Beiträge von Wolfgang Autenrieth

    Tja, Wolfgang, wenn du hier so altes Zeug auskramst, darfst du gerne auch darstellen, wie sich die Tradition fortentwickelt hat. Ich erlaube mir hier den Hinweis auf das diesjährige Fest.

    Komm einfach nach Bad Saulgau; es lohnt sich.

    https://www.baechtlefest-badsaulgau.de

    Vielleicht freut es dich ja, wenn du siehst, was ich bislang zu Saulgau "rausgekramt" habe. Es lohnt sich ;)
    https://oberschwabenschau.info/landkreise-und…48-bad-saulgau/

    Möglicherweise unterhalten wir uns auch einfach mal in der Therme über alte Zeiten und Geschichten :baden:

    Ich, Boomer par excellence, beschäftige mich nun mit historischen Sagen, Mythen, Gebräuchen und Geschichten meiner Region.

    Ab und an kommt mir auch etwas Pädagogisches unter die Maus, was ich euch nicht vorenthalten möchte - wie diese Beschreibung des Bächtele-Festes aus Bad Saulgau:

    Als Beamter hat man den Riesenvorteil abgesichert zu sein.

    Das ist die Entschädigung dafür, dass man im "besonderen Dienst- und Treueverhältnis" manche Kröte schlucken muss. Zudem sind die Belastungen hoch. Die Tätigkeit im Unterricht wird oft mit der Tätigkeit und Belastung von Fluglotsen verglichen.

    Statistisch gesehen scheidet jede vierte Person in Deutschland vor dem regulären Renteneintritt zumindest zeitweise aus dem Beruf aus.

    Zitat

    Lehrerinnen und Lehrer tragen ein überdurchschnittlich hohes Risiko. Je nach Auswertung der Versorgungswerke und Versicherer wird rund jede dritte Lehrkraft im Laufe des Berufslebens vorzeitig dienst- oder berufsunfähig.

    Der "Lehrer-Faktor": Während in Handwerksberufen Unfälle und körperlicher Verschleiß dominieren, ist das Risiko bei Lehrkräften vor allem durch den extrem hohen psychischen und emotionalen Druck (Burnout, Depressionen, chronischer Stress) sowie die konstante Stimmbelastung und Infektionsrisiken erhöht. (KI Gemini)

    @Ragnar Danneskjoeld Zähle auf drei. Die Chancen auf deinen persönlichen "Jackpot" stehen nicht schlecht. Den Jackpot kannst du dann in den Umbau deiner Wohnung, für Therapien oder nicht übernommene Kur- und Heilkosten investieren. Oder du verschwindest nach Thailand und genießt dort deinen Vorruhestand und die verbleibenden Lebensmonate.
    Vielleicht bekommst du auch einen tollen Job in der Schulbehörde und darfst dort Akten und Anträge bearbeiten. Oder in der Telefonzentrale Gespräche vermitteln - falls deine kognitiven Fähigkeiten das noch zulassen. Das Tolle daran: Du hast genau 30 Tage Urlaub! Kein Stress mehr mit zu hohen Preisen in Ferienzeiten.

    Schreiben finde ich auch hilfreich beim Vokabellernen. Allgemein, je mehr Sinne beim Lernen involviert sind, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass es die Vokabeln am Ende ins Langzeitgeständnis schaffen.

    Sehr richtig. Das wussten bereits unsere Vorfahren, die auf diese Weise Grundstücksgrenzen im kollektiven Gedächtnis verankerten.
    Wie Marksteine "vermerkt" wurden:

    Zitat

    Früher war es Sitte, bei Setzung oder Veränderung der Marken nebst den erwachsenen Zeugen auch eine Anzahl Buben mitzunehmen, die, falls die Alten längst verstorben, Zeugnis von dem feierlichen Akte geben. Es wurde nun bei einzelnen Plätzen einem der Knaben eine tüchtige Ohrfeige gegeben, oder wurde er tüchtig von hinten bearbeitet, oder an den Ohren geschüttelt, oder bekam er einen tüchtigen Nasenstüber, lauter Merker für die Buben, wenn später mal Markstreitigkeiten entstunden. Diese Merker galten statt der Urkunden, denn die Buben merkten sich's wohl, wo ihnen etwas passiert. Die Lexa ripuaria: cum duodecim pueris accedat ... et unicuique de parvulis alapas donet et torqueat auriculas.

    Vgl. »§ 1. Der allgemeine Markungs-Umgang solle alle 3 Jahre oder nach Beschaffenheit derer Markungen und Umstände, jedoch, dass dadurch nichts verabsäumet werde, zur Ersparung der Kosten, auch in noch mehreren Jahr nur einmal, vorgenommen werden.

    § 2. Der Ordinari-Untergang aber hat jährlich zwei Mal, nämlich zur Frühlings- und Spätlingszeit, ins Feld zu gehen, dabei besonders auf die Allmand-Güter und Weg-Steine zu sehen und wo etwas vorfället oder abgehet, es in Richtigkeit zu setzen.«

    Ordnung für die Communen, auch deren Vorsteher und Bediente in dem Herzogthum Würtemberg. Ludwigsburg Ch. F. Cotta (1758).
    Quelle: Birlinger, Anton: Sitten und Gebräuche. Freiburg im Breisgau 1862, S. 196-197. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004575741

    :aufgepasst:

    Anmerkung: Zu jener Zeit gab es noch keine Grundbücher und Vermessungsdaten.
    Durch den Schmerz und den Schreck sollten sich die Kinder auch Jahrzehnte später – wenn die Erwachsenen längst gestorben waren – noch ganz genau an diesen Tag und den Vertragsabschluss erinnern. Als Entschädigung gab es für die Kinder danach meistens noch ein paar Münzen oder Süßigkeiten.

    Wolfgang, ich kenne die beiden. Wirklich gut. Glaub mir doch einfach, ihnen geht es aktuell gut und deutlich besser als sie noch im Dienst waren. Die ca. 3k (aktuell leicht drunter, aber nach anstehender Solderhöhung dann leicht drüber) brutto sind übrigens nicht überzogen. Genau das hat mir der Versorgungsrechner ausgespuckt. Und jetzt?

    Es geht um die "maßgebliche ruhegehaltsfähige Dienstzeit". Falls du mit 40 dienstunfähig wirst, hast du schlicht noch nicht genügend Jahre abgedient. Deine Berechnung geht wohl davon aus, dass die Dienstunfähigkeit kurz vor der Regelaltersgrenze eintritt.
    Geschenkt gibt's nichts. Auch nicht für Beamte. Aber du kannst es ja drauf ankommen lassen. Ich kenne KuK, die mit der Mindestversorgung auskommen müssen. Die liegt zwar über der Durchschnittsrente. Man darf jedoch Lehrkräfte nicht mit ungelernten Hilfskräften gleichsetzen, die halbtags am Band gearbeitet hatten.

    Ich kenne mehrere Kollegen in Frühpension, denen es JETZT blendend geht. Die wurden nämlich DURCH den Beruf krank. So war das gemeint.

    Im Schwäbischen gibt es ein Sprichwort:
    "Mr sieht immer nur dranna."
    Kennst du wirklich deren wahre Krankheitsgeschichte? Wegen Burnout kommt man nicht in die Frühpensionierung. Deine Zahl mit 3 K Pension ist zudem überzogen.

    Wie hoch liegt die Mindestversorgung?

    Zitat
    • Die Regel: Sie beträgt 35 % deiner letzten ruhegehaltsfähigen Dienstbezüge.
    • Beispiel (A 13): Liegt das ruhegehaltsfähige Bruttogehalt (je nach Erfahrungsstufe und Zulagen) beispielsweise bei rund 5.200 €, liegt die amtsabhängige Mindestversorgung bei etwa 1.820 € brutto.

    Heute in der "Schwäbischen Zeitung":
    Baden-Württemberg sucht zum Jubiläum der Wiedervereinigung eine neue Landeshymne.
    Leider ist die Wiedervereinigung noch nicht vollständig abgeschlossen. Aber wir arbeiten dran. Einen guten Teil der ehemaligen Schweiz haben wir bereits gekauft und durch Lehrkräfte besetzt, die Überzeugungsarbeit für die Volksabstimmung leisten. ;)

    Ich wusste nicht, dass dein Ref schon so lange zurückliegt.

    Ich bin Wiedergänger von Leonardo da Vinci ;)
    Technik habe ich als drittes Fach nachqualifiziert. Als "Universalgenie" und Klassenlehrer dann die gesamte Palette des Fächerkanons unterrichtet. Sport konnte ich glücklicherweise immer von mir abwenden. Dieses Fach ist die Höchststrafe.

    Ich finde ja Verschwörungen auch spannend. Oft ist auch was wahres dran.

    Ich finde deine Seite aber echt schwierig hier.

    ...

    Du reduzierst aber politisch Steuerung auf einen kleinen geheimen Zirkel inkl. merkwürdiger Suggestionen. Wieso nicht neutral gestalten? Eine Quellesammlung bewertet/interpretiert eigentlich nicht.

    Vielleicht kannst du mir mitteilen, an welcher Stelle ich etwas auf "geheime Zirkel" reduziere. Gerne per PM

    Hochschieb ...

    Es ist Frühling und es werden Ideen für Projekte gesucht.

    O.g. Projekt "Schulen für Schulen" ist das faszinierendste - und erfolgreichste - Projekt zur Unterstützung von Menschen in Afrika, bei dem ich die Ehre hatte, als "kleines Rädchen" mitzuwirken. Durch den Tod des Hauptorganisators und durch politische Entwicklungen in Burundi wurde das Projekt leider beendet. "Monsieur Bisoro" - der Motor des Projektes - war Schulleiter eines Gymnasiums.

    Was bleibt, sind 12 Schulgebäude, mehrere Tausend Frauen, die lesen und schreiben können, Krankenstationen, eine Wasserversorgung u.v.a.m.

    Vielleicht nimmt jemand von euch die Grundidee auf und initiiert etwas Ähnliches. Die "Blaupause" zur Organisation findet ihr auf der Webseite https://wp.bisoro.de

    Im Verlauf der Jahre und Aktionen ist auch eine Liste von Ideen für die Organisation von Hilfsaktionen an Schulen für die "Eine Welt" entstanden. Vielleicht ist das hilfreich:
    https://www.autenrieths.de/afrika.html

    Hier findet Ihr Ideen für einen "Sozialen Tag" an der Schule:
    https://www.autenrieths.de/sozialertag.html

    Wirkliche Hintergründe zum Irak-Krieg, dem Atomprogramm und zur Rolle der USA und Israels bekommt man in der Doku "Zero Days" aus dem Jahr 2016.

    Noch etwas älter - jedoch auch aufschlussreich ist der Spielfilm "Der Krieg des Charlie Wilson" mit Tom Hanks in der Hauptrolle.
    Der Film basiert auf dem gleichnamigen Sachbuch von George Crile. Er beschreibt eine der spektakulärsten, geheimsten und erfolgreichsten Operationen der CIA-Geschichte: die verdeckte Bewaffnung der afghanischen Mudschaheddin mit Stinger-Raketen zum Kampf gegen die Sowjetunion in den 1980er Jahren (Operation Cyclone).

    Der Film ist zwar eine überspitzte und überdrehte Satire, die sich jedoch auf reale Personen und Ereignisse stützt. Es wird allerdings der Eindruck erweckt, als hätten Charlie, Gusto und Joanne den gesamten Krieg quasi zu dritt im Alleingang geschaukelt. In der Realität war die Operation Cyclone ein gigantischer Apparat mit Hunderten von CIA-Mitarbeitern, Diplomaten und Militärstrategen und einem Budget von jährlich 500 Millionen Dollar.

    Der Irakkrieg wurde von demselben "Think-Tank" initiiert, der nun auch wieder Trump in die Sch... getrieben hat. Basis war - und ist - das "Project for the New American Century". Einige Links und Materialien dazu hatte ich schon damals hier zusammengetragen:
    https://www.autenrieths.de/irakkrieg.html

    Bei uns hat der Brandschutz auch gewütet. Alle Räume wurden umnummeriert. Früher ging es nach Gebäude und Stockwerk. Jetzt geht es nach Brandabschnitt. Die Nummern sind für unsere Schüler also nicht mehr logisch. Stattdessen brauchen „die Neuen“ jedes Jahr geschätzt 3 Monate, um sich auf dem Gelände zurechtzufinden. Da die Schüler nur 1-3 Jahre bei uns sind, betrifft das jedes Jahr knapp die Hälfte der Schüler.

    "Nicht für das leben lernen (und lehren) wir, sondern für die nächste Katastrophe."
    Zunächst dachte ich - wann hat eigentlich hier irgendwann eine Schule gebrannt? Eine Nachfrage bei der Ki (ja... böse...aber informativ) belehrt mich eines besseren.

    Leider gibt es immer wieder frustrierte Kids - und ein Feuerzeug ist schnell zur Hand. Schlecht für die Kunst.

    Nichts hängt mehr. :(

    Total schlimm....
    (...)

    Projekte draus machen, die Wände anmalen (Folien, Overheadprojektor/Beamer) mit schönen Motiven, schön bunt...dann bleibt es zumindest Kindgerecht. Was auch geht: Feuerfeste Bilderrahmen und ein paar Bilder als Wechselausstellung hineingeben (da werden dann die Bilder zwischen zwei feuerfesten Platten verschraubt und können gewechselt werden). So sind jedenfalls unsere Gedanken momentan.

    Hab' ich mit den Schülern so gemacht. Die Wände im Flur konnte sowieso nichts mehr verunstalten ;)
    Nach ein paar Jahren Kunst- und Projektunterricht sah die Schule dann so aus:
    https://autenrieths.de/schulhausgestaltung.html#Beispiele

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