In meiner Welt ist Hausaufgaben = Schule und Hausarbeiten = Uni.
Beiträge von Maylin85
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Ich saß den ganzen Tag in der Cafeteria und hab korrigiert, insofern war das damals auch ein recht produktiver Tag.
Den Ordner habe ich damals pflichtbewusst in der letzten oder vorletzten Schuljahreswoche noch mit dem vereinbarten Kram bestückt und von Schülern oft "hä, welcher Ordner?" gehört, also nehme ich an, dass der insgesamt auch nicht von jedem beachtet wurde.
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Ich erinnere mich an mühsame Gehirnverrenkungen, um KAoA irgendwie ins Erdkundecurriculum einzupflegen. Wir sollten am Gymnasium in jedem Fach in jeder Jahrgangsstufe irgendeine Anbindung haben, zumindest auf dem Papier. Kamen sehr absurde Sachen bei raus.
Ansonsten war ich einmal mit 8ern bei der Potentialanalyse, vom Rest habe ich nichts aktiv mitbekommen. Ich hatte aber schon den Eindruck, dass das bei uns ernst genommen wurde und dass diejenigen, die damit zu tun hatten, gut beschäftigt waren.
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Hausaufgaben dürfen ohnehin nicht bewertet werden.
Im schulischen Bereich betrifft es aber ja auch Facharbeiten, Projektarbeiten, Referate, über mehrere Stunden anlegte Arbeitspläne... hab ich immer recht gerne gemacht, im letzten Halbjahr gingen solche Aktionen aber zu 100% schief, weil überwiegend nur noch KI Ergebnisse rausgerotzt wurden. Schade, dann eben nicht mehr.
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Wenn wir uns von einem "Früher war alles besser" lösen, ist das in der Tat eine relevante Kompetenz. KI ist hier und sie wird ein fester Bestandteil unseres Lebens, ebenso wie Smartphones, Internet, Taschenrechner. Da hilft auch kein pearl-clutching.
Das Problem, das ich wahrnehme, ist, dass Schüler aber mit der KI nicht umgehen können. Das ist einfach nur eine Verlängerung des Phänomens, dass Schüler das Internet nicht richtig zur Recherche für Präsentationen etc. nutzen konnten, nur potenziert.
Wenn also jemand die Kompetenz hat, Prompts korrekt so zu formulieren, dass sie den gewünschten Output inhaltlich verlässlich und in der notwendigen Tiefe erbringen - und dabei noch andere Faktoren berücksichtigen ("nicht erwischt werden"), ist das eine Kompetenz, die sie im veränderten Berufsleben natürlich brauchen werden. Wir tun uns - und unseren Schülern - keinen Gefallen, wenn wir die Augen davor verschließen. Das heißt nicht, dass sie nicht auch noch lernen müssen, richtig zu recherchieren, zu bibliographieren und zu argumentieren - ebensowenig wie die Einführung des Taschenrechners das Kopfrechnen unnötig gemacht hat oder die Zulassung von Wörterbüchern das Vokabellernen überflüssig gemacht hat.
Das von dir gebrachte Beispiel ist allerdings leider ein Paradebeispiel, wie KI zu Verblödung beiträgt. Ziel einer Hausarbeit ist ja nicht nur, eine lesbare Hausarbeit abzugeben, sondern daran Kompetenzen zu entwickeln. Ich bezweifle, dass das bei den Studenten gelungen ist. Nun kann man natürlich argumentieren, dass das egal ist, weil sie diese Kompetenzen im KI-Zeitalter gar nicht mehr selbst benötigen, aber dann benötigt man in letzter Konsequenz vermutlich auch diese Studenten dieser Studienrichtung nicht mehr, denn ihre Kompetenzen sind ja offensichtlich durch KI ersetzbar. Und ob die KI brauchbare Ergebnisse liefert, können sie mangels eigener Fähigkeiten wahrscheinlich auch nicht mehr selbst beurteilen, also sind sie nichtmals als Kontrollinstanz zu gebrauchen. Wenn man das als Erfolg verkaufen möchte, bitte, ich finde es mindestens fragwürdig.
Denkt man deine Argumentationslinie weiter, brauchen Schüler zukünftig außer Prompten eigentlich überhaupt nichts mehr selbst beherrschen und wir können sämtliche Lehrpläne direkt fast vollständig im Schredder entsorgen.
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Das ist natürlich eine prima Kompetenz.
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Okay, das kenne ich so nicht.
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Ich habe in der Ausbildungsvorbereitung zum Halbjahr 21x die Note 5 oder 6 vergeben. Wo nichts ist, da ist eben nicht.
Spannend finde ich allerdings, dass in BFS1 und BFS2 teilweise Schüler sitzen, die definitiv auch nicht besser sind, aber irgendwie Abschlüsse bekommen haben und dort angekommen sind.
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Ich weiß ja nicht, wie es anderswo läuft, aber an meinen bisherigen Schulen haben Klassenleitungen/Tutoren immer dann, wenn sie es für richtig hielten, die Einberufung einer Teilkonferenz angestoßen und ich habe nie erlebt, dass das abgeschmettert wurde. Ich habe allerdings auch nie erlebt, dass es dabei um Kappen oder Kaugummis ging.
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Wenn eine Schulleitung ungern Ordnungsmaßnahmen verhängt, bleibt Kollegien immer noch der Hebel, die anderen Mitglieder der Teilkonferenz sehr bewusst mit Kollegen zu besetzen, die dazu eine andere Haltung vertreten. Schulleitungen können durchaus auch überstimmt werden.
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Keine Brennpunkteschule. Eher ländlich zwischen OWL und Sauerland. Es ist auch nicht nur unser BK. Egal mit welchem Kollegen von anderen BKs ich spreche. Überall das gleiche Bild
Erlebe ich auch so. Zustimmung zu allen Postings.
Aber fairerweise war es an anderen Schulformen nicht so ausgeprägt schlimm, also ist es vielleicht auch ein spezielles Klientel-Problem.
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In anderen Worten: Es müssen mehr Leistungen aus eigener Tasche gezahlt werden.
Ja.
Mir ist auch nicht daran gelegen, bei den Allerärmsten einzukürzen, aber bei Gießkannenleistungen und pauschalen Förderungen ohne Bedürftigkeitsprüfungen gibt es sicherlich Einsparpotential.
Und speziell beim Thema Gesundheitsleistungen ist z.B. null nachvollziehbar, wieso Esoterikkram ohne jede Evidenz bezahlt wird - da kann man ebenso völlig schadensfrei einkürzen, wie bei Vorsorge- und Screeningleistungen mit umstrittenem wissenschaftlichen Nutzen. Die kostenlose Mitversicherung von Kindern in der GKV könnte ebenfalls auf den Prüfstand. Ich persönlich fände es auch in Ordnung, bis zu einem (meinetwegen einkommengestaffelten) Betrag X erstmal selbst zahlen zu müssen, bevor überhaupt eine Versicherung einspringt.
Dass das größte Einsparpotential in Strukturreformen und nicht Leistungskürzungen besteht, ist mir natürlich auch klar, ich denke aber, dass man dringend beide Seiten angehen sollte/muss.
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Ich rede vor allem nicht von Rente, sondern von Gesundheitskosten und Sozialleistungen. Vollkaskoversorgung muss man sich leisten können und wollen - das funktioniert bei konstantem, ordentlichen Wirtschaftswachstum und einem passenden Verhältnis von Einzahlern und Empfängern. Ob sich das angesichts der Kombination von Bevölkerungsprofil und anhaltender Deindustrialsierung so halten lässt, darf bezweifelt werden. Die Notwendigkeit für Beitragssteigerungen kommt ja nicht aus dem Nichts, an der Schraube kann man aber auch nicht unendlich drehen.
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Die Gesundheits- und Sozialleistungen müssen deutlich spürbar eingekürzt werden, da geht langfristig gar kein Weg vorbei.
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Passiert ja nicht. Deswegen ist das auch alles komplett witzlos.
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Ich mache normalen Unterricht und diejenigen, die etwas verpassen, müssen eben nacharbeiten.
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Wenn es sich zeitlich nicht ausgeht, kann das Land für die Überschnittszeit auch ohne Bezüge beurlauben. War bei mir so, weil ich zwar den Entlassungsantrag zum 31.7. gestellt hatte, die Bearbeitung bei der Bezirksregierung aber so lange gedauert hat, dass man die Entlassung nicht pünktlich hinbekommen hat. Ich konnte die Entlassungsurkunde dann letztlich erst im September abholen.
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Ich erinnere mich vor einigen Jahren an sehr sehr hässliche Fachkonferenzen, als es darum ging, einen neuen Vorsitz für Englisch zu finden - extrem undankbarer und arbeitsintensiver Job angesichts der vielen damaligen Änderungen, die eingearbeitet werden mussten, Erwartungen der Schulleitung (Austausch, Wettbewerbe und was man alles so wollte) und einer extrem unharmonischen, zerstrittenen Fachschaft. Mündete darin, dass sich gegenseitig vorgehalten und vorgerechnet wurde, wer wie engagiert im Schulleben sei und ja wohl noch Kapazitäten habe (oder eben nicht). An dieser Stelle - falls er ab und an reinschaut - nochmal ein herzliches Dankeschön an den EINEN Kollegen, den ich hier im Forum mal erkannt habe und der mein ausgeprägtes Desinteresse an dieser Position fast noch besser und vehementer als ich selbst zum Ausdruck ausgebracht hat, als die Gesprächsdynamik sich unerfreulicherweise in meine Richtung drehte 😅 Damals wurde dann letztlich ein sehr junger, neuer Kollege mehr oder weniger genötigt, es doch "erstmal" zu machen.
Wie ich hörte, war nach meinem Schulwechsel dann keine Einigung mehr möglich und die Schulleitung musste jemanden bestimmen.
Im Zweitfach dagegen waren die Leute über Jahre gesetzt und es gab nie Probleme. Hier habe ich selbst an anderer Schule auch gerne die Leitung übernommen, weil es im Vergleich zu Englisch auch überhaupt kein Aufwand war. Die unterschiedlichen Anforderungen in den Fächern sollten/müssten eigentlich schon irgendwo berücksichtigt und gegenentlastet werden.
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