• Die Leute werden mitlernen, da sehe ich keine Probleme. Haben wir ja auch.

    Natürlich. Aber trotzdem wird sich das Berufsbild und Bedarfe verändern. Die Weber von früher haben sich auch andere Berufe gesucht. Trotzdem wäre es clever gewesen sich zu Beginn der Industrialisierung auf andere Berufsbilder zu stürzen. Und gerade in Fächern wie Informatik stellt sich doch die Frage, wird die Zukunft aussehen. Was wird für unsere Schüler relevant werden?

  • Natürlich. Aber trotzdem wird sich das Berufsbild und Bedarfe verändern. Die Weber von früher haben sich auch andere Berufe gesucht. Trotzdem wäre es clever gewesen sich zu Beginn der Industrialisierung auf andere Berufsbilder zu stürzen. Und gerade in Fächern wie Informatik stellt sich doch die Frage, wird die Zukunft aussehen. Was wird für unsere Schüler relevant werden?

    Nun - der Schuss kann auch nach hinten losgehen. Sach' ich mal aus eigener Erfahrung. Ich hatte Lehramt GHS studiert, auch weil es sich abzeichnete, dass im Gymnasialbereich der Bedarf zurückging. Als ich das 1.Stex absolviert hatte, war der Markt auch für GHS-KuK geschlossen.

    In der Druckerei, in der ich in den Semesterferien über die Jahre mein Studium finanziert hatte, bot man mir an, eine Ausbildung als Operator für das geplante elektronische Bildverarbeitungssystem zu absolvieren. Das war damals ein schrankhoher Rechner und ein klimatisierter Reinraum für die Festplattenlaufwerke. 200 MB-Wechselplatten, jede Trommel knapp 10 kg schwer, um Modeprospekte für den europäischen Markt zu gestalten. Klasse. zukunftssicher. Das Neueste. High Tech. Die Anlage Millionen wert.

    Nach drei Jahren hatte ich genug von Bildschirmarbeit, Schichtbetrieb & Lohn. Hab' dann doch das Ref gemacht. Passabel bestanden. Am staatlichen Lehrermarkt gab immer noch keine Chance. Über die Arbeitsagentur einen Job bei der Handwerkskammer als Fachlehrer für Sprachkurse für Migranten aus Russland, Rumänien und Polen bekommen und drei Jahre lang mit Kettenarbeitsverträgen gearbeitet.

    Als die Welle aus dem Osten abebbte, bot sich die Chance, als GHS-Lehrer an einer SFE (Schule für Erziehungshilfe) zu arbeiten. Dann nach 10 Jahren zum Staat gewechselt. Zu dem Zeitpunkt hatte die Reproabteilung in der Druckerei schon lange geschlossen. Den Beruf, den ich mit Gesellenbrief in der Druckerei erlernt hatte, gibt es nicht mehr. Ausgestorben. Heute mach' ich Bildretusche als Hobby am PC.

    Was für die Schüler relevant wird? Flexibel und neugierig zu bleiben. An die eigenen Fähigkeiten zu glauben und diese zu trainieren. Offen für Möglichkeiten zu sein. Und darauf zu vertrauen, dass alles gut wird.

    Ich genieße Ruhestand und "auskömmliche" Pension & Rente.
    Um es mit Edith Piaf zu sagen: "Je ne regrette rien."
    Umwege verbessern die Ortskenntnis.

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    «Wissen – das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.» (Marie von Ebner-Eschenbach)

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