Beiträge von Wolfgang Autenrieth

    Wieso soll ich mir da als knapp 40jährige, schlanke und sportlich sehr aktive Person, Nichtraucherin und ohne jegliche relevante Vorerkrankung ins Hemd machen? Rein statistisch betrachtet werde ich wohl eher aufm Klo vom Blitz erschlagen, als dass ich an Covid-19 sterbe. Wenn's mich dann doch erwischt (eine Wahrscheinlichkeit über 0 % ist ja durchaus gegeben), dann habe ich halt Max-Frisch-mässig Pech gehabt.

    Genau so habe ich dich eingeschätzt. Schäm dich. Schau in den Spiegel, wenn du 60 bist. Falls du das wirst. Falls man dich lässt.

    Der vorzeitige Tod der Alten und Vorerkrankten bzw. deren absolute Isolation auf sehr lange Zeit wird bei den Lockerungen bewusst in Kauf genommen, damit die Wirtschaft jetzt wieder normal laufen kann und die Jüngeren und Gesunden jetzt wieder ein normales Leben führen können.

    Leichen pflastern euren Weg. Lebt damit und werdet alt. Vielleicht. Falls man euch lässt.

    Vermutlich habe ich zu Corona durch meine persönliche Situation eine etwas andere Ansicht (und Nähe) als andere Leute.
    Italien, die Schweiz und die österreichischen Skigebiete liegen für uns "um die Ecke". Dadurch haben wir in Bayern und Baden-Württemberg den Feldversuch bereits durchlaufen. Durch die massiven Party-Ansteckungen an Fasching und im Skiurlaub liegen bei uns die Fallzahlen viel höher. Ich lebe im ländlichen Landkreis Sigmaringen.

    Aus den beiden Webseiten für Baden-Württemberg und die Bundesländer sieht man, dass unser Landkreis mit (heute) 763/30 Erkrankungen/Todesfälle mehr Betroffene aufweist als die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern (675/17) oder Bremen (759/27).
    https://www.baden-wuerttemberg…le-in-baden-wuerttemberg/
    https://www.rki.de/DE/Content/…ronavirus/Fallzahlen.html
    https://www.focus.de/gesundhei…n-zahlen_id_11831615.html

    Berlin musste bislang 3,5 Corona-Opfer pro 100.000 Einwohner begraben. Bei uns im Landkreis sind es bislang 23 pro 100.000. In Mecklenburg-Vorpommern war es einer von 100.000.
    Da reagieren wir im Süden durchaus etwas sensibler. Falls ihr das im Norden locker nehmt, holt ihr uns noch ein - was ich jedoch nicht für erstrebenswert halte.


    Nebenbei: Schäuble meint, dass man bei den Abwägungen auch Todesfälle in Kauf nehmen müsse. Das höchste Gut sei nicht das Recht auf Leben, sondern die Menschenwürde. Nur geht diese mit dem Tod auch dahin.

    Viele Menschen - besonders aus der Kategorie "Lindner et al" erliegen dem Präventionsparadox. Je besser die Prävention vor einer Krankheit oder die Impfung gegen eine Viruserkrankung wirkt, umso weniger Erkrankte gibt es. Loggisch - ist ja auch gut so, war so beabsichtigt.


    Gleichzeitig tritt im Bewusstsein der Bevölkerung die Krankheit in den Hintergrund und es treten die Nebenwirkungen der Prävention viel stärker hervor - wie z.B. wirtschaftliche Auswirkungen, quengelnde Kinder Zuhause, Angst vor Bildungsnotstand etc., sodass die Gefahr einer massiven Zahl an Erkrankten und Todesfälle immer vernachlässigbarer erscheint. Ähnlich wie bei Masernimpfungen. Millionen werden durch die Impfung vor der Krankheit bewahrt - diskutiert werden jedoch nur noch die selten auftretenden Nebenwirkungen und allergischen Reaktionen - und der Sinn der Impfung wird angezweifelt.


    Muss Corona deutschlandweit im "Bergamo-/Brasilien-/Equador-Niveau" durchschlagen, damit die Ansteckungsgefahr, Letalität und die Auswirkungen damit verbundener katastophaler wirtschaftlicher und sozialer Folgen wieder ins Bewusstsein rückt? Welche Folgen hätte ein breit angelegter Feldversuch, bei dem auf die Vernunft der Menschen gesetzt wird und man zum normalen Leben zurückkehrt?


    Als Lehrer zweifle ich schon aus beruflicher Erfahrung an der Allgemeinverfügbarkeit von "vernunftbegabtem Denken". Auch die Verwendung von "Alltagsmasken" bei "dringender Empfehlung" vs. "Maskenpflicht" spricht gegen eine Selbstregulation durch Vernunft und Eigenverantwortung. Gestern trugen beim Einkaufen alle eine Maske. Letzte Woche war ich im Supermarkt der einzige, der sich an die dringende Empfehlung hielt.


    https://www.leitbegriffe.bzga.…hnis/praeventionsparadox/

    Nebenbei:
    Selbstverständlich sterben Menschen auch ohne Corona. In Deutschland liegen die Sterberaten durch Corona auch relativ niedrig und betreffen meist Menschen mit Vorerkrankungen. Das liegt jedoch nicht daran, dass Corona zu jüngeren Menschen freundlicher wäre und sich nur die Alten rauspickt. Der Grund für die niederen Todesraten liegt einfach daran, dass die Prävention wirkt und unser Gesundheitssystem das macht, was es soll: Es funktioniert und rettet Menschen.
    Logische Konsequenz: Wenn das Gesundheitssystem nicht mehr funktioniert, rettet es keine Menschen mehr.

    Wer trägt die Konsequenzen aus einem Großversuch?

    Auch die Behandlung von Angehörigen finde ich zu pauschal. Wenn der Ehemann oder die Ehefrau zur Risikogruppe gehört, finde ich es vollkommen ok, dass man das nicht anerkennt. Dann müssen die beiden Personen halt Abstand halten.

    Ehemann oder Ehefrau zählen in Ba-Wü nicht durch Alter zur angesprochenen Risikogruppe, sondern durch relevante Vorerkrankungen, die bei einer Ansteckung akute Lebensgefahr bedeuten könnte. Da ist die Berücksichtigung nicht pauschal, sondern mehr als ok. THINK!

    Im Großen und Ganzen sind die niedersächsischen Regelungen vernünftig und praxistauglich.

    Kann ich so nicht unterstreichen. In Baden-Württemberg wurde eine Regelung gefunden, die den Beschäftigten besser entgegen kommt.
    Alle Lehrer erhielten ein Formular, auf dem anzukreuzen war, ob man zu einer Risikogruppe A mit Entbindung von der Präsenzpflicht zählt (Schwangerschaft, relevante Vorerkrankungen wie Krebs, geschwächtes Immunsystem, Zucker, Leber- oder Lungenerkrankungen).
    Zur Risikogruppe B zählen Personen über 60 sowie KuK, die mit Menschen mit relevanten Vorerkrankungen in häuslicher Gemeinschaft leben. Auch diese sind von der Präsenzpflicht entbunden, können jedoch ankreuzen, dass sie bereit sind, den Dienst ganz oder teilweise an der Dienststelle zu versehen.

    Dazu ist kein Attest notwendig.

    Die Profis dürfen spielen, aber die Kids auf dem Bolzplatz nicht?

    Klar. Die können sich auch nicht 0,4% der Coronatests unter den Nagel reißen - wie vorgeschlagen. Klingt nicht viel. Bei geschätzt 500 Profis gegen 75 Millionen "Normalos" ist das eine schönes Beispiel zur Prozentrechnung.

    Falls 10 Millionen Tests verfügbar wären, entfallen auf die 500 Profis 40.000 Tests. Auf die restlichen 74.999.500 Menschen noch 9.960.000 Tests.

    Sind pro Profi 80 Tests. Pro "Sterblichen" 0,132 Tests. Kann man rechnen. Und nicht gut finden.

    Weshalb nehmen wir uns eigentlich nicht Schweden zum Vorbild? Dort wird auf die freie Entscheidung der Bürger vertraut und auf die Vernunft der Einwohner. Dagegen herrscht bei uns ab nächste Woche Maskenpflicht - dabei galt doch schon die ganze Zeit die dringende Empfehlung, freiwillig eine Antivirenschleudermaske zu tragen! Und nun eine Maskenpflicht? Man versteht kaum warum...


    https://www.der-postillon.com/2020/04/schweden.html

    Warum willst du Quellen von jemandem, der sich deiner Meinung nach sowieso für jegliche Diskussion disqualifiziert hast, gerade mal 2 Stunden, nachdem du dich von ihm verabschiedet hast und nicht mehr mit ihm reden wolltest?!?

    Genau deshalb. Leider kann man Wollsocken keine PN schicken. Sie wirft hier Behauptungen in den Raum, die ich gerne belegt hätte.

    Es gibt duzende valide Hinweise darauf, dass dem nicht so ist. Duzende, sogar hunderte von Schulen, die NICHT zu Infektionsherden wurden, wobei es sich beim zitierten Fall in Frankreich auch nicht um einen Infektionsherd handelte, da ja kaum was an Infektionen in die Familien getragen wurde. Es lässt sich in der Schweiz unterdessen auch anhand von Berechnungen zeigen, dass der Schulbetrieb *nicht* zu einer weiteren Steigerung der Basisreproduktionszahl beigetragen hat sondern diese im Gegenteil aufgrund von anderen Massnahmen, die getroffen wurden, sogar bei laufendem Schulbetrieb gesunken ist. In Dänemark ist der Schulbetrieb seit dem 15. April in Teilen wieder aufgenommen, dies hat NICHT dazu geführt, dass die tägliche Zahl an Neuinfektionen wieder gestiegen ist.

    Kannst du das mal bitte mit Quellen belegen?

    Das interessiert mich nicht. Ich schrieb ja schon, dass es nicht unsere Schuld ist, was in anderen Ländern schief läuft. Die Leute können einem leid tun aber auch nicht mehr oder weniger als alle, die an Hunger oder weiss der Kuckuck was jeden Tag überall in Afrika, Indien, etc. sterben. Denkst du jeden Tag an die und betrauerst die?

    Damit hast du dich als ernst zu nehmende Diskussionsteilnehmerin ins Off geschossen. Ciao.

    Kurzer Faktencheck: Knapp 6 x mehr Covid-Tote pro Kopf in der Schweiz als in Ecuador. Wenn da sich "die Leichen stapeln" liegt's wohl an was anderem. Ich bleib lieber bei den Fakten als bei unbegründeter Hysterie. Es ist nicht unsere Schuld als Deutsche oder Schweizer was anderswo in der Welt schief läuft. Zumindest nicht was Corona betrifft.

    Woran die Menschen in Equador gestorben sind, wird gar nicht mehr getestet. Deine Statistiken pro Kopf und deinen "Fakten-Check" kannst du knicken - die werden in jedem Land sowieso anders erhoben. Was zählt sind die Verhältnisse vor Ort. Kannst du googeln - falls du dir die Bilder antun möchtest. Die Quellen sind übrigens vielfältig und gleichlautend. Das sind keine Fake-News.

    Die Regierung von Equador hat beschwichtigt - nun sind 40% des ärztlichen Personals betroffen - ebenso wie die Leichenbestatter. Daher werden die Leichen in den Straßen abgelegt (nicht nur Covid-19-Tote), liegen dort tagelang, bis sie auf LKWs geworfen und in Massengräbern beerdigt werden. Von diesen Zuständen sind wir hier zum Glück entfernt. In Bergamo und Madrid waren wir in Europa sowie in New York aber schon sehr nah dran.

    Spätfolgen bei Erkrankten, die keine schweren Komplikationen haben, werden nun immer mehr dirkutiert und sind wohl wissenschaftlich belegt. Wer das verharmlost, hat den Schuss nicht gehört.

    Langsam habe ich den Eindruck, dass sich manche hier im Forum als unangreifbar und total immun ansehen. Das könnt ihr gerne denken - und ich wünsche euch allen, dass ihr das auch seid. Die Berichte über Auswirkungen von allzu laschem Umgang mit diesem Virus - (besonders erschreckend aus Equador) - und Meldungen, dass selbst bei milden Symptomen durch Covid-19-Viren Lungenfibrose und/oder Herz- und Nervenschädigungen mit Langzeitfolgen entstehen können, sollten euch etwas demütiger und vorsichtiger stimmen. Das Virus ist neu. Genaues weiß man in 2-3 Jahren. Tendenzen sind erkennbar.

    Geht respektvoll und umsichtig mit dieser Pandemie um. Wer jetzt wieder zur Party einläd und so tut, als ob das Ganze nur übereifriges/überängstliches Getue der Regierungen der ganzen Welt ist, verhält sich wie jemand, der ab sofort nur noch ungeschützten Sex praktiziert, weil er/sie bisher ja wederHIV noch ein Kind bekommen hat - und Verhütung daher nur Propaganda der Kondomindustrie zur Profitsteigerung ist.
    Kondome schützen. Alltagsmasken auch. In erster Linie nicht euch. Sondern eure Partner(in).

Werbung