Beiträge von Tom123

    Das sind ja wahrscheinlich nur die offiziellen Planstellen. Jetzt kommen aber noch die Krankheitsausfälle und Ausfälle wegen Schwangerschaft, die reduzieren die offiziellen Zahlen noch mal deutlich.

    Klar, insbesondere kurzfristige Krankheitsausfälle von wenigen Tagen werden gar nicht ausgeglichen. Dafür bekommen Grundschulen im Vorfeld eine Menge X an PM-Stunden. Das soll dann reichen. Ist das Kollegium jung und gesund, ist das super und man hat Stunden für andere Sachen über. Hat man aber viele angeschlagenen Kollegen und einen hohen Krankenstand, hat man Pech. Es gibt zwar die Möglichkeit die Vertretungsstunden zu erhöhen aber das muss auch erstmal genehmigt werden und dann muss man auch jemanden dafür haben.

    Muss allerdings auch beachten, dass die Statistik alles was nach dem ersten Schultag passiert nicht berücksichtigt. Einerseits ziehen Krankheiten und Schwangerschaften, die nach dem 1. Schultag kommen die Zahlen weiter runter, andererseits kommen aber auch Abordnungen, Feuerwehrstellen und Einstellungen nach dem 1. Schultag noch hinzu. Am Ende gleicht sich das wahrscheinlich wieder ein wenig aus.

    Du gibst die Theorie wieder, die Praxis sieht anders aus.

    Die Zahl (93%) habe ich mir nicht ausgedacht. Dann musst du mal mit Dezernent:innen oder Personalvertretungen sprechen.

    Also sind die offiziellen Zahlen falsch? Das kannst Du auch belegen? Das Land veröffentlicht diese Zahlen seit Jahren und bricht sie sogar auf Landkreisebene und teilweise auf Schulebene runter. Und diese Zahlen sind bei 98% bei Grundschulen.

    Wenn über 400 Stellen in NDS unbesetzt bleiben, davon auch mehrere an einer Schule, dann ist die Schule unterversorgt.

    Stand 23.01.2026 spricht das Ministerium vom 314 offenen Stellen. Landesweit an allen Schulformen. Dabei sind besonders Hauptschulen und Förderschulen schlecht versorgt. Danach kommen die Realschulen und Oberschulen. Lass die Hälfte der offenen Stellen an den Grundschulen sein. Dann sind das aber nicht automatisch fehlenden Stunden. Dann gibt es noch Feuerwehrverträge, Abordnungen etc.. Und bei 150 offenen Stellen wird es nicht zahlreiche Grundschulen mit mehreren offenen Stellen.
    Und trotzdem gibt es sie Grundschulen mit miserablen Versorgung. Vielleicht weil die Lage schlecht ist oder das Schülerklientel oder einfach Schulleitung oder Kollegium einen schlechten Job machen. Aber das sind wenige selbst bei deinen 300 Schulen wären das weniger als 20% alle Grundschulen. Alleine die öffentlichen Grundschulen sind über 1600. D.h. an der Mehrheit der Schulen sind die Zustände nicht so extrem. Es tut mir leid, wenn ihr dort über Jahre hinweg Probleme habt. Aber du tust jedes Mal so als, ob alle Schulen davon betroffen sind. Ich war auch oft genug auf der Schulleiter-DV zur Personalsituation. Wir hatten auch immer wieder kritische Schulen. Eigentlich gab es aber immer eine Lösung. Und auch wir haben Schulen, die immer wieder Probleme haben, weil sie einfach kein Personal finden. Das ist blöd. Aber das sind die Ausnahmen und nicht die Regel.

    93% ist der Standard, wer mehr hat, ordnet ab an Schulen, die weit darunter liegen. DaZ und weitere Zusatzbedarfe werden zudem immer gestrichen, es zählt allein die Pflichtstundentafel.

    Vorneweg: Ich will nicht sagen, dass die Unterrichtsversorgung gut oder in Ordnung ist.

    Aber die Zustände an deiner Schule sind keineswegs allgemein. Die Unterrichtsversorgung ist landesweit nicht 93% sondern 98,x%. Es wird sicherlich nur wenige Schulen mit einer Unterrichtsversorgung von 110% und mehr mehr geben. Aber es wird sicherlich ein paar Schulen mit einer schlechten Versorgung geben. Aber sicherlich nicht die Mehrheit, denn käme ich nicht auf einen Schnitt von 98,x%.

    Dazu kommen noch ein paar statistische Aspekte. Der Stichtag für die Statistik ist direkt nach den Sommerferien. Oft ändern sich sich danach noch etwas. Beispielsweise werden erst anschließend Feuerwehrlehrkräfte eingestellt, die aber nicht mehr in der Statistik drin sind. Oder Kollegen erhöhen ihre Stundenzahl um das Minus auszugleichen. Auch das ist nicht in der Statistik enthalten. Oder es werden die PM-Stunden erhöht. Damit kann der Nachmittag entlastet werden und die Lehrkräfte können dann im Vormittag eingesetzt werden. Oder die zweite Lehrkraft beim Schwimmunterricht kann eingespart werden. Oder eine PM macht den DaZ-Unterricht. Außerdem sollen Lehrkräfte von den Sek 1 Schulen abgeordnet werden, um die Unterrichtsversorgung an den Grundschulen sicherzustellen.

    Alleine DaZ und Ganztag sind bei uns über 10% der Versorgung. Dann kommen noch die Zusatzbedarfe und die Extrastunden hinzu. Meines Wissens ist landesweit die Vorgabe, dass diese Stunde erstmal wegfallen bevor der Unterricht gekürzt werden darf. Wir müssten also unter 85% Unterrichtsversorgung liegen, damit der reguläre Unterricht nicht mehr gegeben werden kann.

    Es gibt solche Schulen wie deine sicherlich mehrfach in Niedersachsen. Aber das ist keineswegs normal. Bei einer durchschnittlichen Unterrichtsversorgung von 98% ist das sicherlich die Ausnahme.

    Aber trotzdem ist die Versorgung natürlich zu schlecht. Es fehlt eine Reserve für Krankheit. Die Förderstunden sind zu gering und und und...

    Du, Tom123 , hast jedes Mal eine sehr individuelle Lösung eurer Schule und eures Schulträgers, der etwas ermöglicht.
    Aber das ist eben nicht das Personal, das das Land zur Verfügung stellt.

    Nicht wirklich. Höchstens bei den Bufdis. Aber die gibt es inzwischen auch an vielen Schulen. Förderschullehrkräfte und Sozialpädagogen sind beim Land angestellt. PMs ebenfalls. Ich bin mir recht sicher, dass auch eure Schüler Eltern haben. Außerdem gibt es sicherlich auch bei euch Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren würden. Die Frage ist, ob ich das überhaupt möchte und ob ich mir die Arbeit mache.

    BuFDis gibt es nicht überall und ich frage mich, wer die Versicherung gewährleistet, wenn sie freiwillig und ohne Dienstverhältnis mitfahren. Das ist ja schon bei Praktikant:innen oder Ehrenamtlichen schwierig.

    Sind ganz normal versichert. Ist auch bei Praktikanten und Ehrenamtlichen nicht wirklich schwierig. Wo siehst Du das Problem?

    Schulhelfer, gemeint sind vermutlich I-Hilfen, sind für einzelne Kinder zuständig, nicht aber für andere, und haben nach gesondertem Antrag genau 8h Arbeitszeit, die restlichen Stunden des Tages eben nicht, also fehlt die gesonderte Begleitung des beeinträchtigten Kindes zu 2/3 der Zeit.

    Genau. Und wenn das nicht passt, muss das Kind halt Zuhause bleiben. Den Eltern steht der Klageweg frei. Ich vermute, dass das Jugendamt da in Erklärungsnot kommt.

    Teilzeitlehrkräfte fehlen ihre Teilzeit in der Schule und arbeiten Vollzeit plus die Mehrarbeit der Klassenfahrt, die hinterher nicht abgegolten werden kann.

    Teilzeitkräfte werden in Niedersachsen finanziell abgegolten. Zu mindestens die Angestellten. Bei den verbeamteten Teilzeitkräfte muss es durch weniger Zusatzaufgaben ausgeglichen werden.

    Das nur Lehrkräfte fahren können, die privat dazu in der Lage sind, ist doch logisch. Das gilt doch genauso für Klassenlehrkräfte. Brauchen wir nicht zu diskutieren, oder?

    Die Erkrankung einer Lehrkraft ist weder auf der Klassenfahrt noch in der Schule ausgeschlossen, während andere auf Klassenfahrt sind.

    Wenn ich Jahr um Jahr rotiere, den Pflichtunterricht überhaupt irgendwie zu besetzen, also permanent die Notsituation auffange, dann sind Klassenfahrten Luxus.
    Und wenn es keine Arbeitszeiterfassung gibt und der Ausgleich für eine 24/5-Klassenfahrt nicht gegeben ist, weil man auch im Alltag keinen Ausgleich hat, dann sind Klassenfahrten eben nicht möglich.

    Wenn der Ausfall einer Lehrkraft die Schule bereits vor Probleme stellt, ist das ein ganz anderes Problem. Normal müsste so etwas durch PMs etc. ausgeglichen werden. Es mag sicherlich noch mehr Schulen geben, die über Jahre so schlecht versorgt sind wie ihr. Aber ich denke doch, dass es die Ausnahme in Niedersachsen ist. Wir sind im Schnitt in den letzten 4 Jahren unter 100% und zwar irgendwo zwischen 98% und 100%. Darin enthalten sind aber auch Sachen wie DaZ oder der Ganztag oder weitere Zusatzbedarfe drin. Das wird dann eigentlich zuerst gekürzt. Das wären bei uns gut 15% der Versorgung, die erstmal wegfallen bevor wir an den Pflichtunterricht müssten.

    Aber letztlich bin ich ganz bei dir. Wenn es schulisch nicht passt, gibt es halt keine Klassenfahrt. Das kann auch einfach sein, dass es nicht genügend Lehrkräfte gibt, die dazu bereit sind.

    Aus pädagogischen Gründen gehen wir nicht mal ohne Zweitkraft ins Kino oder ähnliches.

    Unsere SL würd uns schön was husten, wenn wir auf die Idee kämen, alleine auf Ausflug zu gehen.

    Schulbegleitungen zählen dabei nicht mit, da sie nur für ihr eigenes Kind Verantwortung übernehmen dürfen.

    Das ist doch genau das, was ich sage. Wenn der Personalschlüssel nicht passt, kann die Klassenfahrt nicht stattfinden. Das ist doch bei einer Übernachtung noch viel wichtiger als bei einem Kinobesuch.

    Weil Bundesregierung oder Bundesrat oder Bundestag keinen Antrag beim Bundesverfassungsgericht gestellt haben, alle sind mit CDU - Mehrheit. Es dauert dann noch Jahre und ich fürchte daher, es ist zu spät.

    Naja, gerüchteweise regiert die SPD aktuell mit. Es gab soll sogar mal eine Ampel-Regierung ohne CDU und mit einem SPD-Kanzler gegeben habe. Das sind natürlich alles nur Gerüchte. Es ist viel einfacher die Schuld einer einzelnen Partei zuzuschieben.

    Im Grundsatz ist es doch so, dass die Mehrheit in den Parteien denkt, dass man mit einem Verbotsverfahren nicht durchkommt und es daher die AfD nur noch stärken würde. Diesen Gedankengang gibt es zu mindestens in allen demokratischen Parteien. Wie richtig das ist, mag ich nicht beurteilen.

    Palim: Aber letztlich ist es genau so richtig. Ich würde mir auch nicht zutrauen nach 72h Dauereinsatz noch die Verantwortung für fremde Kinder zu übernehmen.

    Wir sind auch schon mehrere Jahre unter 100%. Wir fahren trotzdem. Meine letzte Klassenfahrt war: 2 Klassenlehrkräfte, 1 Fachlehrkraft, 1 Schulhelferin, 2 ehemaliger Bufdi.
    Das ganze lässt sich schulisch auch relativ gut umsetzen. Es fehlen zwei Klassen und die meisten Lehrkräfte haben keine Vollzeit. Entsprechend fehlte der Schule nur eine halbe Lehrkraft. Das wurde halt vertreten. Muss auch klappen, wenn mal eine Lehrkraft krank ist.
    Schulhelferin ist extra und wird entsprechend auch über das Amt bezahlt. Darf aber offiziell auch nur 8h pro Tag arbeiten. Naja.
    Unsere ehemaligen Bufdis kommen immer gerne mit zur Klassenfahrt. Teilweise kennen sie die Klassen schon aus ihrem Freiwilligendienst. Die kommen da gerne mit. Vorteil: Sie sind nicht im Landesdienst. Wenn die Eltern einverstanden sind, (was sie immer sind) dürfen die Freiplätze für ihre Finanzierung genutzt werden. Ansonsten hätten wir auch ein Finanzierungsproblem. Am Ende waren 6 Erwachsene für 2 Klassen. Wir sind auch eine relativ normale Schule. Wie haben normale Kinder aber sicherlich auch je nach Jahrgang 20-80% bildungsferne Familien.

    Früher hatten wir statt den Bufdis oft eine vierte Lehrkraft mit. Oder andere Leute. Ich hatte schon eine Mutter mit, die wir aber vorher schon kannten, da sie beruflich auch an Schulen zu tun hat. Wir hatten unsere Sozialpädag:in mit. Wir hatten die Förderschullehrkraft mit. Und auch schon andere, die Lust haben. Die Tochter/Sohn des Kollegen, der gerade studiert usw.. Letztlich haben wir immer eine Lösung gefunden und notfalls ist eine PM mitgefahren. Weniger als 2 Personen pro Klasse plus Schulhelfer habe ich noch nie erlebt. Ich denke, dass es fast immer eine Lösung gibt. Frage ist halt auch was man will. Am Ende ist konsequent zu sagen ich fahre nicht, weil die Rahmenbedingungen nicht passen.

    Das is ja mal eine Idee! 💡

    Das ist immer witzig, wenn man als Lehrkraft so tut als ob das alles von Gott gegeben ist.

    Du würdest als Förderschullehrkraft dich wahrscheinlich weigern alleine zu fahren? Geht gar nicht.

    Aber letztlich gilt es für alle anderen Schulen genauso. Wenn nicht genug Personal da ist, kann die Fahrt entweder nicht stattfinden oder es muss anderes Personal her. Wenn ich hier lese, dass anscheinend manche Lehrkräfte auf Klassenfahrt 24 h am Stück Dienst machen und keine Möglichkeiten für Pausen haben, ist schlicht nicht in Ordnung. Da muss man sich dann gegen wehren. Ich würde das sicherlich nicht machen.

    Kinder zuhause lassen. Auch da ist die Hürde sehr hoch, es ist schließlich eine Pflichtveranstaltung. und diese ungesiebte SuS-Gruppe mit ausgewählten AGs oder Vereingruppen zu vergleichen, geht an die Realität vorbei.

    Auch da ist die Hürde gar nicht so hoch. Wenn es dir nicht zumutbar ist, die Kinder zu betreuen, müssen sie Zuhause bleiben. Kein Richter wird von dir 24 h Schichten erwarten. Die SL muss davon ausgehen können, dass das Kind unter normalen Umstanden im üblichen Rahmen beaufsichtigt werden kann. Dazu gehört sicherlich nicht, dass es Alkohol trinkt, dass es nachts die Unterkunft alleine verlässt oder Diebstähle. Ich wundere mich echt, dass du das mit dir machen lässt. Klar schicken wir auch nicht jedes Kind nach Hause, dass irgendwelche Probleme hat. Aber ich würde im Traum nicht daran denken, dass ich nun die Nächte durchmache und anschließend den ganzen Tag arbeiten muss, weil wir einzelne Kinder nicht nach Hause schicken (wollen).

    Einen Vor- oder Nachmittag rausnehmen. Muhahaha.

    Das ist doch keine Wunschvorstellung? Wenn eure Betreuungssituation inzwischen so schwierig ist, dann muss halt mehr Personal mitfahren.
    Ich kann mir kaum vorstellen, dass 24 h Dienste in NRW rechtskonform sind. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass irgendein Verwaltungsgericht das absegnet. Das kollidiert doch schon alleine mit den 11 h Ruhepause zwischen zwei Arbeitstagen. Meines Wissens gilt das auch für Beamten. Wenn die Situation so ist, dass das Personal notwendig ist, muss die Schulleitung halt mehr Personal mitschicken.

    Wenn ich während des Frühstücks (das ich privat nicht einnehme) nicht durch die Stadt latschen darf, ist es keine Freizeit.

    Wenn eine Lehrkraft die Aufsicht führt, können die anderen Lehrkräfte in dieser Zeit auch durch durch die Stadt latschen. Oder ausschlafen ...

    Wenn ich während der "Schülerfriezeit" zwei Mädels ständig bei mir habe, weil die Eltern das Schreiben nicht unterschreiben wollten, dass sie in Kleingruppen frei laufen dürfen, dann ist es mir egal, wie viele belgische Waffel ich vor ihrer Nase esse, es ist KEINE Freizeit.

    Wenn ich aber mit X Lehrkräften unterwegs bin, reicht es nun mal, wenn sich eine Lehrkraft um die Kinder kümmert und gleichzeitig als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Dann hätten die anderen Lehrkräfte auch mal Zeit für sich. Das ist natürlich nicht alles optimal, aber ich finde, dass man solche Fahrten so planen muss, dass auch eine Lehrkraft sich mal einen Vor- oder Nachmittag rausnehmen kann.

    Und wenn Grundschulleute den Lehrkräften der weiterführenden Schulen weiterhin vorwerfen wollen, keine Ahnung von der Grundschule und ihrer Herausforderungen zu haben, sollten sie das auch für die älteren Schüler*innen genauso umsetzen. 15jährige SuS sind - im Durchschnitt, in der Gruppe und in der Dynamik - wirklich wirklich dumm. Wenn einige sich nachts rausschleichen, um in eine Shisha-Bar zu gehen, wenn einige tagsüber versuchen, Alkohol zu kaufen, wenn nachts Energydrinks auf Zimmer konsumiert werden, usw.. dann ist es keine Freizeit, wenn ich meinen Wecker stellen muss, um einen Gang über den Flur zu stellen.

    Also
    A) studiert man in Nds. GHR also Grund-, Haupt- und Realschule. Ich persönliche habe bereits neben der Grundschule auch an zwei Hauptschulen und einer Realschule gearbeitet. An der Realschule regulär mit voller Stundenanzahl und damals auch eine Abschlussfahrt begleitet. Außerdem fahre ich regelmäßig aufgrund unserer Kooperationen mit Schülergruppen zu Wettbewerben. Das ist natürlich nur bedingt vergleichbar. Ich bin allerdings auch privat öfters mit älteren Jugendliche unterwegs.

    B) reicht es normalerweise wenn eine Lehrkraft die Abendaufsicht führt.

    C) ist es normal nicht notwendig nachts um 2 Uhr Kontrollrunden zu machen. (Gehst Du dann in jedes Zimmer und guckst, ob die Kinder im Bett liegen oder wir macht ihr das?) Sobald die Kinder im Bett sind und Nachtruhe herrscht, darfst Du dich auch hinlegen. Ausnahme wäre nur, wenn es konkrete Anhaltspunkte gibt. Hier wäre es aber auch die Frage, warum ihr solche Kinder nicht direkt nach Hause schickt. Wenn 15jährige versuchen Alkohol zu kaufen oder nachts das Hotel verlassen, würde ich sie direkt abholen lassen.

    Es mag sein, dass man bei höherer Personaldecke sich auch mal rausziehen kann, aber weder bei uns noch bei befreundeten Kollegen anderer Schulen ist das der Fall. Wir haben auch Klassenfahrten mit Teambilding-Aktionen von Externen, aber auch da sind (in meinen Augen auch nachvollziehbar) immer alle Kollegen anwesend (weil nur 3 bei ü 60 Schülerinnen und Schülern)

    Wenn das so ist, läuft doch etwas in der Planung und im Personalschlüssel falsch. Wenn die Klassenfahrt bei euch Pflicht sind, muss die SL genügend Personal zur Verfügung stellen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendwo tägliche 14 Stunden Schichten ohne Pause erlaubt sind. Vielleicht bei unabsehbaren Notfällen. Und was macht ihr, wenn eine Lehrkraft plötzlich erkrankt? Und womöglich gibt es dann noch ein Problem mit einer Schülerin, wo sich eine Kollegin alleine drum kümmern muss. Dann steht plötzlich eine Lehrkraft mit 60 Schülern alleine da, die man noch nicht mal eine Person alleine beim Frühstück beaufsichtigen kann.

    Private Freizeit?

    Was gibt es denn noch für Freizeit? Dienstliche Freizeit? Das ist ja schön für den Dienstherren ;)

    Und: subjektiv? Objektiv ist es frei und subjektiv Dienst oder was?

    Gibt es subjektive Freizeit?

    Wenn dein Arbeitgeber dich für deine Mittagspause vom Dienst freistellt, ist das für dich vielleicht keine private Freizeit aber halt auch keine Arbeitszeit. Auch wenn Du 10 min Frühstückspause hast, kannst Du die Zeit nicht wirklich nutzen. Aber trotzdem ist es keine Arbeitszeit.

    Wenn Du nun auf Klassenfahrt bist und 3 h frei hast, weil die Klasse anders beschäftigt ist oder die anderen Lehrkräfte die Aufsicht alleine führen, hilft es dir wahrscheinlich recht wenig und du wirst die Zeit wahrscheinlich trotzdem mit Schule verbringen. Aber das kannst Du deinem Dienstherr schlecht ankreiden.

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