Das die GEW immer noch bei der 40 bzw. 41-Stunden/Woche ist, ist kein Maßstab. Die GEW will Weltpolitik betreiben und vertritt ihre Mitglieder nicht wirklich.
Du warst so gut gestartet um dann als Bettvorleger zu landen. Ich gebe Dir vollkommen Recht, wir sind als Lehrer gewerkschaftlich sehr schlecht aufgestellt. Dies liegt aber bitte schön nicht an der GEW. Ersten sitzt nicht nur die GEW mit am Verhandlungstisch, sondern auch Lehrer NRW und wie sie alle heißen, vertreten durch den deutschen Beamtenbund. So und jetzt schau Dir dieses Konstrukt, für dass die GEW nichts kann, einmal an. Zunächst sind in Summe nur etwa 10% der Belegschaft angestellt. Der Rest ist verbeamtet und egal wo er oragnisiert ist nicht streikberechtigt. Vorn den Streikberechtigten ist allenfalls die Hälfte organisiert und die teilen sich dann noch mal auf in DBB Gewerkschaften und DGB Gewerkschaften. An wirklich guten Tagen kriegen wir vielleicht (auf NRW gerechnet) 10000 Lehrer von insgesamt 500000 Kollegen auf die Straße. Das das keine wirkliche Bedrohung für den Arbeitgeber ist, das dürfte jedem klar sein. Da würde auch eine IGMetall nicht mehr draus machen könne. Eine IGMetall bei der 90% nicht streiken dürften und die restlichen 10'% sich nur sehr zaghaft auf die Straße bewegen. Die IGMetall würde mit der weißen Fahne schwenken.
Daher können wir froh sein, die anderen DGB Gewerkschaften im Rücken zu haben, auch wenn die lehrerspezifischen Belange etwas zu kurz kommen. Bisher jedenfalls. Dass wird sich aber vermutlich in der nächsten Lohnrunde ändern. Hier möchte Verdi nämlich auch auf die Arbeitszeit abstellen und die 35 h Woche bei vollem Lohnausgleich fordern. Hier muss der Arbeitgeber die Lehrkräfte dann mitnehmen. Eine Senkung der Arbeitszeit um 10% muss dann eben auch mit einer Senkung der Deputatstunden um 10% einhergehen. Daher wird es da wirklich spannend.