Beiträge von Tom123

    Ich empfinde die Auswahl zwischen den politischen Parteien mit ihren verzwergten und austauschbaren politischen Zielen, ihrer Imitation des "Auf Sicht Fahrens", ihren ahnungslosen Selbstdarstellern, ihrer Mutlosigkeit und ihrem Mangel an jedweder Eigenständigkeit oder Reibungsfläche als genau das. Die sprichwörtliche Wahl zwischen Pest und Cholera.

    Wenn du mit der Politik nicht zufrieden bist, engagiere dich. Ich gehe mal davon aus, dass du nicht verbeamtet bist. Dann spricht doch gar nichts dagegen. Suche dir eine Partei aus, die deinen Wünschen entspricht und gestalte mit. Stelle dich zur Wahl. Dieses ganze Gemeckere nervt doch nur.

    Natürlich gibt es schwarze Schafe. Aber es gibt auch viele gute Leute. Mir gefallen Merkel, Lauterbach und Kretschmann. Aber auch unserer Ministerpräsident Weil ist eher ein guter.

    Aber dieses pauschale Meckern über alles finde ich echt anstrengend. Wie Donald Trump. Es gibt genug Unterschiede zwischen den Parteien. Wenn ich durch Schulen gehe, finde ich auch genug Vollidioten. Ich muss nur mal gucken, was hier so rumläuft. Dann gibt es genug Lehrer, die um 13:00 Uhr Schluss machen und jedes Jahr die gleiche Arbeit schreiben. Aber wenn die Eltern deswegen alle Lehrer für faul, dumm, ... halten, ist das auch nicht ok. Gleiches haben auch Politiker verdient. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Mehrheit eine gute Arbeit leistet. Ob man damit einverstanden ist, ist eine andere Sache. Das ist halt das Problem in der Demokratie.

    Manchmal sitzt man einfach im Loch und ist gef.... Das ist leider der Zustand der deutschen Parteienlandschaft seit 20 Jahren. Pest oder Cholera - und jetzt eben noch Corona.

    Oh Gott. Das erinnert mich an die Querdenker-Diskussionen.

    In der Summe haben wir die Coronapandemie bisher im Vergleich zu den anderen westlichen Demokratien sehr gut gemeistert. Wir haben eine relativ alte Bevölkerung, haben aber verhältnismäßig wenig Corona-Tote. Das Gesundheitssystem war niemals so stark überlastet wie in anderen Ländern. Unsere "Lockdowns" waren bei weitem nicht so hart wie in den anderen Ländern. Unserer Wirtschaft geht es verhältnismäßig gut.

    Auch in Sachen Impfstoffen gibt es durchaus Fortschritte. Die USA und Großbritannien exportieren keine Impfstoffe. Das darf man nicht vergessen. Sicherlich kann man da vieles besser machen. Man kann sich auch fragen, ob es wirklich sinnvoll war, die EU mit einzubeziehen. Ein wenig Impfnationalismus hätte uns sicherlich geholfen. Andererseits wäre es für uns dauerhaft besser, wenn die Menschen in Deutschland besser dastehen als die Menschen in den armen EU-Ländern? Das wird Kluft noch weiter vergrößern.

    Was ich sagen möchte, es läuft vieles nicht gut. Aber Pest oder Cholora ist sicherlich übertrieben. Mir sind die meisten deutschen Partien deutlich lieber als die Republikaner oder die ganzen europäischen Rechten. Dagegen sind die Bekloppten von der AFD teilweise noch harmlos.

    Eigentlich ist das super. Bis auf das mit dem "Schulen zu". Die 23 von 29000 sind ja ein Dunkelfeld, das bei der Inzidenz 180 gar nicht mit erfasst ist. Geschätzt wird das üblicherweise auf Faktor 2 - 3. Wie man da behaupten kann, die Schulen seien überdurchschnittlich betroffen

    ... Nun, ist halt schwierig mit den Zahlen, ne?

    Was mich wundert ist, dass die Gesundsheitämter, das RKI aber auch die Inzidenzen sagen, dass die Zahlen gerade bei Kindern steigen. Trotzdem fallen die Selbsttest negativ aus. Das wundert doch sehr. Ich meine selbst, wenn es keine/kaum Infektionen an Schulen gibt findet man zwar keine Cluster aber trotzdem müsste man viele einzelne Fälle finden. Stattdessen sind die Testergebnis oft niedriger als sie durch die Inzidenzen (und Dunkelfeld) sein sollten.

    Ja und vor allem läuft man im Baumarkt allenfalls aneinander vorbei und die Decke ist 10 m hoch... Aber "Schulen sind wichtiger als Baumärkte", klingt aus kultusministeriellem Munde natürlich sehr medienwirksam.

    Vor allem sind die Eigentümer von Baumärkten sowohl bereit als auch in der Anlage Geld für ein Hygienekonzept zu investieren. In den Schulen gilt die Regel, dass es nichts kosten darf.

    Man könnte Schulen mit Geld durchaus deutlich sicherer machen.

    Man kann vor allem mit Geld viele Nachteile aus den aktuellen Schulschließungen in den nächsten Jahren wieder ausgleichen. Mehr Förderstunden, mehr Lehrerstunden, mehr DaZ, ...

    Aber all das will man nicht.

    Tom123: Wir haben ja gestern erörtert, und das sehe ich auch ein, dass es an den Kontakten scheitert, bei denen Abstände nicht möglich sind. Wir können aber auch das Land nicht ein Jahr lang im luftleeren Raum lassen und mit den langsamen Impfungen und den nicht vorhandenen Tests müssen dringend Konzepte her.

    Klar, aber es geht doch darum, dass auch die besten Maßnahmen zu negativen Effekten führen. Daher muss man immer überlegen, was die Alternativen sind. Einfach nur zu argumentieren, dass der Lockdown doof ist, hilft nichts. Man muss sich überlegen, ob es bessere Alternativen gibt. Wir haben zum Beispiel für die älteren Jahrgängen einen effektiven Onlineunterricht gehabt. Es wäre bei uns durchaus möglich gewesen, die unteren Jahrgänge in Präsenz und die oberen in Distanz zu beschulen. Oder die Frage nach den Sportvereinen. Klar ist es wichtig, dass Vereinssport stattfindet. Aber momentan ist bei uns im Vereinssport einiges erlaubt bzw. wird gemacht, was in der Schule verboten ist. Ist es wirklich sinnvoll, in der Schule Kohorten und Wechselunterricht zu machen, wenn sich die Kids nachmittags mit 15 Leuten in einem kleinen Raum sich umziehen?

    Wer tut denn das? Ich stimme dafür, dass ein User, der immer wieder solche Behauptungen in den Raum stellt, gesperrt wird. Auch wenn er das verklausuliert tut. Solange er sich auf meine Beiträge bezieht, verbitte ich mir derlei Schlussfolgerungen.

    Wenn man eine Meinung vertritt, sollte man auch damit leben können, das Menschen anderer Meinung sind. Genau das ist Nymphicus. Ehrlich gesagt, nervt mich das ständige der Lockdown ist blöd auch tierisch. Ja, er ist blöd. Ja, er hat Konsequenz. Aber es gibt keine realistischen Alternativen. Momentan steigen die Zahlen ohne Ende. Irgendwann bekommen wir wieder Schulschließungen. Im Januar und Februar waren die Grundschulen in Niedersachsen im Wechselunterricht auf. Das klappte. Jetzt wurde geöffnet und die Zahlen explodieren. Die Kids gehen nachmittags gemeinsam zum Fußball. Abstandsregeln ignorieren die meisten Trainer gerne. Geschäfte öffnen; es soll in Zukunft unabhängig von der Inzidenz zum Einkaufen oder ins Restaurant gehen, es wird über Osterurlaub diskutiert.

    Wer ein wenig rechnen kann, weiß wohin das führt. Am Ende sind wir wieder im strengen Lockdwon.

    Was hilft den Kindern aus sozial schwachen Familien mehr? Lockdown und Wechselunterricht oder jetzt öffnen und dafür demnächst wieder ein paar Wochen keine Schule?

    Ja, bei Fachkonferenzen, klein sind sie bei uns nur, weil eben jeder nur in einer bzw. zweien Mitglied ist, wenn man in jeder, wo man unterrichtet Mitglied wäre, wären die deutlich größer, wir sind ja über 40 Kollegen.

    Ok, wir haben nur 15-20 Kollegen und sind schon einer der größeren Grundschulen. Die meisten Grundschulen in Nds sind deutlich kleiner. Fk sind bei uns nach Bedarf. Teilweise auch nur 1-2 pro Schuljahr. Letztlich liegt es aber an der FK und Schulleitung das ganze sinnvoll zu strukturieren. Wir sprechen Konzepte ab, tauschen Probleme aus, besprechen Anschaffungen, stellen neues Material vor, Änderungen in den Konzepten. Da macht es keinen Sinn zu fehlen. Ok, manchmal wird die Turnhalle oder so aufgeräumt. Aber dann sind grundsätzlich natürlich auch alle dabei. Aber wir haben dann ja auch in der Summe viel weniger Termine wie ihr. Wir haben eigentlich nur alle 14 Tage einen Pflichttermin und dazwischen meistens irgendwelche Arbeitsgruppen oder Klassenkonferenzen etc.. Das ist dann meist freiwillig oder halt nur für einen Teil verpflichtend.

    Da sollte man dringend am TZ-Konzept arbeiten. Bei uns müssen z.B. Lehrer in TZ nur einer FK statt zwei FK angehören, somit nur die Hälfte der Termine, auch wenn unteilbar ;)

    Bei Dienstversammlungen machen wir das auch so. Ist aber auch oft schwierig für die TZ-Kräfte, weil sie dann einiges nicht mitbekommen oder sich nicht äußern können.

    Aber bei Fachkonferenzen? An der Grundschule? Bei uns sind die auch klein und da geht es auch darum viele abzusprechend und sich auszutauschen. Da geht es gar nicht, dass man nicht da ist. Die FK treffen sich aber auch nicht sehr oft.

    Okay, dann ist ja gut. Oder auch nicht. In Norwegen sind übrigens 3 unter 50 gestorben, nach Impfung, mit Thrombose. Lasst uns weiterhin auf unglückliche Zufälle hoffen. Da außer Impfung kein Konzept existiert kriegen wir noch größere Probleme als bislang schon.

    Es geht nicht ums hoffen, sondern es geht darum das zu prüfen und wissenschaftlich zu bewerten. Wenn ich die Stellungsnahmen dazu richtig überfliege, ist momentan die Anzahl von Menschen, die an einer Thrombose gestorben sind unterhalb des zu erwartenden Wertes. So groß kann das Risiko also eher nicht sein. Trotzdem wird man das untersuchen und ggf. entsprechende Maßnahmen ergreifen.

    https://www.zdf.de/nachrichten/pa…sander-100.html

    Von heute! Nr. 12. Die haben doch nicht mehr alle Latten am Zaun Das finde ich aber äußerst ungünstig, dass der Kram jetzt immer am Wochenende reinflattert.

    Habe die nach deinem Hinweis auch gerade mal gelesen. Schön, dass so was jetzt am Wochenende kommt. Wir machen NRW immer mehr Konkurrenz.

    Grundsätzlich finde ich die Sache aber gar nicht so schlecht. Leer schwankt zum Beispiel lange um die 100. Da macht es schon Sinn etwas mehr Stabilität reinzubringen. Gefahr ist natürlich wieder, dass Landkreise die Schulen offen lassen, weil es politisch so gewollt ist. Die Verfügung gibt es aber eigentlich nicht her.

    Und wer das gut oder doof findet ist auch total egal, denn Fakt ist offenbar, dass die Leute das nicht machen und die Restaurants, die mehr als Schnellimbiss anbieten auch nicht hinterherkommen mit der Umstellung des Angebots. Und Touristen fehlen auch.

    Nö, ist nicht Fakt. Es gibt auch Restaurants, die das gut hinbekommen. Wir haben hier ein gehobenes Restaurant, wo man zu bestimmten einfach nicht mehr bestellen kann, weil sie nicht hinterher kommen. Und die liefern noch nicht mal. Da steht man brav in der Reihe und wartet. Es geht sehr viel, wenn man will. Aber natürlich geht das nicht für jedes Restaurant.

    Und vor allem Indien nicht vergessen. Letztlich steht Deutschland gar nicht so schlecht da. Mit Biontech und Curavec haben wir zwei Firmen, die potentiell in der Lage große Menge m-rna Impfstoffe in Deutschland zu produzieren. Zu mindestens genug für die Einheimische Bevölkerung. Alleine in Marbug soll später mal 750 Mio Dosen pro Jahr produziert werden können.

    Und was macht dich da so sicher? Ich halte den Versuch, das ganze flexibler zu gestalten für sinnvoller als leere Impfzentren und Kampf um Impftermine bei gleichzeitigem Abspringen kurz vorher. Die Idee war gut, sie ist aber offenbar gescheitert.

    Wo genau hast du denn leere Impfzentren? Vielleicht solltest du nicht alles glauben, was die Querdenker so von sich geben...

    Sage ich ja.

    Sage ich ja.

    Sage ich ja.

    Nein, du sagst, dass es ein Ladenhüter ist und Impfstoff übrig ist. Das ist zu mindestens bei uns nicht der Fall. Ein Problem bei uns sind Menschen, die sich anmelden und dann nicht kommen. Ein Problem ist die Bürokratie. Ich kann nicht einfach Herrn Müller aus Gruppe 3 impfen, wenn offiziell Gruppe 2 dran ist. Das sind aber alles Probleme, die Hausärzte auch haben.

    Traurig genug, sollte in der Zwischenzeit die Produktion aus technischen Gründen nicht längst ausgeweitet werden können? Oder geht's um viel Geld und Lizenzen?

    Man kann nicht einfach eine Produktion von mrna-Impfstoffe mal eben aus den Boden stampfen. Du brauchst entsprechende Geräte/Maschinen, Mitarbeiter mit Fachwissen, entsprechende Genehmigungen, du brauchst Lieferanten für Vorprodukte etc., die Qualität muss stimmen etc..

    Um mal zu zitieren:

    Das Mainzer Unternehmen Biontech arbeitet nach eigenen Angaben mit Hochdruck an der Ausweitung der Herstellungskapazitäten des Corona-Impfstoffs. Die Produktion kurzfristig zu erhöhen, sei "alles andere als trivial", sagte BioNTech-Chef Ugur Sahin dem "Spiegel". "Es ist ja nicht so, als stünden überall in der Welt spezialisierte Fabriken ungenutzt herum, die von heute auf morgen Impfstoff in der nötigen Qualität herstellen könnten."

    Außerdem wissen wir noch gar nicht, wer am Ende der beste Impfstoff ist. Wie wissen nicht genau, wie gut die Impfstoffe vor schweren Verläufen schützen, wie lange die Wirkung anhält, wie gut sie gegen Mutationen helfen, ob sie Übertragungen verhindern. Man kann vielleicht jetzt mit den Daten aus Israel und Großbritannien erste größere Rückschlüsse ziehen. Aber um abschließend zu sagen, dass Impfstoff XY so überlegen ist, dass wir nur noch mit ihm impfen wollen.

    Hätten Biontech und Moderna nicht so eine überrraschend hohe Wirksamkeit in den Zulassungsstudien gezeigt, hätte man AZ als hochwirksamen Impfstoff gefeiert. Immerhin soll er schwere Verläufe zu 100% verhindern. Ich denke auch an die Studie aus Schottland, wo AZ nach der ersten Dose besser war als Biontech. Wollsocken hat sicherlich recht, dass AZ sehr schlampig und dumm gearbeitet hat, was die Studien und Veröffentlichungen angeht. Aber der Impfstoff an sich ist sicherlich weder minderwertig noch zweite Wahl.

    AZ ist halt ein Ladenhüter, da beißt die Maus kein' Faden ab. Dann muss man offenbar umdenken und den impfen, der will. Das ist doch jetzt seit mindestens 4 Wochen im Gespräch.

    AZ ist kein Ladenhüter in dem Sinne. Richtig ist, dass es eine Anzahl X gibt, die AZ nicht haben wollen. Dadurch bleiben Dosen übrig. Aber es gibt noch viel mehr Leute mit Anspruch und Wunsch nach AZ. Diese werden dann halt eingeladen und geimpft. Es müssen erstmal die berechtigten Gruppen ermittelt und benachrichtigt/geprüft werden. Es ist vor allem ein logistischer und organisatorisches Problem. Wenn ein Impfzentrum sagen würde, jeder der will kann sich heute mit AZ impfen lassen, würden sie ihren Impfstoff sofort los.

    Bei den Arztpraxen muss man mehrere Dinge beachten. Erstmal macht es nur Sinn, wenn auch ausreichend Impfdosen zur Verfügung stehen. Das wird vielleicht Anfang April sein. Momentan könnte in den Impfzentren noch mehr verimpft werden als wir Dosen haben. Es muss auch organisiert werden, dass in den Arztpraxen die Impfreihenfolge eingehalten wird. Das scheint momentan durch die Impfzentren besser möglich zu sein.

    Dazu natürlich noch logistische, organisatorische Aspekte etc..

    In der Summe ist es sicherlich sinnvoll, sich darauf vorzubereiten, dass man bald in Arztpraxen impft. Momentan ist allerdings unser Hauptproblem immer noch der fehlende Impfstoff.

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