Sorry. Du lebst im Paradies, und / oder ich in der Hölle.
Kollege A fehlt seit Mai mit Langzeitkrankschreibung und bei der UV wurde kein Anzeichen von ihm gegeben, dass er nach den Sommerferien zurückkommt.
Er kriegt nicht nur eine volle Unterrichtsverteilung sondern mehrere Oberstufenkurse, auch Q-Phase.
Surprise: Kollege A fehlt weiterhin, der Kurs wird nicht vertreten.
Kollegin B kommt nach den Ferien nicht zurück. Seine Q-Kurse werden auch nicht vertreten.
Vertretungsstelle wird von der BR genehmigt (wie großzügig, wir haben 4 Langzeitkranke, also 10% des Kollegiums!!), aber es zieht sich, erst nach den Herbstferien.
Und nein, wir haben nicht "so viele Lehrkräfte, dass da durchaus Spielraum" ist. Vielleicht in einzelnen Fächern. Aber bei 30 Stunden im Stundenplan (haben jetzt mehrere KuK zum Auffangen) ist auch Schluss.
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Naja, ich glaube, dass du zwei Dinge unterscheiden musst. Einmal die Situation der Schüler und der Schule und auf der anderen Seite der Lehrkräfte.
Zu deinem Kollegen A: Wenn es da andere Optionen gegeben hat, ist das doch einfach Dummheit der Schulleitung. Sie hat Stress damit. Die Schüler haben Stress. Entweder hatte sie anderen Informationen oder es gab keine Alternativen oder sie ist einfach dumm.
Mit Spielraum meine ich, dass bei größeren Schulen es oft mehrere Möglichkeiten gibt, wer einen Kurs macht. An unserem Gymnasium gibt es so eine Rotation. Als Deutschlehrkraft hat man dann alle X Jahre einen Abikurs. In Geschichte haben die beispielsweise nur einen Kurs aber z.B. 6 Lehrkräfte. Also kann ich mir vorher überlegen, wer den Kurs macht. Das klappt natürlich nicht in allen Konstellationen.
Dass viele Gymnasien am Lehrermangel leiden, ist mir bewusst. Aber dann gibt es halt Schulausfall. Ist schlecht für die Schule, ist schlecht für die Schüler aber die Lehrkräfte können doch nicht die Versäumnisse der Politik ausbaden.
Und vor allem, wenn wir auf die Ursprungsfrage zurückkommen, ob die Lehrkraft in der Schulzeit oder in den Ferien ausfällt. Wenn sie in der Schulzeit ausfällt, gibt es doch genauso wenig die Möglichkeit sie vertreten als wenn sie nach den Ferien ein paar Tage für Korrekturen freigestellt wird.
Gerade wenn man so schlecht aufgestellt ist, ist das doch eher ein Argument für den Kurs der Dienstherren, dass man nicht in der Schulzeit fehlen sollte. Dann wird halt eher an Untervorbereitungen und konzeptioneller Arbeit etc. gespart und zu mindestens die Betreuung der Kinder sichergestellt. Das ist für mich schon nachvollziehbar.