Wundermittel bei Mobbing

  • Wenn ein Kind in Klasse 7 immer mehr isoliert ist und auch gewalt erfährt, womit habt ihr gute Erfahrungen gemacht?

    No-Blame-Approach?

    Harte Ansagen?

    Sozialpädagogen einbinden?

    Anhörungen für die Täter?

  • Wundermittel kenne ich leider keine, bei Gewalt würde ich auf zeitweisen Schulausschluss pochen. Den erteilt die Schulleitung und die Eltern müssen angehört werden.


    Wenn man das Glück eines guten, engagierten Sozpäds hat, der die SuS kennt, fragen, was er/sie für Ideen hat. Evtl. kann er/sie mit den SuS erst mal einzeln sprechen.

  • Ein Schulausschluss belohnt den Schüler noch, schließlich muss er sich dann keinen Unterricht antun.


    Ich habe die Erfahrung gemacht, im Stuhlkreis (Rahmen: Klassenrat) diese Probleme offen zu thematisieren - wenn der/die Täter:in in der Klasse ist und erst recht, wenn der/die Täter:in nicht in der Klasse ist.


    Die Mitschüler:innen haben oftmals ein gutes Gespür für solche Probleme und es gibt sicherlich Fürsprecher für das Opfer, auch wenn es vielleicht erstmal nicht den Anschein macht. Ggf. benötigt es auch mehrere Gesprächsrunden.


    Ich habe versucht, über die emotionale Schiene die SuS zu packen, sie davon zu überzeugen, dass Anderssein (bei mir ist es ein autistischen Kind) nicht schlimm ist und jeder seine Schwächen hat und sein Päckchen zu tragen hat. Nach vielen teils sehr emotionalen Stunden im Klassenrat im 7. Jahrgang haben wir diese Mobbinhprobleme mittlerweile überwunden. Geholfen haben auch gemeinsame Aktivitäten. Aber sicherlich kann man das auch nicht pauschalisieren und eine Universallösung gibt es nicht.

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