Nachmittagsbetreuung und Konferenzen

  • Hallo liebes Forum!

    Zuerst: es handelt sich bei mir um ein Gymnasium in Österreich mit Nachmittagsbetreuung.

    In der Nachmittagsbetreuung sind Lehrer_innen der Schule tätig, manche nur für 1 Stunde, andere für 2, ich habe 6 Stunden inne. Wir haben nicht wirklich viele Schüler_innen, aber dass sollte in der Qualität der Betreuung eigentlich nichts ausmachen.

    Nun ist es so, dass bei Konferenzen der Nachmittagsunterricht natürlich abgesagt wird, die Nachmittagsbetreuung allerdings immer stattfinden muss. So fiel die letzte Notenkonferenz auf einen Tag an dem nur ich in der Betreuung bin. Ich musste also hin und her springen, konnte nicht bei jeder Klasse der Notenkonferenz dabei sein, und musste für die Zeit in der ich bei der Konferenz war eine Vertretung engagieren, damit die Schüler_innen nicht unbeaufsichtigt sind. Bei der kommenden Konferenz wurde mir für einen Programmpunkt die Leitung eines Workshops übertragen. Ich habe daraufhin der Schulleitung mitgeteilt, dass die Konferenz genau auf den Tag fällt, an dem nur ich in der Nachmittagsbetreuung bin und daher nicht zur Konferenz kommen kann. Die Lösung der Schulleitung ist folgende: ich und zwei andere Kolleginnen, welche an ganz anderen Tagen 1-2 Stunden in der Nachmittagsbetreuung angestellt sind, sollen uns abwechseln und somit die Nachmittagsbetreuung machen und gleichzeitig bei der Konferenz tätig sein.

    Jetzt würden mich eure Meinungen dazu interessieren, bzw. vielleicht kennt sich jemand hiermit rechtlich aus?

    Ich persönlich finde es meinen Kolleginnen gegenüber, welche für diese Stunden der Nachmittagsbetreuung gar nicht bezahlt werden, eine Frechheit. Es ist klar, dass wenn eine Betreuung durch einen Krankheitsfall ausfällt, die Stunden suppliert werden. Aber ich habe das Gefühl, dass durch diese "Doppelbelastung", die Arbeit in der Nachmittagsbetreuung gar nicht wertgeschätzt wird (so nach dem Motto haben wir jetzt, müssen wir jetzt halt irgendwie machen).

    Liebe Grüße

  • Ich kann den Ansatzpunkt deiner Verärgerung verstehen. Gleichzeitig wirkt ja die Möglichkeit sich abzuwechseln durchaus möglich.
    Als Schulleitung hätte ich doch sonst nur noch die Möglichkeit die Konferenz nach hinten zu schieben, damit alle teilnehmen können oder die Betreuung der Kinder ausfallen zu lassen?!
    Da kenne ich die rechtliche Lage in AUT nicht, um mir da ein Urteil zuzutrauen.

  • Während einer Konferenz dauernd hin- und hertauschen, sollte die Schulleitung nicht verlangen. Sie soll halt jemanden als Vertretung für die Betreuung eintragen, der bei der Konferenz kein Vortragender ist und hoffentlich Mehrarbeit dafür abrechnen kann.

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