Beiträge von DeadPoet

    Das Problem mit den Vor- und Nachteilen bzgl. didaktischer Fähigkeiten des jeweiligen Lehrers sehe ich nur bedingt, zumal wir ja alle an einen Lehrplan gebunden sind;

    Echt ... die Bindung an den Lehrplan macht uns alle gleich? Merkwürdig ... das habe ich weder als Schüler so empfunden bzgl. meiner Lehrer noch sehe ich das bzgl. meiner Kolleginnen und Kollegen so.

    Auch bzgl. der Lebensumstände / Arbeitsplatz: Mir kann es grundsätzlich dort gefallen, dennoch muss ich mit bestimmten Personen klar kommen, die mir evtl. nicht so liegen ... oder mit bestimmten Situationen, wie der Ersteller des Themas.

    Interessant...ganz anders, als bei uns: Ich übernehme die Klasse in der 3., bzw. 5. und führe sie dann sechs, bzw. vier Jahre bis zur Matura. So wahrt man Kontinuität und die Schüler müssen sich nicht jedes Jahr auf einen neuen Lehrer einstellen; auch der Klassenvorstand hat seine Klasse zumindest von der 5. an, also vier Jahre mindestens. Anders könnte sich ja auch wohl nur schwer ein esprit de corps bilden, und die Schüler würden ihren Klassenvorstand vielleicht nur als "Lehrer mit Verwaltungsaufgaben" wahrnehmen, was er ja nun doch nicht (nur) ist....

    Ich denke, da kommen verschiedene Ideen zum Tragen. Bei uns ist - wenigstens ab der Mittelstufe - das "Einstellen auf neue Lehrer" Teil der Grundidee.

    a) Gehört das zur Vorbereitung "aufs Leben"

    b) gleichen sich dadurch bestimmte Vor- und Nachteile aus (Klasse A hat einen herausragenden Mathelehrer, der gut erklärt und motivieren kann, Klasse B nicht ... über vier (oder gar 6) Jahre hinweg ist das ein riesiger Vor- bzw. Nachteil und Rückstände werden immer größer). Ähnliches gilt für den Klassleiter (4 Jahre mit einem "Dienst nach Vorschrift" Klassleiter? Klar, die Klasse, die 4 Jahre den tollen Pädagogen hat, hat gut lachen).

    c) ganz davon abgesehen, dass man einfach mit dem "Menschen" mal nicht kann ... ein oder zwei Jahre muss man das als SchülerIn durchstehen, das gehört zum Leben (siehe a)) ... aber 6 Jahre? Auch eine Lehrkraft kann mal mit der einen Klasse besser als mit der andern ... das muss man ein oder zwei Jahre aushalten können, dann ist es aber gut, wenn's wechselt.

    d) mag das dazu führen, dass Eltern sich gar nicht mehr trauen, selbst gerechtfertigte Beschwerden zu führen, weil man das Kind ja nicht auf Jahre hinweg der möglichen "Rache" dieser Lehrkraft aussetzen will.

    e) Nutzt sich ein Lehrer in der gleichen Klasse über Jahre hinweg schon ab. Da schleifen sich Dinge ein, die man evtl. nicht haben will. Manchmal wirken auch bestimmte Verfahren der Lehrkraft nicht mehr, weil die SuS das eben schon seit Jahren kennen und nun plötzlich langweilig finden, was sie vor 4 Jahren noch begeistert hat (nicht Inhalte ... Vorgehensweisen).

    usw.

    Wie gesagt, unterschiedliche Grundideen.

    Hatten Sie noch nie eine eigene Klasse, mit der Sie 3 Jahre wunderbar zusammengearbeitet haben? Mir ein Rätsel wie man so eine Frage stellen kann.....

    Hm ... bei uns würde sogar darauf geachtet, dass man die gleiche Klasse nicht 3 Jahre lang als Klassleiter hat. Genausowenig, wie man die gleiche Klasse 3 oder mehr Jahre hintereinander in Mathe, Deutsch, Englisch etc. haben sollte (klar gibt es die Fälle und klar wollen manche Lehrkräfte das, aber die Schulleitung findet, da sollten Wechsel rein).

    Danke für die Worte.

    Das ist das Problem an unserer Schule. Es gibt etliche Kollegen, die glauben, ALLES ginge sie etwas an. Vor allem die KLASSENLEHRER, die ihre Schüler als "Söhne und Töchter" definieren.

    Wir sind in Mathe teilweise schon so weit, dass ein Kollege sinngemäß einmal sagte: "Wir arbeiten hier parallel. Wenn ich 20 Tests schreibe, dann musst du das auch. Denn sonst wäre es ja keine Parallelarbeit mehr."

    Das kann man umdrehen: Wenn ich 10 Tests schreibe und du 20 ist das auch keine Parallelarbeit mehr ... also musst Du auf 10 Tests runter.

    , wenn es entsprechende Fachschaftsbeschlüsse gibt. Aber doch nicht jede Woche, sondern 3-4 mal pro Schuljahr.

    Und soweit ich weiß, sind in Bayern Fachschaftsbeschlüsse nicht einmal verbindlich.

    Die Schulordnung in Bayern sagt, dass man schriftliche Leistungsnachweise braucht. In Schulaufgabenfächern sind das die Schulaufgaben, da müssen also gar keine Stegreifaufgaben geschrieben werden. In Fächern ohne Schulaufgaben genügt man mit EINER Stegreifaufgabe im Schuljahr dieser Anforderung - die restliche Zahl von Noten, die man braucht (pro Halbjahr insgesamt zwei!) kann man durch Referate, Abfrage oder Mitarbeit einholen. Natürlich DARF man mehr schriftliche Leistungsnachweise schreiben, aber man muss nicht ... Huch ... pädagogische Eigenverantwortung.

    Bayern scheint doch gar nicht sooooo schlimm ;)

    Wenn aber ein Journalist in einem Welt-, Zeit-, Spiegel- FAZ.... Artikel z.B. pro Impfgegner oder pro Russland berichten würde, wäre er seinen Job los.

    Dazu kommt, dass Journalisten heute finanziell kaum noch die Chance haben, ausführliche Recherchen zu machen.

    Ich habe bislang in deutschen Medien keine Interviews mit den Menschen der besetzten Gebiete Donbass und Luhansk gesehen, die hinter Russland stehen. Diese laufen natürlich im russischen Fernsehen den ganzen Tag. Sind die russischen Nachrichten wirklich alle falsch. Gibt's wirklich nur schwarz und weiß?

    Letztendlich ist es auch sch...egal, was ich oder jemand anderes hier denkt, da wir sowieso keinen Einfluss haben.

    Zum zweiten Teil (Interviews mit Menschen der besetzten Gebiete): Hab ich gesehen, nicht so zahlreich, aber die gab es.

    Nein, es gibt nicht nur schwarz und weiß ... aber es ist auch nicht alles gleich grau.

    Und zu dem Journalisten, der nichts pro Russland berichtet ... liegt das nun daran, dass eine bestimmte Meinung aufoktroyiert werden soll ... oder daran, dass es hier bei fairer Berichterstattung keine zwei Meinungen, keine Meinung "pro Russland" geben kann?

    Im Prinzip im Normalfall alles außer Deutsch. Englisch, Geschichte usw. Das liegt schon daran, dass es meist keine Doppelstunden sind, sondern einzelne 45 Minuten Einheiten und man dann ständig ein anderes Fach "verdrängen" müsste bzw. ggf. auch Vertretungen anfallen. Die zeitliche Länge einer Klausur ist nicht definitiv geregelt (in der Unter- und Mittelstufe sind Schulaufgaben gegenüber dem Schnitt der kleinen Leistungsnachweise doppelt gewichtet, da sollte dann mMn eine SChulaufgabe auch mindestens doppelt so umfangreich sein - und eine Stegreifaufgabe (kleiner Leistungsnachweis) wiederum dauert maximal 20 Minuten, das ist geregelt). In der Oberstufe zählt die Klausurnote mit den kleinen Leistungsnachweisen (das sind vorwiegend mdl. Noten) sogar 1:1 ...

    Ich plane Schulaufgaben eigentlich eher für 45-50 Minuten, so dass ich bei einer Doppelstunde (alle Verzögerungen eingerechnet) eigentlich immer so ca. 25-30 Minuten übrig habe. Ich bin dann so "gemein" und bespreche die Arbeit gleich nach einer kurzen Pause (die SchülerInnen reden sowieso miteinander über die Arbeit "Hey, was hast Du da geschrieben?" ... da kann man auch gleich gemeinsam drüber reden).

    Gründe:

    - Die SchülerInnen wissen dann noch recht genau, was sie geschrieben haben und können so evtl. gleich noch ein Gefühl kriegen, wie sie gearbeitet haben. Deshalb hören die meisten dann noch zu. Natürlich können sie auch Fragen stellen, ob etwas noch richtig oder falsch ist - manchmal muss ich dann halt sagen, dass ich mir dazu die Arbeit erst wirklich genau anschauen muss, um sagen zu können, was noch gilt und was nicht.

    - Die übrige Zeit kann man "normalen" Unterricht meist eh nicht mehr halten, also nutze ich die Zeit noch irgendwie sinnvoll.

    - Besprechung erst kurz vor Herausgabe: Da ist meine Erfahrung, dass die SchülerInnen gar nicht mehr so zuhören, weil sie nicht mehr wissen, was sie geschrieben haben und weil es sie viel mehr interessiert, was für eine Note sie haben.

    - Besprechung nach Herausgabe: Ähnlich ... es ist vielen egal, was richtig gewesen wäre, Hauptsache, ihre Note passt ihnen ... es hören viele nicht mehr zu.

    Ich trage auch (warum auch immer ... Masochismus?) sehr lang in den Sommer hinein langärmlige Hemden. Wenn die nicht zu dick sind (dünnes Leinen, dünne Baumwolle) geht das eigentlich sehr lang sehr gut.

    Irgendwann wirst Du aber zwischen zwei "Leiden" (Hitze und dass es Dir unangenehm ist) entscheiden müssen.

    Und sich sag jetzt mal ganz klar: Den Leuten, die wirklich zählen, ist es völlig egal, wie Deine Arme aussehen. Das werden die allermeisten Kolleginnen und Kollegen und Schülerinnen und Schüler sein. Klar, im ersten Moment wird das evtl. schon eine Reaktion hervorrufen, aber dann sollte das Thema durch sein.

    Bestimmte Kommentare wird man nie vermeiden können, die kommen bei anderen dann wegen Übergwicht, langen Haaren oder eine Gehbehinderung ... einfach ignorieren (sagt sich leicht, ich weiß).

    Hast du für dieses Geschwurbel irgendwelche belastbaren Quellen und hast du mit Putin persönlich gesprochen?

    Dafür gibt es in der Tat inzwischen Belege, u.a. einen Aufsatz Putins.

    https://zeitschrift-osteuropa.de/site/assets/fi…13/oe210706.pdf

    https://russische-botschaft.ru/de/2020/06/19/…te-und-zukunft/

    oder ganz knapp: "Wiederholt machte Putin zudem deutlich, dass seine Forderungen sich nicht allein auf die ehemaligen Sowjetrepubliken beziehen, sondern auf alle Staaten der früheren sowjetischen Einflusssphäre. Am 21. Januar verlangt Russland ausdrücklich den Abzug von NATO-Truppen aus Rumänien und Bulgarien. Potenziell durch die russischen Forderungen bedroht sehen sich auch andere Staaten, die ab 1999 der NATO beitraten und bis zum Ende des Kalten Krieges Mitglieder des Warschauer Paktes waren, darunter Polen, Tschechien und die Slowakei."

    https://www.n-tv.de/politik/Putins…le23151681.html

    Wer hat sich hier noch vor wenigen Beiträge über "draufhauen" beklagt, wenn "unpassende" Meinungen veröffentlich würden?

    Wie schon gesagt ... wenn man nur Parolen und Plattitüden von sich gibt, muss man sich nicht wundern, wenn "draufgehauen" wird. Man könnte statt "draufhauen" in vielen Fällen aber auch - weniger wehleidig, empflindlich, übertreibend - sagen, dass man gebeten wird, etwas zu erläutern, zu begründen, zu belegen. Für bestimmte Thesen halt auch "Butter bei die Fische" zu bringen. Aber das macht dann wohl mehr Mühe, als von "draufhauen" zu reden und sich in der Sache dann nicht genauer zu äußern.

    Diskussionskultur: Ich finde diesen unten verlinkten Kommentar ziemlich gut, und er passt auch hier rein. Er befasst sich mit dem Shitstorm wegen des letzten "Offenen Briefes", und auch bei der von Thymian verlinkten Petition kann das wieder losgehen. Ich habe auch (als Extrem-Kriegsdienstverweigerer, Ex-Zivi und meistens "linksgrünrot versiffter" Wähler) erhebliche Probleme mit meiner eigenen Meinungsfindung. Gerade deshalb finde ich sachliche Auseinandersetzungen wichtiger als das langweilige undifferenzierte Einschlagen auf gegenteilige Ansichten.

    Furor und Killerphrasen

    Ja, aber Diskussionskultur gilt dann für beide Seiten. Keine ungegründeten Behauptungen, keine "what-aboutism", keine leeren Parolen. Wer sich dieser genannten "Strategien" bedient, braucht sich nicht wundern, wenn es keine sachliche Auseinandersetzung mit ihm/ihr geben kann.

    So steil ist sie gar nicht, wenn man sie als das nimmt, was sie symbolisieren soll. Die USA als selbsternannte größte Demokratie dieser Erde intervenieren in anderen Staaten dieser Welt dort, wo sie meinen, dass ihre Interessen gefährdet oder berührt sind. Der übrige Westen folgt ihr mal mehr oder weniger kritisch - schließlich ist er von der Militärmacht der USA abhängig. Vietnam, Nicaragua, Irak, Afghanistan, Libyen. Auch hier wird der moralische Kompass arg in Mitleidenschaft gezogen.

    Das "wenn man sie als das nimmt, was sie symbolisieren soll" ist der Knackpunkt. Was mich aber stört, ist, wenn man - um anderes Verhalten zu relativieren, zu verharmlosen oder auch nur die eigenen Argumente überzeugender zu machen, Thesen in den Raum stellt, deren Wahrheitsgehalt bei genauerer Betrachtung extrem unterschiedlich bewertet werden kann und einer längeren Diskussion bedürfen würde.

    Bzgl. Afghanistans gibt es sowohl Fachleute, die es als gerechtfertigten Akt der Selbstverteidigung nach 9/11 sehen (und damit nicht völkerrechtswidrig), es gibt aber auch genug Fachleute, die das anders sehen.

    Hier einerseits der Wiki-Text: "Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen bezeichnete die Anschläge in den Vereinigten Staaten in seiner am 12. September 2001 gefassten Resolution 1368 als „Bedrohung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit“. Zudem wurde das „naturgegebene Recht zur individuellen oder kollektiven Selbstverteidigung, das in der Charta der Vereinten Nationen anerkannt wird“ betont. In diesem Zusammenhang wurden die Anschläge des 11. September 2001 als bewaffneter Angriff im Sinne der Artikel 39 und 51 der UN-Charta eingestuft. Damit wurde den Vereinigten Staaten das Recht auf Selbstverteidigung implizit zugesprochen. Nach Auffassung der Vereinigten Staaten und anderer Regierungen, wie etwa auch der Bundesrepublik Deutschland, wurde mit dieser Formulierung und dem direkten Verweis auf das in Artikel 51 der UN-Charta festgeschriebene Recht auf Selbstverteidigung die anlaufende Operation Enduring Freedom durch den Sicherheitsrat als ein „Akt der Selbstverteidigung der Vereinigten Staaten“ gegen den von Afghanistan aus geplanten Angriff gewertet und damit völkerrechtlich legitimiert."

    und eine andere Einschätzung, die aber das Ganze wenigstens auch ausführlich erläutert und diskutiert: https://www.gsi.uni-muenchen.de/forschung/fors…papier/ap34.pdf


    "Im Verlauf dieses Kapitels dür fte vor allem eines deutlich geworden sein: die Legalität der Selbstverteidigungsmaßnahmen der USA und ihrer Verbündeten liegt keinesfalls so klar auf der Hand, wie man dies vermuten könnte, wenn man den Aussagen vieler, vor allem westlicher Politiker, Journalisten und sonstiger Kommentatoren Glauben schenkt.87 Zwar scheint es insgesamt ebenfalls nicht angebracht, die Aktionen als eindeutig illegal zu bezeichnen. Aber: Um den Krieg in Afghanistan mit dem Recht auf Selbstverteidigung, so wie es in Artikel 51 der UN -Charta festgeschrieben ist, in Einklang zu bringen, bedarf es in einigen Bereichen einer nicht unerheblichen Abkehr bzw. einer Aufweichung von etablierten Prinzipien"

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