Versetzung von Werkrealschule zu Realschule möglich?

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    • Versetzung von Werkrealschule zu Realschule möglich?

      Hallo zusammen,
      kann mir jemand sagen, ob es in Baden-Württemberg als Lehrkraft möglich ist die Schulebene zu wechseln?
      Ich bin auf einer Werkrealschule und möchte näher an meinem Wohnort arbeiten.
      Hier gibt es auch eine Realschule.
      Lohnt es sich dort mal nachzufragen oder ist so ein Wechsel sowieso nicht möglich.
      Danke schonmal für eura Antworten.
    • So weit ich weiß, nur über Umwege. Eine HS-Kollegin kam als Abordnung zu uns (Realschule). Sie ist jetzt allerdings in Elternzeit und keiner weiß genau, ob sie wieder zu uns zurückkommen kann/darf. Sie hatte das Glück, dass ihr Fach bei uns gerade gebraucht wurde, sonst hätte sie sicher auch kaum eine oder gar keine Chance gehabt.
      Eine Rolle dürfte spielen, ob deine Wunschschule in einem beliebten Gebiet liegt oder nicht. Je unbeliebter (und daher mit größeren Personalsorgen), desto größer deine Chance. Eine größere Chance dürftest du an einer Gemeinschaftsschule haben - Werkrealschulen sterben ja (leider) mehr und mehr aus...
    • Realschullehrerin schrieb:

      So weit ich weiß, nur über Umwege. Eine HS-Kollegin kam als Abordnung zu uns (Realschule). Sie ist jetzt allerdings in Elternzeit und keiner weiß genau, ob sie wieder zu uns zurückkommen kann/darf. Sie hatte das Glück, dass ihr Fach bei uns gerade gebraucht wurde, sonst hätte sie sicher auch kaum eine oder gar keine Chance gehabt.
      Eine Rolle dürfte spielen, ob deine Wunschschule in einem beliebten Gebiet liegt oder nicht. Je unbeliebter (und daher mit größeren Personalsorgen), desto größer deine Chance. Eine größere Chance dürftest du an einer Gemeinschaftsschule haben - Werkrealschulen sterben ja (leider) mehr und mehr aus...
      Das kann so aber nicht mehr richtig stimmen, denn mein SL hofft aktuell darauf eine erfahrene HS-/oder WRS-Lehrkraft zu ergattern im Hinblick auf unsere G-SuS. Wir neuen Anwärter werden ja auch nur noch für Sek-1-Lehramt ausgebildet, da gibt es diese Trennung also gar nicht mehr und ich meine die laufenden Aufstiegslehrgänge ("HOLA") haben einfach nur den Hintergrund, dass grundständige Grund- und Hauptschullehrkräfte mit Schwerpunkt Hauptschule bislang noch nach A12 bezahlt werden, während wir neuen Lehrkräfte für Sek.I-Lehramt ausnahmslos nach A13 bezahlt werden ungeachtet der Schulform, an der wir im Bereich der Sekundarstufe 1 eingesetzt werden. (Anders formuliert dienen die Aufstiegslehrgänge dazu zu steuern, wie viele bisherige A12er nach A13 bezahlt werden, statt es den KuK angesichts der langjährigen Berufserfahrung einfach zu gewähren unter dem Vorwand, sie hätten ja noch ursprünglich ein Semester weniger Regelstudienzeit gehabt. Als ob ich mit meinen knapp 2 Jahren im Schuldienst jemandem mit 20 Jahren Berufserfahrung tatsächlich etwas im Beruf voraus hätte, bloß, weil meine Regelstudienzeit etwas länger war...)
    • Stimmt, diesen Aufstiegslehrgang hatte sie auch begonnen, aber dann durch die Elternzeit unterbrochen. Über A12/A13 brauchen wir gar nicht erst diskutieren, das sehe ich genauso ;)
      Vielleicht ist es mittlerweile leichter, aber gezielt hat meine SL definitiv nicht nach einer HS-Kraft gesucht. Bei uns gibt es (noch?) keine reine G-Klasse, aber wer weiß, was die Zukunft bringt.
      Vielleicht sollte @Horst Halmich auch einfach mal Kontakt aufnehmen mit der gewünschten Realschule. Du hast ja recht, bei den neuen Junglehrern wird da nicht mehr unterschieden...daran hatte ich gar nicht mehr gedacht.
    • CDL schrieb:

      Das kann so aber nicht mehr richtig stimmen, denn mein SL hofft aktuell darauf eine erfahrene HS-/oder WRS-Lehrkraft zu ergattern im Hinblick auf unsere G-SuS. ...
      (Anders formuliert dienen die Aufstiegslehrgänge dazu zu steuern, wie viele bisherige A12er nach A13 bezahlt werden, statt es den KuK angesichts der langjährigen Berufserfahrung einfach zu gewähren unter dem Vorwand, sie hätten ja noch ursprünglich ein Semester weniger Regelstudienzeit gehabt. Als ob ich mit meinen knapp 2 Jahren im Schuldienst jemandem mit 20 Jahren Berufserfahrung tatsächlich etwas im Beruf voraus hätte, bloß, weil meine Regelstudienzeit etwas länger war...)

      Genau so schaut es aus. Faktisch eiern die langjährigen Realschullehrer/innen (dir zuliebe CDL :rose: ) recht hilflos mit den G-Schülern herum, es bestehen große Unsicherheiten, wie man diese passend unterrichten soll und vor allem: Wie man sie adäquat auf die kommenden neuen Prüfungen (Hauptschule oder G-Niveau oder was weiß ich, ist ja hinten und vorne Murks das Konstrukt...) vorbereiten soll. Da wären gestandene Hauptschullehrer (bzw. Werkrealschullehrer, ist ja letztlich fast dasselbe) sehr hilfreich.

      Eine neue Kollegin kommt von einer Werkrealschule und meinte, dass bei uns die G-Klassen (und manche der leistungsschwächeren "normalen" Mischklassen) durchaus eher schwächer seien als die normalen Werkrealschulklassen. Das wundert mich nicht, da der Prozess der Niveauzersetzung schon mehrere Jahre andauert und die politisch wohl beabsichtigen Effekte mehr und mehr zum Tragen kommen.

      Da wäre es dann auch wirklich an der Zeit, endlich die Gleichstellung der Sek. I-Lehrkräfte auf breiter Ebene umzusetzen, so dass ein problemloser Wechsel möglich ist und kein 2-Klassen-Lehrer/innen-System Einzug hält. Das - wie du richtig gesagt hast - völlig ungerecht ist: Ich bilde mir jedenfalls nicht ein, mehr zu leisten oder mehr zu können als eine Lehrkraft, die von einer Hauptschule/Werkrealschule kommt.