Lehramt Förderschule (Uni Gießen) – Fächerwahl

  • Hallo zusammen☺️👋,

    ich plane, zum Wintersemester 2026/27 Lehramt an Förderschulen an der Universität Gießen zu studieren und komme aus Hessen.


    Bei der Fächerwahl interessieren mich insbesondere Englisch, Geschichte und Arbeitslehre. Englisch und Geschichte habe ich aktuell als Leistungskurse. Mathe und Deutsch würde ich ungern wählen, da dies meine schwächsten Fächer sind und ich kein Fach studieren möchte, in dem ich mich selbst unsicher fühle :)


    Dazu habe ich einige Fragen:


    1. Wie schätzt ihr die Einstellungschancen im Förderschulbereich ein, wenn man Geschichte als Unterrichtsfach studiert? Ist es tatsächlich ein Nachteil, da es kein klassisches Hauptfach ist?
    2. Wie gefragt sind Englisch und Arbeitslehre an Förderschulen, insbesondere in Hessen?
    3. Gibt es Erfahrungen von Studierenden oder Lehrkräften, die diese Fächerkombination im Lehramt an Förderschulen (eventuell an der Uni Gießen) gewählt haben, und wie sind deren Berufsaussichten?
    4. Würdet ihr trotz persönlicher Schwächen eher zu Mathe oder Deutsch raten, oder ist es sinnvoller, Fächer zu studieren, die den eigenen Stärken und Interessen entsprechen?

    Mir ist bewusst, dass der Beruf emotional fordernd sein kann, dennoch interessiert mich die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Förderbedarf sehr. Ich möchte meine Studienwahl realistisch und gut informiert treffen.


    Vielen Dank für eure Rückmeldungen.


    Liebe Grüße

    Lara ;)

  • Welchen Förderschwerpunkt studierst du denn? Arbeitslehre ergibt bestimmt Sinn, da wirst du viele Stunden in einer Gruppe haben und Berufsvorbereitung machen. In unserem Bundesland meist im Werkenraum, muss man mögen.

    Geschichte ist für dich persönlich nett, aber die Einstellungschancen wird es kaum ändern, vermute ich. Auf der anderen Seite studieren das wenige Leute, du bist dann als einziger nicht fachfremd...

    Mit Deutsch oder Mathe hättest du wiederum Fächer, die in allen Altersstufen viele Stunden abdecken und immer gebraucht werden. Deutsch haben tendenziell mehr Leute als Fach, Mathe wäre ggf. hilfreicher bei der Wunschschule.

    Wenn du aber genau die drei Fächer wählen kannst, wie du sie angegeben hast, passt es doch? Einstellungschancen 5 Jahre im Voraus zu ergrübeln halte ich für wenig ergiebig.

  • Ich gehe davon aus, dass man Grundlagen der Deutsch- und/oder Mathematikdidaktik unabhängig vom gewählten Unterrichtsfach belegen muss. Zumindest dürfte das in den meisten Bundesländern der Fall sein und das ergibt auch Sinn.

    Darüber hinaus spreche ich mich prinzipiell immer dafür aus, etwas zu studieren, das einen selbst interessiert. Wobei sich ein Fach in der Schule natürlich auch deutlich vom gleichen Fach an der Universität unterscheiden kann, was Inhalte und wissenschaftliche Methodik betrifft. Schau doch mal ins Vorlesungsverzeichnis, ins Modulhandbuch oder in den Studienverlaufsplan, was dich anspricht.

    Ich gehe weiterhin davon aus, dass es in den meisten Bundesländern so sein dürfte, dass für die Einstellung eher die gewählten Förderschwerpunkte (welche willst du hier wählen?) relevant sind als die Unterrichtsfächer. Und natürlich Noten, örtliche Flexibilität, zusätzliche Qualifikationen und Erfahrungen usw.

    Aktuell werden Sonderpädagogen bundesweit gesucht und jeder mit Abschluss und etwas Flexibilität erhält eine Stelle. Natürlich kann niemand sicher sagen, ob das in sechs bis sieben Jahren immer noch der Fall sein wird.

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