehrer, wie das mit Beurlaubung usw. in dem Falle zu handhaben ist und das finde ich auch sinnvoll, denn wäre es wie bei AN, dass die Mütter bis mindestens 8 Wochen nach der Geburt nicht kommen dürften, würde auch jeder meckern, weil man sie benachteiligt und ihnen Chancen raubt!


  • Sag mal willst du es nicht begreifen: Es wurde bei einem Familien-Jahreseinkommen von 30.000 Euro Brutto gestrichen. Das sind nur 2500 Euro Brutto im Monat, dafür muss man wohl kein Zahnarzt oder Architekt sein. Das ist nach dem, was ich gefunden habe unter dem Durchschnittsverdienst in 2006 gewesen, ;)
    waren ca. 1700 Euro Netto pro Monat. Für eine Familie also nicht wirklich viel!


    Naja, da hätte man die Einkommensgrenze beim Erziehungsgeld ruhig ein wenig nach oben verschieben können, das sehe ich schon ein.


    Aber durch die Einführung des Elterngeldes wurden alle Mütter stark benachteiligt, die vor der Geburt eben kein Einkommen oder wenig Einkommen hatten. Und dazu zählen nunmal Schülerinnen und die meisten Studentinnen. Denen hat man das Geld stark gekürzt und dafür bekommen wohlhabende Mütter richtig hohe Beträge.



    @neleablles: Genau die gibt's in Berlin eben auch für Schulleiter und Lehrer, wie das mit Beurlaubung usw. in dem Falle zu handhaben ist und das finde ich auch sinnvoll, denn wäre es wie bei AN, dass die Mütter bis mindestens 8 Wochen nach der Geburt nicht kommen dürften, würde auch jeder meckern, weil man sie benachteiligt und ihnen Chancen raubt!


    Gibt es eigentlich auch Angebote wie Hausunterricht oder die Möglichkeit den Schulstoffs am heimischen Schreibtisch z.B. mit Hilfe der Lehrbüchern, Lernsoftware etc. zu erarbeiten? So würde man der Mutter die Möglichkeit geben schulisch am Ball zu bleiben, auch während ihrer "Elternzeit".

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