Beiträge von chemikus08

    Worin siehst du denn den Hauptauftrag der GEW?

    Die Aufträge sind so vielfältig, wie die Tagesordnung der Gewerkschaftstage. Ich kann Dir jedoch sagen, wofür ich mich einsetze. Ich setze mich dafür ein, dass wir im Personalrat vertreten sind und genau da setzen wir und für die Punkte ein, die eben nicht in Tarifverhandlungen diskutiert werden. Wir begleiten Kollegen zu Dienstgesprächen, BEM Gesprächen, beraten im Vorfeld was durch ein BEM erreicht werden kann. Wir beraten, wie man im Einzelfall doch zu seiner Teilzeit kommt usw. usw. An dieser Stelle im Bezirkspersonalrat kann ich am meisten für meine KuKs tun.

    Andere Gewerkschaftsmitglieder sind dafür in der Tarifkommission tätig und versuchen hier ihr bestes für die Kollegen zu erreichen. Nur gebe ich hier nochmals zu bedenken, mal nur auf NRW runtergebrochen. Das Land hat ca. 40000 angestellte Lehrkräfte in Summe jedoch 740000 Beschäftigte. D.h. die Lehrer machen bei den Tarifbeschäftigten des Landes mal gerade um die 5% aus aus. Entsprechend ist unser Stimmenverhältnis in den Tarifkommissionen. Wenn es also um Einzelfallregelungen für Lehrkräfte geht, dann ist das ein Kampf gegen Windmühlen. Betrachtet man dann noch die absolute Verweigerungshaltung auf Seiten der Arbeitgeber, dann ist man auf diesem Posten irgendwo der Rufer in der Wüste. Und wo würde ein langer Erzwingungsstreik schmerzen? In der Schule? Kaum. Die 2% die dann fehlen tun nicht weh. Anders jedoch in der Finanzverwaltung. Wenn hier die Steuern nicht eingetrieben werden, dann entstehen dem Land herbe Verlust. Das gleiche gilt für die Unikliniken, wenn dort die Verwaltung streikt. Tut alles wesentlich mehr weh als ein Lehrerstreik.

    Und die Lokführer von Klaus würden dies auch mitmachen. Bei Lehrern sieht es anders aus. Wie das bei den Kollegen im Osten aussieht kann ich nur schlecht einschätzen. Möglicherweise sehen die sich ja schon mehr als Arbeitnehmer. Gibt's hier jemand aus dem Osten, der das besser einschätzen kann?

    Ich verstehe selbst nicht warum in Bundesländern mit hohem Anteil von Tarifbeschäftigten nicht ständig der Laden lahm gelegt wird.

    Auch das Bundesland befindet sich bei diesem Spiel in geiselhaft. Das Bundesland ist ja selbst ebenfalls nur durch seinen Gesandten bei den Verhandlungen anwesend. Falls nun ein Bundesland ausscheert passiert genau das was damals In Hessen passiert ist. Die verhandeln jetzt immer unabhängig von der TdL. Das kann sowohl Vir- als auch Nachteile haben.

    Wüsste nicht was daran ein Sakrileg sein sollte. Das ist wie bei der Rettungskette. Die reißt da, wo das schwächste Glied sich befindet und das ist in dem Falle unsere Streitnacht. Und die ist mickrig. Zum einen, weil (zumindest in NRW) nur 20% überhaupt streiken dürften und dann natürlich nur ein Bruchteil hiervon überhaubt streikt. Müssten wir die Tarifverhandlungen alleine durchziehen, gäbe es wohl Minusrunden. Insofern bin ich durchaus froh, dass wir Mitglied einer streikstarken Gemeinschaft sind .

    Was man berücksichtigen muss, ist das die Hälfte der Angestellten LK befristet beschäftigte sind. Die haben in der Tat Angst zu streiken, weil sie befürchten sonst keinen Vertrag mehr zu bekommen.

    plattyplus

    Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Und der ewige Vergleich mit Weselsky geht mir auf den Keks. Ich habe schon Mal gesagt, dass der Weselsky bei Lehrers nicht lange Verbandsvorsitzender wäre. Der würde mir quietschenden Reifen vom Hof fahren und hätte die Schnauze voll von uns. Und mit uns meine ich das gesamte Kollegium und nicht nur die GEW.

    Fangen wir Mal mit der Tarifpolitik an. Da stehen sich die TdL und die Tarifparteien als Vertragspartner gegenüber. Der DBB und die GEW sind in dem Gremium so mit die kleinste Kerze auf der Torte. Dies bedeutet dass Forderungen, die im Rahmen der Tarifverhandlungen gestellt werden zunächst einmal gemeinsam von den beteiligten Gewerkschaften beschlossen werden müssen. Wenn jetzt GEW oder DBB mit dem Verhandlungsergebnis nicht einverstanden wären, dann könnten sie nach Urabstimmung das Ergebnis ablehnen und alleine weiter verhandeln. Die Situation hatten wir bisher einmal, nämlich bei der Verabschiedung der Lehrerentgeltordnung. Da ist der DBB dann eingeknickt und hat unterschrieben. Wir standen mit runter gelassener Hise da und hatten nichts und über die Fortschreibung der Lego wurde auch nur mit dem DBB anschließend verhandelt, denn wir hatte ja nichts. Letzten Endes blieb der GEW gar nichts anderes übrig als zu unterschreiben. Leute , ich habe die Streikzahlen gesehen. Wenn von rund 40000 Angestellten Lehrern gerade Mal 2000 an einem Warnstreik teilnehmen, was interessiert das den Arbeitgeber ?

    Und was die bildungspolitische Betätigung anbelangt. Die entspricht dem mehrheitlich en Wunsch der Mitglier. Das wird auf Parteitagen mehrheitlich so beschlossen. Und hier sind Eisenbahner nun Mal anders gestrickt als Lehrkräfte.

    Die Argumentation dieser Ärzte ist übrigens nachvollziehbar. Die gesetzlichen Kassen sagen, die Versorgungsleistung muss ausreichend und zweckmäßig sein sowie objektiv erforderlich. Diese Versorgung bieten die Kassenpraxen und zwar sowohl für Kassen als auch Privatpatienten.

    Eine darüber hinausgehende Versorgung, die vielleicht nicht zwingend erforderlich aber wünschenswert ist findet dann in den Selbstzahlerpraxen statt.

    Also in meiner Gegend macht sich folgende Praxis breit.Nachdem man sich mit seiner Hausarztpraxis im Umfeld bekannt gemacht hat und der Laden läuft, holt man sich einen Angestellten Arzt in die Praxis. Gleichzeitig gründet man an einem neuen Praxisstandort eine reine Privatpraxis. Das "Fußvolk" wird durch die Angestellten Ärzte behandelt und die edlen Privatpatienten durch den Praxisinhaber in *adäquater" Umgebung. D.h. Kaffe und Getränke im Privatsalon sind inklusive. Gleichzeitig gibt's da auch das komplette Igel Angebot von Frischzellenkur bis Ozontherapie. Alles nicht evidenzbasierte Medizin, aber ein nicht kleiner Teil meiner privat versicherten und beihilfeberechtigten KuKs schwört drauf.

    Was natürlich denkbar ist, dass man über die PE einsteigt. Dann im Fernstudium berufsbegleitend den Master erwirbt und dann nochmal in die OBAS zu gehen. (Vorausgesetzt die ganzen Programme sind auch noch in ein paar Jahren verfügbar. Was ich zwar stark vermute, aber garantieren kann das bei dem politischen rumgewurschtel in der Bildungspolitik niemand)

    chilipaprika

    PE mit Bachelor ist , zumindest in der Schulform RS unproblematisch. Allerdings bleibt damit der Zugang zur OBAS verwehrt und was die spätere Bezahlung anbelangt, die liegt im Moment bei der Eg10 (ohne Zulage) und ab 2026 mit Inkrafttreten von A13 als reguläre Eingangsamt bei EG 11.

    Das wird insbesondere bei stationären REHA Maßnahmen zum Problem. Da bleibt man nämlich bei den Sparmodellen vielfach auf seinen Kosten sitzen

    Das ist übrigens ein Punkt bei dem ich froh war tarifbeschäftigt zu sein. Zehn Euro am Tag für die ersten 10 Tage zuzahlen und gut war.

    Nach neueren Informationen hatte er wohl ein Testament im Fluchtwagen hinterlassen. Das bestätigt meine persönliche Vermutung, dass es sich bei dem gesamten Geschehen um einen sogenannten erweiterten Suizid handelt. Ähnlich dem Vorfall bei dem damals ein Pilot eine Passagiermaschine an einer Bergwand zerschellen ließ. Solche Taten wird es leider immer wieder geben und sie lassen sich auch nicht verhindern. Das zu instrumentalisieren ist der falsche Weg.

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