Beiträge von Anna Lisa

    Ich habe ja auch eine Fremdsprache und korrigiere nicht jede Woche von jedem Schüler irgendwelche Aufgaben. Sticprobenartig ja. Aber in der Videokonferenz führe ich Besprechungen durch, genauso wie ich es in der Schule auch machen würde. Zur "Peer Correction" schicke ich die SuS halt in Breakout Räume und schaue da mal vorbei. Feedbackbögen kann man (je nach System) wunderbar gemeinsam erstellen lassen.

    Wenn ihr kein Videokonferenztool habt, lässt sich da aber auch eine andere Lösung finden.

    Ganz einfach wäre, keine ganzen Analysen aufzugeben. Heute nur Einleitungsatz. Dann die Analyse eines Stilmittels (wer mehr schreiben will kann das ja machen), dann der Schlusssatz. Da die SuS dafür dann viel Zeit haben, sollte es halt auch entsprechend gut werden.

    Bei Kleineren würde ich dann auch ganz stark in Richtung Grammtikübungen gehen (das schadet NIE, kann man auch in der Oberstufe immer mal wieder machen). Zu Grammatikübungen einfach die Lösung ggf. mit Erklärungen bereitstellen. Eventuell kannst du das für die Schüler noch in einen "richtigen" Erwartungshorizont umformatieren. Dann können sie sich selber ihre Note ausrechnen, unten lässt du Platz für "das muss ich noch üben" dann können die SuS gleich auch mal ihren eigenen Leistungsstand reflektieren.

    Ja, danke. Ich werde jetzt umstellen. So wie im ersten Lockdown geht das nicht mehr. Ich habe jetzt auch 2 Kurse mehr.

    Aber dafür haben wir inzwischen ein Videokonferenz Tool.

    Dann arbeite doch mit anderen Methoden der Kontrolle (Lösungsblätter verteilen, Schüler gegenseitig beurteilen und verbessern lassen, multiple choice Formate, usw.) Mündliche Aussagen kannst du in der Videokonferenz doch auch korrigieren. Du solltest auf keinen Fall alles schriftlich einfordern, da machst du dich unnütogerweise kaputt.

    Die Schüler kontrollieren aber nicht selbst und wenn sie es machen, dann haben sie trotzdem noch das meiste falsch. Ist in der Schule genauso, nur dass ich dann rumgehe und mir Hefte rauspicke und wir jeden Satz mehrfach korrigieren.

    Ohne Videokonferenz Tool kann ich schlecht mündliche Aussagen korrigieren.

    Ja, ich habe aus dem ersten Lockdown gelernt und werde es jetzt anders machen.

    Dazu siehst du dich gezwungen? Die "Anweisung" würde ich gerne sehen. Im Alltag korrigierst du auch nicht 150 Texte die Woche.

    Na ja, und dann soll ich den "Mist" so stehen lassen? Und sagen: prima gemacht! Und dann weiter machen im Stoff? Während ich feststelle, dass der alte noch gar nicht sitzt?

    Nein, im Alltag korrigiere ich gewiss nicht 150 Texte, aber da gehe ich in der Klasse rum und korrigiere, korrigiere mündliche Ausagen etc.......

    Da gehe ich von aus. "Distanzunterricht" war angesagt. Nicht "Distanzunterricht für ausgesuchte Fächer".

    Das sieht dann bei uns so aus: Sportlehrer schickt ein Blatt mit Übungen für zu Hause, das er aus seinem Kopien-Fundus eingescannt hat und das war's dann erst mal für 3 Wochen oder länger. Kontrollieren tut das keiner. Korrigieren muss er nichts. Mailen auch nichts.

    Der doofe Fremdsprachenlehrer hingegen kriegt wöchentlich 150 Texte von Schülern geschickt (manchmal auch 2x die Woche) und muss die dann korrigieren. Aufwand: Minimum 10 Minuten pro Schüler, oft auch länger. Von dem Aufwand für die Online Stunden mal ganz zu schweigen.

    Wie soll das auch gehen? Geht man davon aus, dass Distanzunterricht nach Plan erteilt wird, dann kann ja niemand gleichzeitig auf die Betreuung achten. Oder denke ich zu kompliziert?

    Wir haben auch gar kein sonstiges Personal.

    Es könnten z.B. die Sportlehrer die Notbetreuung machen, die ja gar keinen Distanzunterricht erteilen (bei uns jedenfalls nicht).

    Oder andere Nebenfachlehrer zumindest tageweise. Unsere Schüler bekommen vor allem in den Hauptfächern, NW und GL Aufgaben. Reli z.B. gar nicht, Technik nicht, Hauswirtschaft nicht, Musik nicht, Kunst nicht. Da sind ja schon eine Menge Kapazitäten frei. Es kann ja auch nicht sein, dass die Hauptfachlehrer da bis zum Umfallen arbeiten und korrigieren, während andere Lehrer sich eine schöne Zeit machen.

    Ich kann mich da nicht mit meinem Mann abwechseln (zumindest nicht bezahlt) da unsere Tochter bei mir privat krankenversichert, mein Mann aber gesetzlich versichert ist. Seine GKV zahlt nicht die Krankentage für ein privat versichertes Kind. Macht ja auch Sinn.

    Und bei uns sind alle 4 privat versichert, d.h. mein Mann kriegt gar keine Kindkranktage. Er würde aber trotzdem zu Hause bleiben. Im Zweifelsfall baut er eben Überstunden ab

    Ja aber mal ehrlich: Wenn jetzt alle Lehrer und Erzieher mit Kind sagen: Super, dann nehme ich jetzt im Januar die 10 Extratage, damit mein Kind zu Hause bleibt und ich dafür auch Zeit habe, dann bricht das ganze System doch zusammen...

    Sind das denn so viele? Es betrifft doch nur Lehrer und Erzieher mit kleinen Kindern. Meine beiden (gerade 13 geworden) bleiben problemlos alleine zu Hause, während ich in der Schule bin. Und dann könnten sich diese Lehrer ja auch noch mit dem Partner abwechseln. Lehrer sollten halt auch die gleiche Rechte haben wie andere AN.

    Es gibt doch genug Fortbildungen, gerade für Ipads, gab es immer schon und gibt es auch aktuell immerhin per Videokonferenz. Da muss man selbst aktiv werden. Diese Anspruchshaltung finde ich verwirrend, ja.

    Wieso denn Anspruchshaltung???

    Ich arbeite seit 20 Jahren mit einem wunderbar funktionierenden System, komme prima klar, kann alles machen, was ich möchte. Habe mich regelmäßig fortgebildet. Das EINZIGE Manko ist, dass es von mir selbst finanziert ist.

    Jetzt kommt mein AG daher und möchte, dass ich auf ein mir unbekanntes System wechsle, mit dem ich mich NULL auskenne.

    Warum soll ich mich denn jetzt aktiv darum kümmern? Der AG möchte doch, dass ich wechsle, nicht ich.

    Ich auch. Ich lasse mir aber trotzdem gerne von meiner Dienstherrin dabei helfen. Auf die ist immer Verlass.

    Sorry, wollt' ich dir gar nicht vors Gepäck defäkieren. Eine Idee, wie man Arbeiten ohne die nowendigen Geräte erledigen kann, habe ich aber nicht. Ich wandte mich zunächst an die Schulleiterin und erklärte ihr, dass es so nicht geht. Dann abwarten.

    Hast du überhaupt eine Möglichkeit, von iPad aus zu drucken?

    OK.

    Nein, ich glaube nicht, dazu bräuchte ich ein USB Kabel, oder? Wurde nicht mitgeliefert.

    Oder halt die umständliche Methode mit erst Mail schicken usw. Aber das darf ich ja dann nicht, weil ich die Daten ja nicht auf meinem Laptop haben darf.

    Also nein. Hat sich erledigt.

    Aber ehrlich gesagt, hat mich noch nie jemand gefragt, wo ich mit arbeite, womit ich drucke etc.... Hauptsache die Arbeit wird erledigt. Wird wohl auch in Zukunft keiner tun. Oder glaubt ihr, da kommt demnächst jemand vom Ministerium zum Kaffee in meinem Arbeitszimmer vorbei?

    Von Hand. An der Schreibmaschine. Auf einem Rechner in der Schule. Oder du diktierst sie auf Band und eine Schreibkraft tippt die.

    Ich denke, dann werden wir auf dem üblichen Weg darüber informiert. Mal sehen, wie groß die Freude dann über die iPads ist.

    Verarschen kann ich mich alleine. Ich würde mir eher hilfreiche und ernstgemeinte Tipps hier wünschen, denn die Frage ist wirklich dringend, da ich in den nächsten 3 Wochen AOSF-Gutachten schreiben muss und demnächst stehen ja wieder Abitur Gutachten an.

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