Beiträge von Maylin85

    Das ist so pauschal einfach nicht zu bewerten. Man müsste dann eine Abwägung zwischen Miets- und Mobilitätskosten vornehmen. Das bringt nichts und kann nicht zu sinnvollen Lösungen führen. Die Alimentation muss schlicht eine Höhe haben, dass man wohnortunabhängig zurechtkommt.

    Wenn es bei den Kinderzuschlägen eine Koppelung an Mietstufen gibt, wäre das auch für die grundsätzliche Besoldung sinnvoll. Die Mehrkosten je nach Wohnort fallen nicht nur für Kinder an.

    100 Stunden findet du okay?! Wäre das das Ergebnis meiner Arbeitszeiterfassung, würde ich eine Überlastungsanzeige stellen und darin darauf hinweisen, dass angesichts der ausgeschöpften Arbeitszeit leider keinerlei individuelle Förderung und Differenzierung mehr stattfinden kann. Planungstreffen am Nachmittag und Material erstellen fielen als erstes raus.

    Tom123

    Bei dem, was du schilderst, kann die Konsequenz ja nur sein, die Unterrichtsplanung auf 0 runterzufahren. Sprich, 100% Einsatz fertigen Verlagsmaterials, keine Anpassungen und Individualisierungen, keine Differenzierung. Damit wiederum müsste sich dann allerdings ja durchaus gut Arbeitszeit einsparen lassen.

    Naja, die Guten sind alle vergeben... Wer in deinem geschätzten Alter single ohne irgendwas (in deinem Sinne ohne Kinder, Macke...) ist und auch noch ein paar Ansprüche erfüllen soll, den kann man wahrscheinlich lange suchen...

    Möglich. Wobei ich ziemlich sicher bin, dass die ahnungslosen Frauen dieser Fremdgehtypen ihre Männer durchaus auch zu "den Guten" zählen - hart arbeitende Familienväter, die "Überstunden" schieben, ständig auf "Dienstreise" sind und sich für die Familie abstrampeln eben 😊

    oh du hast aber echt ein negatives Bild!

    Oder ein realistisches. Ich hatte keinen einzigen Treffer, der wirklich Single war (gut, das mag auch daran liegen, welchen Typ Mann man links/rechts wischt, aber dennoch). Mein Highlight war der Typ, dem nach 5 Monaten einfiel, dass er verheiratet und seine Frau mit Kind Nr. 4 schwanger ist. Einmal habe ich den Mann einer Freundin in einer App entdeckt, einmal einen definitiv verheirateten Kollegen. Meine Ex-Kollegin hat eine üble Story mit jemandem durchlebt, der sich nach Monaten als liiert herausstellte, und hatte danach noch 1-2 Dates, bei denen zumindest ein ähnlicher Verdacht aufkam. Eine Freundin hat ihren Mann bei Tinder gefunden und seinen ebenfalls verheirateten Kumpel direkt mit. Alles anekdotisch und Einzelfälle, klar. Aber...

    Ich hab neulich mal irgendwo gelesen, in ca. 50% aller Ehen geht jemand fremd - in solchen Apps lässt sich das eben leicht und unkompliziert organisieren, insbesondere, wenn der Partner einen dort nicht vermutet.

    Du meinst bestimmt so ein Tinder-Date in der Absicht, jemanden zu finden.

    Ich meinte das ungeplante, zufällige, unbeabsichtigte Verlieben, das einfach so passiert und eigentlich gar nicht gewollt war.

    So lief es bei dem Herrn mit den 3 Kindern, würde mir kein zweites Mal passieren. Ich habe seinerzeit nicht gezielt nach Kindern gefragt, weil ich naiverweise dachte, wer Kinder hat, erzählt das von alleine sehr früh. Hat er nicht und kam erst raus, als ich hinterfragt habe, wieso er ständig keine Zeit hat (hatte vermutet, er dated vermutlich parallel). Ich habe gelernt und frage mittlerweile sofort.


    App-Dates sind meiner (natürlich völlig anekdotischen, aber war halt so) Erfahrung nach zu quasi 100% verheiratet mit Familie, kreuzen aber was anderes an, was dann beim ca. 2.-4. Date rauskommt. Das kann man direkt komplett vergessen. Ich würde aber jeder liierten Frau empfehlen, ab und an mal mit einer dem Partner unbekannten Handynummer (wichtig, da man einstellen kann, seinen Kontakten nicht angezeigt zu werden) in die gängigen Apps reinzuschauen. Aus Gründen.

    Wir haben einen Konferenztag, an den vorherigen Schulen sind die Konferenzen immer Mo-Do durchrotiert. Ich fand das rotierende System deutlich besser, denn es benachteiligt nicht überproportional diejenigen, die am Konferenztag frei oder nur einen kurzen Tag haben.

    Dass Teilzeitkräfte überall uneingeschänkt teilnehmen müssen, wie einige berichten, spricht für ein schlechtes Teilzeitkonzept. Unsere Teilzeitler gehen früher (konnten z.B. am pädagogischen Tag zur Mittagspause gehen). An der letzten Schule haben Leute mit 50%-Stellen Tandems gebildet, abwechselnd an Konferenzen teilgenommen und sich gegenseitig informiert. Geht alles, wenn man denn möchte.

    Wenn man konsequent Ausflüge, TdoT, Konferenzen, Elterngespräche, Klassenleitungsaufgaben, Aufsichten etc. prozentual anteilig vergeben würde, müssten die Vollzeitkräfte diese Aufgaben bis zu den 100% übernehmen.

    Diese Logik ist eben falsch, denn das sprengt dann auch den Rahmen der Vollzeitkräfte (bzw. die Mehrheit leistet eh bereits Überstunden)

    Die Diskussion wäre sofort vom Tisch bei korrekter Arbeitszeiterfassung, dann geht nämlich für jeden Beschäftigungsumfang nur das, was zeitlich auch tatsächlich reinpasst und bezahlt wird.

    Faszinierend, welch reaktionäre Haltungen noch durch diese Gesellschaft geistern.

    Meine Eltern hätten sich locker 5 oder 10 Jahre früher trennen können und ich bin sicher, es hätte niemand Schaden genommen. Solange Verhältnis zu und Umgang mit den Kindern vernünftig gestaltet wird, soll doch bitte jeder sein Leben leben, wie und mit wem er möchte und es ihm gut tut, Funktionierende Ehen sind statistisch wohl eh in der Minderheit, wenn knapp 30% eh geschieden werden und man noch all diejenigen hinzuzählt, die nur aus pragmatischen Gründen oder Zwängen bestehen bleiben.

    Ich meinte: wenn ein Paar, bei dem beide Partner arbeiten und Steuern zahlen, eine Betreuung benötigt und dann aus sozialen Gründen keinen Platz bekommt, während Kinder von Leuten, die ganztätig zu Hause sind, aufgenommen werden, dann läuft doch was falsch. Ich verstehe ja die Argumentation über den Aspekt notwendiger Frühförderung, aber es kann auch nicht sein, dass Steuerzahler zwar alles finanzieren dürfen, im Bedarfsfall selbst dann aber nachrangig behandelt werden und ggf. gravierende Einschränkungen und fiananzielle Verluste hinnehmen müssen, weil eine Berufstätigkeit nicht mehr oder nur eingeschränkt möglich ist. Kinderbetreuungseinrichtungen sollten in erster Linie Berufstätigen den Rücken frei halten.

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