Beiträge von Wolfgang Autenrieth

    Was mich kürzlich bezüglich Uhrzeit erschreckt hat:
    Ein Schüler (6. Klasse) fragte mich kürzlich nach der Uhrzeit. Mein Antwort: "Halb 2." Damit konnte der Schüler nichts anfangen, ihm war das "halb" kein Begriff. Ich musste "13.30 Uhr" sagen, damit er die Uhrzeit verstand. Ich denke, das ist auch eine Folge der digitalen Zeitangabe. Aus der Zeigerstellung erschließt sich das "halb" noch intuitiv, bei "13.30" nicht mehr.

    Sarek

    Dann frag mal jemand, wann drei Viertel Fünf ist ;)

    Dieser Rat ist schlichtweg Quatsch und im Gegenteil sogar kontraproduktiv:

    https://bgn-branchenwissen.de/praxishilfen-v…andschuhe-keine

    Die Schüler tragen die Handschuhe ja nicht den ganzen Tag. Kontraproduktiv ist der Rat sicher nicht.
    Kontrollierst DU, ob deine Schüler, die Dienst am Pausenkiosk haben, sich die Hände gewaschen haben?

    Das Kultusministerium und die Gesundheitsämter in Baden-Württemberg verlangen in der Regel einen schulspezifischen Hygieneplan. Schüler, die regelmäßig mit Lebensmitteln arbeiten, benötigen eine Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) durch das Gesundheitsamt. Dort wird gelehrt, dass Handschuhe optional sind, sofern die Handhygiene (Waschen/Desinfektion) strikt eingehalten wird.
    In dem von dir angegebenen Link, der für ganztägige Tätigkeit gilt, steht:

    Zitat

    An Frischetheken ist schon fünf Minuten nach Umgang mit Fleisch, Wurst und Käse auf verschiedenen Oberflächen eine sehr starke Anreicherung von Bakterien feststellbar. Untersuchungen der Arbeit mit und ohne Handschuhe ergaben keinen Unterschied zwischen der Besiedelungsstärke

    Wolfgang Autenrieth es geht nicht um das Bestehen des Refs sondern um die Probezeit danach bei der Verbeamtung auf Lebenszeit.

    Ich hatte mich dabei auf die Bemerkung von Chilipaprika bezogen, die Bezug auf das Referendariat genommen hatte..

    Bei der Probezeit gilt doch exakt dasselbe grundlegende Prinzip. Es geht um die Einstellung in den Staatsdienst. Eine Tätigkeit an Privatschulen ist nicht an das Referendariat oder an das Bestehen der Probezeit als Beamter auf Widerruf gebunden.

    Es einen Unterschied. Wenn man die Probezeit nicht besteht, kann man die Entscheidung anfechten. Ich vermute sogar, dass eine Tätigkeit als Angestellte/r sogar an einer öffentlichen Schule möglich wäre, weil es bei der Probezeit um die Verbeamtung - und nicht um die Aberkennung des 2.Staatsexamens geht.
    Wer jedoch das Ref auch in der Wiederholungsprüfung nicht bestanden hat, ist aus dem Staatsdienst draußen.

    Nachtrag - wie immer wieder gerne per KI Gemini generiert. Wen es nicht interessiert, der muss es ja nicht lesen. Daher der "Spoiler" ;)
    In folgenden Berufen ist ein Referendariat bzw. Vorbereitungsdienst vorgesehen:

    Spoiler anzeigen

    1. Klassische Referendariate (Höherer Dienst)

    In diesen Berufen ist das Referendariat die Voraussetzung, um die staatliche Abschlussprüfung (2. Staatsexamen) zu erlangen und damit die volle Berufsqualifikation zu besitzen.

    • Lehramt: Nach dem Master/Staatsexamen folgt das pädagogische Referendariat an Schulen. Erst mit dem Abschluss ist man "vollwertige" Lehrkraft.
    • Rechtswesen: Juristen absolvieren den zweijährigen Vorbereitungsdienst bei Gerichten, Staatsanwaltschaften und Behörden, um "Volljurist" zu werden. Dies ist die Voraussetzung für Richter, Staatsanwälte und den höheren Verwaltungsdienst.
    • Technischer Höherer Dienst: Hierzu zählen Fachrichtungen wie Architektur, Bauingenieurwesen, Städtebau oder Vermessungswesen (Landespflege).
    • Forstdienst: Forstliche Hochschulabsolventen müssen das Forstreferendariat durchlaufen, um später Forstämter leiten zu können.
    • Bibliothekswesen: Für die Leitung großer wissenschaftlicher Bibliotheken ist ein Bibliotheksreferendariat üblich.

    2. Vorbereitungsdienst im Gehobenen Dienst

    Im gehobenen Dienst ist der Vorbereitungsdienst oft direkt in ein Duales Studium integriert. Die Anwärter sind bereits während des Studiums Beamte auf Widerruf.

    • Gehobener Verwaltungsdienst: Studium an einer Hochschule für öffentliche Verwaltung (Diplom-Verwaltungswirt oder Bachelor of Laws).
    • Polizei & Kriminaldienst: Die Ausbildung findet an Polizeifachhochschulen inklusive langer Praxisphasen in den Revieren statt.
    • Finanzverwaltung: Studium an einer Norddeutschen Akademie für Finanzen oder ähnlichen Einrichtungen (Diplom-Finanzwirt).
    • Justizvollzug & Rechtspflege: Ausbildung für die Arbeit in JVA-Leitungen oder als Rechtspfleger an Gerichten.

    3. Sonderfälle: Wetterdienst und Archivwesen

    Auch in spezialisierten Nischen ist der Vorbereitungsdienst die Regel:

    • Meteorologie: Beim Deutschen Wetterdienst (DWD).
    • Archivwesen: Ausbildung zum wissenschaftlichen Archivar.

    Bist du dir da sicher? Das fände ich krass...
    Diejenigen, die das Ref endgültig nicht bestanden haben, dürfen auch nicht als Angestellte arbeiten,...

    Privatschulen oder Schulen in der Schweiz dürfen einstellen, wen sie für qualifiziert erachten - oder für den sie gerade Bedarf haben.
    Im öffentlichen Dienst ist das Nichtbestehen des Refs ein Ausschlusskriterium.
    Das liegt an der "Konstruktion" des Referendariats:
    Mit Studienabschluss ist man examinierte Lehrkraft. Habe fertig. Juhu!

    Wer jedoch im Staatsdienst arbeiten möchte muss die "Aufnahmeprüfung" in den Staatsdienst bestehen - und die steht am Ende des Referendariates (bzw. des "Vorbereitungsdienstes"). Dieses wird als "Beamter/Beamtin auf Widerruf" abgeleistet.
    Hat man das Referendariat nicht bestanden, wurde bewiesen, dass man für den Staatsdienst als nicht geeignet erachtet wird.
    Das ist kein Ausschlussgrund für andere Arbeitgeber - obwohl manche es als hilfreich ansehen, weil dadurch bereits Praxiserfahrungen gesammelt wurden.
    Mit einer Verlängerung wegen Elternzeit und damit verbundener Nachteile und Mehrbelastung gegenüber "normalen" Referendaren kann ein Nichtbestehen auch plausibel begründet werden.

    Hygienevorschrift No.1:Alle Waren müssen sich hinter einem Spuckschutz befinden. Das kann eine Acrylglasplatte sein.
    Hygienevorschrift No.2: Das Verkaufs"personal" darf Nahrungsmittel nur mit Einmalhandschuhen anfassen, diese dürfen auch keinen Kontakt zum Bargeld bekommen. Seit Corona sind die Regeln da streng und auch nachvollziehbar. Daher teilen sich mindestens zwei Personen die Warenausgabe und Kasse.

    Für alle Verkaufstätigkeiten ist die IHK der zuständige Ansprechpartner. Dort gibt es auch Personen, die Auskunft über die Regelung einer Schülerfirma geben können.

    Zusatzregel 1: Konkurrenzverbot. Eine Schülerfirma darf keine Waren anbieten, die in Konkurrenz zum örtlichen Handel treten. Ein Pausenkiosk gehört jedoch nicht in diese Kategorie - es sei denn (was wohl ausgeschlossen werden kann), dass sich an der Schule eine Filiale einer Bäckerei befände.

    Zusatzregel 2: Die Schülerfirma darf nicht gewerblich tätig werden, der Bildungszweck muss im Vordergrund stehen. Es dürfen keine "Schwarzen Kassen" geführt werden. Hier hilft die Zusammenarbeit mit einem Schulförderverein, der auch bei der Finanzierung der Klassenfahrt sinnvoll ist.

    Ich hatte einige Jahre das Projekt "Schülerfirma" im Rahmen eines Fächer übergreifenden Unterrichts in Wirtschaftslehre, Technik, Kunst und Informatik durchgeführt. Als Klassenlehrer hat man da flexible Möglichkeiten.
    In Wirtschaftslehre haben wir die verschiedenen Bereiche eines Betriebes abgebildet: Betriebsleitung, Einkauf, Warenwirtschaft, Buchführung, Verkauf, Marketing, Lagerhaltung ... Technik war die "Produktionsabteilung" und für die Herstellung des Verkaufsstandes , für die Buchführung war Informatik mit Kalkulation und Bildbearbeitung für Marketing zuständig.
    Infos, Linkhinweise und Erfahrungen findest du hier:
    https://www.autenrieths.de/schuelerfirma.html

    Eben. Aber die Information, dass "Hexenmehl" in der historischen Literatur zur Radierung erwähnt wird und sich dort gerade NICHT auf Bärlappsporen bezieht, findet sich in der WP nicht. Falls ich mal viel Zeit habe, ergänze ich das vielleicht - wie bereits zahlreiche andere Artikel.
    Und ja - ich kenne mich da aus. Mein Buch hat den Untertitel "Vom Hexenmehl und Drachenblut zur Fotopolymerschicht" ;)

    Spannend, wie alle alles kacke finden können. Ich bin auch gespannt, wieviele hier noch die Keilschrift beherrschen, ein Grammophon reparieren können, T9 auswendig können oder den aktuellen Brockhaus im Regal stehen haben.
    Pfui Entwicklung...

    Vermutlich hatte ich bereits vor dir eine interaktive Tafel im Klassenzimmer.
    BTW: Selbst gebaut. Glaubst du nicht? Doch. Funzt mit der Wii-Handbedienung der Nintendo-Spielkonsole.
    Die Anleitung dazu hatte ich bereits 2009 ins Netz gestellt. Heise hatte dann in 'Make' 2020 einen Artikel dazu veröffentlicht.
    https://www.autenrieths.de/schwabenboard.html

    Nebenbei: Bei mir steht sogar noch der zwölfbändige "Große Brockhaus" aus dem Jahr 1953 samt 2 Ergänzungsbänden im Regal. Da stehen Sachen drin, die heute kaum mehr jemand weiß. Zum Beispiel Infos über 'Hexenmehl' und 'Drachenblut' - das in historischer Literatur erwähnt wird und das ich zur Herstellung meiner Radierungen benötige.

    'Hexenmehl' ist pulverisiertes Harz - auch 'Kolophonium' genannt. Im Internet werden Bärlappsporen so benannt - die jedoch nur eine Gemeinsamkeit mit Kolophonium besitzen:
    Wenn man das Pulver in die Flamme wirft, gibt es eine imposante Staubexplosion - daher "Hexenmehl"
    'Drachenblut' ist das rote Harz der Dracanea-Palme und wird für die Herstellung von (Abdeck-) Lacken verwendet
    Die alten Schinken sind schon noch nützlich. Als unsere Lehrerbibliothek modernisiert wurde, hatte ich den Meter Buch vor dem Container bewahrt. :top:

    Nachtrag: Vermutlich könnte ich auch ein Grammophon reparieren. Das ist ja keine Raketenwissenschaft. Zudem habe ich die Lehrbefähigung für das Fach 'Technik'.

    ... woher der Ausspruch "Das geht auf keine Kuhhaut" stammt?
    Das ist ein geflügeltes Wort in Oberschwaben, das seinen Ursprung (auch) von der Klosterinsel Reichenau im Bodensee hat. Dort gibt es in der St.Georgskirche Reichenau ein Fresko aus der Zeit um 1300. Dargestellt ist der Teufel, wie er alle Sünden notiert, um beim jüngsten Gericht das Urteil sprechen zu können. Er schreibt dabei auf Pergament – auf Ziegen-, Schaf- oder Kuhhaut.
    Falls die Sünden zu zahlreich sind, bleibt auf dem Pergament kein Platz mehr - "es geht nicht mehr drauf".

    Eigenes Foto.

    ... wie man zu Wohlstand kommt?

    Zitat

    Hört man im Frühjahr den Kukuk das erste Mal schreien ...
    ... so soll man seinen Geldbeutel rurlen, und das ganze Jahr hat man Geld darin.
    Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 124. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004563107

    Eine meiner Tätigkeiten im Ruhestand ist, die Sagensammlungen des 19.Jahrhunderts zu durchstöbern und die Sagen, Brauchtum und Volksglauben den Orten Oberschwabens zuzuordnen.
    Bislang habe ich bereits mehr als 600 Sagen eingepflegt:

    https://oberschwabenschau.info

    Es ist interessant, welche Orte man kennenlernt und welche Vorstellungen die Menschen noch vor 150 Jahren umgetrieben haben. In manchen Sagen und Volksglauben ist auch erkennbar, wie der Holocaust entstehen konnte. Immer wieder blitzt dort Verachtung und Hass auf juden hervor. Die Juden waren in den vergangenen Jahrhunderten das, was die Migranten heute in der Vorstellung verquerer Hirne sind. Times are NOT changing. Wehret den Anfängen.

    Unpassend unfreundlich bist eigentlich nur du selbst geworden, der Link zum Dunning-Kruger-Effekt kam von dir. Also damals, im Mai 2025.

    Der Link zum DK.Effekt war nicht herablassend, sondern so gemeint, wie dieser Effekt definiert ist:

    Zitat

    Dunning-Kruger-Effekt bezeichnet die kognitive Verzerrung im Selbstverständnis inkompetenter Menschen, das eigene Wissen und Können bezüglich eines bestimmten Bereiches zu überschätzen.

    s3g4 und andere aus den "höheren Schularten" äußern sich immer wieder herablassend über die Arbeit der Grundschulkolleg*innen - obwohl sie in dieser Schulart nicht unterrichten und daher in diesem Bereich zu Recht als "inkompetent" bezeichnet werden können. Das ist keine Beleidigung, sondern eine Tatsachenfeststellung. Unpassend unfreundlich bist du - aber das bin ich von dir gewohnt. EOD.

    An einer Grundschule würde ich wahrscheinlich nach ein paar Stunden nur noch wippend in der Ecke sitzen.

    Vielleicht nicht ganz 🤣 vielleicht würde ich es auch überleben. Ich passe da aber einfach überhaupt nicht hin, es würde mir gar keinen Spaß machen. Zu viele Regeln, Rituale, Spielchen, Hausaufgaben, Eltern 🤮 etc. Das ist nix für mich.

    Mein Beileid 🙃

    "Wippend in der Ecke zu sitzen" lese ich als Ausdruck von Langeweile. Auch "Regeln, Rituale, Spielchen, Hausaufgaben, Eltern" hört sich herablassend nach "Kinderkram" an. Genauso wie der mangelnde "Spaß", der sich als intelektuelle Unterforderung liest.
    Vielleicht kann man den Post auch anders lesen - mir fällt es schwer. Aber vielleicht liegt es ja doch daran, dass ich intelektuell überfordert und geistig eingeschränkt bin.:autsch:

    Schüler können nerven.

    Daswarschonimmerso.

    Manchmal kommt der Dank spät. Gerade bin ich über ein Gedicht "gestolpert":

    Den Begriff "Underdog" kannte ich bislang nur als Bezeichnung für einen unterschätzten Menschen oder einen Fußballverein, der plötzlich doch gewinnt.
    Es ist jedoch auch die "Berufsbezeichnung" für einen Nutzhund, der in der Küche "gearbeitet" hatte. Er arbeitete im "Hamsterrad".

    Zitat

    Als Turnspit Dog (englisch für „Drehspießhund“) wird ein Hundetyp bezeichnet, der speziell zum Drehen eines Bratenspießes mittels einer Tretmühle gezüchtet wurde. Andere Namen für den Turnspit Dog sind Kitchen Dog, Cooking Dog, Underdog, Vernepator und Küchenhund (deutsch). Im allerersten englischen Hundebuch von 1516 wird er unter dem Namen Turnespete geführt.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Turnspit_Dog


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