Ok, das kann ein Argument sein.
Beiträge von Maylin85
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Was soll man denn beim schulpsychologischen Dienst, wenn man nicht vor hat weiter an der Situation rumzudoktern, sondern einfach nur möchte, dass das eigene Kind aus dem Sozialverbund genommen wird?
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Für mich klingt Sie + Vorname persönlicher und näher als Sie + Nachname.
Ich hätte aber nichts dagegen, auch selbst mit Vorname angesprochen zu werden. Macht nur irgendwie keiner.
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Ich finde den Switch vom Du zum Sie in der Oberstufe nicht so ungewöhnlich und erinnere mich an Kollegen, die das auch am Gymnasium gemacht haben. Ich habe gefragt, wie die Schüler es möchten.
An reinen Sek II Schulen muss man schauen, was passt (wie handhaben es die Kollegen; gibt es Einheitlichkeit?) und womit man sich wohlfühlt. Bei uns wird teilweise in beide Richtungen geduzt, es gibt Sie + Nachname und Sie + Vorname. Ich bevorzuge Sie + Vorname, finde das bei Studierenden, die älter sind als ich, aber dann umgekehrt bei "Frau Maylin" bleiben, auch etwas merkwürdig.
Lassen die "Sie + Vorname"-Leute hier sich auch mit Vornamen ansprechen oder ist es einseitig?
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Ich war in Klasse 6 grottig in Englisch und wurde aufgrund dessen in Richtung Latein beraten. Hab ich dann auch gewählt. Gruselige Entscheidung. Mein Problem mit Englisch war, dass ich schlichtweg nicht lernen konnte und es einfach noch ein halbes Schuljahr länger gedauert hat, bis die Sprache sich irgendwie "automatisch gesetzt" hat. In Latein passiert nix automatisch.
Ich war mit Beratungen dieser Art daher immer extrem vorsichtig. Latein ist in erster Linie ein Fleißfach. Wer kein entsprechendes Lernverhalten an den Tag legt, sollte vielleicht besser auf eine Alternative setzen, bei der einen irgendwann ggf. auch ganz schnöde das natürliche Sprachgefühl retten kann.
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Ganz richtig.
Aber die Lehrer, die dann privat agieren als "unkollegial" zu bezeichnen, geht ein wenig zu weit.
Kommt drauf an. Wenn draus, dass einige sich privat einbringen, die implizite Erwartungshaltung entsteht, dass alle anderen sich bitte auch "nicht so anstellen" mögen und ihrerseits als unkollegial bezeichnet werden, wenn sie bei ihrer Haltung bleiben (auch das war hier im Thread bereits zu lesen), dann ist es in der Konsequenz unterm Strich dann doch irgendwie unkollegial.
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Das Land möge dann bitte einfach dafür sorgen, dass flächendeckend die Voraussetzungen bestehen ohne Einbezug privater Konten zu fahren. Es ist nichts Verwerfliches daran den Anspruch zu haben, dass Privates und Dienstliches - insbesondere finanziell - konsequent getrennt werden. Ganz im Gegenteil, eigentlich ist das völlig normal und alles, was in der Hinsicht an Schulen passiert, einfach nur maximal absurd.
Es ist auch nicht unkollegial, das alles abzulehnen, sondern es ist viel mehr ziemlich übergriffig zu erwarten, dass ein Lehrer grundsätzlich dazu bereit zu sein hat, mit Privatem in die Bresche zu springen. Wer möchte, kann das gerne tun, es darf aber keine dahingehende Erwartungshaltung geben.
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Essende Mitreisende sind auch oft nicht so erquicklich. Und es steigert sicher auch den Reinigungsaufwand.
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Vermutlich ist es zumutbar, für ein paar Stunden Bahnfahrt mal nichts zu essen. Ob man das nun sinnvoll findet oder nicht: wenn ein Schüler tatsächlich wegen eines Regelbruchs aus der Bahn geschmissen wird, macht er möglicherweise die vollkommen neuartige Erfahrung, dass Fehlverhalten mancherorts tatsächlich Konsequenzen hat. Ich weiß gerade gar nicht, ob ich das wirklich schlecht finden würde...
Edit: Ok, auch auf den Fake reingefallen 😄 Dennoch, ich lass es mal so stehen 😊
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"Inmer wieder" ist überzogen und Wechsel sind immer eine Ausnahme. Aber sie kommen vor und sind manchmal eben auch sinnvoll. Wenn ein Kind wirklich komplett isoliert ist und keinerlei Anschluss hat (was in dieser Form ja schon ungewöhnlich ist, aber eben sehr selten mal vorkommt), finde ich das Pochen auf den Verbleib in der Klasse nur schwer nachvollziehbar. Es ist eben nunmal so, dass nicht jeder in jedem Sozialverbund glücklich wird.
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und wenn die anderen Klassen beispielsweise bilinguale Klassen wären, würde das Ganze nicht funktionieren.
Nicht zwingend. Ich habe exakt diese Situation an meiner letzten Schule erlebt. Eine Schülerin mit (nicht offiziell diagnostiziertem) Autismus, die durch ihr Verhalten massive Konflikte in ihrer Ursprungsklasse hatte, wechselte schließlich in Klasse 8 in die Biliklasse, weil man diese Klasse im Jahrgang für die sozialverträglichste hielt. In der Folge hatten alle Fachlehrer der Bilifächer das Vergnügen, diese eine Schülerin zwei Jahre lang parallel mit deutschem Material zu beschulen (eigentlich - faktisch hat sie auch gerne mal das Bilimaterial genommen, aber sie war nie offiziell in dieser Schiene aufgenommen). Ganz unmöglich ist es also nicht.
Wie macht ihr das am WBK?
Ich bin erst ein Schuljahr dort und in der Zeit gab es - abgesehen von Erstsemestern, die gerne mit Freunden zusammengruppiert werden wollten und was dann auch ermöglicht wurde - keine Wechselwünsche. Meinem Eindruck nach ist Mobbing auch eher weniger ein Thema als bei jüngeren Schülern.
An der alten Schule (Gymnasium) wurde Klassenwechselwünschen zwar nicht sofort zugestimmt, wenn sich über einen längeren Zeitraum aber gezeigt hat, dass die Situation für das Kind belastend ist und man in einem Wechsel Chancen auf Besserung gesehen hat, dann wurde dem auch statt gegeben (siehe oben). Finde ich auch richtig. Ich halte viele Dinge, die im Schulkontext passieren, für übertriebenes Geschiss und zu "schüler/elternfreundlich". Was allerdings unbestritten Grundvoraussetzung für bestmögliches Lernen ist, ist ein positives Lernklima und eine soziale Umgebung, in der ein Schüler sich wohlfühlen kann und "gut aufgehoben" fühlt. Das scheint hier nicht der Fall zu sein, weil kein Anschluss an die Gruppe gegeben ist. Ich finde schon, dass das ein Problem - und zwar ein anderes Problem als aktives Mobbing - ist und man als Schule schauen muss, ob man Abhilfe schaffen kann. Schule trägt eben auch zu einem gewissen Grad Verantwortung für das psychische Wohlergehen der Kinder.
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Wenn das Kind "geduldet" wird und keine Angriffe mehr erfolgen, gibt es auch keinen Grund weswegen die Schule einem Klassenwechsel zustimmen sollte und man hier an "Rettung durch Schulschulabsentismus" denken müsste.
Um die Herstellung von Harmonie geht es schon mal gar nicht. Es gibt kein Recht auf Freunde in derselben Klasse und den Schuh sollte sich die Schule nicht anziehen. Auf der anderen Seite ist die Erziehung der Mitschülerin bei einem solchen Fehlverhalten dringend notwendig und keine "Rumtherapiererei". Ordnungsmaßnahmen sind kein "dudu" im Sitzkreis. Dadurch wird ganz viel "extrinsische Motivation" bei schwierigen Eltern und ihren Kindern freigesetzt.
Wow.
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Offensichtlich hat die Schule doch gehandelt und die Tochter wird inzwischen "geduldet". Was mehr kann man realistischerweise von den ehemals mobbenden Mitschülern erwarten? Dicke Freunde werden sie sicher nicht. Wenn das Ergebis der Intervention ist, dass sie zwar nicht mehr aktiv angegangen wird, aber einsam ist, während es in der Parallelklasse Anschluss an Mitschüler gibt, ist ein Klassenwechsel doch absolut sinnvoll. Sie wird sich in diesem Umfeld weder persönlich positiv entwickeln noch ihre schulischen Leistungen bestmöglich abrufen können, wenn jede Gruppenarbeit ein Kampf ist.
Die zwanghafte Rumtherapiererei an Mitschülern mit dem Ziel utopisch-superharmonischer Zwangsvergesellschaftung, ist sehr oft absolut destruktiv und geht zu Lasten des ausgeschlossenen Schülers.
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Das System krankt exakt aufgrund dieser lehrertypischen Unart, Missstände durch Einsatz privater Ressourcen aufzufangen, so massiv, wie es leider der Fall ist.
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Die Fünftklässler, die ich im Unterricht erlebt habe, konnten einige grundlegende Wortfelder mündlich abrufen und - und zumindest das hat ja durchaus auch einen nicht zu unterschätzenden Wert - waren nicht scheu zu sprechen. Insofern war der Grundschulunterricht durchaus erfolgreich darin, Sprechhemmungen abzubauen oder gar nicht erst entstehen zu lassen. Dennoch waren die Kenntnisse so marginal, dass man es in 2-3 Monaten aufgeholt hätte. Zeigte sich auch wunderbar an den Kindern, die von der Grundschule mit ewig viel Unterrichtsausfall kamen und die quasi bei 0 anfingen - nach wenigen Wochen war kein Unterschied mehr festzustellen.
Die Probleme im Deutschen sind meines Erachtens gravierender als im Englischen. Das würde eine Auslagerung aus der Grundschule durchaus rechtfertigen.
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Um religiöse Vorstellungen zu relativieren, braucht es aber keinen konfessionsgebundenen Unterricht.
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Ich hatte mit der DBV einmal ernsthaft Hickhack, weil sie ein MRT nicht übernehmen wollten. Zugegeben, ich weiß auch nicht, ob das tatsächlich nötig war - es war Freitagnachmittag, der einzige Orthopäde, der noch offen hatte, war eine schicke Praxis auf der Kö, und keine 10 Minuten nach Betreten der Praxis lag mein Knie im MRT. Ohne wirklichen Befund. Wir haben uns ein halbes Jahr Briefe geschrieben und am Ende haben sie es dann doch bezahlt.
Die größte Gefahr als Privatversicherter ist eh, dass man unnötige Behandlungen aufgequatscht kriegt, die die Versicherung dann (zu Recht) zurückweist. Im Zweifel bleibt man dann auf den Kosten sitzen.
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Oder ganz schnöder Opportunismus bzw. weil auf der pro/kontra Liste die kirchlichen Schulen unterm Strich auch faktische Vorteile bieten. Nachdem ich an zwei gearbeitet habe, wären aus Elternsicht sehr gewichtige Faktoren für mich beispielsweise das Schülerklientel und mehr Entscheidungsmöglichkeiten bzw. ein vernünftiges Augenmaß beim Thema Inklusion. Die Ausstattung war auch nicht so schlecht.
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Naja, die Alternative lautet : man schaut, was mit dem vorhandenen Personal geht, und passt das schulische Angebot daran an. Würde ich übrigens auch als die vernünftigere Variante empfinden, als den Druck auf die noch Verbliebenen zu erhöhen.
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Rein hypothetisch, weils mir gerade im Kopf rumspukt: was passiert eigentlich, wenn man bei unfreiwilliger Abordnung regelmäßig zu spät kommt, weil Bus oder Bahn sich verspäten? Bei +50km oder gar 80km muss man eh schon früh genug los, dass ich - wenn nicht freiwillig so gewählt - wohl eher keinen Puffer mehr bei der Anreise einplanen würde. Führt sowas nur zu (bei nicht vorhandenem Beförderungswunsch letztlich irrelevanten) Akteneinträgen und lästigen Gesprächen oder könnte sich daraus ein Entlassungsgrund ergeben? Und wenn ja, ab welcher Häufung?
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