Fehlerquotienten in Klausuren - sind sie noch üblich?

  • Hallo liebe Fremdsprachenkollegen.


    Pünktlich zu den Ferien sitze ich mal wieder über der Korrektur diverser Französischoberstufenklausuren. Wie immer gibt es vor allem "kleinere" Fehler zu Hauf. Andererseits finde ich, dass sich einige der Schüler ganz gut schlagen und mir tut es immer richtig weh, ihnen dann über den Fehlerquotienten einen "reinzuwürgen".


    Nun scheint der Fehlerquotient in RLP zumindest nicht mehr rechtlich verbindlich zu sein, sondern es werden - ähnlich wie derzeit bei den Ausdrucks-/Stilnoten - Noten auf den sprachlichen Gesamteindruck vergeben und zwar in Form einer Verbalbeurteilung, die mit einer Punktzahl abschließt. Dabei soll angeblich irgendwie darauf geachtet werden, vor allem die Stärken der Schüler hervorzuheben und quasi eine Positivkorrektur zu machen. Also loben und herausstellen, was der Schüler kann und nicht nur ausschließlich erwähnen, was er alles nicht kann. Aber das ist alles für mich nur Hörensagen und für meine Fachschaften einfach nicht existent.


    Wie handhabt ihr die Sache mit dem Fehlerquotienten, wie eure Fachschaft (unabhängig von Sprache und Bundesland)? Wenn ihr ihn nicht mehr benutzt, woran orientiert ihr euch für die Verbalbeurteilungen/Beurteilungen im allgemeinen? Am Europäischen Referenzrahmen? Hat vielleicht jemand noch Hinweise/Links zu einheitlichen Prüfungsordungen etc bezüglich des Fehlerquotienten, damit der Stein noch ins Rollen kommt bevor mein LK-11 ins Abi muss?


    Danke für Eure Meinungen und Hinweise.
    A.

  • Hallo!


    Das Übel mit dem FQ kenne ich auch! Nur leider ist er bei uns in der Klausurbewertung noch verbindlich und zählt zu einem Drittel... Bei uns gibt es sogar für jede Fremdsprache (E und F) pro Jahrgangsstufe und auch für GK und LK jeweils eigene Abstufungen. Mir tut das auch immer total Leid, wenn ich dann sehe, dass jemand richtig gute Ideen hat und diese versucht, auszuformulieren und macht dann dabei Fehler, die sich dann im FQ rächen...
    Das System, das du da beschreibst klingt richtig gut, aber ob sich das bei uns irgendwann durchsetzen wird ...

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