Schriftliche Subtraktion

  • Deshalb war das mit der 1, die man dazu schreibt auch plausibel, weil man da ja ansonsten nicht ergänzen kann. Mehr brauchte ich als Kind nicht an Erklärung.

    Ja, für mich hat das auch immer gereicht und genauer hat man uns das mit Sicherheit auch nicht erklärt. Ich habe mich nur gefragt, ob es noch irgendeine Möglichkeit gibt, das "sichtbar" zu machen. Beim Abziehverfahren könnte ich das mit Legematerial und dann Umtauschen machen, beim Ergänzen nicht. Aber ich denke mittlerweile auch: der Aufwand, das so einzuführen steht in keinem Verhältnis zum Nutzen. Die Zeit investiere ich dann lieber in die Phase davor (also beim halbschriftlichen Rechnen mit und ohne Material, Rechenstrich etc....). Ich denke, wenn sie das wirklich können, schadet es auch nicht, das schriftliche Rechnen nur schematisch zu lernen. Da finde ich es tatsächlich wichtiger, dass es möglichst einfach ist, damit man es lebenslang automatisch abrufen kann.

    "Die Wahrheit ist ein Zitronenbaiser!" Freitag O'Leary

  • Doch, man könnte es auch beim Ergänzen legen:

    13-7

    würde man es schriftlich rechnen, müsste man 3-7 rechnen.

    Man ergänzt beim Minuenden 10, damit man es rechnen kann, an dieser Stelle würde man einen 10er dazu legen.

    Gleichzeitig legt man beim Subtrahenden auch 10 hinzu, allerdings an der Zehner-Stelle.


    Entspricht das dann dem gleichsinnigen Verändern?


    Möglich ist es, aber verständlich wird es nur wenigen und gerade denen, die sich ohnehin schwer tun, wird es nicht helfen. Da ist das Veranschaulichen eher verwirrend.

  • Ich blicke ehrlich gesagt nicht mehr durch, an welcher Stelle jetzt konkret die Schüler das Problem haben.

    In welchem Stadium

    1. mit einem Subtrahenden ohne ZÜ

    2. mit einem Subtrahenden mit einem ZÜ

    3. mit einem Subtrahenden mit mehreren ZÜ

    4. mit mehreren Subtrahenden ohne ZÜ

    5. mit mehreren Subtrahenden mit einem ZÜ

    6. mit mehreren Subtrahenden mit mehreren ZÜ

    sind sie denn gerade?

  • Das ist doch ganz einfach:


    Für Erwin und Jule gilt 1., was bei Jule an nicht stellengerechter Schreibweise, bei Erwin an mangelndem Subtraktionsvermögen liegt,

    Nicki, Simon und Peter können das, aber beim Zehnerübergang gerät Simon an seine Grenzen beim Subtrahieren im ZR 20, Nicki hat das mit der kleinen Zahl nicht verstanden und Peter vergisst sie immer mal, sodass es vermehrt zu Fehlern kommt, zudem sind seine Ziffern so unsauber, dass man 6-9-0 nicht auseinanderhalten kann, auch das führt zu Fehlern,

    Suzette und Yorna helfen sich, indem sie die Subtrahenden addieren und anschließend eine einfache Subtraktion bewältigen können,

    während Isi gerade das 1x1 wiederholt und Jupp die Ziffern bis 7 schreibt und Zahlzerlegungen übt, also gar nicht an der schriftlichen Subtraktion als solches beteiltigt ist.

    Max ist aus einer andere Schule hinzugekommen und nutzt das andere Verfahren, dabei verhaspelt er sich nur bei mehrfachem Borgen, ist sonst aber sicher,

    Olga, Anton und Sirin lösen alle Aufgaben ohne Probleme, ihnen geht aber das Rechnen auf den Nerv, weil sie es längst können, deshalb erhalten sie zunächst Aufgaben mit Fehlern zum Kontrollieren und Erläutern, anschließend Sachzusammenhänge und schließlich wahlweise Olympiade-Aufgaben oder Formate zu Strukturen oder offene Formate, die jedoch das schriftliche Subtrahieren einbeziehen.

    Ich blicke ehrlich gesagt nicht mehr durch, an welcher Stelle jetzt konkret die Schüler das Problem haben.

    Keine Ahnung, wo du da Probleme siehst, sie sind alle auf einem guten Weg der Verbesserung ihrer mathematischen Fähigkeiten.

  • Das war das Wort zum Sonntag ^^ . Aber nee, hast du echt schön geschrieben. Hoffentlich hilft es Conni, da ich nach 6 Seiten hin und her nur noch weiß, dass einige ihrer Schüler Probleme mit dem schriftlichen Subtrahieren und anscheinend insbesondere mit dem Abziehverfahren haben, aber nicht genau an welchen Stellen.

  • Doch, man könnte es auch beim Ergänzen legen:

    13-7

    würde man es schriftlich rechnen, müsste man 3-7 rechnen.

    Das wäre dann doch aber abziehen, oder?


    Man ergänzt beim Minuenden 10, damit man es rechnen kann, an dieser Stelle würde man einen 10er dazu legen.

    Gleichzeitig legt man beim Subtrahenden auch 10 hinzu, allerdings an der Zehner-Stelle.


    Entspricht das dann dem gleichsinnigen Verändern?

    Genau, das wäre dann das Verfahren "Ergänzen mit Erweitern". Das geht genauso auch mit dem Abziehverfahren und da stellt sich mir dann wieder die Frage, was das Ergänzen demgegenüber für einen Vorteil hat. Man kann es zwar irgendwie legen, aber wirklich übersichtlich macht es das nicht.

    Ich hab mal auf Youtube geguckt, wie die KollegInnen das so machen.

    Ergänzen mit Erweitern sähe so aus:


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    Ich fürchte das würde insbesondere die schwachen Rechner komplett verwirren. Das würde ich nicht machen.

    Also wenn Ergänzungsverfahren, dann ohne Material.


    Wenn ich unbedingt mit Material legen wollte, würde ich ein Abziehverfahren wählen, weil die Handlung (ich lege Material hin und nehme etwas weg) sich wesentlich leichter und verständlicher darstellen lässt.


    Aber beim Entbündeln schreckt mich tatsächlich die Notationsform mit dem vielen Durchstreichen ab, vor allem, wenn es nicht nur an einer Stelle geschieht. Auch da wären meine schwachen Rechner bzw. die Kinder mit "Orientierunsschwierigkeiten" und/oder chaotischen Schriftbild raus.

    Bliebe noch "Abziehen mit Erweitern", aber das ist in den Schulbüchern so gar nicht zu finden. Weiß jemand warum?

    Ich finde das könnte man sehr gut zeigen und erklären.


    Aber wie schonmal gesagt: ich werde ergänzen und auf die Materialschlacht verzichten. Einfach, weil das dem Verfahren in unserem Lehrwerk entspricht und die Kollegen es auch so machen und in der 4. daran anknüpfen. Ich gehe im Moment auch noch recht optimistisch davon aus, dass die das hinbekommen.


    Außerdem spart mir das auch ein bisschen Zeit, weil mir die auch ganz schön im Nacken sitzt (ich habe mich ehrlich gesagt, auch erst etwas erschreckt, als Conni schrieb, dass sie schon schriftlich subtrahieren, habe mich aber entspannt als jemand anderes schrieb, das käme bei ihr im Mai/Juni dran....).


    Ich persönlich merke auch die Nachwirkungen des Lockdowns. Die jetzigen 3er waren sowohl in der 1. als auch der 2. Klasse länger zu Hause. Bei mir hat das z.B. dazu geführt, dass sie sich ausgerechnet das sensible Thema "Zehnerübergang" zu Hause aneignen mussten. Als sie zurückkamen, habe ich schnell gemerkt, dass das bei den meisten noch sehr unsicher war. Ich hatte zwar Legematerial für zu Hause zur Verfügung gestellt und habe genaue Schritt-für-Schritt-Anleitungen für die Eltern geschrieben , wie die Kinder legen und dazu sprechen sollen(mit Bildchen und Sprechblasen), aber das hatte kaum einer gemacht (heute würde ich das mit Lernvideos machen, aber soweit war ich damals noch nicht).

    Ich habe dann also einen Rolle rückwärts gemacht und alle wesentlichen Schritte nochmal wiederholt und festgeklopft.

    Dadurch haben wir definitiv Zeit "verloren", die uns heute noch fehlt, aber ich denke es hat sich gelohnt (gerade heute habe ich mich z.B. wieder sehr gefreut, wie gut sie mir ihre eigenen Rechenwege zeigen, versprachlichen und aufschreiben können, natürlich nicht alle, aber doch die allermeisten und durchaus auch die schwächeren).


    Ich finde es logisch, dass wir nicht genauso weit sind, wie wir es sonst gewesen wären, merke aber auch bei den Kollegen die Tendenz, das immer mal wieder zu vergessen. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass es nichts bringt, Tempo zu machen um alles irgendwie unterzubringen. Am Ende ist alles nur angerissen und halbverstanden. Dann lieber reduzieren, aber das was man schafft, sicher vermitteln. Aber auf die Idee, in der jetzigen Situation Lehrpläne zu entschlacken oder zu akzeptieren, dass man manche Themen erst im Schuljaht drauf angeht, kommt ja hierzulande niemand. Wir tun hier einfach weiter so, als wäre nichts gewesen.

    • Offizieller Beitrag

    Ich persönlich merke auch die Nachwirkungen des Lockdowns. Die jetzigen 3er waren sowohl in der 1. als auch der 2. Klasse länger zu Hause.


    Dann lieber reduzieren, aber das was man schafft, sicher vermitteln. Aber auf die Idee, in der jetzigen Situation Lehrpläne zu entschlacken oder zu akzeptieren, dass man manche Themen erst im Schuljaht drauf angeht, kommt ja hierzulande niemand. Wir tun hier einfach weiter so, als wäre nichts gewesen.

    ... und sie waren in der Berliner Grundschule noch diejenigen, die am kürzesten zu Hause waren.

    Schuljahr darauf: Habe ich bei meiner letzten Klasse gemacht, wir haben einfach den Stoff nicht geschafft, denn die 4. Klasse ist genauso vollgestopft wie die 3. Habe dann in Absprache mit der nächsten Kollegin Sachen weggelassen, die in der 5. wieder vorkommen. Denen, die aufs Gymnasium wollten habe ich das "für zu Hause" mitgegeben. Da kann man ja nicht sicher sein, wie weit die Rücksichtnahme dort geht.

    Lehrpläne entschlacken wäre mal gut.


    Was übrigens in meiner Klasse am Stoff der 3. noch fehlt (und weshalb du keinen Schrecken bekommen musst):

    Multiplikation und Division

    Rechnen mit Größen, Geld, Längen, Zeit

    Daten und Zufall

    ein Teil der Geometrie

    Ich arbeite die Addition und Subtraktion komplett ab und wechsle dann erst zur Multiplikation und Division. Meine beiden Parallelkolleginnen mischen das. Das habe ich einmal gemacht und es nicht gut gefunden.

    • Offizieller Beitrag

    Das ist doch ganz einfach:

    So geht es bei mir nicht zu. Da würde ich irrsinnig im Kopf werden. Bei mir sind derzeit alle bei der Addition und Subtraktion. Den Jupp habe ich nicht und die Juppine muss bis 1000 rechnen, weil sie keinen sonderpädagogischen Förderbedarf hat, sondern nur eine Rechenstörung und mit der darf ich sie im Zahlenraum nicht zurück in die 1. Klasse schicken, wo sie hingehört. Die einzige Möglichkeit wäre, ihr Aufgaben aus der 1. Klasse zu geben und sie dann die Tests und Klassenarbeiten im ZR bis 1000 mit den möglichen Nachteilsausgleichen (1x1-Tabelle, mehr Zeit etc.) schreiben zu lassen. Auch nicht nett.

  • sie waren in der Berliner Grundschule noch diejenigen, die am kürzesten zu Hause waren.

    Insgesamt natürlich schon, aber anteilig (zu ihrer bisherigen Gesamtschulzeit) war es eben doch ganz schön viel. Und je jünger sie sind, desto heikler finde ich es, weil es da wirklich um Grundlagen geht (in Mathe auch nochmal schlimmer als in Deutsch).

    Was übrigens in meiner Klasse am Stoff der 3. noch fehlt (und weshalb du keinen Schrecken bekommen musst):

    Multiplikation und Division

    Rechnen mit Größen, Geld, Längen, Zeit

    Daten und Zufall

    ein Teil der Geometrie

    Das ist lieb von dir, mich beruhigen zu wollen, aber das fehlt mir größtenteils auch noch. Multiplikation habe ich am Anfang des Schuljahres nochmal länger gemacht, aber müssen wir auch nochmal ran. Vor alle Division sitzt noch gar nicht....

    "Die Wahrheit ist ein Zitronenbaiser!" Freitag O'Leary

  • Meinst du mit "Multiplikation und Division" die Einführung in diese Rechenarten oder (halb-)schriftliches Rechnen hiermit? Wenn ersteres, dann müsstet ihr euch ja echt beeilen, um noch irgendwie bis zu den Sommerferien durchzukommen. Wenn letzteres, dann würde ich sagen, dass das machbar ist, wenn nichts total Unerwartetes dazwischenkommt.

    • Offizieller Beitrag

    Zur Erheiterung möchte ich euch mal an meiner heutigen Mathestunde teilhaben lassen:

    9.50 Uhr: Unterrichtsbeginn. Ein Viertel der Klasse ist nach der Hofpause nun noch auf WC, ein weiteres frühstückt schon wieder.

    9.55 Uhr: Bis auf 3 Kinder sind alle vom WC zurück. Auf mehrmalige akustische und visuelle Zeichen wird nun langsam aufgeräumt. A und B sind mit ihren Mathesachen auf den Flur gegangen, die sind schon ein Kapitel weiter als alle anderen.

    10.00 Uhr: Bis auf 3 Kinder haben alle ihre Sachen auf dem Tisch und das Heft aufgeschlagen. Sie sollen das Datum schreiben. Die letzten 3 bekommen mit, dass Mathe ist und sie schon lange ihre Sachen auspacken sollten.

    7 Fragen später ("Sollen wir das Datum schreiben?" "Welches Datum?" "Wo steht das Datum?") haben alle bis auf 3 das Datum geschrieben.

    Ich frage, wer sicher beim Minusrechnen ist. 3 melden sich zaghaft. Die dürfen im Heft losrechnen, genauso wie alle, die ganz anders rechnen (wenige Eltern haben das Ergänzungsverfahren beigebracht.)

    Ich erkläre, dass wir heute Aufgaben gemeinsam lösen und auch dazu sprechen, damit alle sicherer werden können.

    10.05 Uhr Ich schreibe die erste Aufgabe an die Tafel. Die Kinder schreiben ab. Sie sollen einen Bleistift bereitlegen und warten.

    Jetzt sollen alle einen Bleistift bereitlegen. Während ein Drittel der Klasse rechnet, einer alles vom Tisch wirft und ein Drittel einen Bleistift rausholt, fragt das restliche Drittel mir Löcher in den Bauch: Einen Bleistift? Wozu? Kann man auch einen radierbaren Tintenroller nehmen? Was, einen Bleistift? Warum sollen wir einen Bleistift bereitlegen? C und D kitzeln sich mit Bleistiften ab, ich meckere.

    10.10 Uhr: Wir sprechen nun die erste Aufgabe, ich mache vor, alle sprechen nach. Der letzte hat mitbekommen, dass er einen Bleistift braucht.

    Bei der zweiten Aufgabe stöhnen alle, weil ich eine Zahl nochmal verwendet habe: Diese Aufgabe haben wir doch gerade erst gerechnet.

    Wir rechnen die zweite und die dritte Aufgabe. Bei der 4. möchte ein Kind sprechen. Ich erlaube das und freue mich zu früh: Es beginnt beim Hunderter. Das nächste Kind erklärt wortreich, was es macht und warum und wieso. Ich spreche erneut vor, alle sprechen nach.

    E meldet sich: Ich mache es aber anders. F meldet sich: Ich rechne aber so. G meldet sich: Ich will auch was anderes rechnen. P meldet sich: Ob sie das auch mitmachen soll, sie rechnet doch ganz anders. H muss auf WC, I gluckert seine Wasserflasche geräuschvoll leer, J fällt alles runter und sie geräuschvoll hinterher. K muss auch aufs WC.

    Ich werde autoritäre Frau Conni.

    10.15 Uhr Wir schreiben, rechnen und sprechen weitere Aufgaben. Bei Aufgabe 5 wird es emotional schwierig: Frau Conni hat 4 Aufgaben nebeneinander geschrieben, aber bei L passen doch nur 3 nebeneinander und nun hat die Aufgabe kein Zuhause und ist traurig und L auch.

    Bei der 6. Aufgabe meldet sich M und möchte sprechen. Wortreich erklärt es, wie es rechnet und warum und wieso. Ich spreche erneut vor, alle sprechen nach. C und D kitzeln sich mit dem Bleistift ab. M muss auf Clo, N mault.

    Ich werde autoritäre Frau Conni.

    10.25 Uhr: Wir rechnen weiter: Bei der 8. Aufgabe schafft es ein Kind genau so zu sprechen wie ich vorher. Immerhin ein Teilerfolg.

  • Ich wäre das erste Mal 9.52h ausgeflippt, spätestens 10.07h bei der Diskussion um den Bleistift. Ich merke regelrecht, wie ich mich ärgere. Ich werde wahrscheinlich nicht gesund die Rente erreichen, wenn ich weiter so mache, das wird mir gerade bewusst.

    • Offizieller Beitrag

    Ich wäre das erste Mal 9.52h ausgeflippt, spätestens 10.07h bei der Diskussion um den Bleistift. Ich merke regelrecht, wie ich mich ärgere. Ich werde wahrscheinlich nicht gesund die Rente erreichen, wenn ich weiter so mache, das wird mir gerade bewusst.

    Ausflippen geht an meiner Klasse nahezu spurlos vorüber. Die sind da zu 90% resistent. Das ist nur schlecht für meinen Blutdruck. Manchmal fange ich an, in Singsang zu verfallen ("Alle haben einen Bleiiiiistift. JA, ihr nehmt den Bleiiiistift.") oder ich setze mich an den Schreibtisch, halte mich fest und atme ruhig und konzentriert.

    • Offizieller Beitrag

    Meinst du mit "Multiplikation und Division" die Einführung in diese Rechenarten oder (halb-)schriftliches Rechnen hiermit? Wenn ersteres, dann müsstet ihr euch ja echt beeilen, um noch irgendwie bis zu den Sommerferien durchzukommen. Wenn letzteres, dann würde ich sagen, dass das machbar ist, wenn nichts total Unerwartetes dazwischenkommt.

    Du bist doch Grundschullehrer. Da ist dir doch bekannt, dass die Einführung in der 1/2 stattfindet.

    Ich meinte halbschriftliches Rechnen und bei der Division die Automatisierung des kleinen 1:1. Beeilen reicht da nicht, da kommt man nicht mehr durch. Völlig illusorisch.

  • Ich wäre das erste Mal 9.52h ausgeflippt, spätestens 10.07h bei der Diskussion um den Bleistift.

    Wenn das so bei meinen Erstis passiert wäre, geschenkt, die müssen sich noch an den Schulalltag gewöhnen. Bei Drittklässlern würde ich da auch erst einmal eine Ansage machen, dass so ein Verhalten in der 3. Klasse definitiv nicht (mehr) geht. Vor allem, da Conni ja schreibt, dass die Kids in Berlin relativ wenig coronabedingten Ausfall hatten.


    Conni: Klar weiß ich das. Für mich klang das so als ob ihr massiv hintendran wärt, daher die Überlegung, ob ihr in Klasse 2 vlt. gar nicht zu Multiplikation und Division gekommen seid. Bei uns wäre das Programm durchaus schaffbar, aber es hängt natürlich von der Zusammensetzung der Schülerschaft ab. Blöd, dass die Curricula darauf nur keine Rücksicht nehmen :( .

    • Offizieller Beitrag

    Bei Drittklässlern würde ich da auch erst einmal eine Ansage machen, dass so ein Verhalten in der 3. Klasse definitiv nicht (mehr) geht.

    Das habe ich in diesem Schuljahr... Moment, die wievielte Schulwoche haben wir... 22 Wochen und 4 Tage.... also sagen wir 150- bis 180mal gesagt. An einzelnen Tagen sogar gar nicht, aber oft mehrfach.

  • Conni


    Oha... und ich finde meine schon anstrengend. Aber ich glaube die sind dann doch harmlos im Vergleich. Auch sehr lebhaft und laut (Übergänge sind gaaanz schwierig...frontale Phasen und Arbeitsphasen sind aber völlig okay) und viele extrem Verpeilte aber insgesamt dann doch freundlich und interessiert und machen auch einfach ganz gerne Mathe.


    Armes... du hast mein volles Mitgefühl. Und ich bin ganz sicher: das liegt nicht an dir!


    Aber wenn ich das so lese, würde ich auch sagen: es liegt definitiv nicht an der Auswahl des Rechenverfahrens...

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