watweisich
Sicherlich, ein Arbeitgeber kann unter dem Strich nur die Qualität erwarten, die er auch bezahlt. Gegenüber dem Idealzustand muss es Abstriche geben, da mein Arbeitgeber eben auch nur begrenzte Zeitressourcen zur Verfügung stellt. Ein paar Punkten muss ich dennoch widersprechen:
- Du verschwendest keine Zeit um Unterricht vorzubereiten.
Alle was ich an Zeit investiere, um Guten Unterricht vorzubereiten, ist gut investierte Zeit. Da würde ich lieber eine Konferenz sausen lassen (soweit sich dies im legalen Bereich befindet) als das ich den Unterricht nicht vorbereite. Allerdings muss man auch das Rad nicht ständig neu erfinden. Auch kann man auf gute im Handel befindliche Materialien zurückgreifen und muss nicht ständig neue Arbeitsblätter kreieren.
Gut durchdachter Unterricht hilft übrigens auch eine positive Lernatmosphäre zu schaffen.
- Vermeide unnötigen Kontakt mit Eltern und signalisiere auch den SuS, dass du nicht ständig ansprechbar sein willst (Abgrenzung lernen)
Es mag Ausnahmen geben. Aber normalerweise ist jeder Elternkontakt ein gut investierter Kontakt. Warum? Du bist auf die Mitwirkung der Eltern angewiesen. Wenn der Schüler zu Hause Blödsinn erzählt und die Eltern Dir vertrauen, dann kannst Du damit rechnen, dass sie Dich anrufen. Und auch das ist kein unnötiger Kontakt, denn in der Kommunikation gilt "Störungen haben Vorrang"
- Verschwende keinen Gedanken daran, was die SuS von deinem Unterricht halten.
Wie will ich einen Unterricht so gestalten, dass ich die Schüler da abhole wo sie sind, wenn ich mir kein Feedback hole??
Thema "krank feiern"
Selbst in der Schwerbehindertenvertretung sage ich immer wieder, Atteste lösen Arbeitsverhältnissse aber keine Probleme.
Die Krankschreibung als Mittel zum Arbeitszeitmangement ist denkbar ungeeignet.
Was allerdings nicht bedeutet, dass man sich krank zur Arbeit schleppt oder schlaflose Nächte verbringt. Wir sind ein gefährdeter Beruf und wir sollten mit der Ressource Gesundheit sorgsam umgehen. Dies bedeutet auch, dass man sich im Zweifel rechtzeitig an seinen Arzt wendet, der dann über eine Krankschreibung entscheidet.
Wo ist da die Grenze? Ziemlich einfach: Die Grenze ist überschritten, wenn ich dem Arzt gegenüber Symptome schildere, die nicht vorhanden sind.
Was den Mehraufwand für die A15 Stellen anbelangt, kann ich nachvollziehen. Das ist nicht wirklich attraktiv und dementsprechend lohnt es auch nicht, dafür über Stöckchen zu springen.
Was die Wochenenden anbelangt. Dies ist ein berechtigtes Ziel. Wobei ich für mich allerdings nur den Anspruch erhebe auf einen freien Tag und das ist dann nicht der Sonntag sondern der Samstag, da man da noch einiges unternehmen kann. Ansonsten finde ich es ganz angenehm an den Wochentagen eben nicht bis ultimo zu arbeiten, sondern dass auf den Sonntag auszulagern.