Ich lese hier mit und habe Sorge, dass es bei euch bald "explodiert ".
Das fürchte ich leider auch. Ich überlege gerade, was ich tue, wenn wir (privater Träger) irgendwann ggf. schließen und in den Landesdienst überführt werden sollten. Kinderlos, wohnhaft in einer Stadt mit akutem Mangel in diversen Brennpunkten und für die Bezirksregierung dann völlig frei platzierbar, ist es eigentlich überhaupt keine ernsthaft erwägbare Option mehr, im Beruf zu bleiben. Unter den richtigen Voraussetzungen mache ich den Job wirklich sehr gerne und ich glaube auch recht gut, aber das Ausmaß an systemischer Schieflage ist hier meines Erachtens dermaßen groß, dass ich in den Ferien jedenfalls mal fleißig Bewerbungen auf außerschulische Stellen geschrieben habe, um Möglichkeiten auszuchecken. In Teilzeit okay, würde ich ggf. noch ausprobieren, aber mit erzwungener Vollzeit, no way.
Das gibt es doch längst. Je nach Umfang der Abordnung sind genau dafür Dinge wie Trennungsgeld, Reisekostenerstattung und Umzugskostenvergütung gedacht.
Kilometermäßig ist es ja manchmal gar nicht so weit. Aber fahr mal quer durchs Ruhrgebiet...
Irgendwie erscheint mir die Diskussion um kranke Kinder absurd - denn das Hauptproblem bei der Abordnung in entferntere Gebiete liegt am Zeitfaktor:
Mit Kind kommt man nicht mehr rechtzeitig vor Schließung der Kita an, um das Kind abzuholen - oder kann es nicht zur Öffnungszeit dort "abgeben".
Ich hab exakt das gleiche Problem mit der Hundebetreuung, interessiert - zu Recht! - keine Sau. Wenns blöd läuft, muss ich wen bezahlen, der sie morgens eine halbe Stunde oder Stunde betreut, und dann wegbringt, wenn ich früh los muss. Entsprechendes nachmittags, wenn Konferenzen die Öffnungszeiten der HuTa überschreiten. Mir erschließt sich NULL, wieso es Eltern nicht zumutbar sein soll, sich ebenfalls entsprechend zu organisieren und notfalls halt wen dafür zu bezahlen. Dafür gibts ja immerhin fette Zulagen.