Vielleicht liegt es daran, dass es einen solchen Plan nicht gibt? Das Problem ist uralt und viele Ländern versuchen sich an den verschiedenen Lösungen. Richtig gelöst bekommt man es aber nicht. Das fängt damit, dass andere Länder sie nicht zurücknehmen wollen. Dann kann man solche Lösungen wie England machen, dass man ein anderes Land bezahlt, damit es die Leute aufnimmt. Das scheitert dann aber wieder an unserer Verfassung. Wenn man keinen radikalen Plan haben will, hilft es nur langfristig die Fluchtursachen zu bekämpfen. Natürlich kann und muss man die aktuelle Situation verbessern. Aber man wird das Problem nicht komplett lösen.
"Es gibt keinen Plan, weil geht nicht" ist einer zunehmenden Anzahl an Wählern aber offensichtlich zu wenig.
Dass Länder nicht zurücknehmen wollen, ist schön und gut, dann darf aber umgekehrt halt auch kein Cent an Entwicklungshilfe mehr fließen. Weder direkt, noch an staatlich unterstützte Hilfsorganisationen in den betroffenen Ländern. Gleiches würde ich auf EU Ebene erwarten - so lange Mitgliedsstaaten sich nicht an einer gerechten Verteilung beteiligen wollen oder unkorrekterweise gen Deutschland durchleiten, müssten sämtliche Zahlungen in EU Töpfe vorerst zurückgehalten werden, bis das Thema gelöst ist. Deutschland agiert beim Durchsetzen seiner Interessen sehr zaghaft, schleudert aber gleichzeitig Milliarden in die Welt raus. Empfinde ich als Wähler als wenig überzeugende Politik.
Solange Gesetze nicht umgesetzt werden oder umgesetzt werden können, kann ich bei den regierenden Parteien leider keine Bewältigungskompetenzen erkennen. Das ist es doch, was Wähler letztlich zu Populisten treibt (von denen man natürlich auch nicht weiß, ob sie es besser hinkriegen, aber sie haben zumindest nicht schon jahrelang das Gegenteil demonstriert).