Beiträge von Maylin85

    Humblebee

    Mega. Ich beneide Leute, die so arbeiten können und am Morgen vor der Klausur keinen Kopierstress usw. mehr haben 😊 ich hatte vor ein paar Wochen das Problem, dass die Klausur dann nachts um 2 irgendwann fertig war, der Drucker aber aus unerfindlichen Gründen nicht mehr schwarz drucken wollte... also noch x Patronenwechselversuche, am Ende die ganze Klausur von schwarz auf dunkelblau umstellen, dann ging es immerhin. Aber dann wars auch inzwischen halb 3.

    Ich finde es aber insgesamt auch flexibler, wenn man erstmal die allerletzte Stunde noch abwartet, bevor man sich mit der Klausur endgültig festlegt. Aus gleichem Grund fällt mir paralleles Arbeiten mit gleichen Klausuren auch eher schwer. Die dafür notwendigen Absprachen und die Herangehensweise läuft schon ziemlich konträr zu meiner Arbeitsweise (auch wenn ich die Vorteile natürlich durchaus sehe).

    Also bei den hier skizzierten Vorlaufzeiten hätte ich das Ref definitiv nicht geschafft. Ich bin bis heute jemand, der keine wirklichen Reihenplanungen hat (sondern die grobe Progression und die Ziele im Kopf, aber nirgends verschriftlicht und auch nicht unbedingt fix runtergebrochen auf Reihenfolge und Material) und Klausuren meistens erst in der Nacht vorm Klausurtermin fertigbastelt usw. Weit im Voraus zu arbeiten, funktioniert bei mir (leider) überhaupt gar nicht gut.

    Im Ref brauchte ich Reihenplanungen eigentlich nur für die Entwürfe, und was man da reinschreibt, kann man ja passend für die UB-Stunde zusammenstellen. Mentoren gab es an meiner Schule nicht und meine Ausbildungslehrer haben nie nach Reihenplanungen gefragt. Im Rückblick wohl ein Glücksfall.


    Himmel96

    Gute Besserung - vielleicht klappt es ja nächste Woche schon wieder!

    Schaut man sich die Zahlen der Absolventen an WBKs an, relativiert sich der Aspekt Mehraufwand durch 2x Abitur aber meinem Eindruck nach oftmals auch durch die Kursgrößen. Ich hatte letztes Jahr am Gymnasium meinen eigenen LK mit 22 Abiturklausuren, einen GK mit 8 Klausuren und eine LK Zweitkorrektur mit 24 Klausuren auf dem Tisch. Zusätzlich 4x GK mündlich. Alles Englisch, alles langwierig zu korrigieren. Ich glaube, auf solche Zahlen kommt man im zweiten Bildungsweg eher selten.

    Ui chili, du legst aber hohe Latten in Sachen Erwartungshaltung. Ich hatte drei Wochen vor einem UB nicht den Hauch einer Idee, oft erst 2 oder 3 Tage vorher. Auch die UPP stand erst mit 3 Tagen Vorlauf und der Entwurf war am Prüfungsmorgen um halb 6 fertig. Jeder ist anders und nicht jeder hat wochenlange Planungen in der Schublade liegen - habe ich ehrlich gesagt bis heute nicht und würde das auch niemals von einem Referendar erwarten.


    Ich finde die Forderung nach den ganzen Planungen völlig daneben. Wäre es mein Reffi, würde ich fragen, ob ich irgendwas tun kann, um die Gruppe dorthin zu steuern, wo er/sie die 3 Wochen haben möchte, falls schon ein Plan dafür steht... wenn nicht, würde ich erstmal selbst weitermachen und ansonsten lediglich signalisieren, dass man sich jederzeit bei mir melden kann für Absprachen, wenn klarer wird, wohin die Reise gen UB gehen soll. Den Druck, der hier von den Mentoren verbreitet wird, empfinde ich als unnötig und unangemessen.

    Bei uns startete der Sprechtag unmittelbar im Anschluss an die letzte Unterrichtsstunde und dauerte dann 4 Stunden bis 19h. Fand ich sehr unglücklich gelöst und habe - eben weil man da kognitiv nicht mehr wirklich fit ist - zu jedem angemeldeten Termin vorher Notizen gemacht und mehr oder weniger meine Stichworte runtergeleiert. Die Zeittaktung war auf 10 Minuten vorgegeben, üblicherweise haben die Eltern dann vorher feste Termine gemacht. Ich habe immer ein paar Fakenamen reingesetzt, um ggf. überzogene Zeit aufzuholen oder mal eine kurze Pause zu haben.

    ...und ich hatte in der Unterstufe zugegebenermaßen oftmals wirklich keine Ahnung, welches Kind gemeint ist. Wenn man ein Nebenfach mit 1 Stunde pro Woche unterrichtet und ab und an noch was aufällt, hat man nach 2,5 oder 3 Monaten noch keine Gesichter vor Augen. Deswegen habe ich mich über "Sie haben ja gerade Leerlauf und ich dachte, ich schau mal ohne Termin spontan vorbei" immer ganz besonders gefreut^^

    Ähm, vielleicht bin ich komisch, aber ich bin keine Lehrerin, ich arbeite als Lehrerin.

    Danke, genau das dachte ich gerade bei Durchscrollen des Threads. Ich definiere mich nicht über meinen Job und die "ich bin Lehrerin"-Formulierung ist mir tatsächlich noch nie über die Lippen gekommen und fühlt sich falsch an.

    Meistens antworte ich mit "ich unterrichte x und y", fertig.

    Lehrerin klingt in meinen eigenen Ohren irgendwie spießig und kompliziert und unsympathisch.

    weil ich mir für die Verbindung mit unseren Beamern noch ein Adapterkabel kaufen müsste, hab ich es meiner Mutter fürs Surfen auf dem Sofa überlassen.

    Kann man nicht vorschlagen, das über die Schule anzuschaffen? Meine letzte Schule hatte HDMI Kabel, Lautsprecherboxen und WLAN Verstärker zentral gelagert zur Ausleihe bei Bedarf. Sowas könnte man ja auch um Adapter ergänzen, wenn es die Dienstgeräte und Beamer erfordern.

    Und nichts davon resultiert auch nur annähernd in den gleichen Belastungen wie an einer Regelschule (Punkt 3 vielleicht mal ausgeklammert, keine Ahnung).

    Ich finde das Vorgehen der Schulleitung verständlich. Viele WBKs kämpfen derzeit doch um jeden Schüler.

    Wir haben Thinkpads und ich hätte so viel lieber ein iPad... allein schon die dafür verfügbaren Notenapps sind so krass schlechter als die fürs iPad, dass ich das als riesen Nachteil und Umständlichkeit empfinde. Der "Stift" ist auch nicht wirklich nutzbar und nicht mit dem iPad zu vergleichen. Mir fehlt auch die Option, den Bildschirm zu splitten und z.B. neben der projezierten GoodNotes Seite, auf der die Sicherung stattfindet, meine Notizen zu sehen. Materialausgabe per Airdrop war auch unkomplizierter, als alles extra in einer Lernplattform hochzuladen, von wo aus die Schüler es dann runterladen können. Ob ich Material am iPad oder Laptop tippe, ist mir persönlich jetzt auch eher egal.

    Also so richtig verstehe ich (noch?) nicht, wo der Laptop im Unterichtseinsatz Vorteile haben soll. Ich suche aber weiter...

    Und man schafft es in einer Woche nicht, irgendwo einen Studenten oder einen Teenager aus der Nachbarschaft aufzutreiben, der sich ein bisschen Babysittergeld verdienen will? Nachmittagsbetreuung ausfallen lassen und mit anderer Freundin nach Hause gehen ist auch keine Option? Ich hätte, gerade bei dem Vorlauf, auch kein Verständnis. Vielleicht ist die Krankmeldung in dem Fall gar nicht so verkehrt.

    Generell liest es sich für mich etwas seltsam zu erwarten, dass der Nachmittag "frei" ist für Kinderhobbys oder dergleichen. Wir hatten an der alten Schule eigentlich in jeder Schulwoche 1-2 Nachmittagstermine an wechselnden Tagen, oft auch recht kurzfristige Dienstbesprechungen. An den meisten mir bekannten Schulen hat man grundsätzlich auch nachmittags regelmäßig Termine und Wochen ohne Extras sind eher die Ausnahme.

    Ich habe mich eher daran gestoßen, die Motivation als den entscheidenen Faktor für den Berufserfolg herauszuheben. Motiviert sind wir sicher fast alle gestartet und klar, natürlich braucht es das. Letztlich ist aber insbesondere der pädagogisch-didaktische Teil auch ein Handwerk, das man erlernen muss und nicht unterschätzen sollte.

    Vielleicht Stationen aufbauen und die Schüler zu exemplarischen Orten in den verschiedenen Zonen "reisen" lassen, wo sie dann grundlegende Merkmale erarbeiten? Ich hatte damals im Distanzunterricht mal überlegt, sowas über Padlet zu machen (dort kann man eine Weltkarte als Template nutzen und Material an den entsprechenden Orten hinterlegen), letztlich war es mir dann aber doch zu aufwändig, dafür das Material aufzubereiten (bzw. die Idee kam zu kurzfristig, um es noch vernünftig umzusetzen).

    Seph Ja natürlich ist mir das klar. Aber das gilt ja nur für die während der Ehe erworbenen Rentenpunkte. Während der Ehe konnte der arbeitende Partner aber Grundsteine für seine Karriere legen, die auch über die Ehe hinaus noch wirken werden, während der andere Partner ggf. ganz von vorne anfangen muss und daher niemals mehr auf ein ähnliches Niveau kommen wird. Meine Tante z.B. hatte nach ihrer Ausbildung nie gearbeitet und stand dann mit Ende 40 ziemlich doof da, als sie plötzlich alleine klarkommen musste. Ihr Ex-Mann ist später noch Prokurist bei einer Bank in FFM geworden - davon "hat" sie nichts mehr, hat aber die Familie quasi alleine geschmissen in Zeiten, als er dafür die Vorarbeit geleistet und quasi im Büro gelebt hat.

    So große Sprünge macht man mit halben Rentenpunkten aber halt auch nicht. Wenn die Karriere des Partners u.a. auch darauf beruht, dass ihm bei der Grundsteinlegung durch den Partner zu Hause der Rücken freigehalten wurde, und er auf dieser Basis bis zum Renteneintritt (d.h. auch über die Scheidung hinaus) noch diverse Beförderungen durchlaufen kann, kann man es schon fragwürdig finden, wenn die ExPartnerin mit halben Rentenpunkten für Zeitpunkt x abgegolten wird und darüber hinaus selbst im fortgeschrittenen Alter ganz unten selbst neu anfangen muss. Rechtlich sicherlich alles okay, einen faktischen Nachteil hat sie aber trotzdem.

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