Vielleicht kann man ja mal eine Umfrage machen. 
Bei mir überwiegen eigentlich (noch) die schönen Seiten des Berufes. Die Zufriedenheit insgesamt hat vor allem in den letzten 10/15 Jahren immer weiter nachgelassen. Das liegt aber nicht an Kindern und Unterricht, sondern an den Begleiterscheinungen wie zu viel Bürokratie und Dokumentation, überforderten unprofessionellen Bildungspolitikern und natürlich völlig undurchdachter "Umsetzung" der Inklusion. Dazu kommt noch die jahrzehntelange Mängelverwaltung bei Gebäuden und Materialausstattung, sowie der hausgemachte gefährliche Schwund an richtig ausgebildeten Lehrer*innen. Damit geht eine dauerhafte Überlastung der verbliebenen Lehrkräfte einher, die all das wuppen müssen, was eigentlich vor der Einschulung und dann in DAZ-Gruppen und durch Unterstützung von zuverlässig präsenten Sonderpädagogen geleistet werden müsste.
Trotz allem würde ich noch sagen, 60% bin ich zufrieden, 40% genervt (und das nur, wenn ich gerade nicht mit den Kindern arbeite). Die 40% reichen aber für meine Entscheidung für eine vorzeitige Pensionierung. Ich glaube nämlich nicht an eine Verbesserung im "System" in absehbarer Zeit.