Studiengangwechsel: Welches Fach?

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    • Wie @CDL schon schreibt, an den favorisierten Schulformen kommt man ohne intensives Fachinteresse nicht aus. Und da sind eigentlich die Chancen ohne Mangelfach nicht gut aufgrund der hohen Konkurrenz. An Grund- und Förderschulen ist man eher Generalist, da reicht auch globales Fachinteresse, insofern einem die intensive pädagogische Arbeit einem liegt. Käme das infrage?
      I am vulnerable, I am raw;
      I am human, I have flaws.
    • CDL schrieb:

      Deine Motivation dich fachlich nicht vertiefen zu wollen- so diese alle Fächer bestrifft- macht dich ehrlich gesagt wenig attraktiv als potentiellen künftigen Kollegen
      Das bezog sich auf Politik und ich habe auch nicht geschrieben, dass ich mich nicht fachlich vertiefen will. Es ging eher darum, dass ich mein Interesse an aktuellen politischen Fragen im Moment nicht so hoch einschätze um den notwendigen Aufwand zu betreiben, mich in dieser Thematik auszukennen. Zudem habe ich geschrieben dass ich mich jetzt schon nicht intensiv mit aktuellen politischen Fragen auseinandersetze und diese diskutiere und nicht, dass ich mich von Nachrichten abschotte. Wie das dann später im Beruf aussieht, oder bereits im Studium, wenn ich mich nicht nur aus Interesse, sondern beruflich in Inhalte vertiefen muss, weiß ich nicht. Im Studium würde sich das denke ich dann zeigen, denn man vertieft die Inhalte dort ja sehr. Wenn dort der Spaß an der Sache fehlt, wäre das wohl nicht die beste Grundlage um Sowi zu unterrichten, aber Sowi besteht ja nicht nur aus Politik, sondern auch aus Soziologie und Wirtschaft.

      CDL schrieb:

      Welche Fächer interessieren dich denn tatsächlich so sehr, dass du Lust hast, sie 5 Jahre lang zu studieren und dich erstmal zum Experten deiner Fächer zu machen? Und: Warum willst Lehrer werden? (Evtl.wäre die Fachwahl leichter für dich ohne diese berufliche Verengung, weil du eher Fächer finden würdest die dich begeistern und interessieren.)
      Die im ersten Beitrag genannten, vielleicht ohne Spanisch dazu zuzählen. Bei den Wirtschaftswissenschaften finde ich, sind einige Themen garnicht mal so uninteressant, gerade in der VWL, oder Entscheidungen in Unternehmen und Unternehmensgründung, aber der Studiengang ist sehr mathelastig, was es für mich sehr schwierig macht. Da mir einfach die mathematischen Grundlagen und Begeisterung fehlen, muss ich noch mehr Aufwand betreiben. Die mathematischen Fächer machen mir einfach keinen Spaß und oft muss man stumpf irgendwelche Modelle berechnen und Methoden durchführen, die mit der Realität nicht viel zu tun haben. Wenn es so wäre, dass man diese Kurse einmal besteht und dann im Laufe des restlichen Studiums davon "befreit" ist, wäre das für mich in Ordnung, aber z.B. Rechungswesen, Mikroökonomie, und gerade Mathe ziehen sich durch das gesamte Studium und bilden die Grundlagen für spätere Kurse.

      Und ich will Lehrer werden, weil ich meine Interessen und Begeisterungen gerne anderen Menschen näher- und beibringe und, idealerweise, der ein oder andere diese Begeisterung teilt, oder sich zumindest anfängt für diese Bereiche zu interessieren. Klar kann man als Lehrer nicht jeden Schüler für sein Thema begeistern, aber muss man das überhaupt? Das Ziel ist es ja die Inhalte zu vermitteln und sie auf das Studium, Berufsleben und das Leben im allgemeinen vorzubereiten und wenn man selbst an seinem Fach interessiert ist, fällt die Vermittlung wesentlich leichter. Auch will ich gerne mit Menschen arbeiten, mich reizt der Gedanke eine Klasse jahrelang zu begleiten und an deren Laufbahn teilzuhaben. Lehrer haben hier eine große Verantwortung, die leider oft nicht anerkannt bzw. gewürdigt wird, denn zu dem Lehraspekt kommt auch ein Erziehungsaspekt hinzu, weswegen ich finde, dass es mehr männliche Lehrer geben sollte, denn in der Phase in der sich die meisten Schüler befinden, ist eine "Vaterfigur" wichtig. Man verbringt immerhin den halben Tag in der Schule.
    • Da die Begeisterung für Politik sich aktuell in Grenzen hält, bleiben damit Englisch und Geographie, für die du dich wirklich begeistern kannst (wenn du dich schon jetzt nicht intensiv mit aktueller Politik befasst, würde ich das an deiner Stelle als sehr eindeutigen Hinweis verstehen, was deine Interessen anbelangt. 5 Jahre Studium leben von intrinsischer Begeisterung, Fleiß und Willenskraft. Wenn du, wie du schreibst, eben diese Begeisterung auch gerne vermitteln möchtest beruflich, dann wähl entsprechende Fächer, die dich auch jetzt schon begeistern).

      Was spricht für dich gegen die Kombi Englisch-Geographie (ggf.ergänzt um Geo bilingual) z.B. für Sek.I (wo die Einstellungschancen höher sind als am Gym)? Wenn du "Vaterfigur" sein willst: Englisch und Sachunterricht für GS?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von CDL ()

    • In NRW wäre Englisch/Geographie für H/R-Lehramt eine gesuchte Fächerkombi laut Lehrerbedarfsprognose. Englisch und Sachunterricht ist in NRW keine gültige Fächerkombi, da Deutsch und Mathematik Pflichtfächer sind. Als Drittfach ist Sachunterricht nicht sehr gesucht, eher Sport, Musik und Kunst.

      Mit freundlichen Grüßen
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    • Ich war zu bequem die Bedarfsanalyse bzw. gültigen Kombis für NRW rauszusuchen @Lehramtsstudent , sehr netter Service, den du da betreibst für den TE.

      Aber insofern wäre dann doch eine Kombi möglich aus Fächern die dich begeistern (E-Geo), die gute Chancen auf eine künftige Einstellung bietet nach aktuellem Stand und lediglich die Bereitschaft von dir erfordert flexibel bei der Schulform zu sein @Landvogt . Das sind doch ziemlich viele Treffer, bei einem einzugehenden Kompromiss. :top:
    • Und ansonsten guck doch mal was für machbare Kombis fürs BK dabei wären. Auch am BK gibt es je nach Schule Klassen des beruflichen Gymnasiums.
      Wobei man meist mit Gym/Ge auch an einem BK eine Stelle bekäme (jedenfalls aktuell noch, keine Ahnung wie sich das entwickelt).
      Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.