Das können die ja gerne tun. Ich muss das aber nicht genauso sehen.
Sprichst Du den anderen Mensch das Recht ab, sich nicht nur einem Geschlecht zugehörig zu fühlen oder dass sie das postulieren möchten?
Das können die ja gerne tun. Ich muss das aber nicht genauso sehen.
Sprichst Du den anderen Mensch das Recht ab, sich nicht nur einem Geschlecht zugehörig zu fühlen oder dass sie das postulieren möchten?
Wenn niemand darauf gepocht hätte, dass das Wort Bundeskanzler Frau Merkel nicht einschließt, würden die meisten unserer Schüler jetzt bei dem Wort zunächst an eine Frau denken, weil der Posten ihr Ganzes Leben bis zur letzten Wahl mit einer besetzt war. Aber statt aus dem Wort ein neutrales zu machen, hat man sich das Wort Bundeskanzlerin ausgedacht. Damit kann ein Bundeskanzler weiterhin nur ein Mann sein, obwohl die Wähler vorher bereits anders unterschieden hatten. Chance vertan.
Und wenn die erste diverse Person gewählt wird, muss man wieder ein neues Wort erfinden.
Aber für die neutrale Form hätte man doch auch eine neue „erfinden“ müssen ...
Bäckerin, Ärztin, Lehrerin, Archäologin ... sind doch ganz normale Begriffe. Warum hätte man sich „Bundeskanzlerin“ erst ausdenken müssen?
Die ersten Ministerinnen wurden noch als Frau Minister angesprochen. War das die bessere Lösung? (Und das zu einer Zeit, als die Frau des Arztes noch „Frau Doktor“ war.)
In NRW sollen in den Sprachen und Gesellschaftswissenschaften die Blätter in der Mitte geknickt werden und dann nur eine Hälfte des Blattes beschrieben werden. So eine beschriebene halbe Seite hat dann eher den Charakter einer Spalte als einer Seite.
In den Naturwissenschaften reicht ein Drittel als Korrekturrand.
Ich war ab 2002 in einer ostwestfälischen Großstadt (ist Paderborn wirklich eine Großstadt
) bei der Stadt angestellt und bekam so ein Starterpaket mit verschiedenen Broschüren an die Hand. Da gab es (neben „Schützen Sie sich vor Korruption!“) auch ein Heftchen zur geschlechtsneutralen Sprache. Und bereits da wurden solche Schrägstrich-Konstruktion (jede/r) als letzte Notlösung beschrieben. Mich wundert es etwas, dass die sich nach 20 Jahren immer noch halten, ja sogar verstärkt auftreten, anstatt, dass man einfach mal die bereits vorhandenen Mittel nutzt.
Die *:_-Konstruktionen sind Krücken, denen man das Krückesein ansieht. Ich nutze sie auch nicht. Einige, mit denen ich gesprochen habe, sehen gerade dieses Stolpern beim Lesen und Sprechen als wichtig an, damit man sich eben des Problems bewusst wird. Die Schüli-Form finde ich ganz sympathisch. Sie stellt eine wirklich geschlechtsneutrale Form da. Vielleicht findet sich ja irgendwann eine, die nicht so verniedlichend oder helvetisch kling.
Aber es gibt ja schon einige neutrale Formen. Diokeles : Deine Arbeitsanweisung könnte man völlig problemlos so entschärfen:
Arbeitet nun zu zweit. Lest den rechts stehenden Text folgendermaßen: Eine Person liest den Abschnitt vor, die andere fasst das Gehörte zusammen. Die, die vorgelesen hat, muss angeben, ob die Zusammenfassung richtig war.
Das sind normale Sätze, die verständlich und grammatikalisch korrekt sind. Man muss nur von dieser Denkweise wegkommen, dass man standardmäßig die männliche Form (ob generisch oder nicht, sieht man ihr halt isoliert nicht an) nutzt.
Es gibt auch die Variante, abwechselnd die männliche und weibliche Form zu nutzen. Ist auch etwas gewöhnungsbedürftig, erzeugt aber auch normal les- und sprechbare Texte.
[...] weil bei ihnen ja die Note 4,0 zur Übernahme ausreicht. [...]
Die sie aber ersteinmal erreichen müssen. Es ist leicht für die Schulleitung im Gutachten eine 5 zu geben. Dann wurde der Seiteneinsteiger zwei Jahre verheizt und steht am Ende wieder da wie zuvor.
Und auch noch einmal zur Übernahmegarantie: Die gibt es nicht immer. Ich hatte sie nicht im Vertrag stehen und wenn nicht zufällig ein Kollege den Job aufgegeben hätte, hätte ich zwar mein Staatsexamen gehabt, mich aber genau so wie die anderen regulären Referendare wieder bewerben müssen.
Das Schüli - die Schülis.
Deshalb halte ich es für sinnvoll eine neu Form einzführen, die alle einschliesst, niemanden ausschliesst und die eindeutig ist. Eben das entgendern nach Phettberg.
Gelegentlich wird das hier im Forum auch genutzt, wobei ich eher ein i als Endung bevorzuge anstelle des y.
Ein Studierender ist aber etwas anderes als ein Student.
Hört ein Vorstandsvorsitzender auf, Vorstandsvorsitzender zu sein, wenn er aufsteht?
Wie an anderen Stellen schon mehrfach gehabt: Du erwähnst mal wieder nicht die zwei Jahre Berufsausübung nach dem Master/Diplom, das Auswahlverfahren vor OBAS und die höhere Unterrichtsverpflichtung.
Es kam schon oft vor, dass Taten begangen werden durften, die laut Gesetz erlaubt waren, heute aber gegen das Gesetz verstoßen. Alles wandelt sich. So auch die Sprache. Das „Fräulein“ verschwand vor einigen Jahrzehnten (unter anderem nach einigen Gerichtsprozessen). Das Binnen-I gibt es etwa genauso lange.
Es gibt in der deutschen Sprache das Problem, dass wir keine neutrale Form haben. Es ist auch irgendwie eine merkwürdige Regel, dass sich alle gefälligst von der männlichen Form angesprochen fühlen müssen. Und an diese Regel haben sich dann auch alle zu halten, es hat ja schließlich jahrzehntelang funktioniert (s. o.).
Also gibt es Versuche, eine neutrale Form zu schaffen. Phettberg wurde ja schon genannt. Ebenso kann man die Verschmelzung der männlichen und weiblichen Form (mit I, _, * usw.) als neue neutrale Form sehen und nicht als verkürztes „Kolleginnen und Kollegen“.
Es gibt soviele Möglichkeiten, neutral zu formulieren (Lehrkraft, Person, Mitglied, Kollegium, Klasse, Elternteil ...). Allerdings muss man den Satz dann häufig umformulieren. Das ist dann halt nicht so einfach, wie weiterhin das generische Maskulinum zu benutzen (oder auch eine _innen-Form zu basteln).
Man kann ästhetisch formulieren, ohne dass beim Lesen auffällt, dass „gegendert“ wird.
Psssst! Das würde ja bedeuten, dass Lerchen trotz frühen Aufstehens und späten Schulbeginns ihre Zeit sinnvoll nutzen könnten ... ![]()
Ein Problem bleibt aber, dass es ganz generell immer wieder Menschen geben, die erst nach dem Referendariat merken, dass sie nicht für den Schuldienst geeignet sind. Ich habe gerade so einen Fall im Bekanntenkreis erlebt. Das ist echt doof.
Noch schlimmer ist, wenn sie es nicht merken. So einen Fall haben wir im Kollegium.
Und als Tagesausflug dann nach Veserde: Der schönste Platz auf dieser Erde ist Veserde bei Wiblingwerde.
Da ich wenig wegwerfe, habe ich mal im Amtlichen Fernsprechbuch der Deutschen Bundespost 1983/84 (da war ich im 4. Schuljahr) nach meinen damaligen Lehrpersonen gesucht. Mein Grundschulklassenlehrer stand drin mit dem Zusatz „Lehrer“, zwei weitere „Lehrer“ auch. Die Nummern der Lehrerinnen, an die ich mich erinnere, sind unter den Namen ihrer Ehemänner zu finden.
Von meinen Gymnasiallehrkräften habe ich spontan nur eine nicht gefunden. Bei einigen steht auch schön „StudDir.“ oder „OStud.Rat“ dabei. Und bei meiner Deutschlehrerin, deren Mann Leiter der Realschule war, steht dann auch „RealschulLtr.“, so dass auch bei Allerweltsnamen das Finden der richtigen Nummer sichergestellt war.
Wollte man damals angerufen werden?
Schön sind auch die Hinweise am Rand der Seiten: „Heute hat man Hausbriefkästen“, „Zur Post, wenn's nicht so voll ist. Nutzen Sie die ruhigen Schalterstunden.“, „Wir sollten öfter miteinander sprechen. ☏“ oder „Unbesorgt in den Urlaub. Fernmeldegebühren im voraus bezahlen.“.
Ich wurde ja mal von einer Schülerin, die sich zwecks Terminvereinbarung mit mir in Verbindung setzen sollte, zu ziviler Zeit auf dem Handy angerufen. Als ich sie erstaunt fragte, woher sie denn diese Nummer hätte, sagte sie „aus dem Telefonbuch“. Ich stand da jahrelang drin, ohne dass ich es wusste und ohne dass jemand diese Nummer unerwartet genutzt hätte.
Es gibt also auch solche Elternschaften, bei denen eine bekannte Nummer nicht zu unerwünschten Anrufen führt.
Ok ... Ich frage mich, ob es dadurch ekliger oder weniger eklig wird ... ![]()
Heest det nich Lungen-Haschee?
Hat vielleicht auch mit der westfälischen Provinz hier zu tun. Hier is[s]t man eh kaum Fisch. Vielleicht mal eine Forelle. Oder halt andere Gerichte, die seit mindestens 200 Jahren auf der Speisekarte stehen. Wenn ich daran denke, wie schwer sich meine Eltern noch in den 80ern mit Pizza taten ...
Tante Edith hat gemerkt, dass es einen Unterschied zwischen Essen und Sein gibt.
Alle? Ich kenne ein paar Menschen, die es gelegentlich essen, aber keine, die es lieben.
Ich würde es auch nie essen.
Ein späterer Schulanfang kann aber nunmal nicht zu einem besseren Leben DER SuS und LuL führen, sondern nur für "sehr viele" oder "den Großteil". Für ALLE passt es eben auch nicht. Daher: Gleitzeitmodell!
Es gibt ja so eine Drittelteilung: ein Drittel Arbeit, ein Drittel Freizeit, ein Drittel Schlaf. Die Schlafzeit ist chronobiorhythmisch festgelegt. Man müsste sich also einfach nur davon verabschieden, dass das erste Drittel nach dem Schlaf unbedingt an einem Stück aus Arbeit bestehen muss.
Aber ich denke auch, dass das Gleitzeitmodell ein Kompromiss sein könnte, der die alten Strukturen aufbricht und so den Weg für etwas Neues bahnen kann. Obwohl ich schon die Konferenzbeschlüsse erahne, dass Lerchen- und Eulenkurse von der gleichen Lehrkraft zu unterrichten sind. ![]()
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