Beiträge von Maylin85

    Ui chili, du legst aber hohe Latten in Sachen Erwartungshaltung. Ich hatte drei Wochen vor einem UB nicht den Hauch einer Idee, oft erst 2 oder 3 Tage vorher. Auch die UPP stand erst mit 3 Tagen Vorlauf und der Entwurf war am Prüfungsmorgen um halb 6 fertig. Jeder ist anders und nicht jeder hat wochenlange Planungen in der Schublade liegen - habe ich ehrlich gesagt bis heute nicht und würde das auch niemals von einem Referendar erwarten.


    Ich finde die Forderung nach den ganzen Planungen völlig daneben. Wäre es mein Reffi, würde ich fragen, ob ich irgendwas tun kann, um die Gruppe dorthin zu steuern, wo er/sie die 3 Wochen haben möchte, falls schon ein Plan dafür steht... wenn nicht, würde ich erstmal selbst weitermachen und ansonsten lediglich signalisieren, dass man sich jederzeit bei mir melden kann für Absprachen, wenn klarer wird, wohin die Reise gen UB gehen soll. Den Druck, der hier von den Mentoren verbreitet wird, empfinde ich als unnötig und unangemessen.

    Bei uns startete der Sprechtag unmittelbar im Anschluss an die letzte Unterrichtsstunde und dauerte dann 4 Stunden bis 19h. Fand ich sehr unglücklich gelöst und habe - eben weil man da kognitiv nicht mehr wirklich fit ist - zu jedem angemeldeten Termin vorher Notizen gemacht und mehr oder weniger meine Stichworte runtergeleiert. Die Zeittaktung war auf 10 Minuten vorgegeben, üblicherweise haben die Eltern dann vorher feste Termine gemacht. Ich habe immer ein paar Fakenamen reingesetzt, um ggf. überzogene Zeit aufzuholen oder mal eine kurze Pause zu haben.

    ...und ich hatte in der Unterstufe zugegebenermaßen oftmals wirklich keine Ahnung, welches Kind gemeint ist. Wenn man ein Nebenfach mit 1 Stunde pro Woche unterrichtet und ab und an noch was aufällt, hat man nach 2,5 oder 3 Monaten noch keine Gesichter vor Augen. Deswegen habe ich mich über "Sie haben ja gerade Leerlauf und ich dachte, ich schau mal ohne Termin spontan vorbei" immer ganz besonders gefreut^^

    Ähm, vielleicht bin ich komisch, aber ich bin keine Lehrerin, ich arbeite als Lehrerin.

    Danke, genau das dachte ich gerade bei Durchscrollen des Threads. Ich definiere mich nicht über meinen Job und die "ich bin Lehrerin"-Formulierung ist mir tatsächlich noch nie über die Lippen gekommen und fühlt sich falsch an.

    Meistens antworte ich mit "ich unterrichte x und y", fertig.

    Lehrerin klingt in meinen eigenen Ohren irgendwie spießig und kompliziert und unsympathisch.

    weil ich mir für die Verbindung mit unseren Beamern noch ein Adapterkabel kaufen müsste, hab ich es meiner Mutter fürs Surfen auf dem Sofa überlassen.

    Kann man nicht vorschlagen, das über die Schule anzuschaffen? Meine letzte Schule hatte HDMI Kabel, Lautsprecherboxen und WLAN Verstärker zentral gelagert zur Ausleihe bei Bedarf. Sowas könnte man ja auch um Adapter ergänzen, wenn es die Dienstgeräte und Beamer erfordern.

    Und nichts davon resultiert auch nur annähernd in den gleichen Belastungen wie an einer Regelschule (Punkt 3 vielleicht mal ausgeklammert, keine Ahnung).

    Ich finde das Vorgehen der Schulleitung verständlich. Viele WBKs kämpfen derzeit doch um jeden Schüler.

    Wir haben Thinkpads und ich hätte so viel lieber ein iPad... allein schon die dafür verfügbaren Notenapps sind so krass schlechter als die fürs iPad, dass ich das als riesen Nachteil und Umständlichkeit empfinde. Der "Stift" ist auch nicht wirklich nutzbar und nicht mit dem iPad zu vergleichen. Mir fehlt auch die Option, den Bildschirm zu splitten und z.B. neben der projezierten GoodNotes Seite, auf der die Sicherung stattfindet, meine Notizen zu sehen. Materialausgabe per Airdrop war auch unkomplizierter, als alles extra in einer Lernplattform hochzuladen, von wo aus die Schüler es dann runterladen können. Ob ich Material am iPad oder Laptop tippe, ist mir persönlich jetzt auch eher egal.

    Also so richtig verstehe ich (noch?) nicht, wo der Laptop im Unterichtseinsatz Vorteile haben soll. Ich suche aber weiter...

    Und man schafft es in einer Woche nicht, irgendwo einen Studenten oder einen Teenager aus der Nachbarschaft aufzutreiben, der sich ein bisschen Babysittergeld verdienen will? Nachmittagsbetreuung ausfallen lassen und mit anderer Freundin nach Hause gehen ist auch keine Option? Ich hätte, gerade bei dem Vorlauf, auch kein Verständnis. Vielleicht ist die Krankmeldung in dem Fall gar nicht so verkehrt.

    Generell liest es sich für mich etwas seltsam zu erwarten, dass der Nachmittag "frei" ist für Kinderhobbys oder dergleichen. Wir hatten an der alten Schule eigentlich in jeder Schulwoche 1-2 Nachmittagstermine an wechselnden Tagen, oft auch recht kurzfristige Dienstbesprechungen. An den meisten mir bekannten Schulen hat man grundsätzlich auch nachmittags regelmäßig Termine und Wochen ohne Extras sind eher die Ausnahme.

    Ich habe mich eher daran gestoßen, die Motivation als den entscheidenen Faktor für den Berufserfolg herauszuheben. Motiviert sind wir sicher fast alle gestartet und klar, natürlich braucht es das. Letztlich ist aber insbesondere der pädagogisch-didaktische Teil auch ein Handwerk, das man erlernen muss und nicht unterschätzen sollte.

    Vielleicht Stationen aufbauen und die Schüler zu exemplarischen Orten in den verschiedenen Zonen "reisen" lassen, wo sie dann grundlegende Merkmale erarbeiten? Ich hatte damals im Distanzunterricht mal überlegt, sowas über Padlet zu machen (dort kann man eine Weltkarte als Template nutzen und Material an den entsprechenden Orten hinterlegen), letztlich war es mir dann aber doch zu aufwändig, dafür das Material aufzubereiten (bzw. die Idee kam zu kurzfristig, um es noch vernünftig umzusetzen).

    Seph Ja natürlich ist mir das klar. Aber das gilt ja nur für die während der Ehe erworbenen Rentenpunkte. Während der Ehe konnte der arbeitende Partner aber Grundsteine für seine Karriere legen, die auch über die Ehe hinaus noch wirken werden, während der andere Partner ggf. ganz von vorne anfangen muss und daher niemals mehr auf ein ähnliches Niveau kommen wird. Meine Tante z.B. hatte nach ihrer Ausbildung nie gearbeitet und stand dann mit Ende 40 ziemlich doof da, als sie plötzlich alleine klarkommen musste. Ihr Ex-Mann ist später noch Prokurist bei einer Bank in FFM geworden - davon "hat" sie nichts mehr, hat aber die Familie quasi alleine geschmissen in Zeiten, als er dafür die Vorarbeit geleistet und quasi im Büro gelebt hat.

    So große Sprünge macht man mit halben Rentenpunkten aber halt auch nicht. Wenn die Karriere des Partners u.a. auch darauf beruht, dass ihm bei der Grundsteinlegung durch den Partner zu Hause der Rücken freigehalten wurde, und er auf dieser Basis bis zum Renteneintritt (d.h. auch über die Scheidung hinaus) noch diverse Beförderungen durchlaufen kann, kann man es schon fragwürdig finden, wenn die ExPartnerin mit halben Rentenpunkten für Zeitpunkt x abgegolten wird und darüber hinaus selbst im fortgeschrittenen Alter ganz unten selbst neu anfangen muss. Rechtlich sicherlich alles okay, einen faktischen Nachteil hat sie aber trotzdem.

    Das stimmt natürlich. Stichwort gleichermaßen. Ich sehe es in der Familie in einem Fall anders. Er, selbstständig, rechnet es sich so passend, dass er keinen merklichen Wohlstandsverlust zu haben scheint, vorsichtig ausgedrückt. Das Gegenbeispiel, wo alles fair verteilt wurde, gibt es aber ebenfalls. Letztlich im Ernstfall eine Charakterfrage.

    Nein, ich meinte eigentlich kein getrennt wirtschaftendes Ehepaar, sondern Aspekte wie einen Ausgleich der verringerten erworbenen Rentenansprüche. Besitzstand aufzuteilen ist ja eher der einfachere Teil, wenn jemand aber über einen Großteil des erwerbsfähigen Alters kaum in Rentenkassen eingezahlt hat, ist auch der spätere Versorgungsausgleich nicht unbedingt eine vollwertige Kompensation dafür. Ebenso macht es einen Unterschied, ob jemand Kindesunterhalt "nur" strikt nach Düsseldorfer Tabelle zahlt, sein Gehalt und Vermögen je nach Konstellation evtl. sogar noch kleinrechnen kann, oder sich hier großzügiger zeigt. Damit eine Frau, die wenig gearbeitet hat, ihren Lebensstandard einigermaßen halten kann, muss der Partner schon wohlwollend mitspielen wollen, sonst kann es böse ausgehen.

    Solche Fragen sind so lange irrelevant, wie die Beziehung funktioniert. Interessant wird es im Trennungsfall und wie dann die finanziellen Regelungen aussehen (gesetzliches Minimum oder zahlt der dann deutlich bessergestellte Partner freiwillig angemessenen Ausgleich für die Zeit, die der andere familienbedingt zurückgesteckt hat).

    Ich sehe familienintern in der Generation meiner Eltern beides und die Unterschiede sind für die Betroffenen (in diesem Fall ausnahmslos Frauen) durchaus groß.

    Ich bin inzwischen sehr okay damit, wenn ich eine gut sitzende Maske trage und mein Umfeld es hält, wie es halt möchte. Rückblickend hatte ich doch recht viele Kontakte zu Infizierten und es ist nie was passiert, also denke ich, dass die Maske ein guter Eigenschutz ist, wenn man sie konsequent trägt (in der beschriebenen Situation mit dem Schlangestehen hätte ich sie z.B. auf gelassen). Klar wäre das Schutzlevel noch höher, wenn die Umwelt auch Maske tragen würde, aber das ist eben nicht mehr so und mir reicht die Risikominimierung durch die eigene Maske, um mich ausreichend sicher zu fühlen.

    Sich darüber Gedanken zu machen, was Kollegen oder Schüler denken, kann ich auch nicht ganz nachvollziehen. Man muss es doch so handhaben, wie man sich am wohlsten fühlt.

    Hast du denn normalerweise Montag frei oder Onlinekurse? Das würde für mich rein vom Bauchgefühl her schon einen Unterschied machen. Klar kann man Onlinekurse auch aus dem Urlaub heraus geben, aber grundsätzlich ist es dann halt ein Arbeitstag, an dem man ggf. auch in Präsenz gefordert sein kann.

    An komplett freie Tage ranzugehen, finde ich dagegen auch etwas unglücklich.


    Lösen lässt es sich wahrscheinlich am besten, indem man selbst jemanden findet, der netterweise einspringt.

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