Beiträge von Anna Lisa

    Siehe oben! Dass es scheinbar in deiner Umgebung Arztpraxen gibt, die bereits um 16:30 Uhr schließen. Da kann dann ja kaum ein/e "normale/r Arbeitnehmer/in" Termine außerhalb der Arbeitszeit wahrnehmen.

    Keine spontanen oder kurzfristigen jedenfalls.

    Mein Hausarzt hat nur donnerstags länger auf. Aber die Abendtermine sind natürlich heiß begehrt. Was nützt es mir, wenn der nächste freie Abendtermin in 5 Wochen ist, wenn ich JETZT ein Problem habe?

    Hm, die meisten Arztpraxen haben aber doch - zumindest hier in der Gegend - mind. zweimal, oft dreimal, pro Woche bis 18 oder sogar 19 Uhr geöffnet. Meine Hausarztpraxis macht bspw. montags, dienstags und donnerstags am Nachmittag erst um 16 Uhr wieder auf. Und mein Lebensgefährte muss immer bis nach 16 Uhr arbeiten, bekommt aber auch - sowohl bei seinem Hausarzt als auch bei Fachärzt*innen - i. d. R. noch nach 16:30/17 Uhr Termine.

    Mein Endokrinologe hat z. B. nur bis 16 Uhr auf, Mittwochs und Freitags sogar nur bis 12.

    Wir haben von 8.00 bis 15.45 Uhr Unterricht.

    Wenn ich dann noch Wegezeit einplane, kann ich nie vor 16.30 Uhr Termine nehmen. Die gibt es aber bei den meisten Ärzten gar nicht

    Was verwirrt dich daran, Humblebee?

    Es wurde doch gesagt, man dürfe während der allgemeinen Unterrichtszeit keine Termine machen, weil man damit rechnen müsse, jederzeit eingesetzt/ umgeplant zu werden.

    Hört doch bitte mal so zu tu als wären alle anderen Berufe als der Lehrerberuf immer identisch mit minutengenauer Erfassung der kalkulierten Arbeitszeit. Das ist einfach lächerlich.

    Das habe ich nie behauptet!!!

    Will ich auch gar nicht sagen.

    Was ich sagen will: Es wäre höchst ungerecht, Kollegen unter Druck zu setzen, weil ein anderer pro Klausur 10 Minuten schneller ist und deshalb keine Überstunden anfallen.

    Warum eigentlich nicht?
    Wenn man nicht das Dreifache vom Kollegen für die Klausuren aufschreibt..

    Die eine Klasse hat 30 SuS, die andere 27, Mathe geht schneller als Englisch zu korrigieren, 3 SuS mit LRS bekommen eine besondere Rückmeldung, die DaF-SuS eine ausführlichere Korrektur, usw...

    Und der eine Kollege hat einen Kurs, wo man pro Spalte maximal 2 Korrekturzeichen hinschreiben muss, der anderen muss 19 schreiben und versteht kaum etwas.

    1en, 2en und 5en und 6en korrigiert man schneller als 3en und 4en.

    Beim einen Kollegen schreiben die Schüler 20 Spalten, beim anderen 5.

    Kommt also immer sehr darauf an.

    Außerdem habe ich in Teilzeit Anspruch auf einen freien Tag, nicht auf einen unterrichtsfreien Tag. Sprich liegen dort Konferenzen Studientag o.ä. ist der Tag mit einem anderen freien Tag auszugleichen, wenn ich daran teilnehmen soll, das überlegt sich jede Schulleitung gut.

    Das ist bei uns anders. Wir haben nur Anspruch auf einen unterrichtsftreien Tag

    Richtig, aber das ist ja jetzt nicht die Masse. Den Kontrolltermim beim Zahnarzt kann ich mir halt nicht drei Monate im Voraus auf Mittwoch 10 Uhr legen und mich dann beschweren, wenn ich dann Unterricht habe

    Den Kontrolltermin beim Kardiologen hingegen schon, wenn ich da bisher immer frei hatte und alle anderen von ihm angebotenen Termine innerhalb meiner Unterrichtszeit lagen.

    Das sehe ich anders, Seph.

    Wenn ich z.B. in einem Büro arbeiten würde und Arbeitsbeginn um 8 Uhr wäre und mein AG wollte, dass ich bis 16 Uhr bleibe, dann muss er mich auch angemessen beschäftigen. Er kann doch nicht verlangen, dass ich meine Arbeitszeit an einem Tag in 2 Teile teile und dann noch mit so einem geringen Abstand, dass man es gar nicht schafft, nach Hause zu fahren.

    Ich mache dann übrigens auch nicht privat Pause. Ich versuche schon, zu korrigieren und Unterricht vorzubereiten, halte nötige Absprachen mit Kollegen etc. Nur ist das leider nicht so effektiv wie zu Hause mangels geeignetem Arbeitsplatz.

    Aber nein, ich denke nicht, dass es legal ist, dem Arbeitnehmer automatisch eine Pause von 2 Stunden abzuziehen, wenn die Arbeitszeit von 8 bis 16 Uhr geht. Üblich sind 30 Minuten, bei mehr als 6 Stunden und 45 Minuten bei mehr als 9 Stunden.

    Wieviele Stunden macht Ihr pro Woche Konferenzen etc? Ist das auf die Jahresarbeitszeit gesehen nicht ein vergleichsweise kleiner Posten?

    Na ja, 3 Veranstaltungen pro Monat sind es schon. Jeweils 2 Stunden + die deswegen anfallenden Freistunden, in denen ich mangels Arbeitsplatz und nötiger Arbeitsmaterialien (es scheitert selbst an W-Lan) nicht richtig arbeiten kann. Also bestimmt 12 Stunden im Monat. Bei einer Teilzeitkraft entspricht das 3 Arbeitstagen.

    @O.Meier

    Dann spart der Kollege eben an der Unterrichtsvorbereitung, dann verantwortet der SL aber auch qualitativ schlechten Unterricht oder den Umstand, dass als Klassenarbeit die vom Vorjahr geschrieben wird. Jetzt kann man ja dokumentieren wieviel Zeit hierfür noch geblieben ist und wenn die gerade Mal zum kopieren der Arbeitsblätter vom Vorjahr reicht, ja dann ist das so. War nicht anders bestellt 🤷

    Aber das ist ja jetzt auch schon so und interessiert genau niemanden. Das Einzige was interessiert, sind außerunterrichtliche Veranstaltungen und Presseaufmerksamkeit.

    Ich bin ja auch gegen die Arbeitszeiterfassung. Ich gönne mir den Luxus einer vollen Woche und freier Wochenenden und Ferien.

    Das widerspricht sich nicht. Ich betreibe schon seit Langem AZ Erfassung. Und IMMER habe ich genügend Überstunden angesammelt, um die Herbst-, Weihnachts- und Osterferien überstundenfrei zu nehmen. Lediglich in den Sommerferien nehme ich meine 30 Tage Urlaub. Kommt ziemlich gut hin.

    Genau so.

    Ich bin gespannt, ob diese Büchse der Pandora geöffnet wird. Ich bin mir aber auch ziemlich sicher: Wenn die AZ-Erfassung wirklich so kommt, wird es plötzlich kein Problem sein, auch ehemals heilige Kühe wie die "unteilbaren Aufgaben" zu schlachten. Oder sie ins Deputat einzupreisen, so dass 50% TZ eben nicht mehr 50% Deputat plus x bedeutet, sondern tatsächlich 50% AZ. Und der Himmel wird nicht einstürzen...

    Habe ich nichts gegen ;)

    Interessant wird es ja dann bei den Teilzeitkräften. Ich arbeite z.B. 13 / 25,5 Stunden. Also aufgerundet 51 %. Das macht bei einer WAZ von 41 Zeitstunden eine Verpflichtung von 20, 91 Stunden, also 21 Stunden.

    Da darf / muss ja dann keine Pause angerechnet werden. Das heißt, ich müsste jeden Tag von 8.00 bis 12.12 Uhr anwesend sein.

    Nur: Wenn die Konferenz erst um 14 Uhr beginnt: Darf man mir dann knapp 2 Stunden Pause zwangsweise abziehen? Oder darf ich die Zeit zum Korrigieren etc. nutzen und dafür an einem anderen Tag eher gehen?

    Im Prinzip würde das ja bedeuten: Geht die Konferenz bis 16 Uhr, habe ich 3.18 Überstunden gemacht (halbe Stunde Pause muss ja abgezogen werden), die ich irgendwo wieder abfeiern muss.

    Klingt interessant. Da wird die Belastung der Teilzeitkollegen durch dieses ewig vielen Konferenzen und DB mal wirklich deutlich.

    Warum sollte das nicht gut aufgenommen werden? Wie gesagt, "bei uns" läuft das unter der Woche und ist für alle ein schönes Erlebnis. Warum sollte es Eltern stören, wenn sie unter der Woche einen Abend ein Kind weniger daheim haben?

    Wenn due Kinder dann morgens nach dem Frühstück abgeholt werden müssen, hat man ein Betreuungsproblem. Oder man ist zum Zeitpunkt des Abholen bereits auf der Arbeit.

    Kaum ein Grundschüler wird es wohl schaffen, nach so einer Nacht eine vollen Unterrichtstag incl. OGS bis 16 Uhr durchzustehen.

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