Beiträge von Wolfgang Autenrieth

    Ich weiß auch gar nicht so recht, was am Wunsch nach Verschärfungen im Asylrecht so zwanghaft rechts sein soll.

    Gar nichts. Aber das Thema wird zwanghaft von Rechtspopulisten, Rechtsradikalen und Nazis als letzte Rettung der "Weißen Rasse" gegen die "Umvolkung" hochgepuscht.

    Die - sicher nicht als linke Postille bekannte - "Schwäbische Zeitung" bringt es heute auf den Punkt mit der Überschrift:

    Zitat

    "Ceuta wird zum Schlachtfeld der Ultrarechten"

    Rechtsextreme wollten Migranten in Ceuta für ihre Zwecke instrumentalisieren. Doch die Einwohner der spanischen Exklave erteilten den selbst ernannten Rettern eine klare Abfuhr und protestieren gegen die Vereinnahmung ihrer Stadt.

    (...) Die Proteste richteten sich gegen Aktivisten und Politiker der extremen Rechten Spaniens, die nach dem gewaltigen Ansturm Zehntausender Migranten nach Ceuta angereist waren. (...) Der Trupp der rechtsextremen musste unter Polizeischutz zum Hafen gebracht werden, von wo die Ultras wieder die Heimreise aufs spanische Festland antraten. (...) Die Bilder (...) gingen um die Welt. Und sie wurden binnen Stunden zu politischer Munition.
    Allen voran Donald Trump. Der US-Präsident ist längst zur ideologischen Leitfigur für große Teile der radikalen Rechten in Europa geworden. Nun griff auch er die Bilder aus Ceuta auf. Ebenso meldeten sich führende Köpfe rechtsnationaler und rechtspopulistischer Parteien zu Wort: etwa Marie Le Pen und Jordan Bardella in Frankreich, Alice Weidel in Deutschland, Geert Wilders in den Niederlanden, Nigel Farage in Großbritannien und André Ventura in Portugal.
    Die Wortwahl ähnelte sich auffällig (...)

    Für die politische Stimmungsmache waren die Aufnahmen perfekt. Dabei hat kaum noch interessiert, was danach passierte. (...)

    Wie konnten fast 70.000 Menschen dazu gebracht werden, gleichzeitig diesen Ansturm zu wagen? Cui bono?
    In Frankreich, den USA und in Deutschland stehen Richtung weisende Wahlen an.

    Quittengelee

    Ich denke Moebius will darauf hinaus, dass so eine Röntgenuntersuchung für die Hälfte der Bevölkerung verpflichtend war. Da gab es kein „Ich will aber nicht!“ Für die Röntgenuntersuchung bei der Musterung haben die Feldjäger im Zweifelsfall schon gesorgt. ...

    Röntgen-Reihenuntersuchungen mit dem Schirmbildverfahren wurden in der Bundesrepublik und der DDR bis weit in die 1960er- und 1970er-Jahre hinein routinemäßig - teils gesetzlich verpflichtend - an Millionen Menschen, darunter auch Schulkindern, durchgeführt, um unerkannte Fälle der Lungentuberkulose (TB) frühzeitig zu erkennen. Bei der damals genutzten Schirmbildphotographie wurde der Schirm mit einer Kleinbildkamera abfotografiert. Dieses Verfahren erforderte eine vielfach höhere Strahlendosis als eine normale Großformat-Röntgenaufnahme. Das Risiko strahleninduzierter Spätschäden (insbesondere Krebs und Leukämie) wurde in Kauf genommen.
    Ende der 1960er-Jahre wuchs die Kritik aus der Radiologie und dem Strahlenschutz, woraufhin die Pflichtuntersuchungen schrittweise eingeschränkt, für Kinder abgeschafft und in den 1980er-Jahren in Deutschland gänzlich eingestellt wurden.

    In den 1950er- bis 1970er-Jahren wurden in bundesdeutschen Kinder- und Jugendheimen teils systematische Medikamenten- und Impfstoffprüfungen ohne informierte Einwilligung der Betroffenen durchgeführt, die mit erheblichen Nebenwirkungen und gesundheitlichen Risiken verbunden waren.

    Bis in die frühen 1960er-Jahre standen in vielen Schuhgeschäften Röntgengeräte, mit denen Kunden und insbesondere Kinder ihre Füße durchleuchteten – eine unkontrollierte Strahlenbelastung ohne jeden medizinischen Nutzen, die später verboten wurde.

    War ja damals alles normal - könnte man doch wieder einführen. Oder besser nicht? :weissnicht:

    Wie ihr mit einem leeren Karton und einer Unterlegscheibe eine Camera Obscura bauen könnt, mit der sich die Sonnenfinsternis "indirekt" - und somit gefahrlos - betrachten lässt, habe ich für euch hier beschrieben und bebildert. Geeignet ist besonders die "Aufstülp-Kamera" ;)

    Beschrieben ist auch eine lichtstarke Camera Obscura, die einen Tageslichtprojektor "recycelt" und dessen Fresnell-Linse einer neuen Nutzung zuführt.

    Geeignet sind die Beispiele natürlich auch für den schnöden Physikunterricht, falls Optik auf dem Plan steht :aufgepasst:
    Wer im Elektrofachmarkt einen (oder zwei) gaaaaanz große Kartons ergattern kann, baut daraus eine "besitzbare Camera Obscura" für 2 Kinder. Das war der Renner in meiner Foto-AG für Grundschüler.

    Viel Spaß!

    https://wp.radiertechniken.de/werkzeuge/selbstbau-kameras/

    Ich hab mir die erste Zeit im Schuldienst alles aufgerissen was ging. Anfangs ging es an der GS auch so los. Dann habe ich mich im Fitnessstudio angemeldet und seitdem ich Sport mache geht es aufwärts.

    Ich habe so viele Impfungen und Immunisierungen hinter mir, dass mich kaum noch etwas umwirft. Wer im Schuldienst arbeitet, gibt seiner Immunabwehr die Möglichkeit, sich auf alles einzustellen, was an Viren oder Bakterien kreucht und fleucht. :top:

    Fakten statt Fake-News:

    Zitat

    Ceuta ist eine spanische Stadt an der nordafrikanischen Küste und der Straße von Gibraltar mit 83.595 Einwohnern (Stand: 2025). Ceuta gehört als spanische Exklave zur Europäischen Union, nicht aber zur NATO, und verfügt über einige Sonderrechte. Insbesondere ist es gemäß dem Unionszollkodex vom Zollgebiet der Union ausgenommen. In Ceuta gelten deshalb, wie für Melilla, als Exklave nicht die Regelungen des Schengen-Raums. Es bestehen laut Artikel 41 des Schengener Grenzkodex weiterhin eine Sonderregelung: Schengen-Kontrollen werden bei der Ausreise in Richtung spanisches Festland oder in anderen Schengen-Staaten, auf dem See- oder Luftweg, den einzigen beiden verfügbaren Wegen, Identitäts- und Dokumentenkontrollen durchgeführt. Eine illegale Einreise in eine der beiden Städte ermöglicht also keine Weiterreise in den Schengen-Raum. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ceuta

    Marokko erhebt einen Besitzanspruch auf Ceuta.

    Marokkos König Mohammed VI. hatte bereits 2021 den Rückzug der marokkanischen Grenzpolizei an der Grenze zu Ceuta angeordnet, offenbar um Druck auf Spanien und Europa auszuüben.

    Marokko ist offizieller Major Non-NATO Ally (Hauptverbündeter außerhalb der NATO) der USA. Die USA unterstützen Marokkos Anspruch auf das Gebiet der West-Sahara. Das US-Außenministerium (State Department) betont zwar regelmäßig, dass Spanien die unbestrittene Souveränität über Ceuta und Melilla besitzt, das US-Repräsentantenhauses bezeichnete Ceuta und Melilla jedoch als „auf marokkanischem Territorium gelegen“.

    Im Rahmen der Abraham-Abkommen (2020) nahm Marokko offizielle diplomatische Beziehungen zu Israel auf.

    Nach dem Beginn des israelischen Bodeneinmarsches Ende Oktober 2023 kritisierte Ministerpräsident Pedro Sánchez im November 2023 bei einem Besuch in Israel und am Grenzübergang Rafah öffentlich das Ausmaß der zivilen Opfer im Gazastreifen. Er bezweifelte öffentlich, dass Israel das internationale Humanitätsrecht einhalte, was zu diplomatischen Spannungen und dem temporären Abzug von Botschaftern führte.

    Am 28. Mai 2024 erkannte Spanien gemeinsam mit Irland und Norwegen den Staat Palästina in den Grenzen von 1967 offiziell an. Sánchez verurteilte in seiner Erklärung erneut die zivilen Opfer und forderte einen dauerhaften Waffenstillstand sowie eine Zweistaatenlösung.

    Ende Juni 2024 beantragte Spanien als erstes EU-Land offiziell den Beitritt zur Klage Südafrikas gegen Israel wegen mutmaßlichen Völkermords vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag. In dieser Frage besteht eine deutlöiche Kluft zwischen den USA und der spanischen Regierung.

    Die USA versuchen derzeit massiv Einfluss auf innenpolitische Entscheidungen und Wahlen in Europa zu nehmen.

    Ein gleichzeitig gestarteter (und letztlich von Beginn an sinnloser) Massen-Exodus wurde von interessierter Seite ausgelöst, um die spanische Regierung zu schwächen - dabei wurden bewusst Todesopfer in Kauf genommen.

    Zitat

    Diese Positionierung des US-Kongresses wird als konsequente Weiterführung der Politik gewertet, die bereits unter der Trump-Administration mit der Anerkennung der marokkanischen Souveränität über die Sahara begann und unter Biden fortgesetzt wurde. Washington signalisiert damit, dass die territoriale Integrität Marokkos ein zentraler Baustein der US-Sicherheitsarchitektur in Nordafrika ist.

    Für Spanien stellt diese Entwicklung eine diplomatische Herausforderung dar, da Madrid Ceuta und Melilla als integralen Bestandteil des spanischen Staatsgebiets betrachtet. Der Vorstoß aus Washington rückt die Enklaven nun jedoch auf die internationale Agenda und definiert sie nicht länger als rein interne spanische Angelegenheit, sondern als Gegenstand bilateraler Verhandlungen.

    Der US-Kongress hat mit diesem Bericht Fakten geschaffen, die das Gewicht Marokkos auf der Weltbühne massiv stärken. Für Marokko ist dies ein historischer Sieg seiner Diplomatie, der die strategische Allianz mit den USA auf eine neue Stufe hebt.

    Quelle: Offizielle Seite Marokkos: https://www.marokko.com/aktuelles/info…-territorium-an vom 4.Mai 2026

    Ich muss noch schnell ein paar Cyanotypien machen, bevor die Sonnenfinsternis meine UV-Lampe ausknipst :tanz:

    BTW: Makrofotografie auf Laserdruckfolie ausbelichtet und im Sonnenlicht als Cyanotypie auf Fotopapier für Tintenstrahldrucker kopiert. Entwickelt im Wassereimer.

    Es hat aber niemand behauptet, dass es nun gar nichts mehr gäbe. Das was es jetzt gibt, hat allerdings Null Komma Garnix damit zu tun, ob die Lehrkraft ein Arbeitszimmer hat. Insofern: "Für das Arbeitszimmer" gibt es tatsächlich nichts mehr. Für die Arbeit zu Hause aber schon.

    Danke für die Erklärung. Es ist Wortklauberei. Zuvor haben Lehrkräfte Zuhause im Arbeitszimmer/ Büro gearbeitet. Nun arbeiten Lehrkräfte im "Homeoffice". Die Verbesserung für die KuK besteht nun darin, dass kein eigenständiges Zimmer mehr nachgewiesen werden muss. Dadurch verschwindet jedoch in vielen "Lehrkräftehaushalten" das Arbeitszimmer/ der Heimarbeitsplatz nicht. Wer ein Arbeitszimmer besitzt, bekam 1250 € anerkannt - mit Nachweis. Nun werden 1260 € für das "Homeoffice" anerkannt. Priml. Der Anglizismus macht den Unterschied.
    Dass hier manche KuK ein solches Fass aufgemacht haben, nur um mich beschimpfen zu können, finde ich witzig traurig. Funktioniert ja auch gut aus der Anonymität heraus. Die X-Kultur lässt grüßen.:uebel:

    BOT:
    Die Homeoffice-Pauschale kann auch an Tagen in Anspruch genommen werden, an denen man NICHT zuvor in der Schule war. Wenn man krank Zuhause ist, bedeutet dies ja nicht immer Untätigkeit. Zudem verfasst man in den Ferien Stoffverteilungspläne, schreibt Gutachten, ordnet Unterrichtsmaterialien - die Arbeit erledigt sich ja nicht von selbst. Ist man 2 Wochen krank, werden diese Tage in der unterrichtsfreien Zeit MEHR als genug abgearbeitet - dies besagt schließlich auch die Berechnung unserer wöchentlichen Arbeitszeit mit (Ba-Wü) 41 Zeitstunden und 30 Urlaubstagen. Ein großer Teil der "Ferien" ist Arbeitszeit - und da werden Krankheitstage auch nachgearbeitet. Basta. Da soll der Finanzbeamte nachweisen, dass man NICHT auf 210 Arbeitstage im Homeoffice kam.

    Abwarten. Was mit den vielen tausend Jugendlichen oder Nichtmarokkanern passieren soll, die man nicht zurückschicken kann und die dort jetzt erstmal festhängen, weiß noch niemand so recht.

    Bleib auf dem Teppich und bei den Zahlen. Die Behörden und das spanische Jugendministerium melden derzeit noch zwischen 1.200 und knapp 1.350 unbegleitete Minderjährige vor Ort.
    https://www.migazin.de/2026/08/09/min…ik-und-marokko/
    Die "vielen Tausend" sind maßlos übertrieben.

    Die erwachsenen Menschen wurden fast alle schnell zurückgeschickt, aber bei Minderjährigen ist das faktisch verboten. Ein engmaschiges Netz aus nationalen spanischen Gesetzen und internationalen Abkommen untersagen unmittelbare Abschiebungen (sogenannte Pushbacks) Minderjähriger, da das Kindeswohl obenan steht.

    Abgesehen davon, dass KI nicht "zusammenfasst", steht in deinem Text doch alles erklärt. Natürlich hat sich etwas geändert: es gibt eine Pauschale fürs Home-Office, Lehrkräfte können jedoch kein Arbeitszimmer mehr geltend machen. Aber das wurde doch auch schon tagelang von mindestens 5 Personen erklärt:weissnicht:

    Es wurde erklärt, dass es nichts mehr für das Arbeitszimmer gäbe. Nur weil das nun anders heißt, ändert sich am Sachverhalt nix. Vorher waren es max. 1250 € pro Anno, nun sind es 1260 € für den häuslichen Arbeitsplatz. Vorher musste man alles klein-klein nachweisen, das entfällt nun.

    BTW: Wem höhere Kosten für das häusliche Arbeitszimmer entstehen, sollte bei Deckelung auf 1260 € Widerspruch einlegen. Die "Klarstellung" des BMF ist nicht in Stein gemeißelt. Sie widerspricht dem Gleichstellungsprinzip. Einem selbständigen Versicherungsvertreter wird das Arbeitszimmer voll anerkannt - obwohl er doch die meiste Zeit auf der Straße oder bei der Kundenaquise verbringt. Ist nun sein Fahrzeug sein eigentlicher Arbeitsplatz?

    Der Fall von MarieJ entspricht der derzeitigen Rechtslage. Im Prinzip ändert sich nichts zur vorherigen Deckelung des maximalen Absetzbetrages für das Arbeitszimmer - und es wurde "nur" verwaltungstechnisch vereinfacht.

    Zusammengefasst mit Hilfe der KI:

    Durchaus… und wahrscheinlich auch für die Ankunft der 60-75.000 Migranten in Ceuta vor ein paar Tagen. Belarus und andere Staaten hatten ja gedroht Europa mit Flüchtlingen zu fluten, sollte Europa sich in die Spezialoperation einmischen. Sowas nennt sich „asymmetrische Kriegführung“.

    Es ist vor allem eine willkommene "Nebelkerze" auf die im Sommerloch von interessierter Seite gerne reagiert wurde.
    Ceuta ist eine autonome Exklave Spaniens in Nordafrika. Somit gehört sie politisch zu Spanien und zählt damit offiziell zum Schengen-Raum. In der Praxis gilt dort jedoch eine Sonderregelung: Die Grenzkontrollen von Ceuta nach Spanien sind strikt und durch Schengen nicht aufgehoben - obwohl man von "Spanien nach Spanien" reist. Wenn man von Ceuta aus auf das spanische Festland (oder in ein anderes Schengen-Land) reisen will, muss eine vollständige Pass- bzw. Ausweiskontrolle durchlaufen werden.

    Grund: Marokkanische Staatsbürger aus der angrenzenden Provinz Tetouan dürfen wegen eines Abkommens visumfrei nach Ceuta einreisen. Um zu verhindern, dass Personen ohne Schengen-Visum von dort weiter nach Festland-Europa reisen, führt Spanien an den Häfen und Flughäfen von Ceuta strenge Ausreisekontrollen durch.
    Ceuta gehört zwar zum Schengen-Raum, aber die effektive Schengen-Außengrenze liegt für Reisende Richtung Europa praktisch erst "hinter" der Ausreise aus Ceuta.

    Viel Gebrüll um wenig Substanz.

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