Bezüglich der Inklusion kann ich sagen, dass bei uns an den staatlichen Gymnasien sehr wenig Kinder "landen." Wenn dann sind das Kinder, denen man ein Abitur zutraut. Beispielsweise hochbegabte Autisten, die aber ohne Lernbegleitung nicht zurecht kommen. Ich weiß von einem Schüler, der von der Förderschule G kam und hier am örtlichen Gymnasium Abitur machte. Eine ehemalige Kollegin war damals seine Lernbegleitung. Ich weiß gar nicht genau, was ihm fehlte, aber er konnte nur mit Hilfe eines Laptops schreiben. Ist ein paar Jahre her.
Neulich fragte mich mein Nachbar, SL des örtlichen Gymnasiums, warum es diesmal so wenige Anmeldungen gäbe. Wir hatten in diesem Jahrgang kleine Klassen und ein knappes Drittel hat sich auf dem Gymnasium angemeldet. Wir haben auch eine recht gute Kooperation und bekommen ehrliche Rückmeldung von den Kollegen, wie sich unsere alten Viertklässler entwickeln. Beide Seiten sind im Großen und Ganzen zufrieden. Also wir haben in letzter Zeit zumindest keine entsetzen Anrufe erhalten.
Und das sind eben völlig andere Voraussetzungen, als sie hier in meiner Ecke gegeben sind. Wie schon vorher geschrieben, es mag regionale Unterschiede geben. Dass NRW für sein Luschen-Abi verschrien ist, ist kein Zufall, sondern liegt u.a. auch an widersinniger Gleichmacherei, bei der es unterm Strich unmöglich ist, das fachliche Niveau zu halten. Die kirchlichen Schulen, die ich von innen gesehen habe, fliegen in Sachen Leistungsniveau Lichtjahre über sämtlichen staatlichen Schulen, an denen ich gearbeitet habe. Selbstverständlich ist das für Lehrkräfte und Eltern mit echtem Interesse am Bildungserfolg ihrer Kinder gleichermaßen attraktiv.
Und keine der mir bekannten Schulen erhebt Schulgeld.