Beiträge von chemikus08

    Und das rechtzeitige Herbeirufen ärztlicher Hilfe ändert genau NICHTS an dem Urteil. Schließlich sind die beiden Kolleginnen dafür verurteilt worden, dass sie die Vorerkrankungen vorher nicht schriftlich abgefragt haben und nicht dafür das zu spät Hilfe gerufen wurde.

    ja aber das hat doch nur verfahrenstechnische Gründe. Der Beweis für formale Verstöße ist viel einfacher zu klären, als die Frage, die eigentlich von Interesse ist. Daher führen solche Verfahren auch leider nicht wirklich immer zu den Ergebnissen, auf die man es als Nebenkläger eigentlich abgesehen hat. Stattdessen ist dann irgendein Sch...Formular der Aufhänger. Das ist das Gleiche, wenn im Chemieunterricht ein Unfall passiert. Das erste was geprüft wird, lag für diesen Versuch eine Gefährdungsbeurteilung vor. Lag diese nicht vor, wird man sich genau darin verbeissen.

    Ich hätte als Staatsanwalt zunächst ganz woanders angesetzt. Wer waren die Betriebshelfer, die von der Schule für diese Maßnahme an Seite gestellt wurden. Damit meine ich nicht den Schulsndienst, den dass sind minderjährige Schüler, die nicht mit der Verantwortung erwachsener Betriebshelfer beauschlagt werden dürfen. Wie hat die Schule sichergestellt, dass genau diese Helfer erreicht werden, wenn irgendwo ein Schüler gesundheitlich nicht in der Spur läuft. Die Sicherstellung einer den Unfallverhütungsvorschriften entsprechenden Ersten Hilfe bei allen Schulverantstaltungen gehört zu den Aufgaben der Schulleitung. § 59 Schulgesetz.

    Und an diesen Paragraphen hätte ich mich lang gehangelt. An wen wurde die Erste Hilfe Pflicht delegiert......

    Das die GEW immer noch bei der 40 bzw. 41-Stunden/Woche ist, ist kein Maßstab. Die GEW will Weltpolitik betreiben und vertritt ihre Mitglieder nicht wirklich.

    Du warst so gut gestartet um dann als Bettvorleger zu landen. Ich gebe Dir vollkommen Recht, wir sind als Lehrer gewerkschaftlich sehr schlecht aufgestellt. Dies liegt aber bitte schön nicht an der GEW. Ersten sitzt nicht nur die GEW mit am Verhandlungstisch, sondern auch Lehrer NRW und wie sie alle heißen, vertreten durch den deutschen Beamtenbund. So und jetzt schau Dir dieses Konstrukt, für dass die GEW nichts kann, einmal an. Zunächst sind in Summe nur etwa 10% der Belegschaft angestellt. Der Rest ist verbeamtet und egal wo er oragnisiert ist nicht streikberechtigt. Vorn den Streikberechtigten ist allenfalls die Hälfte organisiert und die teilen sich dann noch mal auf in DBB Gewerkschaften und DGB Gewerkschaften. An wirklich guten Tagen kriegen wir vielleicht (auf NRW gerechnet) 10000 Lehrer von insgesamt 500000 Kollegen auf die Straße. Das das keine wirkliche Bedrohung für den Arbeitgeber ist, das dürfte jedem klar sein. Da würde auch eine IGMetall nicht mehr draus machen könne. Eine IGMetall bei der 90% nicht streiken dürften und die restlichen 10'% sich nur sehr zaghaft auf die Straße bewegen. Die IGMetall würde mit der weißen Fahne schwenken.

    Daher können wir froh sein, die anderen DGB Gewerkschaften im Rücken zu haben, auch wenn die lehrerspezifischen Belange etwas zu kurz kommen. Bisher jedenfalls. Dass wird sich aber vermutlich in der nächsten Lohnrunde ändern. Hier möchte Verdi nämlich auch auf die Arbeitszeit abstellen und die 35 h Woche bei vollem Lohnausgleich fordern. Hier muss der Arbeitgeber die Lehrkräfte dann mitnehmen. Eine Senkung der Arbeitszeit um 10% muss dann eben auch mit einer Senkung der Deputatstunden um 10% einhergehen. Daher wird es da wirklich spannend.

    Das von von Wolfgang Autenrieth beschriebene Szenario ist leider ein sehr reustisches. Wenn man noch dazu nimmt, dass der zukünftige USA Präsident wahrscheinlich Trump heißt, dürfte es mit der amerikanischen Unterstützung im bisherigen Umfang erledigt haben. Ich halte den kümmerlichen Rest der NATO Staaten nicht für fähig diesen Verlust zu kompensieren. Dies würde die Ukraine in eine mehr als bescheidene Lage bringen. Wenn man dann die Moral bei Seite lässt (so funktioniert Krieg nun mal) dann bleibt rein spieltheoretisch betrachtet nur noch dieses Szenario übrig

    Was leider vielen nicht klar ist

    Nur wer den über acht Doppelstunden gehenden Erste Hilfe Kurs nicht älter als zwei Jahre gemacht hat ist Ersthelfer. Vernünftige Schulen bilden alle aus. Diejenigen die auf das Sparmodell zurückgreifen und nur 20% ausbilden, müssen bei einem Ausflug jedoch sicherstellen, dass derselbige von einem Ersthelfer begleitet. Hier scheitern dann viele und machen grosse Augen, wenn ich ihnen das erzähle. Normalerweise geht alles gut, aber auch ein Jugendlicher kann dem plötzlichen Herzkasper bekommen. Wenn der dann verstirbt, dann wird der Staatsanwalt richtig Happy sein, wenn die Eltern ihm die UVV zeigen wo das drin steht. Dann hat er nämlich eine Handfeste Grundlage wegen fährlässiger Tötung durch Unterlassen zu ermitteln.

    Es gibt übrigens spezielle Lampen mit hoher Lichtleistung. Mal im Internet nachschauen unter '"Lichttherapie, Depression". Gehört nicht in die Hokus Pokus Fraktion, die Wirksamkeit scheint belegt und als Mechanismus dahinter, geht es wohl um die Bildung spezieller Botenstoffe.

    Die Einstellung von Lehrkräften erfolgt nach Eignung und Befähigung. Es kann natürlich sein, dass die Auswahlkommission einen Schnitt festlegt und z.B. nur Bewerbungen zulässt, wo der Notenschnitt besser ist als 2,0. Hierzu verfügt die Kommission über Ordnungsgruppenlisten nach denen das Bewerberfeld selektiert werden kann. Dies ist zur Zeit aber wahrscheinlich nur bei sehr begehrten Schulformen praktiziert um das Bewerbungsverfahren im Rahmen zu halten. Wenn eh nur drei Bewerber da sind, wird man die im Regelfall auch alle einladen. Der Rest ist dann davon abhängig, wie Du Dich beim Vorstellungsgespräch präsentierst. Wenn Du in der Schule sowieso bekannt bist, solltest Du in einem Vorgespräch mit der Schulleitung sprechen und Deine Absicht kundtun. Hierbei wirst Du auch Signale erhalten, falls Deine Bewerbung nicht willkommen ist. Wenn Du aber nicht in Zank und Streit die Schule verlassen hast, sehe ich keinen Grund warum man Dich nicht nehmen sollte.

    Aber jetzt Mal im Ernst. Die Forderung nach diesem Fach ist ein gesellschaftliches Problem. Früher waren das Sachen, die einem die Eltern und das häusliche Umfeld beigebracht haben. Jetzt gibt es Kinder, die wohnen in Düsseldorf und haben noch nie im Leben den Rhein gesehen. Was soll ich sagen?

    Irgendwie hab ich das Gefühl, dass die Schulen nur noch rummurksen … hab ich letztens, ich meine sogar mit Oliver Welke gesehen ,was alles als Schulfach gefordert wird…dachte das wäre ein Witz…

    Ich vermute Mal, dass Volker Pispers deswegen das Handtuch geschmissen hat. Satire in Zusammenhang mit Schule ist nicht mehr möglich, da die Wirklichkeit dieselbige überholt.

    Von der Grundidee bin ich ein Befürworter der Legalisierung. Nicht weil ich Cannabis so toll finde, obgleich ich einen Therapieversuch mit meinen Rücken schmerzen wagen würde, aber als Schöffe habe ich manch unnötiges Strafverfahren erlebt.

    Handwerklich muss das Gesetz eine Katastrophe sein. So erzählt mir ein Bekannter der bei der Generalstaatsanwaltschaft arbeitet, dass wohl auch für die zurück liegende Zeit die Tâter strafffrei gestellt werden sollen. Damit wâren tausende Urteile Makulatur. Dies würde nicht weniger sondern absolute Überfotderung der Justiz bedeuten. Auch weniger geschickt, dass ich mi 25 g straffrei durch die Gegend laufen darf. Damit hat sich die Verfolgung von Kleindealern mehr oder weniger ganz erledigt. Nur wenn ich den Dealer in flagranti erwische kann ich ihn Belangen. Ansonsten darf er mit den 25 vor dem Schultor stehen. Er darf nur nicht vor dem Schultor kiffen.

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