Beiträge von Maylin85

    Ich wundere mich, wie man ernsthaft Verständnis für diese dreiste Forderung der Eltern aufbringen ksnn. Ich kann die spontane Reaktion der Kollegin, den Schüler zum Test zu schicken, absolut verstehen - auch wenn es formell vielleicht nicht ganz der korrekte Weg ist. Ob die Eltern das aber auch machen, ist ihre Entscheidung und es liegt auch in ihrem Verantwortungsbereich sich zu informieren, wer die Kosten tragen muss. Man kann auch von der Kollegin nicht erwarten zu wissen, dass dieser Test in diesem Fall (mit ja durchaus vorhandener Indikation als Kategorie 1 Kontakt) privat bezahlt werden musste. Sowas muss doch derjenige klären, der die Dienstleistung des Arztes in Anspruch nimmt.

    Und was die Masken in den Schulen betrifft, verhält sich; zumindest Sachsen; lächerlich. Außerhalb des Unterrichts Pflicht mit Androhung von Strafmaßnahmen. Die Schüler, die sich gegenseitig "schützen" sollen, kommen aber Arm in Arm früh in die Schule und treffen sich in ihrer Freizeit regelmäßig, ohne Masken.

    Wir machen uns lächerlich.

    Ich finde das keineswegs lächerlich. Ob die Schüler sich privat oder auf dem Schulweg gegenseitig infizieren, ist mir herzlich egal. Im öffentlichen Schulgebäude mit verpflichtender Anwesenheit geht es aber um den bestmöglichen Schutz aller. Sowohl ich selbst möchte gerne geschützt werden als auch die vielen Kinder mit Risikogruppenzugehörigen im Haushalt (oder gar eigener Zugehörigkeit). Insofern finde ich die Maskenpflicht alles andere als lächerlich.

    Lächerlich ist allerdings leider, dass sie am Platz abgenommen werden dürfen.

    Das ist zumindest für die Schweiz bereits nachgewiesen, einen entsprechenden Artikel habe ich mal verlinkt. Man weiss, dass vor allem kleine Kinder sehr häufig keine Symptome haben (bis zu 90 %) und trotzdem keine weiteren Kinder bzw. Lehrpersonen in der Schule anstecken. Ich weiss nicht, ob es für Deutschland ähnlich systematische Erhebungen gibt.

    Bei sehr kleinen Kindern erschließt sich mir das noch. Aber spätestens an weiterführenden Schulen kann die Sachlage ja komplett anders aussehen.

    Dass BW Langzeitbeobachtungen startet, finde ich sehr begrüßenswert.

    Die Aussage aus Gladbeck habe ich auch gelesen. Das ist ja quasi "nebenan" hier und ich denke, bei uns ist es ganz ähnlich.

    Dass Schulen aktuell nicht auch nennenswert zur Verbreitung beitragen, müsste man erstmal nachweisen. Interessant wäre, in Städten mit hohen Fallzahlen mal zu Studienzwecken komplette Schulen durchzutesten und die Dunkelziffer zu erheben. Angesichts der Tatsache, dass Kinder und Jugendliche ja angeblich meistens symptomlos bleiben, gibt es meiner Meinung nach aber doch verdammt viele Treffer bei anlassbezogenen Testungen in dieser Altersgruppe - insbesondere wenn man bedenkt, dass viele Kinder ja auch bei Symptomen von den Kinderärzten oft ohne Test ins Bett geschickt werden. Wir hatten zeitlich versetzt mehrere Fälle in den gleichen Jahrgängen. Dass das Zufall sein soll, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, aber getestet wird bei den Mitschülern halt auch nix.

    Ich mag ja manchmal ein sehr naiver Mensch sein, aber in meiner Vorstellung hätte man das Virus ja vielleicht in den Griff bekommen, wenn man alle Menschen einfach mal mit ausreichend Klopapier und Nudelpaketen versorgt und sie dann 3-4 Wochen unter konsequenten Hausarrest gestellt hätte. Weltweit, versteht sich^^

    Eine Herdenimmunität erscheint mir angesichts der Berichte über bereits nach wenigen Monaten nicht mehr nachweisbare Antikörper auch noch sehr sehr weit weg.

    Ich mag das Wort niederdimensional :) Und nur um das klarzustellen, ich genieße auch durchaus mal einen Tapetenwechsel und andere Horizonte. Aber für mich geht auch nicht die Welt unter, wenn aufgrund der aktuellen Situation mal der Urlaub ausfällt. Oder auch mal 2 oder 3. Das Reisen wird schon nicht auf ewig verwehrt bleiben :) Ich verfolge nur mit Verwunderung und ein wenig befremdet, wie hoch das Thema Urlaub auf der Prioritätenliste vieler Mitmenschen zu stehen scheint und wie (teils aggressiv) die Reaktionen auf mögliche Reiseeinschränkungen ausfallen.


    Abgesehen davon beneide ich jeden, der ohne Korrekturen in die Ferien geht. Bei mir liegen knapp 70 Oberstufenklausuren und den Nerv, die komplett liegen zu lassen und mit in den November zu schleppen, habe ich leider nicht^^

    Man müsste auch erstmal definieren, was denn ein "Impfschaden" ist. In diesem Bereuch werden zwar viele wilde Behauptungen aufgestellt, die tatsächliche offizielle Anerkennungsquote ist aber verschwindend gering.

    Ich frage mich ja immer, was für ein scheussliches Zuhause die Leute haben müssen, die in jeden Ferien fluchtartig und mit akuter Dringlichkeit das Weite suchen. Das bezieht sich jetzt ausdrücklich nicht hier auf den Thread, aber mit welcher Vehemenz im Kollegen- und Bekanntenkreis für die Notwendigkeit des Wegfahrens auch in Pandemiezeiten argumentiert wurde und wird, amüsiert mich ja ein wenig 😊

    Bei uns wurde zuletzt auch erst der ganze Jahrgang nach Hause geschickt (betraf die Oberstufe) und dann hat das Gesundheitsamt Sitzpläne ausgewertet und alle Schüler, die im 2-Meter-Umkreis des positiv Getesteten saßen, in Quarantäne gesteckt. Hier aber auch nicht pauschal 2 Wochen, sondern nach einem für uns recht undurchsichtigen System gestaffelt. Die ersten Schüler durften schon nach 5 Tagen wiederkommen, die nächsten nach 7, andere ab 10.

    Diejenigen, die zwar nicht im Klassenraum in der Nähe saßen, aber 2 Tage vorher mit im Auto, waren Kat. 2 Kontakte und bekamen überhaupt gar keine Quarantäne.

    Ich versuche nicht mehr, das zu verstehen^^

    Maylin85:

    Ich habe tatsächlich vor, in den Herbstferien nochmal rüberzufliegen. Aber da es sich um ein Risikogebiet handelt, kann ich maximal eine Woche dort verbringen und muss gleich im Anschluss um einen Corona-Test betteln, um keine Quarantäne in Kauf nehmen zu müssen. Binnen einer Woche ist das kaum organisierbar, noch dazu, wo meine Mutter das eigene Elternhaus ungern entweder meinem (aggressiven und stressinduzierenden) Vater oder für 'n Appel und 'n Ei einem Wildfremden überlassen würde. Es läuft im Falle des Falles also auf die unbezahlte Freistellung hinaus. Zum Glück gibt es Möglichkeiten, den Transport und sogar die (teilweise) Vermittlung der Hunde hier in Deutschland sicherzustellen.

    Okay, das macht es alles nicht einfacher. Aber, so hart es klingt (und ich möchte jetzt wirklich nicht unsensibel sein, weiß es aber auch nicht anders auszudrücken), vielleicht mal offen versuchen mit der Mutter zu besprechen, dass sie das Haus sowieso in Kürze zurücklassen werden muss..

    Schön, dass wenigstens für die Hunde gesorgt ist. Wenn es mit der Freistellung für dich finanziell funktioniert, ist das sicherlich die Variante, die es dir erlaubt dich am meisten vor Ort kümmern zu können.

    Alles Gute dir und euch!

    Der letzte Satz mit der Einstellung des Vaters zu den Hunden hat mir ehrlich gesagt den Blutdruck hochgeschossen. Ohne Worte. Ich würde die Mutter UND die Hunde nach Deutschland holen, denn dass sie langfristig dort nicht bleiben können, scheint ja bereits jetzt klar zu sein, also kann man sie auch direkt herholen. Hunde im Seniorenalter zu vermitteln, ist immer schwierig - entweder du behältst sie und überlegst dir frühzeitig, wie du das mit deinem Alltag unter einen Hut bekommst, oder du versuchst so zeitig wie möglich ein neues zu Hause zu finden.

    Über Krankschreibung zu gehen, finde ich in diesem Fall und über Wochen oder Monate auch nicht korrekt - vorausgesetzt natürlich, dass du dich nicht tatsächlich arbeitsunfähig fühlst.


    Ich persönlich würde die Herbstferien nutzen, um Mutter und Hunde zu holen, und danach wieder in den Arbeitsalltag einsteigen.

    Ich arbeite konstruktiv mit meinen Kollegen zusammen, gehe auch mal in Freistunden mit dem einen oder anderen Kaffee trinken oder vor Konferenzen gemeinsam etwas essen, einige Kollegen treffe ich auch privat gerne und öfters. Aber ich finde es unnötig, soziales Miteinander von oben zu verordnen und daraus Zwangsveranstaltungen zu machen, die mit längerer erforderlicher Anwesenheit einhergehen.


    Mir persönlich würde es auch völlig ausreichen, wenn meine Verabschiedung (so sie denn offiziell sein muss) in die große Pause gequetscht wird und im Lehrerzimmer stattfindet in Anwesenheit derjenigen, die gerade zufällig da sind. Morgens Kuchen hinstellen, fertig. Man muss ja auch nicht immer um alles einen riesen Aufriss machen.

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