Anstandsregeln - Oder vom Irrsinn der Kollegen

  • Wenn man sich so das Verhalten anschaut, kann man nur hoffen dass nie eine ernsthaft schlimme Krankheit wie Ebola ihren Weg zu uns findet.

    Wie hoch ist gleich noch mal die Letalität bei Ebola? Das regelt sich dann schon von selbst. Fakt ist ja nunmal, dass in Deutschland bislang kaum mehr Leute gestorben sind als letztes Jahr im gleichen Zeitraum. Selbst bei uns in der Schweiz, mit der so viel höheren Corona-Prävalenz sind tatsächlich ca. 2000 Personen WENIGER gestorben, als letztes Jahr im gleichen Zeitraum. Dies übrigens vor allem deshalb, weil es 2020 praktisch keine Grippewelle gab. Lockdown hin oder her, das ist das, was die Leute sehen. Die Frage, wie ernsthaft schlimm Covid denn nun wirklich ist, sobald man das Gesundheitssystem einmal darauf eingerichtet hat, die stelle ich mir allmählich auch. Fakt ist nämlich auch, dass wir jetzt mit diesem Phänomen leben müssen, selbst wenn irgendwann einmal eine Impfung dagegen kommt.

  • Da es nun in immer mehr Schlachtereien solche hohen Infektionszahlen gibt, bin ich dafür, deutschlandweit alle Schlachtereien zu schließen, alle Mitarbeiter zu testen und für alle Schlachtereien eine zweiwöchige Quarantäne zu verhängen.

    Wird natürlich nicht passieren, ist auch nicht ganz ernst gemeint. Aber kurios ist es schon: Dort, wo Infektionen wahrscheinlich sind wegen Temperatur und Lüftung passiert vorbeugend nichts (bzw nichts spezielles). Fleisch ist eben sehr wichtig.

    Bin Vegetarierin.

  • Heute erst im Radio gehört: In meinem Bundesland wurden auch Schlachthöhe kontrolliert und es gab in Bezug auf Corona keine Vorfälle. "Lediglich" ein paar leichtere Hygienemängel seien gefunden worden.

  • Wenn man sich so das Verhalten anschaut, kann man nur hoffen dass nie eine ernsthaft schlimme Krankheit wie Ebola ihren Weg zu uns findet.

    Wenn man sich die Zahlen anschaut und die Entscheidung des Lockdowns bewusst macht (wo doch Wirtschaft und Kapital in der Politik so viel zählen), dann ist Corona schon gefährlich genug. Auch die von (einigen) Kollegen getragene Stammtischmeinung ("So schlimm war das doch gar nicht, die übertreiben doch alle!") wird teilweise an unserer Schule ausgelebt, selbst Schüler sprechen mich an, ob auf den schmalen Fluren und Treppen jetzt noch das durch die Schulleitung ausgesprochene Tragen der Mund-Nase-Bedeckung gelte, weil viele Lehrer das nicht mehr so eng sehen, d.h. Maske wird in der Hand getragen oder man lässt die Nase frei ... Die Schüler halten sich daran. Manche Lehrer sind das Problem. Und die sollten eigentlich Vorbild sein, gerade weil der Altersdurchschnitt in den Kollegien so hoch ist, dass viele eigentlich ein erhöhtes Risiko auf einen schweren Verlauf bei einer Infektion zu erwarten hätten ... Was ohne die Infektionsschutzmaßnahmen hätte passieren können, sieht man in Ländern, deren Staatschefs die Gefahr verniedlicht haben oder keine Maßnahmen für nötig hielten

    Der Beweis für intelligentes Leben im All zeigt sich darin, dass noch niemand die Erde besucht hat.

  • ist auch nicht ganz ernst gemeint

    Wieso eigentlich nicht? Wochen- und bald monatelang arbeiten sich sämtliche Medien und Virologen an den Schulen ab. Nun gibt es ein so ganz offensichtliches systemisches Problem an einer anderen Stelle und es passiert... nichts. Weshalb an den Schulen in Deutschland und bei uns z. B. bislang nicht viel passiert ist, ist eigentlich klar: Alle sind hypersensibilisiert und man schaut ultragenau hin. Offenbar ist genau das auch die einzig richtige Taktik. Liest man mal bezüglich Israel nach so stellt man schnell fest, dass dort ausgerechnet an den Schulen ziemlich geschlampt wurde.

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