Beiträge von kodi

    An meinem Beruf finde ich anstrengend...

    • Kollegen, die sich nicht an Absprachen halten und Regeln nicht durchsetzen. Das macht es für alle anderen 1000x schwieriger.
    • mangelhaften IT-Support. Unterricht erfordert hochverfügbare IT-Technik. Ich kann nicht einfach tage- oder wochenlang warten und die Arbeit ruhen lassen.
    • das begrenzte Budget
    • zu kleine Klassenräume
    • den geringen Stellenwert von Bildung in de Gesellschaft und die daraus resultierende Ressourcenknappheit im Bildungssystem.

    Der Name klingt für mich auch etwas unseriös... nicht dass es nicht auch staatliche Schulen mit katastrophaler Namensgebung gibt/gab...

    Da du konkrete Tipps wolltest:

    Für eure Ausschreibung in Nawi solltet ihr etwas zur verfügbaren Nawi-Ausstattung schreiben. Habt ihr Fachräume? Was habt ihr für Material? Gibt es Schülerexperimentiersätze? Sind die von einem der beiden namhaften Herstellern? Gibt es ein Fachbudget? Gibt es Nawi-Kollegen? Unterrichtet ihr die Fächer getrennt oder zusammen?

    Was zeichnet euch konkret aus? Die Beschreibung ist so allgemein, dass sie in den Werbeflyer von 90% aller Schulen passt.

    Ich hab die Stundenplanung und Vertretungsplanung zugetragen bekommen

    Klär das dringend mit der Entlastung ab.

    Pro Tag Vertretungsplan ist eine Entlastungsstunde bei einer mittelgroßen S1-Schule notwenig. (Deine erste Stunde sollte dringend für den Vertretungsplan reserviert werden.)

    Für die Stundenplanerstellung sind mind. 2 weitere Entlastungsstunden nötig, wenn ihr 2 Pläne pro Jahr macht und die von mittlerer Komplexität sind.

    Wenn du nicht nur den Plan sondern auch die Verteilung machen sollst, entsprechend mehr.

    Wie der Zeitbedarf für die S2 ist, müßte einer der S2-Kollegen sagen.

    sind uns ob des Aufgabenprofils noch etwas unsicher.

    Die möglichen Aufgaben findest du hier im Anhang des Erlasses.

    Ich persönlich bin mir nicht sicher, ob wir als große Schule so einen Schulverwaltungsassistenten Vollzeit auslasten könnten, zumal auch ein paar vorgeschlagene Aufgaben etwas zweifelhaft sind.

    Was euch dringend klar sein sollte, ist dass dieser Schulverwaltungsassistent 1/3 Lehrerstelle kostet. Im Erlass stehen dann so tolle Vorschläge wie das aus Entlastungsstunden zu finanzieren. Für eine Grundschule natürlich völlig illusorisch...

    ... und bitte um hilfreiche Tipps.

    Der einzige Rat, den ich dir diesbezüglich geben kann, ist folgender:

    Man kann auch verlieren, obwohl man Recht bekommt.

    Damit meine ich folgendes:

    Möchtest du wirklich an einer Schule arbeiten, von der du das Gefühl hast, dass du da unerwünscht bist und deshalb abgeordnet wirst? Ich würde die Abordnung als Chance sehen und mir die andere Schule ansehen und gucken, ob es da nicht vielleicht besser ist und mich ggf. dorthin dann versetzen lassen. Was nützt es dir, wenn du rechtlich erfolgreich gegen die Abordnung vorgehen kannst, aber das Arbeitsklima trotzdem mies ist.

    Das BEM ist genau für so einen Fall da! Es ist nichts schlimmes, sondern eine Maßnahme um dir zu helfen.

    Ich würde es an deiner Stelle auf jeden Fall wahrnehmen.

    Es ist genau die richtige Stelle um verbindlich festzulegen, welche Maßnahmen dir in der Schule den erfolgreichen Wiedereinstieg ermöglichen. Du hast dadurch auch insofern Sicherheit, dass die dort festgelegten Maßnahmen nicht irgendwie auf Kulanz oder vom guten Willen deiner Schule abhängen, sondern bindende Vorgaben für die Schule sind.

    Irgendwie zeigt die Diskussion auch, wieso das Ansehen unseres Berufs so mies ist.

    Kaum jemand außerhalb des Schulsystems wird dafür Verständnis haben, wenn die inzwischen etablierte Distanzlernstruktur nicht genutzt wird, wenn die Schüler aus Sicherheitsgründen zu Hause bleiben sollen.

    Die Idee, die Schüler nicht in den Sturm zu schicken ist gut und vor allem ist toll, dass da endlich mal rechtzeitig entschieden und Verantwortung übernommen wurde. Der Erlass für NRW ist natürlich mutmaßlich handwerklich schlecht und mit Heißer Nadel gemacht.

    Mit der spitzfindigen Diskussion über die Bedeutung des Begriffs "Unterrichtsausfall" in dieser Situation tun wir uns keinen Gefallen. Nach außen wirkt die darauf begründete kategorische Ablehnung Distanzunterricht zu halten wie Drückebergerei. Da darf man sich selbst nichts vormachen...

    Und letztens beim Zahnarzt habe ich auch das erste mal ein "Privatwartezimmer" kennengelernt, mit Couch, Fernseher und Getränken.

    Ich kenne das nur von alten Arztpraxen. Da war oft der große Nachteil, dass es keine Zeitschriften im Privatwartezimmer gab und die alle im normalen Wartezimmer lagen. Kann also so oder so ausgehen mit diesem Extrawartezimmer. ;)

    Bezüglich der Termine hat man definitiv einen Vorteil. Schon alleine, weil man nicht nur auf Ärzte mit Kassenzulassung beschränkt ist und daher mehr Auswahl hat. Weiterhin kannst du direkt zum Facharzt gehen, wenn du halbwegs medizinisch gebildet bist und schon ungefähr weißt, was du wahrscheinlich hast. Das spart auch etwas Zeit.

    Ob jetzt der Unterschied wirklich entscheidend ist, wage ich mal zu bezweifeln. Zumindest ist mir keine Statistik bekannt, die deutliche Unterschiede in der essentiellen medizinischen Versorgung zeigen würde.

    :D Der war gut.

    Beim letzten mal hat sich das Ministerium erst weg geduckt und nichts verlautbart.

    Dann hat die Ministerin uns per Presse beschimpft, dass wir zu spät geschlossen hätten und gesagt, sie wäre für das alles nicht verantwortlich und könnte den Schulen nicht sagen, dass sie schließen sollen. :autsch:

    Ich nehme alles zurück. Das Ministerium hat ganz offensichtlich aus dem letzten Mal gelernt!

    :top:

    Da diese Info auch alle Eltern interessieren und vor allem erreichen sollte, gehe ich davon aus, dass im Falle einer Entscheidung seitens des MSB dies auch in geeigneter Weise veröffentlicht würde bzw. worden wäre. Solange da nichts ist, ist Schule.

    :D Der war gut.

    Beim letzten mal hat sich das Ministerium erst weg geduckt und nichts verlautbart.

    Dann hat die Ministerin uns per Presse beschimpft, dass wir zu spät geschlossen hätten und gesagt, sie wäre für das alles nicht verantwortlich und könnte den Schulen nicht sagen, dass sie schließen sollen. :autsch:

    Ich finde die Frage hat durchaus die Berechtigung auf eine ernste Antwort. Ich versuche es hier deshalb einmal:

    Der Abschluss FOR-Q sichert die Durchlässigkeit des dreigliedrigen Schulsystems.

    Es gibt einen durchaus nennenswerten Anteil an Schülern, die beim Übergang von der Grundschule zur S1 in ihrer Lernentwicklung und ihrer Persönlichkeitsentwicklung oder aufgrund des sozialen Hintergrunds in Kombination mit dem vorgenannten noch nicht so weit sind, erfolgreich das gymnasiale System zu durchlaufen.

    Da ändert sich aber oft im Laufe der S1.

    In der Theorie gibt es zwar auch die Möglichkeit nach der Erprobungsstufe bzw. in jedem Schuljahr einen Schulformwechsel zu machen. Das ist aber in der Praxis aus organisatorischen Gründen (Schulplatz, passende Wahlpflichtkurse), aus Gründen der Entwicklungsstufe (Stabilität der sozialen Beziehungen in der Pubertät) und aufgrund der unterschiedlichen Schulkultur und der unterschiedlichen Unterstützungsangebote in den Schulformen schwierig.

    Nach Klasse 10 fallen viele dieser Punkte weg oder verlieren ihre Bedeutung, weil sowieso ein Schulwechsel ansteht. Bis dahin sind auch viele Schüler so weit, dass sie ziemlich sicher einen gymnasialen/rein akademischen Bildungsweg schaffen und sich entschieden haben, diesen zu durchlaufen. Für diese Schüler gibt es den FOR-Q.

    Genau genommen gibt es den sogar in zwei Ausführungen:

    • FOR-Q (E): Berechtigung zum Besuch der Einführungsphase der Oberstufe
    • FOR-Q (Q): Berechtigung um Besuch der Qualifikationsphase der Oberstufe

    Als Realschule vergeben wir aufgrund langjähriger Erfahrung mit den Übergängen unserer Schüler jedoch eigentlich immer nur den FOR-Q (E).

    Wie du richtig schreibst, gibt es über die BKs noch weitere Wege die volle oder die fachbezogene Hochschulreife zu erlangen. Je nach beruflicher Lebensplanung oder aktueller Lebenssituation kann es Sinn machen diese zu bevorzugen. Genauso gibt es aber viele Schüler, für die zum Ende der S1 ein direkter Wechsel ans Gymnasium oder den Gymnasialzweig des BKs Sinn macht.

    Seid ihr euch sicher, dass "funktionslos" wirklich das meint, von dem ihr ausgeht und nicht ein Spezialbegriff der Juristen aus dem Gymnasialbereich ist?

    Bei uns an der Realschule sind die Beförderungsstellen auch keine Funktionsstellen. Trotzdem sind die, zumindest in meinem Regierungsbezirk, immer Aufgaben bezogen ausgeschrieben.

    Deshalb liebe ich gebundene Ganztagsschulen.

    Dort gibt es keine Hausaufgaben, sondern zusätzliche Übungsstunden mit Lehrer:innen und nicht mit Eltern, die teils nur bis zu bestimmten Jahrgangsstufen helfen können.

    Mit Hausaufgaben verstärkt man meines Erachtens lediglich den Faktor, dass Bildung vom Elternhaus abhängig ist.

    Das kann ich aus meiner persönlichen Beobachtung nur unterstreichen.

    Wir haben vor etlichen Jahren deshalb auf gebundenen Ganztag gewechselt.

    Für meine Schülerklientel war das eine deutliche Verbesserung.

    Neben der fehlenden Hilfe zu Zeiten als es noch Halbtagsschule und Hausaufgaben gab, hatten die auch ganz oft viel elementarere Probleme: Kein Schreibtisch, ganze Wohnung überbelegt, sodass sie keinen einzigen Raum mal alleine hatten, Kinderbetreuungsaufgaben für die kleinen Geschwister, kein Deutsch in der Familie, etc.

    das ist übrigens meiner Meinung nach DAS Problem der "hausaufgabenfreien Ganztagsschule". Es funktioniert nie im Leben für die Fremdsprachen und Lesefächer.

    Darum ist Vokabeln lernen und Lektüre lesen dort meistens die Ausnahme, die zusätzlich auch noch zu Hause und nicht nur in den Arbeits/Lernstunden erledigt werden muss.

    Funktioniert bei uns sehr gut.

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