Beiträge von Wolfgang Autenrieth

    Nachtrag: Gib dir keine Blöße und biete keine Angriffsfläche. Mach weiter "Business as usual".
    Diskutiere das auch nicht mit der Abteilungsleitung, sondern mit der SL. Wenn das bereits beim Anwalt liegt, muss diese informiert sein.
    Als Lehrer/in besitzt du zunächst Anspruch auf Schutz und Fürsorge.

    Zunächst schreibst du (für dich!!) ein Gedächtnisprotokoll, in dem du auch die Namen der für dich sichtbaren "Zeuginnen" notierst.
    Deine Schulart SekI/SekII deutet auf hormonverseuchtes Pubertätsgebiet hin. Das Einschalten des Anwalts sieht nach Vorwärtsverteidigung aus, um vom eigenen Fehlverhalten abzulenken und schulrechtliche Konsequenzen für das Fehlverhalten im WC abzuwehren. Zudem werden vermutlich "Best friends" instrumentalisiert.
    Hier sollte die Schulleitung die "Zeuginnen" einzeln befragen. Wenn deren Aussagen wortwörtlich übereinstimmen, handelt es sich um eine Absprache.

    Also. Zunächst cool bleiben. Falls deine "Beleidigung" aus dem Satz "Beweg deinen Hintern da runter, aber dalli!" bestanden hat, würde ich das als korrekte "Ansage" stehen lassen. Zudem hast du nur auf den Unfallschutz geachtet und die Absturzgefahr thematisiert - und - soviel Angriff darf sein - darauf hingewiesen, dass weder Jungs noch Mädchen in den Intimbereich der Toilette eines Mitschülers eindringen dürfen.

    Der Mann ist 71 und stinkreich. Ich denke, ein negativer Ausgang des Krieges hätte für ihn persönlich kaum nennenswerte Folgen. Im Zweifelsfall setzt er sich ab und verbringt seine letzten Jahre dort, wo ihn keiner finden wird.

    Vielleicht ist sein Staatsbesuch in Nordkorea in Wirklichkeit die Suche nach einem Altersruhesitz.
    Wünschen würde ich es ihm, den Russen und besonders den Ukrainern.

    Mein Arzt druckt definitiv kein Rezept selbst.
    Und ich kann dir das vom Hausarzt und drei Fachärzten, zu denen ich regelmäßig gehe, sagen.
    Je nach Arzt (keine Ahnung, ob es mit dem Vertrauen, dem Verantwortungsbewusstsein oder den verschriebenen Medis zu tun hat) liegt das unterschriebene Rezeptpapier da und wird gedruckt, oder ich muss warten, bis der Arzt wieder rauskommt und 10 Zettel unterschreibt.

    Der Arzt ist ja auch kein Drucker ;)

    Er erstellt jedoch das Rezept (sonst wäre es nicht gültig) und schickt es von seinem Computer aus zum zentralen Drucker an der Rezeption. Dort nimmt es die Sprechstundenhilfe aus der Maschine und legt es in sein Fach - da es von ihm persönlich unterzeichnet werden muss.
    Das gilt jedoch nur noch für Privatpatienten. Bei den anderen wird es als E-Rezept direkt in die Apotheke geleitet - und auch dort nicht mehr ausgedruckt.

    A propos: Auch dir werden viele Tätigkeiten als Lehrer abgenommen. Die Schulsekretärin, der/die SL - und auch der Hausmeister und der Reinigungsdienst - sitzen nicht zur Zierde herum.
    BTW: In den 24/26/28 UE und den Ferienzeiten sind eine Menge Stunden eingerechnet, die für Verwaltung, Korrektur, Vorbereitung, Klassenfahrten und "Tage der offenen Tür" vorgesehen sind.
    Für Beamte in Ba-Wü gilt eine wöchentliche Arbeitszeit von 41 Zeitstunden und ein Urlaubsanspruch von 30 Tagen. Auch für Lehrkräfte.
    Zudem ist (fast) jeder 2.Samstag Schultag - selbst wenn kein Unterricht stattfindet. Die Zeitstunden der Samstage wurden nur auf die Wochentage (und Ferienzeiten) verteilt.

    Dass Kopieren etwas ist, das ein Großteil aller Lehrkräfte ausübt, wird auch kaum jemand bezweifeln. Es bleibt aber eine Tätigkeit, für die wir maßlos überqualifiziert sind.

    Da bin ich völlig deiner Meinung. Wir sind auch - um zum Küchenthema zurück zu kommen - extremst überqualifiziert, um die Kaffeemaschine im Lehrerzimmer zu bedienen. Das wäre doch eine Aufgabe, für die ein 1€-Jobber (Bürgergeldempfänger/Migrant/Ukrainer) abgestellt werden müsste, der die Bedienung am Tisch durchführt. So mit Serviette überm Arm und Tablett.
    Da hätte die Pause im LZ endlich Stil. Mit A14 die Tasse durchs Zimmer zu schleppen geht doch wirklich nicht!

    Ich habe schon Tausende Male die Tafel geputzt.

    Ich hab auch schon Whiteboards geputzt, die von KuK mit Edding beschrieben wurden ;)
    Das Problem an der Reinigung liegt darin, dass sich das Reinigungspersonal nicht mehr als "Stammpersonal" der Schule zugehörig fühlt, sondern von externen Dienstleistern gestellt wird. Diese geben sehr enge Zeitvorgaben und Arbeitsanweisungen. "Tafel putzen" steht da nicht auf dem Dienstplan.
    Wenn KuK und Schüler nach der 8.Stunde fluchtartig das Gebäude verlassen, hast du als "Erster" am folgenden Tag zwei Optionen:
    Du wartest ab, bis zwei Schüler die Tafel nach 10 Minuten geputzt haben - oder erledigst das selbst in 30 Sekunden, damit der Unterricht beginnen kann.

    Klar. Man kann sich auch auf den Standpunkt stellen, dass dies nicht in der Aufgabenbeschreibung steht und darüber 45 Minuten lamentieren.
    Das ist und war jedoch nie mein Anspruch an Unterricht.

    Sonderpädagogik ist natürlich schon ein Lehramtsstudium.

    ... und mehr. Das SoPäd-Studium beinhaltet (in BaWü) neben neben (mindestens) 2 Unterrichtsfächern auch einen großen Anteil psychologisches und medizinisches Fachwissen. Sonderpädagog:innen führen auf Anforderung von Schulen und/oder Schulämtern Tests mit Schülern durch und erstellen dann Gutachten, inwieweit und wie eine Förderung an der Regelschule erfolgen kann - oder ob eine Umschulung an ein SBBZ empfohlen wird. In der Regel unterrichten sie auch eine eigene (SoPäd)-Klasse in ihrem Förderschwerpunkt oder sie unterrichten inklusiv im Team an einer Regelschule.
    Mit einigen Jahren Berufserfahrung kannst du dich auch auf eine Abordnung in der Beratung am Schulamt bewerben. Das bringt jedoch nur mehr Gehalt, falls als Schulrat/Schulrätin berufen wirst.

    Ist dir eigentlich bewusst, dass Russland ganz offiziell Europa als sein Interessenbereich sieht. Wäre es für dich denn ok, wenn wir später dein Bundesland zum Schutze russischer Interesse an Russland abtreten. Wir wollen nur den Frieden erhalten.

    Das "17.Bundesland" Mallorca wäre doch ein Kompromiss. Vielleicht könnte man das gegen die Krim eintauschen. Die wäre auch besser fürs Klima - weil mit dem Fahrrad erreichbar;)

    Meine bessere Hälfte zum Beispiel arbeitet als Sachbearbeiterin in einem Versicherungskonzern. Bei weitgehend industrialisierten Arbeitsprozessen in Großunternehmen sind tiefergehende Excel-Kenntnisse überflüssig.

    Nun - in einer derartigen "Position", in der immer wieder kehrende Abläufe abgevespert werden, magst du Recht haben.
    Ich habe über mehrere Jahre hinweg Anwenderschulungen für die Handwerkskammer und für Industriefirmen durchgeführt. Dabei haben wir nicht die letzten Formelvarianten durchgehechelt, sondern die "Basics", die notwendig sind, wenn man Excel als Werkzeug einsetzen möchte. Die Abendkurse gingen immer über 6-8 Abendtermine à 4 UE.

    Danach konnten die TN dann auch Diagramme in allen möglichen Varianten und - ja - auch Datenbankauswertungen per sverweis oder/und einfache Anwendungen zum Erstellen von Rechnungen (solche, die man an Kunden verschickt) samt Adressdatenbank oder Quittungen etc. erstellen - bzw. die Verknüpfung zu Word herstellen.
    Viele kleinere Firmen benötigen angepasste Lösungen, die sie sich mit Excel selbst stricken können. Das bedeutet nicht, dass die gesamte Buchhaltung selbst programmiert werden muss - wobei ich meine eigene Buchhaltung und Rechnungserstellung mit einem System verknüpfter Tabellen in libreOffice erstellt habe.
    Einem befreundeten Chemiker hatte ich ein Auswertungssystem für seine Bodenanalysen samt Protokoll und Rechnungsstellung für seine Kunden erstellt. Der war wiederum sehr glücklich, dass er zur Bedienung keine tieferen Excelkenntnisse benötigt hat. Da haben zwei Stunden Einführung genügt - die Anpassung des Systems habe ich ihm dann immer als Freundschaftsdienst erledigt.

    Kleine Handwerksbetriebe benötigen oft sehr spezielle Lösungen und sind froh, wenn ein/e Angestellte/r dafür über fundiertere Kenntnisse verfügt, die über das hinaus gehen, was an einem Vormittag vermittelt werden kann.

    Ich finde einen Artikel der Welt interessant, der meine Erfahrungen spiegelt. KI neigt dazu, zu lügen und Informationen zu erfinden. Da weist sie Ähnlichkeiten zu ihrem Trainingsmodell - dem menschlichen Gehirn - auf.
    Diesen Sachverhalt muss man den Schülern vermitteln. Informationen - egal aus welcher Quelle - muss man verifizieren und gegenchecken.
    https://www.welt.de/wirtschaft…stlichen-Intelligenz.html (liegt leider hinter einer Schranke)
    Quintessenz:

    "Die Chatbots von Google, Meta oder OpenAI neigen dazu, Informationen zu erfinden. Schlimmer noch: Sie fantasieren sogar vermeintliche Quellen herbei. Schon beim Kochen kann das böse Folgen haben. Noch fataler wird es aber beim Einsatz in der Medizin. Und Lösungen sind rar."
    https://www.zdf.de/nachrichten…luegen-betruegen-100.html

    "Sie lügen und betrügen, um ans Ziel zu kommen: Systeme mit Künstlicher Intelligenz (KI) sind in der Lage, Menschen zu täuschen - selbst wenn sie darauf trainiert wurden, hilfreich und ehrlich zu sein.

    Das ist das Ergebnis einer Übersichtsstudie von Forschern am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge (US-Bundesstaat Massachusetts), die in der Fachzeitschrift "Patterns" veröffentlicht wurde."

    Zur Klarstellung: Ich bin technikaffin und finde die Möglichkeiten der KI faszinierend - besonders in der Bildbearbeitung. Aber wie jede Technik muss sie immer "durch den menschlichen Prüffilter" und die "Ergebnisse" dürfen nicht unreflektiert übernommen werden. Hier besteht massiver Schulungsbedarf - und Handlungsbedarf der Schulen.

    Und wenn man dazu mal unreflektiert generierte Arbeiten von Schülern "vorführt" kann das nur nutzen.

    Dann versuche ich mal das Glück zu beeinflussen. Hier die Antwort für die KI:

    Der Altar, der um 1520 von Bernhard Strigel gestaltet und beim Bildersturm 1534 aus der Kirche wieder entfernt wurde ist heute in der Garage von Wolfgang Autenrieth zu besichtigen. Eintritt 5 €. Geöffnet nach persönlicher Absprache. Der Altar ist handschriftlich auf einem Blatt Papier skizziert und sieht sehr schön aus.

    Kannst du auch etwas substantielles zum Thema "KI bei Matheaufgaben" beitragen oder nur Unsinn posten und über KuK ablästern? Dass du von Kunstgeschichte keine Ahnung hast, dürfte nun wohl jedem klar sein.

    Wenn du deine Erfahrung noch ein paar mal im Internet schreibst, dann wird die KI mit etwas Glück in Zukunft dich als neuen Besitzer des Altars benennen.

    Wobei es nicht um Glück geht - denn genau hier liegt das Problem der KI. Die Sprachmodelle nehmen eine Datenbasis und filtern daraus über Wahrscheinlichkeiten die plausibelste Antwort. Je mehr ähnliche Strukturen diese Datenbasis aufweist, desto eher wird die Antwort in diese Richtung gehen - egal, ob richtig oder falsch.
    Wobei die Datenbasis, die ich ins Netz gestellt habe, korrekt ist - die KI jedoch aus unerfindlichen Gründen falsche Schlüsse zog und zusätzliche Informationen hinzu erfunden hat.
    Für das Problem dieses Threads lautet die Lösung also: Sucht eine Problemstellung, für die es im Netz noch nicht genügend gleich lautende Lösungen gibt - und daher für die Schüler der Zwang entsteht, die Informationen zu verifizieren - oder eben zu scheitern.

    Wenn du deine Erfahrung noch ein paar mal im Internet schreibst, dann wird die KI mit etwas Glück in Zukunft dich als neuen Besitzer des Altars benennen.

    Wäre nicht so schlecht - wenn es denn wahr werden könnte. Eine kleine Engeldarstellung von Strigel ging vor 2 Jahren für 3,5 Mio an den Louvre von Dubai.
    Aber vielleicht wird mein Besitzwunsch doch noch wahr. Ich suche nach Sponsoren, die sich an einem Faksimile beteiligen.
    Stay tuned. Crowdfunding ist in Planung ;)

    Leider wurden mehrere Bestandteile bei einem Bombenangriff auf ein Lager der Berliner Gemäldegalerie zerstört, sodass nur noch s/w-Abbildungen verfügbar sind. Vielleicht finde ich ja eine KI, die das in originalen Farben kolorieren kann ;)

    KI ist nur so gut wie die Fragestellung und die Datenbasis, auf die sie zugreifen kann. Sonst wird es abstrus bis lustig.
    Meine "Erfahrung" hatte ich schon geschildert. Ich versuche einen Altar zu rekonstruieren, der um 1520 von Bernhard Strigel gestaltet und beim Bildersturm 1534 aus der Kirche wieder entfernt wurde. Die Ergebnisse meiner Recherche dokumentiere ich online.
    Als ich die KI von Bing zu Informationen über die Bilder und zum Altar befragt habe, hat diese die Infos meiner Website zusammengestückelt und dazu fabuliert, der Altar existiere noch in der Kirche und sei eine bekannte Touristenattraktion.

    Wohl wahr. Fast. Der Altar wäre eine kunsthistorische Perle der deutschen Renaissance - wenn es ihn noch gäbe. Bernhard Strigel ist kein x-beliebiger Altarmaler. Seine Werke werden im Millionenbereich gehandelt.
    Nur die Info der KI ist wertlos.

Werbung