Beiträge von Anna Lisa

    Entweder diese Aussage ist falsch oder deine Angabe unter Schulform kann nicht richtig sein 🤷‍♂️

    Hä? Wieso stimmt die Schulform nicht? Wenn du an einer Gesamtschule Grundkurse unterrichtest, hast du im Prinzip nur schwache Hauptschüler darin sitzen. Viele von denen hätten eigentlich ein AOS-F bekommen sollen, haben sie aber nicht. Die sind wirklich EXTREM schwach und haben zusätzlich andere Auffälligkeiten wie fehlende Konzentrationsfähigkeit etc. Und ja, die brauchen dann individuelle Unterstützung. Vielleicht liegt es auch an meinem Fach Englisch.

    Die Schüler, von denen ich spreche, verlassen uns alle nach Klasse 10. Da macht keiner Abitur von.

    Bei sechs „sehr selbständigen“ und „super lieben“ Kindern?

    Das sechs hatte ich wohl überlesen, ich las nur "eine handvoll". Das sind für mich auch 17 statt den üblichen 30. Und von sehr selbständig stand da ja auch nichts, nur super lieb.

    Lieb sind meine Schüler auch, brauchen aber eigentlich permanent Einzelunterstützung, die ich alleine 17 Schülern ja nicht geben kann. Aber auch bei den 6en wird es doch einen geben, der ein bisschen mehr individuelle Unterstützung braucht, oder? Oder warum sind sie sonst auf der Förderschule?

    Wir sind keine Förderschule und haben fast nur solchen Schüler.

    Kannst du sie nicht dafür nutzen, dass sie dafür sorgt, dass Kevin-Horst nicht alle 30 Sekunden sich wegbeamt und in der Gegend rumstarrt und aus dem Fenster guckt? Oder dass Chantal-Joy versteht, wie die Aufgaben gehen und dass sie bitte a + b machen soll, wie du vorher 3x gesagt hast? Oder dass Maria und Agatha nicht ständig mit anderen Dingen beschäftigt sind und/oder quatschen?

    Oder dass sie die Fragen von A, B und C beantwortet, während du gerade D, E und F hilfst?

    Oder kann sie Material vorbereiten / kopieren / laminieren?

    Ich finde eine wie auch immer geartete Erfassung der Arbeitszeit wichtig. Die Schule, die ich gerade verlassen habe, konferiert sich dumm und dämlich. LKs immer bis 18 oder 19h, Fachkonferenzen dürfen erst abends beginnen, über die letzten Jahre kamen schleichend nicht nur häufigere Taktungen dazu, sondern auch komplett neue Konferenzanlässe. Tag der offenen Tür wird nicht mehr durch einen Ausgleichstag entlastet (die Vorbereitung des immer aufgeblaseneren Programms sowieso nicht), es gibt einen ebenfalls unentlasteten zusätzlichen Elternsprechtag für die jüngeren Jahrgangsstufen, plötzlich taucht verbindlich ein zusätzlicher Elternabend im Kalender auf, und ab nächstem Jahr gilt in der letzten Sommerferienwoche nicht mehr nur telefonische Rufbereitschaft. sondern es wird wohl irgendwas in Präsenz kommen. Ich finde hochgradig problematisch, wie einfach in Schulen über Zeit verfügt werden kann und zusätzliche Termine angesetzt werden können, die nirgends erfasst werden und mit dem Verweis auf Ausgleich in den Ferien als pauschal abgegolten gelten. Auch kann es nicht sein, dass es leider persönliches Pech ist,ob man eine "pflegeleichte" Klasse bekommt oder ständig Gespräche mit Eltern, Schulsozialarbeitern usw. anfallen.

    Ich denke, es geht nicht um die Erfassung von 4 Minuten dienstlichen Gedanken, sondern ich würde schon die Erfassung der klar und recht einfach erfassbaren Zusatztermine als Fortschritt empfinden. Und beim häuslichen Rest ließen sich problemlos die gleichen Erfassungsmechanismen anwenden, wie es Millionen Leute im Homeoffice tun.

    Dann würde man wahrscheinlich auch feststellen, dass es für Teilzeitkräfte nicht möglich ist, an allen dieser Veranstaltungen im vollen Umfang teilzunehmen, ohne die Arbeitszeit erheblich zu überschreiten. Es reicht eben nicht aus, nur die Unterrichtsstunden zu kürzen.

    Danke. Ich selbst halte es in oben beschriebenen Fällen so: Lied hören zähle ich selbstverständlich nicht.

    Das 10-Minuten-Gespräch während der Autofahrt mit meiner Kollegin über ein Schülerproblem / die Planung der Projektwoche / sonstigen Absprachen jedoch schon. In der Zeit kann ich ja z.B.nicht mein privates Hörbuch hören oder mit Freunden /meinem Mann telefonieren etc. Das Lied hingegen hätte ich ja sowieso gehört.

    Ich glaube, man darf jetzt auch nicht unter die Korinthenkacker gehen. Auch in anderen Jobs gibt es sowohl "tätigkeitsfremde Aktivitäten" während der Arbeitszeit als auch mit dem Job verbundene Aktivitäten außerhalb der Arbeitszeit.

    Was ist z.B. wenn ich meinen Schreibtisch aufräume und darunter jetzt 3 private Zettel sind, die ich eben noch schnell abhefte? Ist natürlich trotzdem Gesamtarbeitszeit. Wenn der AG mir einen vernünftigen Arbeitsplatz in der Schule einrichten würde, würde dieses Problem ja gar nicht erst entstehen.

    Umgekehrt habe ich schon so oft Schulsachen weggeräumt - eigentlich ständig - um irgendetwas Anderes erledigen zu können, was ich nie zähle. Das gleicht sich schon aus.

    Bei einer Anwesenheit 8:00-16:30 Uhr (inkl. vorgeschriebene gesetzliche Pause) fallen noch keine Überstunden an. Du müsstest also ca. 6,8h pro Woche rausarbeiten (bei 40 Schulwochen). Also entweder bleibste jeden Tag bis 18 Uhr in der Schule oder hast nen vollen Samstag (sonntags darfste nicht arbeiten). Das fänd ich schon happig.

    Ich schätze aber auch, dass sowas an vernünftigen Arbeitsplätzen in der Schule scheitern würde.

    Was wäre daran so schlimm? Das müssen doch fast alle anderen Berufstätigen auch. Wenn du nicht für die zusätzlichen Urlaubstage vorarbeiten möchtest, kannst du ja auch um 16.30 Uhr gehen (vollkommen normal) und dann in den Ferien (abzüglich deiner 30 Urlaubstage) zur Schule kommen. Du könntest z.B. versuchen, fast alle Korrekturen in die kleinen Ferien zu verlegen und in dieser Zeit dann entspannt Unterrichtsreihen planen und Orgakram erledigen etc.

    Bei einer vollen Stelle und mit 2 Korrekturfächern wäre ich aber eh nie um 16.30 fertig. Ich arbeite also sowieso noch weiter. Dann kann ich das auch in der Schule tun (bei vollwertigem Arbeitsplatz) und zu Hause meinen Feierabend genießen und die Schule ganz aus dem Kopf haben. Und die Miete für mein Arbeitszimmer spare ich auch noch.

    Ich sehe da keine Lösung. Die Idee, dass man mit fremden Daten hausieren gehen kann, scheint noch nicht widerrufen worden zu sein. Und das ist das Problem. Und darum geht es hier in dem Thread. Es gibt Leute, die der Ansicht sind, Lehrerinnen hätten keinen Anspruch auf eine Privatsphäre. Und diese Ansicht setzen auch um.

    Ich jedenfalls ginge zu so jemandem nicht auf eine Grillparty. Wer weiß, was die als nächstes macht.

    Ich gehe mal davon aus, dass die beiden schon vorher befreundet waren und sich mal getroffen haben. Und nicht, dass die Einladung als Entschuldigung gemeint war. Man kündigt doch nicht eine Freundschaft wegen wo etwas?

    Ich mache es folgendermaßen: Man kann mir an meine dienstliche Mail Adresse die Bitte um Rückruf schreiben. Dann rufe ich vom Privathandy mit unterdrückter Nummer an.

    Allerdings bitte ich zu beachten, dass auch wir Lehrer "Dienstzeiten" haben, die Schülerin kann sich nicht jede beliebige Zeit aussuchen bzw. erwarten, dass du dann zurückrufst.

    Ich als Teilzeitlehrerin habe oft um 15 Uhr schon "Schluss". Ich lese jedoch meist die ankommenden Mails, da sie auf meinem Handy angezeigt werden. Entweder ignoriere ich sie dann bis zum nächsten Tag, oder, wenn es mir angebracht scheint / und mir gerade passt, dann rufe ich dann auch trotzdem zurück.

    Aber ich würde mich definitiv nicht so manipulieren und unter Druck setzen lassen.

    Teile ihr mit, dass sie zwischen 8 und 16 Uhr (z.B.) die Bitte um Rückruf schicken kann und du dieser dann nachkommen wirst, sofern du nicht gerade im Unterricht / in der Konferenz etc. bist. Wenn sie später schreibt, muss sie evtl. bis zum nächsten Tag warten. Am besten schreibt sie dazu, wann zwischen 8 und 16 Uhr sie am besten zu erreichen ist. Aber wenn sie krank geschrieben ist, dürfte sie ja immer zu erreichen sein.

Werbung