Beiträge von kodi

    Wieso sollte das bei Lehrern nicht gehen? Wir kennen doch alle die Fälle wo es durch Abwesenheit von Klassen o.ä. manchmal geht und das es generell geht sieht man doch durch den Berliner "Bögertag" (ein Tag mehr Präsenz in den Ferien, okay, inzwischen sind es zwei und dafür einen beliebigen Tag im Schuljahr frei) und die anderen Ausgleichstage für Wahlen usw.

    Steht in der Regel auch überall so drin, dass Mehrarbeit vorzugsweise mit Freizeitausgleich auszugleichen ist.

    Wer unterrichtet denn die Schüler an diesen individuellen freien Tagen?

    Klassenabsenz ist zumindest bei uns die Ausnahme. Jede Lehrerabsenz führt deshalb bis auf die Randstunden von einigen Jahrgängen immer zu irgendeiner Form der Mehrarbeit. Entsprechend wird Mehrarbeit in der Regel dann in der Praxis abgerechnet statt durch Freizeitausgleich ausgeglichen. Mehrarbeit mit Freizeitausgleich auszugleichen, der seinerseits wieder Mehrarbeit erzeugt, macht wenig Sinn.

    Da stimme ich zu, darin sehe ich auch kein Problem. Dieses ganze ewig durch den Flur geistern lässt sich übrigens (zumindest in der Sek I) leicht unterbinden, indem man die ersten beiden Tage gleich direkt ein forderndes Programm absolviert. Wer die 1. Nacht nur vier Stunden geschlafen hat und am nächsten Tag 15-20 Kilometer wandern musste, hat in der 2. Nacht sowas von keine Lust mehr durch den Flur zu geistern.

    Genau so macht man das! 8)

    Das wäre auch mein Nr. 1 Tipp für eine Klassenfahrt. Wenn ich den Threadersteller richtig verstand, hat er aber wohl leider keinen Einfluss auf das Programm.

    Habt ihr (erfahrene) Kollegen vielleicht einige bekannte Tipps oder auch "Fettnäppchen", auf die ich achten sollte?

    Was mir ansonsten noch so einfallen würde:

    • Erste Hilfe Tasche immer dabei haben
    • Handynummern aller Schüler einsammeln
    • Notfallliste mit Elternnummern mitnehmen
    • Zählen, zählen, zählen, damit keiner verloren geht. ;)
    • Eigenes Handy mitnehmen
    • Namen aller Schüler anhand der Fotoliste auswendig lernen, wenn du die Gruppe noch nicht kennst.

    Nun - SBE war um einiges dreister als ich. SBE hat die Linuxmusterlösung der Schwaben - die als OpenSource und mit Unterstützung des Landes Baden-Württemberg "vermarktet" wurde - als Basis für das eigene kommerzielle Produkt "gerippt".

    Wobei man sagen muss, dass das Entscheidende ist, dass SBE Support anbietet/verkauft. Ob jetzt Berlin das komplette Supportpaket gebucht hat oder nur eine Basisversion, sei mal dahingestellt. Du kannst bei SBE das zumindest so buchen, dass alles für dich/den Schulträger gemacht wird.

    Ich kann den Ärger zwar verstehen, wenn Open Source Software mit dem kostenlos Argument angepriesen wird, aber die aggressive Reaktion darauf ist mindestens so verheerend. Was ist dann das Fazit, was man als Mitleser leicht mitnehmen könnte:

    Mach einen Bogen um Open Source und kauf bei MS und Co. sonst wirst du angemacht.

    Ich glaube nicht, dass es einen großen Knall gibt. Lehrer sind keine besonders wehrhafte Berufsgruppe, ganz im Gegenteil. Die Erwartung massenhafter Kündigungen halte ich für unrealistisch zumal bei den meisten Kollegen das wirtschaftliche Lock-In-Syndrom zuschlägt.

    Ich denke, dass wir weiter eine Mangelverwaltung fahren werden, das Bildungsniveau weiter erodiert und in ein paar Jahrzehnten der Wirtschaftsstandort Deutschland mehr oder minder deindustrialisiert sein wird und das allgemeine Wohlstandniveau abstürzt. Ähnlich wie es aus anderen Gründen in England passiert ist.

    Ich bin auch nur noch 2 Tage in der Schule und habe fast nur Prüfungsfächer. Geht prima, nur eine Frage des Stundenplans.

    Achja, Einzelstunden :D ich vergaß, sowas gibts bei uns natürlich nicht. Ich könnte mit Einzelstunden auch nix anfangen.

    Ist halt je nach Schulform und Fach unterschiedlich.

    An meinen Schulen wäre das mit Hauptfächern nie möglich gewesen. Selbst als wird ein Modell gefahren sind, wo es einen Anteil an Doppelstunden gab.

    Ich halte das jetzt nicht für unlösbar. Ich sehe nur für meine Schulform keine gute Lösung. Es gibt ja ein paar vorrangigere Dinge bei der Schulorganisation als Lehrerausbildung.

    Das ist hier anders. Es gibt einige Professuren im Bereich Fachdidaktik in Deutschland, da weiß ich, dass die Personen teilweise auch kein Lehramt studiert haben, teilweise zwar Lehramt studiert, aber kein Ref gemacht haben etc.

    Das Problem kenne ich auch. Fachdidaktikstellen, die genutzt werden um Fachwissenschaftler zu "parken". Das ist aber nochmal ein anderes Problem und hat was mit der Anerkennung innerhalb der Unis, der Bedeutung von Drittmitteln, Publikationen und Impactfaktoren zu tun. Leider ist die Qualitätsmetrik der Unis maximal nachteilig für alle echten Fachdidaktiklehrstühle. Entsprechend gering ist deren Uni interne Macht, weshalb sie leicht Ziel von Ressourcenwilderei werden.

    Wenn der Widerspruch eingelegt wird, geht der zunächst an die Schule. Die SL wird dem vermutlich keine Abhilfe schaffen, da ihr ja eine ordnungsgemäße Erprobungsstufenkonferenz durchgeführt habt.

    Dann geht der Widerspruch an die Bezirksregierung und wird dort rechtlich und schulfachlich geprüft.

    Dazu muss dann eine Dokumentation über alle Fördermaßnahmen, Beratungen und Beratungsangebote eingereicht werden. Im wesentlichen geht es da darum, ob das Kind Förderangebote erhalten hat und ob die rechtlichen Vorgaben hinsichtlich Beratung und Information eingehalten wurden.

    Wir führen deshalb in der Erprobungsstufe für jeden Schüler eine entsprechende Dokumentation.

    Das gewinnt auch deshalb jenseits des Widerspruchs zunehmend Relevanz, weil die Schulplatzsuche inzwischen meistens über die Bezirksregierung und Zuweisungen läuft, da es eigentlich keine "freien" aufnehmende Schulen mehr gibt und da inzwischen jede Abschulung in Frage gestellt wird.

    Hier in NRW reicht ein formloses Bewerbungsschreiben.

    Danach machst du dann die große dienstliche Überprüfung:

    • Leistungsbericht durch deine SL (im Vorfeld des Prüfungstages)
    • Stunde halten
    • Ausbildungsberatung (Stunde angucken und beraten)
    • Fachseminarsitzung leiten
    • Schulfachliches Gespräch

    Dazu gehört natürlich auch die Dokumentation:

    • Unterrichtsentwurf
    • Beratungskonzept
    • Seminarstundenentwurf

    Für mich sind da noch so einige Fragen offen:

    • Wer betreut diese Dualstudenten an den Schulen?
    • Wie soll das mit 2 Tagen Anwesenheit in Hauptfächern funktionieren? Die werden an mehr als 2 Tagen unterrichtet.
    • Wie sieht die Qualitätssicherung aus? Systembedingt werden diese Dualstudenten bereits in der Schule unterwegs sein, obwohl sie den fachlichen, fachdidaktischen, methodischen und pädagogischen Hintergrund noch nicht und nur in Teilaspekten haben.
    • Wie sieht das mit Stundenplananforderungen aus? Muss die Schule da irgendwas planen oder hat der Dualstudent Pech, wenn seine Tage nicht zum Plan passen.
    • Wer fängt die Unruhe in den Lerngruppen auf, die durch den ständigen Personenwechsel entsteht?

    Ich lese die auch noch, aber sie sind mir inzwischen oft zu oberflächlich.

    Ich weiß nicht, ob sich das wirklich verändert hat oder das an der angesammelten Lebens/Joberfahrung liegt.

    Zur Ausgangsfrage:

    In der Schule haben wir die kommentierte Schulrechtsausgabe vom Wingen Verlag. Ich finde es jetzt nur so mäßig hilfreich. Wenn es um was wirklich kritisches geht, frag ich die Schulrechtler der Bezirksregierung.

    Bei intensivem Werben für Gendersprache in der Form, die nicht amtlich anerkannt ist, handelt es sich meiner Auffassung nach um eine politische Bekundung.

    Ist doch prima. So hattest du nun diesen Nachmittag eine Beschäftigung.

    „Tischin“, „Stuhlin“ und „Plakatin“ finde ich auch großartig. Ich kenne zwar nur Rechtspopulisten, die so reden, aber jede Minute, wo die mit was Unwichtigem abgelenkt sind, ist gut.

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