Beiträge von Tom123

    Ich nicht. Im Betrieb, in dem mein Mann arbeitet, benötigen die Mitarbeiter*innen seit jeher schon ab dem ersten Krankheitstag eine AU. Ich habe von seinen Berichten her nicht den Eindruck, dass die Krankheitsquote dort niedriger ist als bei mir an der Schule unter den KuK.

    Ich denke, dass das einfach die falsche Maßnahme ist.

    Ich denke durchaus, dass es Menschen gibt, die sich gerne mal eine Auszeit nehmen. Ich kenne auch Kollegen vom Gymnasium, die zum Korrigieren des Abis ein paar Krankheitstage einplanen.

    Ich glaube, dass Privatschule einfach so unendlich unterschiedlich sind. Ich hatte im Verein jemanden, der auf einem Eliteinternat für viel Geld war. Ein Traum auch für Lehrkräfte. Vorher war er in einer Privatschule in der Nähe seines Wohnortes. Auch ein Traum. Beides aber eher für reiche Eltern.
    An einer Schule einer Bekannten gab es keine Lehrkraft mit Staatsexamen. Die Schule war eine Katastrophe.
    Ich habe auch ein paar kirchliche Privatschulen gesehen. Ob ich da arbeiten möchte... Grundsätzlich haben die ein tolles Schülerklientel aber der Glaube ist schon sehr präsent. Da muss man der Mensch für sein.

    Also, wenn ich zum Arzt gehe, dann nur, wenn ich wirklich schlimmer erkrankt bin und mir schon denken kann, dass ich mit ein bis drei Krankheitstagen nicht "hinkommen" werde. Und dann stellt mir meine Hausärztin i. d. R. tatsächlich gleich eine AU für eine komplette Woche aus, um mich gründlich auszukurieren.

    Was daran "unseriös" sein soll, erschließt sich mir nicht.

    Das ist ja momentan. Da bleibe ich mit Magen-Darm auch einfach zuhause. Aber wenn ich ein Attest ab dem ersten Tag brauche, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich am Ende mehr als einen Tag ausfalle deutlich höher. In der Regel geht man selbst wieder hin, wenn es einigermaßen klappt. Ärzte sind eher für vernünftig auskurieren. Das finde ich allerdings auch nicht unseriös. Das sollte man von einem Arzt auch erwarten. Für den steht die Gesundheit im Vordergrund. Man selbst hat halt auch noch andere Sachen im Kopf.

    Menschen, die es ausnutzen, ohne krank zu sein, kenne ich nicht, allerdings eine Person, die vehement um die eigenen Rechte streitet. Abwarten, was da am Ende herauskommt.

    Ich kenne mehrere ... Vielleicht muss man auch einfach mal unterscheiden. Es gibt den einen oder anderen, der mit einer Kleinigkeit erstmal 3 Tage Zuhause bleibt und andere, die sich zur Arbeit quälen ...

    Ich kenne eine Menge Menschen, die chronisch krank sind, die immer mal ausfallen oder sich dennoch zur Schule bewegen. Diesen soll man dann sagen, dass sie zusätzlich zur Krankheit noch die Versicherung und die Querelen mit ihr auf sich nehmen sollen? Es folgen Vertrauensarzt der Krankenkasse, Hinauszögern oder Verweigerung der Leistungen. Das freut die Versicherungsbranche, gesünder wird man davon nicht.

    Das muss auch gar nicht. Es gibt schlicht dann 20% weniger für die Tage, die man krank ist. Ich wäre sogar für 30%. Und nach 6 Wochen geht man dann ins Krankengeld über. Ggf. kann ja tarifvertraglich etwas anderes vereinbart werden.

    Das mag für Gutverdienende (dazu zähle ich auch Lehkräfte) gelten,, aber für Arbeitnehmer, die gerade so eben über die Runden kommen (und ggf. einen Zweitjob haben) nicht.

    Die einen werden sich dann krank zur Arbeit schleppen (und alle anstecken) und diejneigen, die das System ausnutzen, wird es auch nicht jucken.

    Naja, wenn wir jetzt rechnen, dass die Deutschen im Schnitt rund 10 Tage pro Jahr krank sind. Dann haben wir laut KI 254 Arbeitstage im Jahr. Dann reden auf Jahressicht von rund 1% weniger Gehalt (10 von 254 Tage werden nur mit 80% bezahlt). Das wird niemanden in die Armut stürzen. Und selbst wenn man die 6 Wochen krank wird, wäre es nur ein geringer Verlust. Nach 6 Wochen haben wir auch heute schon die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Dazu gebe es noch die Möglichkeit das ganze tarifvertraglich oder im Arbeitsvertrag anders geregelt wird. Der Staat macht die Grundversorgung und alles andere regelt man über den Tarifvertrag etc..

    P.S. Dazu kommt auch, dass bei vielen im Krankheitsfall die Kosten sinken. Man fährt nicht mehr zur Arbeit, man isst vielleicht Zuhause Mittag statt auf der Arbeit, man geht nachmittags/abends nicht mehr los ... Dagegen stehen natürlich Kosten für eventuelle Arztbesuche, Medikamente oder Haushaltshilfe etc. Muss man also individuell sehen.
    Aber wenn man mit der klassischen Erkältung/Grippe/Corona/Magen-Darm etc. mal drei Tage flach liegt, wird man in der Regel weniger Geld ausgeben. Und hier geht es eigentlich um die nicht so schlimmen Krankheiten. Eine schlimme Diagnose mit der ich wochenlang ausfalle ist sowieso eine ganz andere Sache und da greift jetzt schon irgendwann das Krankengeld.

    Auch wenn mehr Geld immer schmeckt. Seh ich die Tarifverhandlungen nicht dazu da, dass ich am Ende MEHR raus habe. Sondern, dass ich Inflations und Steuerbedingt das gleiche raus habe. Bzw. diverse Missstände innerhalb der Berufsgruppe besprochen werden. Wenn ich persönlich mehr haben will als andere, dann ist das erstmal mein Problem, welches ich in einer privaten Verhandlung mit dem Geldgeber aus mache (oder mich in unserem Kontext entsprechend Befördern lasse.)

    Tarifverhandlungen sind dafür da, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich auf einen fairen Lohn einigen. Es ist falsch, dass es nur um Inflationsausgleich geht. Eine wichtiger Aspekt ist auch Angebot und Nachfrage. Wenn es einer Branche schlecht läuft, es viele Arbeitssuchende mit entsprechender Qualifikation gibt, Betriebe ums Überleben kämpfen, haben Gewerkschaften schlechte Karten. Andersrum wenn Betriebe Gewinnen einfahren, es viele offene Stellen gibt, ... haben die Arbeitgeber schlechtere Karten. Und dann ist noch die Frage, wie viel Druck kann ich mit einem Streik ausüben. Wenn Sozialpädagogen streiken, interessiert das nur die wenigsten. Wenn Entsorgungsbetriebe bestreikt werden, schon mehr. Und wenn der Bahnverkehr zusammenbricht, weil die Lokführer streiken, haben wir ein Problem.

    Das sind (Berufs)Schulen, die direkt der Stadt unterstellt sind. Die Stadt stellt die Lehrkräfte selbst ein und bezahlt sie, wie es auch Privatschulen machen.

    Ihr habt in Bayern Schulen, die der Stadt unterstehen wie Privatschulen und nicht dem Land? Spannend. Warum machen Städte das? Also welchen Vorteil bietet das für die Kommunen.

    Grundsätzlich bekommt der Dienstherr ein Problem, wenn er (zu vielen) Wünschen nach Ende der Abordnung nachgeben würde. Die Mehrheit möchte nicht abgeordnet sein und viele haben (gute) Gründe, warum das nicht geht. Um den entgegenzuwirken versucht der Dienstherr in der Regel an den Abordnungen festzuhalten. Erstmal gilt dann auch das die Versorgung der Schule Priorität hat. Würde man dich jetzt zurückschicken und dafür jemand anderes abordnen, hätte man ein neues Problem.

    Ob das ganze nun fair oder sinnvoll ist, ist eine andere Frage. Aber ich denke, dass das die Gründe, warum Du von der Schule nicht wegkommst. Deine einzige Chance ist wahrscheinlich eine BEM mit einer offiziellen Vereinbarung und Aussage des Amtsarztes, dass eine Versetzung notwendig ist.

    Wenn man sich sicher ist, dass man raus will, kann man es meines Erachtens ruhig so machen. Was soll groß passieren?

    Ich habe übrigens großen Respekt vor der Entscheidung und wünschte, ich hätte diesen Mut (statt "aber im Alter..."-Gedanken) 😊

    Das muss das jeder selbst wissen. Man muss aber auch deutlich sagen, dass es rechtlich nicht sauber ist. Auf der anderen Seite tut sich der öffentliche Dienst natürlich auch schwer mit der Verfolgung. Was theoretisch in Frage käme wäre die Einstellung der Gehaltszahlung, Schadensersatzforderungen und bei Beamten auch disziplinarische Maßnahmen.

    Aber unabhängig davon, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Dienstherr reagiert, gehören doch solche Sachen nicht als Vorschlag in ein Lehrerforum, wo die meisten User auch Beamte sind. Dann kann ich auch gleich schreiben, lass dich von einem Arzt mit irgendeiner Krankheit krank schreiben. Funktioniert sicherlich auch in vielen Fällen.

    Ich schreibe "Das soll kein Tipp sein"

    Es soll kein Tipp sein, aber ...

    Sagt alles, oder? Wenn es kein Tipp sein soll, warum schlägt man es dann vor?

    Bei bestimmten "Tipps" oder "es soll kein Tipp sein, aber" sollte man sich schon überlegen, was man in einem öffentlichen Forum postet. Letztlich gibt es eine Reihe von illegalen Möglichkeiten. Muss man nur nicht hier diskutieren.

    Wenn Du direkt vor den Ferien wiedergekommen bist, kann es durchaus etwas dauern bis die Meldung rausgeht. 14 Tage gilt allgemein als akzeptierte Bearbeitungszeit. Eventuell ist auch der Schulleiter erstmal im Urlaub und die Stellvertretung weiß nicht, was sie machen soll.

    Vielleicht kannst Du deinen Mitarbeiter bei der Gehaltsstelle um eine Abschlagszahlung bitten. Das haben wir schon öfters erlebt, wenn sich Sachen verzögern.

    Wir machen den Stundenplan noch per Hand. In fast allen Fällen, wo sich Kollegen anschließend beschwert haben, gab es einfach keine andere Lösung. Es gibt allerdings vorher einen Zeitraum, wo man sich den fertigen Stundenplan ansieht und wir bei Problemen gucken, was man noch tauschen kann.

    Sehe ich genauso. Und mache ich auch genauso.

    Frontale Sitzordnung (U-Form).
    Ganz viele klare Strukturen, Feste Regeln.
    Rituale nach und nach einüben.
    Zu jedem Heft gibt es klare Regelungen wo es hingehört, es gibt einen Platz für die Federtasche, klare Regeln für das Frühstück etc.

    Im Endeffekt ganz konservativer Unterricht. Ein wenig Preußische Armee. Wenn es dann läuft, kann man nach und nach zu offenere Formen übergehen. Gruppentische, offene Unterrichtsformen etc.

    Genauso mache ich es auch Fachlehrer. Am Anfang ganz "streng", ganz klare Strukturen und auf das Einhalten der Regeln achten....

    Moebius hat es schon gut dargestellt. Erschwerend kommt hinzu, dass auch bei einem berechtigten Interesse oft nicht die offiziellen Unterlagen vorliegen. Idealerweise hat die Lehrkraft einen Schwerbehindertenausweis oder war beim Amtsarzt oder es liegt eine entsprechende BEM-Vereinbarung vor. Dann weiß man genau, was geht und was nicht. Gleiches gilt in Nds. für Teilzeitkräfte. Ab einer bestimmten Reduzierung der Stunden hat man einen Anspruch auf einen freien Tag.
    Viele Lehrkräfte kommen aber mit aus gesundheitlichen Gründen kann ich nicht nachmittags arbeiten. Oder mein Arzt empfiehlt nicht nachmittags zu arbeiten. Das ist alles sehr schwammig. Dann sagst Du auch nicht, dass man ein Attest braucht oder ähnliches. Und dann steht auf der anderen Seite die Mutter mit jüngeren Kind, die auf Vereinbarkeit von Familie und Beruf pocht. Wenn von den Dreien gibst du die höchste Priorität? Wie ich bereits anderer Stelle geschrieben hat, haben wir es inzwischen mit einer älter werdenden Gesellschaft und teilweise auch mit älteren Kollegien zu tun. Und wenn viele Leute Probleme haben, kann man nicht alle berücksichtigen...

    Tom123 , ich versuche deine Kommentare zu ignorieren, das war dein Wunsch. Du schriebst ausdrücklich, ich müsste sie ja nicht lesen.

    Es haben mehr als 5 Leute etwas zum Stundenplan geschrieben. Mein letzter Beitrag bezog sich keineswegs auf dich sondern ganz allgemein auf das Thema.

    Ich hatten den Wunsch geäußert, dass Du meine Beiträge einfach ignorierst. Ich habe als Antwort bekommen, dass man das in einem Forum nicht erwarten kann und jeder auf jeden Beitrag reagieren kann. Das habe ich so hingenommen. Daher wundere ich mich gerade über deine Kritik. Insbesondere da du in dem Beiträge zu KI und Rechtsfragen auch munter auf meine Beiträge reagiert hast.

    Wenn Du deine letzten Beiträge durchsiehst, habe ich keineswegs ständig Lach- oder Verwirrtsmileys gesetzt. Ich habe von den 7 Beiträgen, die du diese Woche in diesem Thread hinterlassen hast, exakt einen mit einem Lachsmileys kommentiert. Und das auch zurecht. Du hast entgegen meiner Aussage, dass man eigentlich nicht mit Absicht einen schlechten Stundenplan erstellt, etwas von Schlechterstellung durch Unterlassung geschrieben und dass die Stundenplaner das immer behaupten. Wenn ich überlege, wäre vielleicht ein verwirrt Smiley tatsächlich besser gewesen.

    Aber ich habe nicht einfach nur negative Smileys verteilt, weil ich die Person doof finde, sondern ich habe mich inhaltlich auf die Aussage in dem Beitrag bezogen.

    Leute, bei fast allen größeren Schulen läuft die Stundenplanerstellung mit Software. Da werden die Wünsche erfasst und die Vorgaben der Schule. Dann wird geguckt was dabei rauskommt und ggf. noch ein wenig Feinjustierung gemacht. Natürlich gibt es mal einen Punkt, wo man zum Vor- oder Nachteil eines einzelnen Kollegen agieren kann, aber systematisch einen Stundenplan zu basteln, der genau eine Person in allen Bereichen benachteiligt halte ich für extrem selten. Da muss jemand schon nichts in den Ferien zu tun und ein paar sadistische Züge haben.

    Was natürlich sein kann und vollkommen legitim ist, dass die SL beispielsweise sagt Lehrkraft xy ist wenig belastbar und fällt oft aus, die planen wir nicht für Abi-Kurse ein.

    Und wenn jemand wirklich der Meinung ist, dass er systematisch benachteiligt ist, ist es doch relativ einfach, dass sich mal der Personalrat die Eingaben ansieht und prüft, ob alles richtig erfasst wurde.

    Die Seite selbst ist frei nutzbar. Dass ein Coaching Geld kostet, dürfte hoffentlich nicht überraschen.

    Ja, und da man darf doch darauf hinweisen, dass es ein kostenpflichtiges Angebot ist.

    P.S.

    In legal tribun online ist gerade ein tolles Expertengespräch zum Thema, ob KI für normale Bürger den Anwalt ersetzt. Das war wohl ein Thema auf dem deutschen Anwaltstag. Der scheint doch eher der Meinung zu sein, dass KI sehr wohl in Zukunft Rechtsberatung kann:

    "Viele Leute gehen immer noch davon aus, dass die KI nichts versteht. Die kann doch gar nicht denken, das ist doch nur Output nach Wahrscheinlichkeit. Ein Scherzbold würde sagen, wir alle kennen auch in der Anwaltschaft Kolleginnen und Kollegen, die scheinbar auch nicht denken, die auch nur das Wahrscheinlichste schreiben und die dennoch gewinnen. Aber die aktuellen Systeme wie ChatGPT und Claude sind leider gut genug, die können sehr häufig den richtigen Rechtsrat geben. Ich sage nicht, dass das erlaubt ist oder dass ich das gut finde. Aber den Anwälten wird Geschäft wegbrechen."

    https://www.lto.de/recht/hintergr…n-haftung-recht

    Wollte jetzt den alten Thread nicht raussuchen, aber vielleicht interessiert es jemanden.

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