Also ich hab mich in so viele Kurse eingetragen, weil ich nebenbei noch ein weiteres Fach studieren muss und nicht noch mehr Zeit dafür brauchen wollte.
Den Fehlschluß hab ich damals auch gemacht. Auf dem Papier kürzer heißt manchmal in der Realität länger... ![]()
Ich habe dann damals die Anzahl der Veranstaltungen auf ein schaffbares Maß reduziert.
Versuch das ganze ansonsten als einen Crashkurs in Selbstorganisation zu sehen. Aspekte von dem, was du beschreibst, kommen später bei deiner ersten Vollzeitstelle auch auf dich zu (Infoflut, x-gleichzeitige Aufgaben, unterschiedliche Anforderungen, etc.).
Vielleicht helfen die folgende Tricks:
- Nutze ein Mailprogramm (Thunderbird/Outlook) und leg dort Unterordner, automatische Filterregeln an. So kannst du deine Mails vorsortieren lassen und zum Beispiel potentiell wichtigere über Schlagworte/Absender farblich hervorheben lassen.
- Nutze einen Kalender, um Abgabetermine zentral zu vermerken. Mit den Kalendern von Outlook und Thunderbird kannst du auch Erinnerungen anlegen lassen und dich z.B. 2 Tage vor Fälligkeit des Termins erinnern lassen.
- Erstell dir einen festen Stundenplan, um deinen Tag zu strukturieren. 8:00Uhr - 9:00Uhr Matheübungen rechnen, 9:30Uhr -10:30Uhr Seminaraufgaben Pädagogik, etc. Plan Pausen ein und setz die Zeiten realistisch an.
- Strukturier deinen Arbeitsplatz. Trenne deinen Arbeitsplatz von privatem Kram soweit möglich. Als Student hast du vermutlich kein Arbeitszimmer, aber du kannst zB. darauf achten, nicht am Schreibtisch zu essen, gamen und derlei. Ziel des Ganzen ist, dass du mental in Arbeitslaune/erwartung bist, wenn du dich an den Schreibtisch setzt.
- Nutze des Pareto-Prinzip (20% Einsatz für 80% Ergebnis), sprich ziel nicht auf Perfektion ab, sondern auf effektives Arbeiten bei soliden, nicht perfekten Ergebnissen.
- Videokonferenzen mit Kamerazwang/Dozenten ohne Respekt für die Privatsphäre: Erstell dir einen Video-Loop "aufmerksames zuhören" und stream den mit Open Broadcaster statt des realen Bilds. Wenn du natürlich interagieren mußt, geht das nicht bzw. du mußt dir überlegen, wie du dann passend auf das echte Bild umschaltest. Das muß ein bischen geplant sein, damit du nicht z.B. plötzlich anders gekleidet bist.
- Mach dir klar, dass Selbstorganisation eine relativ hohe Anforderung ist. Du bist nicht die einzige, der das schwer fällt.
- Plan deine Woche so, dass du einen freien Tag hast, an dem du gar nichts für die Uni machst. Der Tag dient dazu etwas schönes zu machen und dich zu erholen.