Beiträge von pepe

    Erinnerungslücken...

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    Ich finde es ja immer noch seltsam, wenn man hier aus NRW oder Niedersachsen immer wieder liest, dass Regelschullehrer mittesten und am Gutachten mitschreiben.

    Und dann noch am Gutachten über den eigenen Schüler?

    Mal abgesehen davon, dass deine Formulierung "Erstens wüsste ich nicht, was Grundschullehrer speziell an Kompetenz in sonderpädagogischer Diagnostik mitbringen" durchaus despektierlich daherkommt, frage ich mich das, was "spezielle Kompetenz" angeht, auch. Aber die Schulämter sehen das anscheinend anders. Das untenstehende Zitat von Traumtaenzer ist die seit Jahren geltende NRW-Regelung. Die kannst du seltsam finden, nützt aber nichts.

    Ich bin nun offiziell vom Schulamt gemeinsam mit einem Sonderpädagogen beauftragt ein Gutachten für einen Schüler von mir für ein AOSF zu erstellen.

    Ich habe mich an meinen Schulen stets erfolgreich gegen das Schreiben des Gutachtens gewehrt. Denn das Ausformulieren dieser AOSF-Gutachten gehört zu genau den speziellen Kompetenzen der Sonderpädagogen. Leider hat das meine letzte SL (aus welchen Gründen auch immer) nicht akzeptieren wollen, so dass es ein harter Kampf war. Andere Kolleginnen haben schneller aufgegeben.

    Aber, lieber Plattenspieler: Ich habe das Verfahren immer begleitet, Gespräche mit den Eltern gemeinsam mit den Sonderpädagog*innen geführt und meine Aufzeichnungen über die betreffenden Kinder beigesteuert. Schließlich kennt die Klassenleitung ihre diese ziemlich gut und kann sie auch viel länger beobachten, als der sporadisch hospitierende Sonderpädagoge. Aber das endgültige Schreiben des Gutachtens ist die Aufgabe der dafür ausgebildeten Kolleg*innen.

    Warum sollte deine SL sich dagegen wehren? Du bist offiziell beauftragt, dann muss das finale Gespräch auch mit dir stattfinden können. Wenn das aus Termingründen nicht außerhalb deiner Unterrichtszeiten geht, dann musst du vertreten werden. Wenn dir deine Schulleitung das verweigern würde, fragst du einfach den zuständigen Schulrat, was der dazu sagt...

    Alt werden im Lehrerberuf?

    Ich habe das Gefühl, ich kann jetzt noch viel älter werden - - - ohne das anstrengende Karnevalsgedöns in der Schule!

    Alaaf! Gruß an die Närrinnen und Narren

    Eure Spaßbremse pepe
    :party:

    Wenn man sieht, wie in der "kleinen Anfrage" ab Seite 5 über den Verein Omas gegen Rechts Deutschland e. V. gleich 25 Fragen formuliert wurden, muss man doch überlegen, warum man sich daran so abarbeitet...

    Es gibt tausende "gemeinnützige" Vereine, die Steuervorteile und Förderungen erhalten, wird da jetzt überall eine Gesinnungsprüfung gemacht? Wäre die Konsequenz etwas anderes als ein Maulkorb? Nur ein paar wenige Beispiele zu den "Omas" aus dem oben verlinkten Papier:

    62. Nimmt nach Einschätzung der Bundesregierung der Verein Omas gegen

    Rechts Deutschland e. V. oder seine rechtlichen Vertreter aktiv an Wahl-

    kämpfen teil oder ruft zur Wahl bestimmter Parteien auf?

    63. War der Verein Omas gegen Rechts Deutschland e. V. nach Erkenntnis-

    sen der Bundesregierung in der Vergangenheit an politischen Kampag-

    nen beteiligt und wenn ja, welche?

    64. Gibt es Belege dafür, dass der Verein Omas gegen Rechts Deutschland

    e. V. einseitige Narrative in politischen Debatten fördert, und wenn ja,

    welche?

    65. Wie beeinflusst der Verein Omas gegen Rechts Deutschland e. V. die

    mediale Berichterstattung über politische Themen?

    66. Gibt es nach Erkenntnissen der Bundesregierung wissenschaftliche Stu-

    dien, die den Einfluss des Vereins Omas gegen Rechts Deutschland e. V.

    auf die öffentliche Meinungsbildung untersuchen?

    67. Werden von dem Verein Omas gegen Rechts Deutschland e. V. gezielt

    politische Gegner diskreditiert oder diffamiert, und wenn ja, welche und

    wie beurteilt die Bundesregierung dies vor dem Hintergrund der Förde-

    rung?

    68. Haben die Kampagnen des Vereins Omas gegen Rechts Deutschland

    e. V. nach Einschätzung der Bundesregierung direkte Auswirkungen auf

    Wahlergebnisse oder politische Entscheidungen?

    69. Gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung Stellungnahmen von Staats-

    rechtlern, die die Aktivitäten des Vereins Omas gegen Rechts Deutsch-

    land e. V. im Hinblick auf das Neutralitätsgebot bewerten?

    :klo:

    Mein Standpunkt wäre übrigens:

    NGOs und Vereine, die eine direkte staatliche Förderung bekommen, dürfen sich nicht gleichzeitig politisch betätigen. Gerne im Grundgesetz, ...

    Die Frage ist doch dann, wo fängt die "politische Betätigung" an? Kann man überhaupt unpolitisch argumentieren, wenn man für Organisationen wie Greenpeace, Amnesty International, Ärzte ohne Grenzen usw. spricht? Da eine Regelung im Grundgesetz zu finden, ohne die Meinungsfreiheit und das Demonstrationsrecht zu unterdrücken, wird schwierig bis unmöglich.

    Wovor hat die CDU/CSU Angst? "Kleine Anfrage" lässt tief blicken...

    Etwas vorsichtig ausgedrückt:

    "Die Unionsfraktion will Klarheit über die politische Neutralität von Nichtregierungsorganisationen, die zu den jüngsten Demos gegen rechts aufgerufen hatten. Welche Pflichten gelten für staatlich geförderte Organisationen?"

    Etwas deutlicher:

    "Unbequemen Protest will Friedrich Merz mundtot machen – und nutzt dafür Strategien von Donald Trump und Viktor Orbán. Mit einem Katalog von 551 Fragen an die Bundesregierung sät der angehende Kanzler Zweifel an der Glaubwürdigkeit vieler Organisationen, die zu Protesten gegen den Rechtsruck aufgerufen haben – vom BUND über Greenpeace bis Campact.[1] Selbst den „Omas Gegen Rechts“ unterstellt Merz, sie würden von der Regierung kontrolliert.[2] Aus dem Ausland finanziert, von der Opposition gesteuert: So verleumden sonst nur Rechtsextreme und Autokrat*innen die Zivilgesellschaft."

    Unterschreiben. :danke:

    Erschreckend finde ich inzwischen, wie unbedarft ich mit den Kindern bis vor ca. 10 Jahren zum Schwimmen gegangen bin. Nicht nur ich, sondern alle Kolleg*innen.

    Ich hatte immer nur "den kleinen" Schwimmschein, der galt in NRW ausschließlich für den Nichtschwimmerbereich. An meiner ersten Schule teilten wir die Klassen in Anfänger und fortgeschrittene Schwimmer auf, so gut es ging. Ich hatte so immer abwechselnd eine kleine Gruppe von 10-12 Kindern,

    Aber alleine, ohne zweite Aufsicht. Unser Training fand im Lehrschwimmbad einer benachbarten Schule statt. Es gab ein Notfall-Telefon...

    Das ging von den 90ern bis weit in die Nuller Jahre. Wir hatten Spaß und Erfolg beim Schwimmenlernen.

    NIx passiert. Zum Glück.

    An der nächsten Schule (Brennpunkt) gingen wir immer mir der ganzen Klasse ins öffentliche Schwimmbad. Dort gibt es neben dem tiefen Schwimmerbecken eine abgetrennten Nichtschwimmerbereich. Um dahin zu gelangen, geht man aber am großen Becken vorbei. Dort schwimmen vor allem die weiterführenden Schulen, die müssen für unsere kleinen Schwimmer dann öfter mal Bahnen frei machen.

    Meistens gingen wir mit 23-28 Kindern nur mit zwei Lehrkräften zum Schwimmen. Eine mit dem DLRG-Schein, die zweite nach Möglichkeit die Klassenleitung oder wenigstens jemand, der die Kinder gut kannte. Das war die nötige Qualifikation für die zweite Aufsicht... Laut, chaotisch und unübersichtlich war es in der großen Halle. Unsere Nichtschwimmer mussten sich ihren Bereich oft sogar noch mit KiTagruppen teilen. Trotzdem: Wir hatten Spaß und Erfolg beim Schwimmenlernen.

    Auch hier: Nix passiert. Ein Wunder.

    Ich würde das heute nicht mehr mitmachen, die verurteilten Kolleginnen tun mir leid.

    War man früher leichtsinnig? War man sich früher der Gefahren gar nicht so bewusst, oder man hat sich einfach darauf verlassen können, dass sich auch die Kinder verantwortungsvoll verhalten? Ich habe tatsächlich den Eindruck, dass die Kinder (und auch die Jugendlichen) heute gefährliche Situationen nicht mehr richtig einschätzen können, Regeln öfter ignorieren, sich überschätzen oder sogar das Risiko öfter suchen, um sich vor anderen zu produzieren.

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