Beiträge von Tom123

    Wenn du dann immer mehr Leute in die gymnasiale Oberstufe schiebst, anstatt sie ins duale System zu entlassen, verschärfst du das Problem noch zusätzlich. Warum muss jemand der ein Handwerk erlernt Abitur machen? Damit er sicher lesen, schreiben und rechnen kann? Das ging früher auch nach der achtjährigen Volksschule...

    Sorry, aber das sind doch alte Sprüch. Für die Kinder, die jetzt zur Schule gehen müssen wir 50-70 Jahre in die Zukunft schauen. Was müssen sie da können? Was werden wir in Zukunft für Kompetenzen brauchen? Wie geschieht in Zukunft Wertschöpfung? Mal davon abgesehen, dass unsere Schulen grundsätzlich "am Markt vorbei" ausbilden und wahrscheinlich ganz andere Kompetenzen eine Rolle spielen, wird der Schwerpunkt der Wertschöpfung in Zukunft nicht mehr beim einfachen Handwerker liegen. Schon heute müssen beispielsweise Elektriker ganz viel Regeltechnik etc. machen. Natürlich werden wir auch in Zukunft Handwerker, Pflegekräfte und Verkäufer brauchen. Aber im Vergleich zu den 70er, 80er Jahren wird das immer weniger werden. Körperliche Aufgaben werden immer mehr Maschinen übernehmen.

    Zauberwald : "Angemessen" bedeutet innerhalb der Schranken zielgleichen Unterrichts. Da bin ich transparent, dass an anderen Schulformen mehr Differenzierung stattfindet. Fachunterrichtsprinzip mit wechselnden Lehrkräften nach 2 Schuljahren hat da einfach seine Grenzen. ...

    In den meisten Bundesländern ist Differenzierung Aufgabe aller Schulformen. Meinst Du die Lehrkräfte an der IGS oder an den Hauptschulen haben es da einfacher? Da sind die Unterschiede deutlich größer und das Klientel schwieriger. Es ist schön mehr Leistungsdenken zu fordern. Da bin ich auch immer ein Freund von. Aber das was du da schreibst, ist doch alles nur heiße Luft. Wenn man bessere Leistungen will, sollte man auch eine Idee haben, wie man die bekommt.

    Ich glaube einige von euch werden noch überrascht sein, was noch auf euch zukommt. Ich bin relativ sicher, dass die Schüler nicht per se dümmer werden. Die Schere geht nur auseinander. Ich haben "traumhafte" Schüler. Letztens erzählte mir ein Schüler, dass sie in der Elbphilharmonie waren. Das Stück im Monat fand er aber deutlich besser. Und das sind keine Einzelfälle. Ich habe in jedem Jahrgang 10% Schüler, die maximal gefördert und vorbereitet sind. Die haben während der Woche und am Wochenende das optimale Betreuungs- und Bildungsprogramm. Viele dieser Schüler können deutlich mehr als die Kinder vor 10 Jahren.
    Aber ich habe auch in jedem Jahrgang ganz viele Schüler, die mit großen Defiziten kommen. Und diese kommen fast alle aus sozialschwachen und bildungsfernen Familien. Und bevor sich Q. gleich aufregt: Es gibt auch tolle Schüler aus sozial schwachen Familien. Aber die sind leider die Ausnahme.
    Viele haben Elternhäuser, wo die Eltern selbst schon "Schulversager" waren. Berufswunsch: Bürgergeldempfänger. Diese Kinder werden teilweise 0 gefördert. Wir haben immer mehr Kinder, die nie im Schwimmbad gehen. Die nie an der Nordsee waren, obwohl sie in der Nähe wohnen. Die kein Mittagessen bekommen. Die noch nie eine Schere benutzt haben. Eltern, die selbst am Stoff der Grundschule in Deutsch und Mathematik scheitern. Mein Höhepunkt war ein Vater, der im 20er-Raum kein Minus rechnen konnte. War für ihn aber auch kein Problem. Wofür brauchen wir das heute?

    Und dann kommt das nächste Problem. Durch veränderte Kindheit, durch Medien etc. haben wir immer mehr schwierige Problem.

    Und eine Sache, die viele gar nicht sehen. Wir haben einerseits zu wenig Kinder und andererseits bekommen sozial schwache Elternhäuser deutlich mehr Kinder als bildungsnahe Familien. Wir so viele Familien mit schwierigen Hintergrund, wo wir 3-4 und manchmal auch 5 Kinder bekommen. Bei den besser gestellten Eltern sind es in der 1-2 Kinder. Und dieser Effekt ist nicht neu. Die sozial schwache Kinder aus den 80er, die es nicht geschafft haben gesellschaftlich aufzusteigen, landen wieder beim Bürgergeld und bekommen wir 3-5 Kinder. Unter Umständen haben wir im ersten Szenario heute 25 Kinder aus sozial schwachen Familien, die heute in die Schule kommen und aus den bildungsnahen Familien kommen nur 4. Während es in den 80er nur 5 kontra 2 waren....

    Dieses "sinnvoll" ist natürlich höchstsubjektiv, aber vermutlich eher gegeben bei Dingen, die zum schulischen Kompetenzerwerb beitragen. Das ist beim Eisessen eher nicht gegeben, bzw. nur, wenn man den Begriff "Kompetenzerwerb" sehr großzügig auslegt.

    Genau das ist der Punkt. Für einen gehört das Klassenklima und das soziale Miteinander zum Kompetenzerwerb. Für andere eher nicht. Ich denke auch, dass es da eine Grauzone gibt. Der Eiskauf, der Besuch des Weihnachtsmärchens, die Karnevalfeier, ....

    Wir reden davon, dass du meinst entscheiden zu können, was für andere viel Geld ist, wofür sie es auszugeben haben, wofür nicht und ob sie sparsam genug leben.

    Die Grundsatzdiskussion ist ja eben das: der Grundsatz. Denn dass alles, was es gibt, nach oben offen ist, haben wir gehört, manche sammeln 100€ pro Schuljahr ein.

    Es ist eine Diskussion. Die Schulgesetzes der einzelnen Länder geben den Rahmen vor. Die Frage ist, ob es zur Schule dazu gehört. Bist Du schon mal in deinem Leben mit einer Klasse ins Weihnachtsmärchen oder ähnliches gegangen? Wo ist der Unterschied?

    Außerdem ist das nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass Leute wie du und Tom ungefragt das Geld anderer Menschen ausgeben mit irgend einer übergriffigen und arroganten Haltung. Ich kann ja mal von eurem Sold/Gehalt 500€ an einen guten Zweck spenden. Ihr hättet hinterher sogar noch ausreichend auf dem Konto und ich entscheide, welcher Zweck gut ist.

    Also selbst wenn die Eltern reich sind oder das Kind jeden Nachmittag einen Eisbecher bekommt, können Lehrkräfte nicht die Unterrichtszeit mit Eisdielenbesuchen füllen und vom Geld der Eltern 5€ oder auch nur 2€ ungefragt ausgeben. Zusätzlich ist es für arme Familien unverhältnismäßig viel Geld und besonders problematisch.

    Also übergriffig bist Du. Wir reden hier nicht von 500 € sondern von 1-2 €. Eine Familie mit 2 Kinder erhält rund 1700 €. 2 € wären dann 0,11 % im Monat. Bei einer Besoldung von 4.000 € reden wir über 4,70 € und nicht über 500 €. Aber Du hast dich ja nur um den Faktor 100 verrechnet.
    Das Geld wird auch nicht für irgendwelche guten Zwecke ausgegeben sondern für das eigene Kind. Du kennst das anscheinend nicht aber normalerweise haben Eltern eine Verantwortung für ihr Kind. Deine Argumentation kannst Du sonst auf jede schulische Veranstaltung übertragen. Muss der Besuch des Weihnachtsmärchen sein? Das Kino? Das Buch im Deutschunterricht kann doch sicherlich durch ein paar Kopien ersetzt werden? Brauchen die Kinder wirklich den teuren Taschenrechner? Und Tuschkästen. Wenn ich keinen Wert auf den Kunstunterricht lege, will ich auch kein Geld für einen Tuschkasten ausgeben. Das finde ich übergriffig und arrogant!

    Am Ende ist es eigentlich nur eine Frage: Gehört es zur Schule dazu, dass man auch mal etwas nettes macht wie ein Eis essen gehen oder anderes oder soll sich Schule so wie von dir dargesteltt auf die reine Wissensvermittlung beschränken. Dass Du das an dem 1 € Kosten festmachst, ist lächerlich. Sagen wir doch direkt: Dir gefällt es nicht, wenn Lehrkräfte mit ihrer Klasse ein Eis essen gehen. Wahrscheinlich macht das eine Kolleg:in von dir und du bist jedes Mal sauer, dass Du jetzt als die böser dastehst.

    Die Fallstudien hast du sicher genau gelesen und verfolgt und kannst uns alle zweifelsfreien Ergebnisse detailliert darlegen? Auch wie es ist, wenn man viele Jahre davon lebt und dann größere Kosten anfallen wie "Waschmaschine kaputt", "neuer Teppich fällig" "Winterschuhe zu klein"? Sparen ist dann logischerweise nicht möglich, von Urlaub ganz zu schweigen.

    Wir reden hier nicht von einer Waschmaschine oder was auch immer. Wir reden von einer Kugel im Schuljahr. Ergo 1-2€ pro Monat für die Klassenkasse. Das sollte man schon bei der Grundsatzdiskussion berücksichtigen.

    "Bescheidene Verhältnisse", nicht wirklich. Deine Eltern hätten nach heutiger Rechnung dann irgendwas um die 2750 € minimal gehabt, sofern du Einzelkind bist. Das ist sogenannte Kern-Mittelschicht (https://www.finanz.de/news/gehalt-mi…inkommen-10711/). (Ich habe übrigens 100% Bafög gehabt.)

    Mein Studium ist schon ein wenig länger her. Das Problem ist bei solchen Dingen, dass Du nie alle Fälle abdecken kannst. Ein guter Freund von mir hat volles Bafög bekommen. Die Eltern waren selbstständig und habe eine große Investition in die Firma so getimt, dass sie für ein paar Jahre steuerrechtlich Verlust gemacht haben. Obwohl sie ein eigenes Haus, Mercedes vor der Tür und dreimal Urlaub im Jahr hatten, waren sie offiziell pleite. Bei uns war es halt andersrum. Auf dem Papier hatten meine Eltern das Geld. In echt allerdings nicht. Und es lag weder an Schulden noch am schlechten Haushalten. Es lag einfach daran, dass manche Dinge nicht berücksichtigt werden (können). Die Einzelheiten gehen dich allerdings auch nichts an.

    Du meinst, deine Eltern konnten mir ihrem Geld nicht umgehen und keinen Unterhalt zahlen, weil sie sich über ihre Verhältnisse verschuldet haben? Das ist kein besonderer Härtefall, sondern gar nicht ungewöhnlich.


    Wirklich arm waren deine Eltern auch nicht, wenn sie dir zumindest anteilig Unterhalt hätten zahlen müssen. Das ist gar kein Vergleich zum Bürgergeld heute.

    Nein, meine Eltern haben nie Schulden gemacht. Es war ein Schicksalsschlag den unser Sozialsystem nicht abdeckt. Ich möchte aber keine Einzelheiten nennen.
    Aber wie gesagt. Ich habe auch schon von Sozialleistungen gelebt. Und ja. Es gibt immer noch Härtefälle. Aber i.R. liegt es nicht an einem Euro im Monat. Ich sage auch nicht, dass es Bürgergeld gut geht. Aber rund ein Drittel bekommt es gut hin, ca. ein Drittel betrügt das Amt und fast ein Drittel ist selbst schuld, weil sie nicht vernünftigen mit ihrem Geld umgehen. Und dazwischen gibt es ein paar, die echte Probleme haben, obwohl sie alles richtig machen.

    Erfrischend naive Arroganz.

    Überraschung. Ich komme selbst aus eher bescheidenen Verhältnissen. Ich habe mein Studium finanziert. 50% Bafög habe ich bekommen. Theoretisch hätte meine Eltern die anderen 50% zahlen sollen. Das konnten sie aber aus bestimmten Gründen nicht. Das System kennt leider nur den Regelfall und hat keine Ausnahmen für besondere Härtefälle. Ich habe auch schon ein paar Monate von Sozialleistungen gelebt.
    Ich war mehrere Jahre bei einer Bank. Ich habe die Leute und ihre Konten gesehen. Es gab genug, die mit ihren Sozialleistungen hingekommen sind und es gibt genug, die am ersten mit ihrem Bürgergeld zu McDonalds rennen.

    Klar ist Bürgergeld für viele eine schwierige Situation. Aber wir reden hier von 1€ pro Monat. Das kann doch nicht den Unterschied machen und das sollte für alle drin sein. Notfalls würde ich für mein Kind ein paar Pfandflaschen sammeln. Und wenn am Ende jemand wirklich kein Geld hat, gibt es doch immer eine Lösung. Die meisten von uns haben doch schon Süßigkeiten gekauft, wenn Kind XY Geburtstag hatte und wir genau wissen, dass er nichts zum Verteilen mitgebracht hat. Und wenn ein Elternteil kommt und etwas nicht zahlen kann, findet man immer eine Lösung. Mein letzter Elternvertreter hat bei manchen Eltern gesagt, dass sie nicht zahlen müssen. Das hat er übernommen. Am Ende findet man immer eine Lösung.
    Zumal es ganz andere Probleme gibt. Die eine Klasse kauft eine Arbeitsheft mehr als die andere. Wer spricht da über die Kosten für die Eltern?

    Aber die Lösung kann doch nicht sein, dass wir sagen, dass alle kein Essen gehen? Zumal Quittemgelee als Lehrkraft auch nicht so schlecht verdienen sollte, dass sie sich den 1€ nicht leisten kann. Hier geht es nicht, um leisten können sondern um leisten wollen.

    Für unsere Eltern sind übrigens die Ausflüge ein viel größeres Problem. 3 € für das Weihnachtstheater, 10 € für den Ausflug, 5 € für Verbrauchsmaterialien ... Wer stellt dafür einen Antrag? Und dann soll es auch nicht überwiesen werden. Die Eltern müssen es bar auslegen, sich eine Quittung holen und können es erst dann zurückbekommen.

    Als ich noch als Vater mit einer Schule mit Sozialindex 9 zu tun hatte, sah das anders aus. 1€ pro Monat war dort oft zuviel.

    Kann man jetzt lange diskutieren, ist aber so gewesen.

    Ich habe mehrere Jahre im Bankwesen gearbeitet. Es gibt genug Bürgergeldempfänger, die mit ihrem Geld gut hauswirtschaften. Natürlich kann mal etwas passieren. Aber wenn das Konto jeden Monat leer ist, ist das keine gute Planung.

    Der andere Punkt sind sowas wie Taschentücher (warum bringt nicht jeder mal einen Packen mit?) und "ich gebe die 5€ pro Kind für irgendwas aus." Gerade sozial schwache Eltern haben wirklich, wirklich massive Geldprobleme. Ich weiß, dass sich Normalverdiener das nicht vorstellen können, aber am 28.6. noch 5€ haben oder 0€ haben ist ein Unterschied.

    Ist es nicht ziemlich arrogant von dir zu glauben, dass nur Du dir das vorstellen kannst und andere das nicht können?
    Wer am 28.06. nur noch 5 € hat, hat ein Problem im Umgang mit Geld. Egal ob Bürgergeldempfänger oder nicht. Auch mit Bürgergeld kann man wirtschaften. Natürlich gibt es solche Menschen. Aber das Problem ist nicht der 1€ im Monat für die Klassenkasse. Der macht nun wirklich keinen Unterschied.

    Arrogant bist du zum Glück gar nicht.

    Danke. Wo ist dein Problem? Du kannst auch sagen 20 € sind eine Kinobesuch, wenn es dir lieber ist. Letztlich ist die Aussage 10-20 € im Jahr sind auch für Bürgergeldempfänger machbar.

    Weil du das schon das dritte Mal schreibst: es geht nicht darum, dass Eltern ihrem Kind kein Eis gönnen, sondern dass Lehrkräfte das Geld von Eltern ohne zu fragen für Vielerlei ausgeben. Es bleibt, wie mehrfach erklärt, nicht bei einer Kugel Eis.

    Da hast du den Thread leider nicht richtig gelesen. Es ging hier um Eis essen. Und ich habe auch mehrfach geschrieben, dass es mir um ein einmaliges Eis essen im Sommer und nicht um eine regelmäßige Aktion geht. B

    Seltsam übrigens, dass du darauf beharrst, bloß keinen Cent privat für die Schüler auszugeben, dann aber bereit bist, 28x20€ in bar aufzubewahren und für Unterrichtsmaterialien auszugeben. Und natürlich sind Cocktails und Backzutaten Unterrichtsmaterial.

    Habe ich irgendwo geschrieben, dass ich das Geld bar aufbewahre? Könntest ganz eventuell meine Beiträge doch erstmal lesen? Oder noch besser einfach ignorieren...
    Zu den Unterrichtsmaterialien siehe unten...

    Werden die Eltern wenigstens informiert, was du mit dem Geld machst oder behältst du den Rest dann ein, weil ja eh keiner so genau nachrechnet und die Eltern bloß Kippen davon kaufen?

    Wir informieren nie jemanden. Wir klauen das Geld beim Elternabend aus den Portemonnaies und stecken dann die Hälfte selbst ein. Der Rest wird fair zwischen Schulleitung und Kinder aufgeteilt.

    Aber mal für dich, wie man so etwas einfach und rechtssicher gestalten kann. Die Eltern entscheiden sich auf dem Elternabend für solche Kosten eine gemeinsame Kasse zu machen. Dann sammeln sie ein Betrag X ein und beauftragen ein Elternteil Y mit der Verwaltung der Gelder. Gleichzeitig entscheiden sie unter welchen Voraussetzungen das Geld ausgeben werden darf. Sie machen dadurch eine GBR. Die Lehrkraft spricht dann Elternteil Y an und sagt, wie wollen in den nächsten Tagen zur Stadt gehen, wollen wir den Kindern dort ein Eis auf Kosten der Eltern kaufen. Und Elternteil Y macht dann Daumen hoch oder Daumen runter. In Zeiten von Whatsapp können Eltern das dann auch in der für Schulen illegalen Whatsapp-Gruppe ausdiskutieren. Alles eine Sache der Eltern untereinander. Die Lehrkraft bekommt nur eine Antwort. Vorteil ist, dass sie sich dann auch mit Eltern wie dir auseinandersetzen können. Und wenn es mal Eltern gibt, die sich das nicht leisten wollen/können, dann gibt es meist andere Eltern, die das gerne übernehmen.
    Und ja, wir informieren Eltern auch, wenn wir in die Stadt gehen oder ähnliches. Wir haben da so eine neuartige Erfindung. Nennt sich Internet. Da schreibt man eine kurze Nachricht, damit die Eltern informiert sind und ggf. auch Mütze oder Sonnencreme mitgeben können.

    Gegenfrage: Wie machst Du das mit Allergien, wenn ein Kind etwas zum Geburtstag mitbringt? Fragst Du das dann auch ab, bevor das Kind etwas verteilt? Oder feiert ihr gar keine Geburtstage? Hat ja nichts mit Lernen zu tun und vielleicht wollen das Eltern nicht.

    Wenn du mit anderer Leute Kindern ein Eis essen gehen willst, gibt es zwei Möglichkeiten: a) du lädst sie ein oder b) du fragst, ob die Eltern dafür Geld mitgeben, damit sich die Kinder selbst eins kaufen können.

    Geld einsammeln und dafür nach Gutdünken Sachen kaufen ist unnötig bis ärgerlich.

    Das geht bei Geburtstagsgeschenken weiter, die das Kind nie haben wollte und endet nicht bei: "pro Kind sind noch 9,90 € übrig, es ist doch bestimmt okay für alle, wenn ich davon Blumen zur Zeugnisübergabe kaufe und Fotos auf Tassen drucken lassen?" und dergleichen mehr. Nein, das ist nicht okay, für manche Menschen sind 10 Euro eine Menge Geld, verwalte es nicht, als wäre das selbstverständlich.

    Also ich antworte dann doch mal:
    Ich muss nicht als Lehrkraft per se Eis ausgeben. Vielleicht mache ich das mal. Aber es ist sicherlich nicht meine Aufgabe. Ich zahle mein Eis. Das reicht.
    Grundschulkinder selbst Geld mitgeben? Klappt super.
    Ein (einmaliger) Gang im Sommer zur Eisdiele kann durchaus zum Schulbesuch dazu gehören. Und ja dafür zahlen die Eltern. Das gehört zum Schulleben dazu. Wenn wir in Mathematik "Cocktails" mixen, zahlen die Eltern auch die Säfte. Wenn wir im Winter Kekse backen und es fehlt noch irgendwas, dann wir das auch auf Kosten der Klassenkasse gekauft. Das sind alles Dinge, die zur Schule dazu gehören. Schule ist nicht nur Lernen. Und Bildung heißt nicht nur Fachwissen.

    Und wenn am Ende der vierten Klasse noch 10 € übrig sind und man eine tolle Idee, dann fragt man in der Elternschaft rum, ob man das umsetzen soll. Warum nicht? Eine Mutter hatte ein relativ teures Fotobuch gestaltet. Fast alle Eltern hatten es genommen und waren dankbar für die Arbeit. Und die eine Familie, die es nicht wollte, hat das restliche Geld bar ausgezahlt bekommen. Wo ist dein Problem?

    Die meisten Eltern haben vor allem das Interesse, dass ihre Kinder eine tolle Schulzeit haben zu der auch positive Erinnerungen gehören. Natürlich gibt es inzwischen auch sicherlich Eltern, die sich über ein Eis im Sommer oder Waffeln im Winter aufregen. Aber ganz ehrlich? Wer so doof ist ...
    Und auch bei einem Bürgergeldempfänger sollte sich einmal im Jahr 2 € für die Eiskugel drin sein. Und auch 10 € sollten drin sein. Es geht nicht darum das Geld aus dem Fenster zu werfen. Wir reden hier von 10 - 20 € zusätzlich zu den anderen Ausgaben. Das sollte in jeder Familie drin sein. Das sind 2 Packungen Zigaretten im Jahr. Das Kindergeld für das erste Kind sind übrigens 260 im Monat.

    Aaah schön, da wurde das alte Thema endich wieder aufgewärmt.

    Wie viele Stunden unterrichtest du? Und wie viele davon fachfremd? Welchen Anteil nimmt Werken ein?

    Und was merken wir? Du hast meinen Beitrag wieder mal nicht verstanden. Auch ansonsten möchte ich das nicht weiter mit dir diskutieren. Deine Fragen haben auch nur herzhaft wenig mit dem Thema zu tun. Gibt es jetzt wieder verwirrt Smileys für alle Beiträge von mir? I

    Diese ganze Kopiergelddiskussion ist aus meiner Sicht lächerlich. Wenn ich hoch ansetze, haben wir vielleicht 30 € pro Schüler und Jahr an Kosten für SW-Kopien. Bei einer durchschnittlichen Grundschule mit 150 Schülern kommen wir dann im Jahr auf 4500 €. Wir sind inklusive Farbkopien und mehr Schülern dort drunter.
    Aber selbst wenn wir 5.000 € pro Jahr für eine GS rechnen, ist das doch lächerlich. Wir hatten letztes Jahr einen Schüler, der mit dem Taxi gebracht wurde. Das hat den Schulträger über 10k gekostet. Und dann diskutieren wir über Kopien? Was wollen wir sparen? 20%? Dann sparen wir 1.000 € und ärgern uns.

    Hm, da muss ich präzisieren. Es geht aus meiner Sicht für das BVerwG um die Tragweite des Urteils aus Lüneburg – wie oben angemerkt – und damit verbunden um die Frage, ob einem Beamten nach „Eigenaufzeichnung“ im Rahmen der AZE Entschädigung zusteht. Das dürfte der Senat als „falsch“ ansehen, auch wenn dieses Attribut in diesem Zusammenhang unpassend gewählt sein dürfte. Tendenziell scheint aus meiner Sicht, der eines Laien, das Gericht eher die Sichtweise des AG, also hier des Landes, zu stützen.

    Hast Du irgendeinen Beleg oder Hinweis darauf, dass der Senat das als falsch ansieht? Gibt es die Entscheidung überhaupt irgendwo online?

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