Beiträge von DeadPoet

    Vielleicht habe ich als Geschichtslehrer da ein schiefes Bild ... aber ... alle Generationen, die Katastrophen, Pandemien, Kriege (auch als Kinder) durchleben mussten, kamen wieder auf die Beine (oder wie mein Onkel sagte: "Aus uns ist trotz Notabitur auch was geworden"). So schlimm einige Zeit Bildungsausfall ist, das kann aufgeholt werden, "gerichtet" werden ... oder man kann (je nach Jahrgangsstufe) sogar sagen, dass das zwar gut im Unterricht gewesen wäre, wenn es angesichts einer Katastrophe aber weg fällt, geht es auch ohne.

    Menschen, die an der Pandemie sterben oder schwer mit Folgeschäden erkranken ... die können das nicht mehr "aufholen" oder das kann nicht "gerichtet werden".

    Ich formuliere das jetzt evtl. härter, als ich es sonst tun würde (liegt evtl. auch daran, dass eine Cousine von mir mit Covid auf Intensiv liegt und auf der Station KEIN weiteres Bett mehr frei ist) ... aber irgendwie habe ich schon manchmal das Gefühl, dass unsere Gesellschaft Prioritäten in einer Zeit setzt, in der tausende Menschen mit dem Tod konfrontiert sind, die man evtl. überdenken sollte. Auch ein Maß "Normalität" wird gewünscht (gefordert), das einfach im Moment nicht möglich ist. Natürlich sehe ich, dass jüngere Kinder bei Distanzunterricht nicht gut klar kommen, die Eltern oft als Ersatzlehrer einspringen müssen (und wenn sie das nicht können, geht die Schere in der Bildung auseinander) ... aber was sind die Alternativen? Gerade mit Mutationen?

    Wir haben in vielen Kreisen eine Inzidenz über 100 ... da finde ich, sollte man nicht über mehr Öffnung diskutieren.

    Ich hab gestern erst zu meiner Frau gesagt, dass der, der Mebis (diese bayerische Lernplattform, die es so gut schafft, nützliche Funktionen hinter irreführenden Bezeichnungen zu verstecken) programmiert hat, auch für Cubase verantwortlich ist. Das Ding ist KOMPLIZIERT. Aber die Funktionen sind schon gewaltig (also "mehr können" definitiv). Intuitiv ist es in vielen Bereichen NICHT. Für's Abmischen find ich es aber sehr gut, da sieht die Benutzeroberfläche einfach wie ein richtiges Mischpult aus.

    Ich bin dazu über gegangen, einfache Dinge in Audacity zu erledigen und für bestimmte Arbeitsschritte dann Cubase zu verwenden. Ich hab Cubase auch nur, weil es das im Bundle mit irgendwas anderem gab (dem Pod Go?).

    Hm ... ja, ich hab für die Musik auch einige Teile angeschafft, in den letzten Monaten. Ampitube und Cubase für den PC, dazu ein Pod Go ... damit kann ich nun recht "professionell" Gitarre, Gesang u.a. auf dem PC aufnehmen ... leider spiel ich selbst kein Schlagzeug und Sohnemann (der das tut) mag E-Drums überhaupt nicht.

    Der Frosch ist an einer Schule, die aktuell knapp unterbesetzt ist und auch nicht sehr viel personellen Spielraum hat. Wenn nicht noch ein wunder geschieht, fehlt uns nächstes Jahr fast eine Lehrerstelle. (Wir kommen aber noch gut über die Runden und sind bestimmt personell in keinster Weise mit einigen Grundschulen im westlichen Teil NRWs vergleichbar. Im Vergleich kann, darf und will ich also gar nicht klagen.)

    Ungeachtet dessen würde wahrscheinlich nicht nur ich, sondern jeder hier am Schulleben irgendwie beteiligter sagen, dass es eine gute Schule ist. (Nach den Rückmeldungen, die ich so habe.)

    Denn entgegen der Aussage von O.Meier kann auch eine personell unterbesetzte Schule eine gute Schule sein. Das mag ein Hindernis sein - aber es ist kein Ausschluss-Kriterium.

    kl. gr. frosch

    P.S.: Aber vom Schulleiter hier hört man nichts gutes. Es heißt, der hätte nie Zeit, weil er sich ständig in so einem komischen Forum rumtreibt. *kopfschüttel* ;)

    Naja, man sieht ja, welche Nebenwirkungen es hat, Schulleiter an einer guten, aber unterbesetzten Schule zu sein ... der Schulleiter hält sich für ein Tier ...

    Ja, in Bayern Selbsttests, aber:

    Als ich in der Schule eine Reihentestung machen durfte, trugen sowohl die Ärztin, die den Test bei mir durchführte, UND deren Kollegin, die lediglich den Papierkram erledigte, Schutzausrüstung.

    Klar, das war kein Selbsttest, aber wieso die Schutzausrüstung bei der zweiten Person, die durchaus vergleichbar ist mit der Position einer Lehrkraft, die die Durchführung der Selbsttests überwacht?

    Ja, dass die Durchführung zuhause problematisch ist, ist auch klar.

    Aber: Abstand hilft bei einer bestimmten Aerosol-Belastung nicht mehr viel (und die ist nach neueren Untersuchungen wohl schneller erreicht, als wir lüften können) ... das Risiko, wenn SuS sich ohne Maske in der Nase bohren ist definitiv höher.

    Und: Der geplante Umgang mit den positiv getesteten SchülerInnen überzeugt mich noch nicht (im Moment ist der Plan, sie aus der Klasse zu nehmen - ist klar, heißt aber auch, dass jeder in der Klasse es mitbekommt, alle positiven Fälle in einem Raum zu sammeln - unter Aufsicht (!), die auch keine Schutzausrüstung hat ... und dann Eltern und Gesundheitsamt zu informieren. Wie es bei volljährigen SchülerInnen - wir reden ja von Oberstufe - ausschaut, weiß ich nicht).

    Ich hab's versucht, ganz sanft zu formulieren ... ich hätte auch schreiben können "Wenn mein Dienstherr meint, ich muss solche Tests durchführen (bei denen medizinisches Personal übrigens Schutzausrüstung trägt, auch die, die mit mir gar nicht in Berührung kommen und nur daneben stehen), hat er ein Rad ab ..."

    Auch, wenn ich den Test nicht "durchführen", sondern nur "daneben stehen" (ihn überwachen) muss.

    Nur zu meinem Verständnis ... O. Meier stört eher weniger die zunächst unbedachte Äußerung Lindberghs als die Reaktion von ihm/ihr, nachdem er/sie auf die Konnotation des Ausdrucks hingewiesen wurde?

    Ich lass mich grundsätzlich gern testen, hab ich kein Problem damit. Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich bei Inzidenzen knapp unter 200 in den Unterricht will, selbst wenn das "nur" Q11 und Q12 sind (wir hatten mehrere Fälle letzte Woche in der Q12).

    Darüber hinaus bin ich nicht so ganz glücklich mit der Art, wie die Tests durchgeführt werden sollen (bleibt ja an den Lehrkräften hängen, auch der Umgang mit evtl. positiven SchülerInnen).

    Von daher ... was passiert, wenn ich mich nicht testen lassen will? Verpflichtung zum Distanzunterricht? ... logisch, würde ich selbstverständlich machen, kein Problem (und wir reden ja dann von einer Situation, in der nur die Oberstufe im Wechselunterricht wäre ... die kämen mit Distanzunterricht doch gar nicht so schlecht klar).

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