Beiträge von Wolfgang Autenrieth

    In einer idealen Wunschwelt müssten Lehrkräfte überhaupt nichts selbst bestellen oder kaufen, sondern es gäbe an jeder größeren Schule (an kleinen Schulen könnte es vielleicht die Lösung geben, dass eine solche Fachkraft für zwei Schulen zuständig ist) eine kaufmännische Assistenz, die solche Aufgaben übernimmt, sodass (um mal das Beispiel zu bedienen) Lehrkräfte gar nicht darüber nachdenken müssen, dass genug rote Stifte da sind, da die Assistenz diese rechtzeitig und in ausreichender Menge besorgt hat.

    Was für den Sachaufwandsträger den Vorteil hätte, dass Rabatte ausgehandelt werden können.
    Nachteil für die Lehrkraft: Es gäbe eine zusätzliche bürokratische Instanz, auf deren Reaktion gewartet werden muss.

    Und d.h. (II) auch, dass ich dein "Geschwafel" kritisiere, das versucht, Kritik nicht nur zur Randständigkeit marginalisierend zu verklären ("wie viele Kritiker sind es"), sondern insb., dass du kategorisch deren 'Unabhängigkeit' (was auch immer das konkret bedeuten soll) in Zweifel ziehst, dich im framing der Kritik als ausschl. AfD-seitig ("alle in der AfD") devalvierst (nach dieser 'Logik' ist dann wohl auch das LG Berlin II AfD-affin). Das ist es, was ich meinte, als ich schrieb, dass "[i]ch [...] es ja immer amüsant [finde], wenn man das macht u./o. befürwortet, was man anderen vorwirft, und es nicht merkt (hier z.B. Rationalisierungsversuche, Rabulistik etc.), selbst wenn man mit der Nase draufgestoßen wird" - oder: Was du machst, machen Teile der Gegenseite ja exakt genau so; Kritik nicht argumentativ-inhaltlich adressieren, sondern Kritiker mittels Kontaktschuld, appeal to motive, verquerem/-zerrtem argumentum ad numerum u.ä. devalvieren. Mithin, dein Zweizeiler gg. mich fällt ja exakt in dieses Schema.

    Klasse formuliert! Ka[nn]st du mal bitte den Prompt posten, mit dem du die KI fütterst, damit sie dir ein derartiges Geschwafel formuliert? Das ist schon fast perfekt!

    Muss ich da ein ganz normalen Dienstreiseantrag stellen? Meine Schulleitung sagt immer "Einfach machen, das Ganze bürokratische Zeug braucht man gar nicht, die paar Cent Fahrtkosten, da lohnt sich das Schreiben nicht."

    Für die SAL lohnt sich das nicht. Das ist zusätzlicher bürokratischer Aufwand.
    Aber für DICH lohnt es sich im Falle eines Falles auf jeden Fall. Zudem hast du darauf einen Rechtsanspruch. Dienstfahrt ist schließlich Dienstfahrt und kein Privatvergnügen.
    Zudem: Bei 10 Kilometer kommen mit 30 ct. um die 3 € zusammen. Diese Kugel Eis sollte der SL deine Mühe als Entschädigung wert sein ;)

    Meine Stadt hat mit beiden lokalen Baumärkten einen Vertrag. Ich darf dort ohne Bezahlung für die Schule einkaufen, die Rechnung geht an die Stadt.

    Genauso. Wie die Stadt und der Förderverein das anschließend untereinander verhandeln ist deren Sache. In den Schulen, an denen ich tätig war, gab es im Sekretariat einen Einkaufsberechtigungsschein als Ausweis. Auch für den Großmarkt
    FrauHase
    Die Fahrten zum Baumarkt sind Dienstfahrten. Lass' dir die Fahrt als Dienstfahrt von der SL genehmigen und stelle anschließend einen Antrag auf Erstattung der Dienstreisekosten. Das mag sich nach Peanuts anhören - doch nur auf diese Weise bist du auf der Beschaffungsfahrt versichert und falls dir der Hammer dabei auf den Zeh' fällt, ist es ein Dienstunfall. Klingt nach Peanuts. Kann jedoch auch der Mittelfußknochen sein. Oder eine Querschnittslähmung, falls dir ein Depp mit dem Fahrzeug in deines knallt.

    Tja, Wolfgang, wenn du hier so altes Zeug auskramst, darfst du gerne auch darstellen, wie sich die Tradition fortentwickelt hat. Ich erlaube mir hier den Hinweis auf das diesjährige Fest.

    Komm einfach nach Bad Saulgau; es lohnt sich.

    https://www.baechtlefest-badsaulgau.de

    Vielleicht freut es dich ja, wenn du siehst, was ich bislang zu Saulgau "rausgekramt" habe. Es lohnt sich ;)
    https://oberschwabenschau.info/landkreise-und…48-bad-saulgau/

    Möglicherweise unterhalten wir uns auch einfach mal in der Therme über alte Zeiten und Geschichten :baden:

    Ich, Boomer par excellence, beschäftige mich nun mit historischen Sagen, Mythen, Gebräuchen und Geschichten meiner Region.

    Ab und an kommt mir auch etwas Pädagogisches unter die Maus, was ich euch nicht vorenthalten möchte - wie diese Beschreibung des Bächtele-Festes aus Bad Saulgau:

    Als Beamter hat man den Riesenvorteil abgesichert zu sein.

    Das ist die Entschädigung dafür, dass man im "besonderen Dienst- und Treueverhältnis" manche Kröte schlucken muss. Zudem sind die Belastungen hoch. Die Tätigkeit im Unterricht wird oft mit der Tätigkeit und Belastung von Fluglotsen verglichen.

    Statistisch gesehen scheidet jede vierte Person in Deutschland vor dem regulären Renteneintritt zumindest zeitweise aus dem Beruf aus.

    Zitat

    Lehrerinnen und Lehrer tragen ein überdurchschnittlich hohes Risiko. Je nach Auswertung der Versorgungswerke und Versicherer wird rund jede dritte Lehrkraft im Laufe des Berufslebens vorzeitig dienst- oder berufsunfähig.

    Der "Lehrer-Faktor": Während in Handwerksberufen Unfälle und körperlicher Verschleiß dominieren, ist das Risiko bei Lehrkräften vor allem durch den extrem hohen psychischen und emotionalen Druck (Burnout, Depressionen, chronischer Stress) sowie die konstante Stimmbelastung und Infektionsrisiken erhöht. (KI Gemini)

    @Ragnar Danneskjoeld Zähle auf drei. Die Chancen auf deinen persönlichen "Jackpot" stehen nicht schlecht. Den Jackpot kannst du dann in den Umbau deiner Wohnung, für Therapien oder nicht übernommene Kur- und Heilkosten investieren. Oder du verschwindest nach Thailand und genießt dort deinen Vorruhestand und die verbleibenden Lebensmonate.
    Vielleicht bekommst du auch einen tollen Job in der Schulbehörde und darfst dort Akten und Anträge bearbeiten. Oder in der Telefonzentrale Gespräche vermitteln - falls deine kognitiven Fähigkeiten das noch zulassen. Das Tolle daran: Du hast genau 30 Tage Urlaub! Kein Stress mehr mit zu hohen Preisen in Ferienzeiten.

    Schreiben finde ich auch hilfreich beim Vokabellernen. Allgemein, je mehr Sinne beim Lernen involviert sind, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass es die Vokabeln am Ende ins Langzeitgeständnis schaffen.

    Sehr richtig. Das wussten bereits unsere Vorfahren, die auf diese Weise Grundstücksgrenzen im kollektiven Gedächtnis verankerten.
    Wie Marksteine "vermerkt" wurden:

    Zitat

    Früher war es Sitte, bei Setzung oder Veränderung der Marken nebst den erwachsenen Zeugen auch eine Anzahl Buben mitzunehmen, die, falls die Alten längst verstorben, Zeugnis von dem feierlichen Akte geben. Es wurde nun bei einzelnen Plätzen einem der Knaben eine tüchtige Ohrfeige gegeben, oder wurde er tüchtig von hinten bearbeitet, oder an den Ohren geschüttelt, oder bekam er einen tüchtigen Nasenstüber, lauter Merker für die Buben, wenn später mal Markstreitigkeiten entstunden. Diese Merker galten statt der Urkunden, denn die Buben merkten sich's wohl, wo ihnen etwas passiert. Die Lexa ripuaria: cum duodecim pueris accedat ... et unicuique de parvulis alapas donet et torqueat auriculas.

    Vgl. »§ 1. Der allgemeine Markungs-Umgang solle alle 3 Jahre oder nach Beschaffenheit derer Markungen und Umstände, jedoch, dass dadurch nichts verabsäumet werde, zur Ersparung der Kosten, auch in noch mehreren Jahr nur einmal, vorgenommen werden.

    § 2. Der Ordinari-Untergang aber hat jährlich zwei Mal, nämlich zur Frühlings- und Spätlingszeit, ins Feld zu gehen, dabei besonders auf die Allmand-Güter und Weg-Steine zu sehen und wo etwas vorfället oder abgehet, es in Richtigkeit zu setzen.«

    Ordnung für die Communen, auch deren Vorsteher und Bediente in dem Herzogthum Würtemberg. Ludwigsburg Ch. F. Cotta (1758).
    Quelle: Birlinger, Anton: Sitten und Gebräuche. Freiburg im Breisgau 1862, S. 196-197. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004575741

    :aufgepasst:

    Anmerkung: Zu jener Zeit gab es noch keine Grundbücher und Vermessungsdaten.
    Durch den Schmerz und den Schreck sollten sich die Kinder auch Jahrzehnte später – wenn die Erwachsenen längst gestorben waren – noch ganz genau an diesen Tag und den Vertragsabschluss erinnern. Als Entschädigung gab es für die Kinder danach meistens noch ein paar Münzen oder Süßigkeiten.

    Wolfgang, ich kenne die beiden. Wirklich gut. Glaub mir doch einfach, ihnen geht es aktuell gut und deutlich besser als sie noch im Dienst waren. Die ca. 3k (aktuell leicht drunter, aber nach anstehender Solderhöhung dann leicht drüber) brutto sind übrigens nicht überzogen. Genau das hat mir der Versorgungsrechner ausgespuckt. Und jetzt?

    Es geht um die "maßgebliche ruhegehaltsfähige Dienstzeit". Falls du mit 40 dienstunfähig wirst, hast du schlicht noch nicht genügend Jahre abgedient. Deine Berechnung geht wohl davon aus, dass die Dienstunfähigkeit kurz vor der Regelaltersgrenze eintritt.
    Geschenkt gibt's nichts. Auch nicht für Beamte. Aber du kannst es ja drauf ankommen lassen. Ich kenne KuK, die mit der Mindestversorgung auskommen müssen. Die liegt zwar über der Durchschnittsrente. Man darf jedoch Lehrkräfte nicht mit ungelernten Hilfskräften gleichsetzen, die halbtags am Band gearbeitet hatten.

    Ich kenne mehrere Kollegen in Frühpension, denen es JETZT blendend geht. Die wurden nämlich DURCH den Beruf krank. So war das gemeint.

    Im Schwäbischen gibt es ein Sprichwort:
    "Mr sieht immer nur dranna."
    Kennst du wirklich deren wahre Krankheitsgeschichte? Wegen Burnout kommt man nicht in die Frühpensionierung. Deine Zahl mit 3 K Pension ist zudem überzogen.

    Wie hoch liegt die Mindestversorgung?

    Zitat
    • Die Regel: Sie beträgt 35 % deiner letzten ruhegehaltsfähigen Dienstbezüge.
    • Beispiel (A 13): Liegt das ruhegehaltsfähige Bruttogehalt (je nach Erfahrungsstufe und Zulagen) beispielsweise bei rund 5.200 €, liegt die amtsabhängige Mindestversorgung bei etwa 1.820 € brutto.

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